Akademische Feier des Taunusgymnasiums

Für Jochen Henkel, den neuen Schulleiter des Taunusgymnasiums, war es gleichsam eine Premiere: zum ersten Mal war es seine Aufgabe, an seiner neuen Schule die Abiturzeugnisse zu überreichen. Im Rahmen einer Akademischen Feier im Königsteiner Haus der Begegnung tat er dies gemeinsam mit Winfried Romahn, seit vielen Jahren Studienleiter am Taunusgymnasium. Mit dem Ende dieses Schuljahres scheidet Romahn aus dem Amt, und so war die diesjährige Verabschiedung der Abiturienten die letzte in seiner Zeit als Leiter der Oberstufe.


Den Umständen entsprechend konnte Jochen Henkel, der im April dieses Jahres die Nachfolge von Roswitha Stengl-Jörns antrat, auf keine sehr lange gemeinsame Zeit mit den diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten des Taunusgymnasiums zurückblicken. Für eine frische, dynamische Begrüßungsrede, die sogar einige Anekdoten aus Henkels kurzer Zeit in Königstein einbezog, stellte dies jedoch kein Hindernis dar. Besonders habe ihn bei vielen Abiturprüfungen die Fähigkeit und der Mut der Prüflinge beeindruckt, Gedankengänge nachvollziehbar zu begründen und eine fundierte eigene Position zu beziehen.


Henkel dankte all denjenigen, die es mit ihrem Engagement ermöglichten, den festlichen Rahmen der Akademischen Feier zu gestalten, besonders aber auch den Eltern, die sich etwa in der Bibliothek, der „World of Breakfast (WOB)“, dem Förderverein (BEFT) oder anderen Gremien ins Schulleben einbrachten, die Weichen für den Schulabschluss ihrer Kinder stellten, in schwierigen Zeiten hinter ihnen standen und sich in guten Zeiten mit ihnen freuten. Ebenso sei es für ihn eine Beruhigung gewesen, zu wissen, mit Herrn Romahn einen Oberstufenleiter am Werk zu wissen, der die nicht geringen organisatorischen Herausforderungen der gymnasialen Oberstufe fachlich kompetent, immer unaufgeregt und rechtssicher zu handhaben wisse. Zugleich dankte er den anderen Schulleitungsmitgliedern – Dirk Wingenfeld, Ronny Reiniger, Wolfgang Veltjens und Ulf Linke – für ihren Einsatz in den vergangenen beiden Jahren, in denen das Leitungsgremium wegen der noch nicht wieder besetzten Schulleiterstelle in erheblichem Maße über das Übliche hinaus gefordert war.


Mit Lob wandte sich Henkel an die Abiturienten: Mit einem Durchschnitt von 2,22 liege die durchschnittliche Leistung dieses Jahrgangs am Taunusgymnasium deutlich über dem wohl zu erwartenden hessenweiten Durchschnitt von 2,4 bis 2,5. Mit auf den Weg gab der Schulleiter den Abiturientinnen und Abiturienten einen Auszug aus Hermann Hesses Gedicht „Stufen“: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Ein Abschied sei immer auch ein Anfang. Es lohne, sich auf den „Zauber“ einzulassen und den weiteren Lebensweg nach den Jahren am Taunusgymnasium mutig, ohne Angst vor dem Neuen und mit positiver Grundeinstellung anzugehen.


Die Rede des Vertreters der Eltern, Dr. Michael Groß, wies in eine ganz ähnliche Richtung. Kernsätze seiner mit Verve, aber auch Nachdenklichkeit vorgetragenen Ansprache richteten sich unmittelbar an die Abiturienten. „Wir sind keine Cloud, wir sind Menschen“, man dürfe auch Dinge vergessen, um für Neues Platz zu machen. „Wir werden geprüft, um uns selbst zu prüfen.“ „Fühlt in Euch hinein, was Euch wichtig ist, stellt Fragen.“ Schließlich, mit Seneca: „Nicht weil etwas schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ Vielleicht eine Haltung, die sich Michael Groß auch als Hochleistungssportler zu eigen gemacht hat.


Eine recht unterhaltsame Einlage erlebte man bei der Rede der Lehrer mit dem Duo Sibylle Menz und Thomas Brinkmann. Eigentlich war es weniger eine Rede im klassischen Sinne, eher eine Persiflage auf eine „richtige“, eine „gute“ Rede: Letztlich handelte es sich um einen amüsanten szenischen Dialog – ein bisschen exaltiert, ein bisschen kurios, mitunter ein wenig schräg. Leichtfüßig-kapriziös, dabei gestisch und mimisch zuweilen recht theatralisch gelangten die Akteure von einer Äußerung Emmanuel Macrons („L’espérance c’est le premier risque, c’est le risque des risques“) in eher loser Folge zu mehr oder minder bedeutsamen Themen rund um die sich zu Ende neigende Schulzeit und darüber hinaus, etwa: Fragen zur Studienwahl, die WG-Küche, den Taunus Menü Service, die Abholung durch die Fahrschule auf dem Lehrerparkplatz und dergleichen mehr. Auch für Brinkmann, so erfuhr man, sei dieser Abiturjahrgang in gewisser Weise eine Premiere gewesen: Zum ersten Mal habe er Schüler auf dem Weg von kleinen pausbäckigen Menschen, die ihren Ranzen kaum tragen konnten bis hin zu gereiften Persönlichkeiten begleiten dürfen – er werde halt langsam alt. Und für Menz waren unter den Abiturienten die Schüler ihres ersten Leistungskurses. Mit guten Wünschen für die Zukunft der Abiturienten endete der Beitrag.


In der Schülerrede ließen Jennifer Richter und Leon Trusheim ihre Gymnasialzeit Revue passieren, zur Sprache kam dabei auch die eiserne Arbeitshaltung, die aus Sicht der Schüler am Taunusgymnasium herrsche: Selbst, wenn andere Schulen wegen Schnee und Eis den Betrieb einstellten, sei das Taunusgymnasium geöffnet gewesen, zur Schule habe man sich regelrecht durchkämpfen müssen. Mit zahlreichen Dankadressen schloss die Rede.


Für den Förderverein, den Bund der Ehemaligen und Förderer des Taunusgymnasiums (BEFT), sprach Bernd Dönicke, der zu dem Schluss kam, dass ganz offensichtlich ohne ergänzende private Unterstützung den Erwartungen an die Schulen nicht Rechnung getragen werden könne. Dönicke warb für ein Alumnatsverhältnis zwischen Schulen und ihren Ehemaligen, ein Verhältnis der Solidarität. Der Förderverein des Taunusgymnasiums leiste dabei auf zahlreichen Feldern Beträchtliches; bei der Finanzierung der Cafeteria etwa habe der Förderverein einen ansehnlichen Eigenanteil von immerhin 100.000 Euro gesammelt.


Wie jedes Jahr wurden bei dieser Gelegenheit eine Reihe von Preisen an die Abiturienten verliehen. Für ihr „Eins-Nuller“-Abitur wurden Leon Hühn, Leon Schönherr und Yuri Vizoni Legarth geehrt, Markus Konrad wurde mit dem Dieter Behrend-Preis ausgezeichnet. Eine besondere Würdigung seines sozialen Engagements wurde Georg Schmidt zuteil. Stellvertretend für die zahlreichen im Bereich der Mathematik und der Naturwissenschaften vergebenen Ausgezeichneten stehen – wiederum – Georg Schmidt (dem zusätzlich noch der Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker zuerkannt wurde), Carmen Perales und noch einmal Yuri Vizoni Legarth: Sie gehörten zu den besten 10 bis 25 Prozent der Teilnehmer an der Internationalen Chemieolympiade. Übertroffen wurden sie von Jan Sebastian Keller, der zu den „Top-10-Prozent“ bei der Internationalen Chemieolympiade gehörte.


Für einen würdigen musikalischen Rahmen der Akademischen Feier sorgten Jasmin Seimetz (Gesang), Patrick Straßberger (Gesang und Gitarre) und Noah Alan Pashkevich mit „Vienna“ von Billy Joel und „Fast Car“ von Tracy Chapman, Feylin Karaman mit der Bourrée aus der Suite Nr. 3 für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach und schließlich Benedikt Hock am Klavier mit dem „Regentropfenprélude“ op. 28/15 von Frédéric Chopin. Nach der Ausgabe der Abiturzeugnisse beschloss ein Sektempfang im Foyer die diesjährige Akademische Feier des Taunusgymnasiums.

Workshop der Deutschen Bundesbank am TGK

Wer hat schon einmal was vom Inflationsmonster gehört? Oder kennen Sie das Deflationsmonster? Wenn nicht, ging es Ihnen genauso wie den Schülerinnen und Schülern des PoWi-Leistungskurses Q2 von Herrn Degenhardt. Im Rahmen eines Workshops, welcher von Frau Köhler, einer Referentin der Deutschen Bundesbank, durchgeführt wurde, konnte sich der Kurs jedoch ein Bild von den beiden "Monstern" machen und die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank genauer kennen lernen.
Passend zum Q2-Thema „Soziale Marktwirtschaft und Magisches Viereck“ ging es um Preisstabilität, bzw. fachlich genauer um Preisniveaustabilität, und wie man diese regulieren kann. Nämlich genau für diesen Teil des Magischen Vierecks sind unabhängige Zentralbanken wie die Deutsche Bundesbank bzw., seit Einführung des Euro, die Europäische Zentralbank zuständig. Das Preisniveau kann vereinfacht gesagt als „Kaufkraft des Geldes“ bezeichnet werden und besagt somit, wie viele Waren wir für unser Geld kaufen können. In Europa gilt für den Erhalt einer stabilen und leistungsstarken Wirtschaft das Inflationsziel von knapp unter 2 Prozent.
Diese und viele andere theoretische Grundlagen wurden den Schülerinnen und Schülern von Frau Köhler im ersten Teil des Workshops beigebracht. Dabei erfuhren sie beispielsweise auch was ein Harmonisierter Verbraucherpreisindex ist und welche anderen Indikatoren es noch für die Veränderung des Preisniveaus gibt. Durchgängig begleitet wurde die Lerngruppe von dem sogenannten „Inflationsmonster“, zeitweise auch „Deflationsmonster“, das es zu bezwingen galt. Denn sowohl ein rapider Anstieg der Preise (Inflation), als auch extrem niedrige Preise (Deflation) gefährden die Wirtschaft: Arbeitslosigkeit, eine zu hohe Belastung der Unternehmen oder Enteignung der Sparer könnten beispielsweise Konsequenzen sein.
Mit dem erlernten Wissen sollten die Schülerinnen und Schüler im zweiten Teil nun selbst aktiv werden und einmal in die Rolle eines Geldpolitikers schlüpfen. Wie in einer wirklichen Tagung des EZB-Rates sollten die Jugendlichen eine wirtschaftliche und monetäre Analyse des Preisniveaus anhand verschiedener Gesichtspunkte, beispielsweise Kreditvolumen, Bruttoinlandsprodukt oder Kapazitätsauslastung der Produktion, vornehmen. Am Ende sollte, wie in der Realität auch, ein Entschluss gefasst werden und die Stellschraube „Leitzins“ entweder nach unten oder oben korrigiert werden. Mit echten Beispielen aus der Euro-Historie sowie Whiteboardmarkern und Flipchart-Papier bewaffnet, ging es an die Arbeit. Grafisch veranschaulichten die Mitglieder des Kurses ihre Ergebnisse und am Ende musste in einer nachgespielten Pressekonferenz der jeweilige Beschluss erläutert und verteidigt werden. Mit Bravur kamen alle vier Gruppen erstaunlich nah an die wirklichen Entscheidungen der EZB heran und auch Frau Köhler war erfreut über die Leistung des Kurses.
Insgesamt haben die Leistungskursschüler von Herrn Degenhardt mit diesem wirklich aufregenden und praxisorientierten Workshop der Bundesbank noch einiges ergänzend zu den Unterrichtsinhalten dieses Themas dazugelernt. Ein weiterer wichtiger Schritt auf der Zielgeraden zum Abitur, aber auch ein nicht zu vernachlässigender Beitrag zur Allgemeinbildung!

Schulkonzert des Taunusgymnasiums im Haus der Begegnung

Seit mehreren Jahren nun findet das jährliche Schulkonzert des Taunusgymnasiums im Königsteiner Haus der Begegnung statt: Der Theatersaal der Schule war für den Besucheransturm einfach zu klein. Selbst Wiederholungen des Konzerts waren seinerzeit keine Lösung, weil der Theatersaal auch dann noch immer aus allen Nähten platzte. Jedes Jahr erneut erfordern die Generalproben und das Konzert mit den Chören, Orchestern, Streicher- und Bläsergruppen im Haus der Begegnung eine ausgefeilte Logistik, die freilich über die Jahre zu einem guten Teil zur Routine geworden ist, so auch Organisation und Durchführung des Hin- und Rücktransports der großen Instrumente wie Celli, Kontrabässe, Tuben, Pauken und anderer Gerätschaften zum externen Konzertort.

Auch all diese Vorbereitungsarbeiten – von den eigentlichen regelmäßigen Proben ganz abgesehen – waren es sicher auch, die der neue Schulleiter des Taunusgymnasiums, Jochen Henkel, im Sinn hatte, als er in seiner Begrüßungsansprache den Musikkollegen für ihren Einsatz und die gute Vorbereitung dankte. Selbst in den wenigen Wochen, in denen er nun Schulleiter ist, habe er erkannt, dass Musik am Taunusgymnasium eine wichtige, tragende Rolle spiele.

Wie immer war auch diesmal das Schulkonzert der erste große Auftritt der Streicher- und Bläsergruppen der Jahrgangsstufe 5. Begegnete man den jungen Instrumentalisten, die ihre Instrumente nur wenig länger als ein halbes Jahr spielen, vor ihrem Auftritt im Gang vor den Künstlerzimmern hinter der Bühne, konnte man Zeuge einer ausgeprägten Lampenfieber-Epidemie werden. Das schier Unvorstellbare stand unmittelbar bevor: ein Auftritt vor etwa 500 Zuhörern in einem riesigen Saal. Doch dann geschah etwas Erstaunliches: Kaum hatten die Fünftklässler die Bühne betreten und sich mit ihren Instrumenten auf ihren Plätzen eingerichtet, agierten sie wie Profis: Ruhe, Instrumente ansetzen – und los, mit beeindruckenden Ergebnissen.  Arrangements von traditionellen Melodien und bekannten Klassikern unterschiedlichster Stilrichtungen waren da zu hören. Martin Hublow leitete die Bläser, Joachim Wormsbächer die Streichergruppe. Philipp Rauschmayer sorgte für coole Blue Notes am Klavier.  

Natürlich war bei der Streicher- und der Bläsergruppe der Jahrgangsstufe 6 der instrumentaltechnische Vorsprung eines ganzen Jahres offenkundig. Michael Neubeck leitete die Bläser-, Dieter Küppers die Streichergruppe, für die Küppers sehr hübsche eigene Arrangements eingerichtet hatte. Besonders blieb hier das temperamentvolle „Ungarisch“ in Erinnerung, das Dirk Wingenfeld mit nahezu authentisch anmutendem Zymbal-Sound am Klavier begleitete, ebenso begleitete er die Chorstücke, die Martina Orth und Dieter Küppers einstudierten. Hier erlebte man „I Have A Dream“ und „Mamma Mia“ von ABBA sowie den Gefangenenchor „Va’ pensiero“ aus Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“. Die Leitung des Kleinen Orchesters teilten sich Joachim Wormsbächer mit dem Trumpet Tune von Henry Purcell und Michael Neubeck mit Marc Antoine Charpentiers berühmtem Prélude aus dem Te Deum.

Den zweiten Teil des Abends eröffneten die Streicher des Großen Orchesters unter der Leitung von Joachim Wormsbächer mit dem ersten Satz aus „Palladio“, einem modernen Concerto grosso von Karl Jenkins (Jahrgang 1944). Eindrucksvoll realisierte das Streichorchester den motorischen Drive des Satzes mit seiner gewaltigen, neunstimmig tremolierenden Schlussapotheose. Ausdrucksstark gestalteten Laura van den Brink und Amelie Reinhardt die Violinsoli. Großartige Leistungen erlebte man dann auch mit dem wieder um die Bläser ergänzten Großen Orchester unter der Leitung von Michael Neubeck: wundervolle lyrische Momente und dramatische Klangballungen im ersten Satz aus Franz Schuberts Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759, der „Unvollendeten“, gleißenden Blechbläserklang im „Jupiter“-Satz aus den „Planeten“ von Gustav Holst und dem „Star Wars“-Theme von John Williams, schließlich mitreißendes spanisches Temperament in „Les Toréadors“ aus der ersten Carmen-Suite von Georges Bizet. Musikkollegen, die zuvor am Pult standen, musizierten nun gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern im Orchester, wie auch zuvor im Chor Lehrerinnen und Lehrer mitwirkten – ein Zeichen für eine lebendige Schulgemeinde.

Eine schöne Geste: All denjenigen Schülerinnen und Schülern, die in diesem Jahr wegen des Abiturs aus dem Orchester ausscheiden, überreichten die Musiklehrer als Dankeschön eine Mappe mit großformatigen Fotos „in Aktion“. Traditionell erscheinen die Abiturientinnen und Abiturienten hierzu in einer Art Fancy-Dress, diesmal sehr sommerlich, in frischen, leuchtenden Farben und mit Sonnenhut. Ihrerseits dankten die Schülerinnen und Schüler ihren Lehrern herzlich mit prachtvollen Blumensträußen. Der immer wieder aufbrandende Applaus galt ganz sicher auch Martin Hublows gelungener Moderation.

Prinz Friedrich Arthur von Homburg

Wir haben es noch einmal getan. Am Freitag, dem 24.02.2017, waren wir zum zweiten Mal im laufenden Schuljahr im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin, um die letzte Inszenierung von Claus Peymann mit dem Berliner Ensemble zu erleben. Vorab hatten wir „Prinz Friedrich von Homburg“, das letzte Bühnenstück von Heinrich von Kleist, ordnungsgemäß im Unterricht besprochen und die Aufführung von Michael Thalheimer im Frankfurter Schauspiel besucht. Thalheimers Inszenierungsvariante wird künftig  vergleichend hinzugezogen.
In Berlin waren diesmal dabei: Malwin Bornitz, Greta Bucher, Carlotta Gerstein, Marcel Heep, Nicolas Maute, Josephine Melcher und als begleitender Lehrer Franz-Peter Budde.
Um 20.00 Uhr tritt eine adelige Gesellschaft durch die Seitentüren an das Publikum heran, bevor diese geschlossen werden. Man schwadroniert über den Prinzen Friedrich von Homburg, der sich wenig später auf der Bühne anschickt, mit traumwandlerischer Sicherheit ein schräg gespanntes Hochseil emporzusteigen. Derweil kommt auch die Gesellschaft auf der ziemlich nach vorn abfallenden Bühne an und allen voran veralbert der Kurfürst den bis über beide Ohren verliebten Prinzen, den der Gedanke umtreibt, wem wohl der Damenhandschuh gehören mag, den ihm vermeintlich der Zufall in die Hände gespielt hat. Auch etwas später während der Strategiebesprechung für die unmittelbar bevorstehende Schlacht gegen die Schweden ist der Prinz fahrig und bekommt die ihn betreffenden Anweisungen offensichtlich nicht vollumfänglich mit.
In der nun folgenden Schlacht bei Fehrbellin schießt der völlig übermotivierte Prinz deutlich über das Ziel hinaus. Er hält sich nicht an die für die Schlacht vereinbarte Strategie und greift zu früh mit der von ihm befehligten Kavallerie in das Schlachtgeschehen ein. Das ist gleichbedeutend mit der Missachtung eines Befehls, wofür die preußische Gesetzgebung auch die Todesstrafe als Option kennt. Dabei hat der Prinz doch nur Prinzessin Natalie (Natallje) von Oranien imponieren wollen und natürlich sich selbst, denn narzisstisch veranlagt ist der Prinz schon. Die Dramaturgie lässt nun nichts anderes zu, als dass der Prinz von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg zum Tode verurteilt wird. Es folgt für den egozentrischen Prinzen ein ungemein schwerer Weg zur Läuterung, an dessen Ende die Erkenntnis steht, in der Schlacht gefehlt zu haben. Erst jetzt ist der Prinz reif für die Gnade des Kurfürsten und darf direkt wieder gegen die Schweden ran, die man zwar besiegt hatte, aber eben nicht restlos.
Genau dieses Ende (und nur dieses Ende) ändert Peymann nun und lässt den Prinzen als auch Natalie Suizid begehen. Was ist gewonnen? Der Prinz kommt nicht mehr wie bei Thalheimer in Frankfurt als Memme im Nachthemd daher. Sabin Tambrea spielt ihn in Berlin nicht als kopflosen Träumer, der sich letztlich dem Preußentum beugt, sondern als unangepassten Träumer, der sich gegen die dürre Ratio des preußischen Systems auflehnt. Er schämt sich nicht für seine Gefühle und er möchte sich auch künftig ihrer nicht schämen. Nämliches gilt auch für Natalie, die wie der Prinz dem Kurfürsten mit aufmüpfiger Tendenz begegnet. Beide stellen die verkrustete preußische Ordnung in Frage zugunsten einer neuen Ordnung, die ein individuelleres und selbstbestimmteres Leben erlaubt. Es soll klar werden, dass der Kurfürst nicht recht handelt, wenn er sich auf das Recht beruft. Dennoch scheitern beide an der preußischen Staatsräson und sie entziehen sich derselben durch ihren Doppelsuizid. Dazu lässt Peymann am Ende „If you want to sing out, sing out“ von Cat Stevens laufen, ein Song, der einst durch den Film „Harold und Maude“ Berühmtheit erlangt hat und zwangsläufig an Maudes „selbstbestimmten“ Suizid erinnert. Peymann will den Doppelsuizid des Prinzen und Natalies als Parallele zu Kleists Ende mit Henriette Vogel am Wannsee verstanden wissen, wie er in der Nachbesprechung zu der Aufführung betont, denn auch Kleist selbst sei letztlich ein am System Gescheiterter. Wie seine literarische Figur Prinz von Homburg sei Kleist einer, der aus der Reihe tanze. Etwas Schlimmeres könne man dem humorlosen Preußentum nicht antun. Das komme einem Tabubruch gleich.
Das Preußentum interessiert Thalheimer in seiner Frankfurter Aufführung höchst beiläufig. Wenn man den Prinzen im knielangen Nachtpolter und mit grauen Wollsocken auftreten lässt, muss man ihm nur noch die Schlafmütze aufsetzen und fertig ist die Parodie. Wenn dann zu Beginn der Aufführung Natalie als auch die Kurfürstin dem Prinzen quasi mit vereinten Kräften in den Schritt fassen, kann man ihn nicht mehr ernst nehmen. Sein Tagtraum wird dadurch kopflos, was die Bereitschaft zu sexuellem Handeln sicherlich begünstigt, alle anderen Motive jedoch augenblicklich entwertet. Der Prinz ist hier eben nicht der, der aus der Reihe tanzt, sondern ausschließlich der, den der reproduktive Imperativ umtreibt.
Das Frankfurter Theaterpublikum scheint solche Banalisierungen zu mögen, scheint einfache Erklärungen komplexeren Gedankengängen vorzuziehen. Nach 26 Aufführungen ist Thalheimers Prinz, der auch Schlacht und Haft konsequent im Nachthemd absolviert, am Ende. Fastfood für die Bühne. 
In Berlin am Schiffbauerdamm gibt es Stücke, die öfter als vierhundertmal laufen, und nur durch den anstehenden Intendantenwechsel im Sommer ihre Limitierung erfahren. Die Ironie will es, dass es ausgerechnet der bisherige Frankfurter Fastfoodintendant Oliver Reese ist, der in Berlin der Qualität ein Ende setzt, weil er dort für Claus Peymann übernimmt. In der Nachbetrachtung versuchte Peymann gar nicht erst zu verbergen, wie schwer ihm der Abschied vom Schiffbauerdamm fällt. Ihn erfüllt einfach sehr berechtigtes Unbehagen dahingehend, dass sein Nachfolger nach Frankfurt nun das Berliner Ensemble in Grund und Boden banalisiert.
Mich hat am Ende besonders gefreut, dass die Schülerinnen und Schüler, die dabei waren, von der Qualität der Peymannschen Inszenierung unmittelbar überzeugt waren. Sollte Peymann, wie angekündigt, in der nächsten Spielzeit in Stuttgart William Shakespeares „König Lear“ inszenieren, fahre ich vielleicht mit meinem gesamten Deutschkurs dorthin. Ist halt mein „Peymannkurs“.
Franz-Peter Budde

Große Hilfe fängt klein an

Die 16-Jährige Josephine Hammerschmitt  leitet eine Arbeitsgruppe an der Schule, ist Patin der Sechstklässler, Schulsprecherin und setzt sich für Flüchtlinge ein. Das wurde nun gewürdigt.
VON BRIGITTE KRAMER

„So richtig fassen kann ich es immer noch nicht“, verrät Josephine Hammerschmitt, nachdem sich die erste Aufregung bei ihr gelegt hat. Die 16 Jahre alte Schülerin vom Taunusgymnasium in Königstein wurde gerade mit dem ersten Preis „Young Women in Public Affairs“ (YWPA) ausgezeichnet. Dafür erhält sie ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro.

Es ist das dritte Jahr in Folge, dass der Zonta Club Bad Soden-Kronberg diesen Wettbewerb ausgeschrieben hat. Er richtet sich an junge Frauen, die sich in ihrer Schulgemeinde und darüber hinaus für das Gemeinwesen oder für Projekte in anderen Ländern einbringen. Mit dem zweiten und dritten Preis wurden Jasmin Noori (16) von der Altkönigschule in Kronberg und die 17 Jahre alte Louise Funda, ebenfalls vom Taunusgymnasium in Königstein, ausgezeichnet. Jasmin Noori konnte allerdings wegen Krankheit an der Preisverleihung nicht teilnehmen.

In ihrer Schule gebe es viele Möglichkeiten, sich zu engagieren, machte Josephine deutlich. Sie leitet eine Arbeitsgruppe aus Lehrern, Eltern und Schülervertretern, ist Patin der jetzigen Sechstklässler, Schulsprecherin und in der Schulkonferenz aktiv. Außerdem arbeitet sie im Amguri-Projekt mit, das eine Schule im Nordosten Indiens unterstützt. Bei diesem Projekt ist auch Louise Funda mit dabei. Die Schülerinnen sammeln Spenden und leere Pfandflaschen. Der Erlös geht an die Organisation „Child Aid“, die das Geld direkt nach Indien überweist.

Josephine leitet zudem ein Gremium in der Kurstadt, das regelmäßig Jugendliche und Flüchtlinge zusammenbringt. Um fremde Länder genauer kennen zu lernen, absolvierte Louise Funda ein Auslandsjahr in Neuseeland. Dort habe sie in der „Salvatore Army“ mitgearbeitet, die „sozial schlecht gestellte Familien“ unterstützt, berichtet sie.

Der Gedanke, dass sie mithelfen könne, „viele kleine Leute in ganz kleinen Orten ganz viele Dinge tun können“, bereite ihr Freude, erklärte Josephine Hammerschmitt. Dass sie als normale Schülerin dafür gewürdigt werde, sei eine tolle Motivation. Sie kann sich nun für den Zonta International Wettbewerb auf District Ebene bewerben.

Öffentlich aufzutreten habe ihr eigentlich nie Probleme bereitet, sagt Louise Funda. Schließlich habe sie lange in einer Theatergruppe gespielt. Doch einer Jury gegenüber zu erklären, „das mache ich, dafür stehe ich“, sei eine völlig neue Situation für sie gewesen.

In ihrer Ansprache hatte Zonta-Präsidentin Silke Wolter zuvor zum Thema Frauenförderung gesprochen. Sie sei der Auffassung, dass nur Bildung der Schlüssel sei, um die Stellung der Frauen weltweit zu verbessern. „Trauen Sie sich, treten Sie heraus“, ermunterte Zonta-Mitglied Sylke Becker die jungen Frauen. „In Sachen Gleichheit gibt es noch Optimierungspotential.“

Beeindruckend war der Vortrag der letztjährigen Preisträgerin Batule Jamall aus Neuenhain, die das Albert-Einstein-Gymnasium in Schwalbach besucht. Die Abiturientin berichtete über die sich wandelnde Rolle der Frauen in Afghanistan während der vergangenen 60 Jahre. Von der modernen Frau in den 1950ern, die studiert hat und berufstätig war, bis hin zur Machtübernahme der Taliban in den 1990ern, die das Leben der Frauen dramatisch einschränkte.

Die Namen v.l. nach rechts im Bild 1: Kornelia Girsig (Frauenbeauftragte der Stadt Bad Soden am Taunus), Brigitte Kramer (Journalistin), Sylke Becker (Sekretärin des Zonta Club Bad Soden-Kronberg), Batule Jamall (Preisträgerin 2016, AES Schwalbach), Ellen Gamer und Charlotte Eckhardt-Letzelter (Zonta Club Bad Soden-Kronberg). Noch im Bild: Heike Stein (Frauen- & Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kronberg am Taunus). Bild 2: Die Zonta-Preisträgerinnen Josphine Hammerschmitt (rechts), die den erseten Platz errang, und Louise Funda (linke) besuchen beide das TGK.

Der 9. Kul(tur)inarische Abend am Taunusgymnasium

Nach dem Kul(tur)inarischen Abend ist vor dem Kul(tur)inarischen Abend: Schon bald wird Christine Antony, die in diesem Jahr zum neunten Mal diese am Taunusgymnasium und seinem Königsteiner Umfeld mittlerweile geradezu sprichwörtlich gewordene Veranstaltung organisierte, für die Vorbereitung des „KA“ im kommenden Jahr aktiv werden. Bis zur Jubiläumsveranstaltung im Jahr 2018 wird sie in der Schule wieder auf der Suche nach Talenten unterwegs sein, die vielleicht bei anderen großen Schulveranstaltungen nicht oder nicht in gleicher Weise zum Zuge kommen. Verschiedenste Talente freilich – das zeigte gerade wieder der jüngste Kul(tur)inarische Abend – finden sich am Taunusgymnasium zuhauf. Die Moderation des Abends übernahm die Organisatorin, Christine Antony.

Es ist ein Abend, an dem traditionell die Big Band des Taunusgymnasiums einen großen Auftritt hat. Gleich zu Beginn sorgten die Bandleader Martin Hublow von der Bassgitarre aus und Philipp Kriegeskotte an der Trompete mit „Fantasy“, „The Look of Love“ und „Something’s Got A Hold On Me“ für den richtigen „Groove“. Toller Sound füllte den Theatersaal, wieder schien die Band ein ganzes Stück an ihren Aufgaben gewachsen zu sein. Unter den Mitwirkenden fanden sich auch Ehemalige, die es sich nicht nehmen ließen, dabei zu sein. Einfach grandios: die ausdrucksstarken Stimmen der Sängerinnen Lea Klein (Q2, Vocals und Backvocals), Isabel Büttner (Q4, Vocals) und Jasmin Seimetz (Q4, Backvocals). Später am Abend war Isabel Büttner noch einmal mit dem Gitarristen Moritz Grafe (a. G.) und dem Titel „Youth“ zu hören.

Auch in diesem Jahr war eine kleine französische Theaterszene im Programm: Unter der Leitung von Sybille Menz spielten Schülerinnen und Schüler der Französischklasse 5e „La belle au bois dormant“ (Dornröschen) in französischer Sprache – zu schmunzeln gab es hier reichlich. Sarah Hakenbergs humorvolle, in Reimen verfasste „Geschichte von Rolf und den Hamstern“ trug Giorgos Malfas aus der 5c vor – zum Vergnügen des Publikums kostete es ihn offenbar größte Selbstdisziplin, bei den witzigsten Stellen an sich zu halten und nicht laut heraus zu prusten. Eine sehr hübsche Akrobatik-Nummer präsentierte das „Duo LiCa“ mit Lilly Apelt und Carina Gail aus der Klasse 6b.

Immer wieder wurde an diesem Abend deutlich, dass Musik am Taunusgymnasium eine wichtige Rolle spielt. Mit der Geigerin Nathalie Reinhardt (8e) und dem Cellisten Noel Wilde als Gast erlebte man eine feinsinnig ausdifferenzierte Wiedergabe des mit „Très vif“ überschriebenen zweiten Satzes aus Maurice Ravels Duo für Violine und Violoncello. Ein nettes Pendant hierzu bildete das Kontrabassduo Lars Kasper (Q4) und Reinhold Wandel (6f) mit Duo-Etüden von Sebastian Lee und Franz Simandl, wobei schon die großen Unterschiede in der Körpergröße der beiden Spieler und dementsprechend die der beiden Kontrabässe eine heitere Höratmosphäre bewirkten. In einer Fassung für Streichorchester und Gesang erlebte man den Hit „Viva la Vida“ von Coldplay, einstudiert von Mitgliedern der beiden Schulorchester unter der Leitung der Konzertmeisterin des Großen Orchesters, Laura van den Brink (Q2); den Vokalpart übernahm Yanik Koster (a. G.). Aus Sergej Prokowjews Ballettmusik zu „Romeo und Julia“ hörte man die Szene der „Montagues and Capulets“, vielleicht weniger bekannt unter ihrem eigentlichen Titel „Dance of the Knights“ (Tanz der Ritter). Linus Reul aus der Klasse 6f realisierte das anspruchsvolle Stück in einer Bearbeitung für Klavier solo kraftvoll und ausdrucksstark.

Bei vergangenen Kul(tur)inarischen Abenden hat man die ehemalige Taunusgymnasiastin Helen Dawson als Tanzsolistin in unterschiedlichsten Genres erlebt; dieses Mal trat sie nicht als Ausführende, sondern als Trainerin in Erscheinung, die dem Publikum ihre Gruppe „Little Toes Up“ (Maja Bresslauer, Paulina Kruggel, Magdalena Undinac, Niaz Moamar, Charlotte Theis) mit einer hinreißenden Stepptanz-Nummer, „The Marionettes“, vorstellte.

Eine Reihe von Musikbeiträgen schließlich bildete das Finale des „Kultur“-Teils des Abends im Theatersaal: Jennifer Richter und Kay-Marie Ochel (beide Q4) musizierten „Seven Years“ von Lukas Graham. Philipp Rauschmayer, Lehrer im Vorbereitungsdienst am Taunusgymnasium, beeindruckte mit einer respektablen Gesangsdarbietung: „11 y 6“ lautete der Titel des Argentiniers Fito Páez, bei dem Rauschmayer seinen Gesangsvortrag einfühlsam und pianistisch gewandt selbst am Klavier begleitete. Nach ihrem Übungsraum in der Schule hat sich „The Home 252“, die Schulband des Taunusgymnasiums benannt: Hier wirken Alexander Poppe (Gitarre), San Kim (Vocals, Bass), Fabian Meldt (Drums) und Siar Yildiz (Vocals, Keyboard). Mit „Sweater Weather“ und „When I Come Around“ sorgten sie zum Ende des ersten Teils für großartige Stimmung im Saal.

Nicht etwa, dass dies nun das Ende der Musik an diesem Abend gewesen wäre: Während des kulinarischen Teils in der Cafeteria packten einige Musiker ihre Instrumente wieder aus, und es musizierten Schüler, Lehrer und sogar Eltern zusammen: Noah Karls (Saxophon), Philipp Kriegeskotte (Trompete), Martin Hublow (E-Bass), Linus Dittmer am Keyboard sowie sein Vater am Tenor-Saxophon unterhielten die Gäste gemeinsam mit viel Freude an dieser Jam-Session bis kurz vor Mitternacht.  Veranstaltungen dieser Art freilich wären gar nicht möglich ohne ein ganzes Heer „guter Geister“ im Hintergrund, als da wären: die Technik- und Bühnenhelfer-Crew mit Esrom Berhane, Clemens Block, Timo Strassburger, Simon Wendt und Benedikt Hock, die unter anderem die Auftritte ins rechte Licht rückte und für guten Ton sorgte, den Grafik-Designer Florian Marschall aus der 6f, der das Plakat gestaltete und natürlich das Dekorations- und Bewirtungs-Team in der Cafeteria mit den Damen Drahlin und Müller sowie den zahlreichen Helfern aus der Q2. In Erinnerung blieb ein wunderbarer, rundum gelungener Abend.

Theaterfahrt zum Berliner Ensemble

Wir waren am Samstag, den 08.10.2016, in Berlin im Theater am Schiffbauerdamm, in dem seit 1954 das 1949 von Helene Weigel und Bertolt Brecht gegründete Berliner Ensemble seine Spielstätte hat. Seit 1999 leitet Claus Peymann das Berliner Ensemble und er tut dies im Sinne Brechts, das heißt, er fühlt sich der „Aufklärung“ verpflichtet und inszeniert daher folgerichtig auch politisch ausgerichtete Stücke wie Brechts „Mutter Courage und ihre Kinder“. Genau dieses Stückes wegen waren wir vor Ort.
Wir, das sind: Laura Bungarten, Josephine Hammerschmitt, Josephine Melcher, Rohan Sawahn und als begleitender Lehrer Franz-Peter Budde, der auch der Verfasser dieses Textes ist.
Um 19.30 Uhr hebt sich der Vorhang und die Marketenderin Anna Fierling, so der bürgerliche Name von Mutter Courage, kommt mit ihrem angespannten Familienbetrieb herangefahren. Ihr Marketendergefährt ist eine umfunktionierte Zweispännerkutsche mit Deichsel vorne und Plane oben drauf und drum herum. Anstelle zweier Pferde ziehen eingangs die beiden Söhne Eilif und Schweizerkas den Wagen, dessen Manövrieren auf der schräg gestellten Bühne als anspruchsvoll anzusehen ist. Mutter Courage ist eine Kämpferin, die das Publikum zunächst einmal durchaus auf ihre Seite zu ziehen vermag. „Will vom Krieg leben, wird ihm wohl müssen auch was geben“, sagt ihr zu Beginn der Feldwebel. Im Geschäftemachen liegen bei ihr Stärke und Schwäche gleichermaßen. Sie feilscht erfolgreich und verliert ihren ältesten Sohn Eilif, den sie für clever hält und dem ihr ganzer Mutterstolz gilt, an einen Werber, weil sie auch in einer brenzligen Situation zwanghaft Handel treiben muss und während des Handelns andere Realitäten nicht mehr wahrnimmt. „Ich trenn mich doch nicht vom Wagen“, sagt sie symptomatisch, als sie das Lösegeld für ihren jüngeren Sohn Schweizerkas über die Prostituierte Yvette aushandeln lässt. Auch hier feilscht sie, bis es nichts mehr zu verhandeln gibt. Ihr Sohn überlebt den Preispoker nicht. „Courage@Co“ prangt im zweiten Teil der Aufführung über dem Giebel ihrer Marketenderkutsche, die sie mittlerweile zusammen mit ihrer stummen Tochter Kattrin ziehen muss. Natürlich ist Mutter Courage eine Frau mit einer tragischen Biographie, aber immer, wenn man als Betrachter geneigt ist, emotional mitzugehen, kommt etwas daher, was das aufkeimende Mitgefühl wieder abkühlt. Das ist „Episches Theater“. Über den temporär sich einstellenden Frieden ist Mutter Courage „not amused“ und sie verliert dann „konsequent“ auch noch ihre Tochter, die sich für die Menschen eines Dorfes aufopfert. Ihr letzter Satz bringt ihr ganzes Dilemma auf den Punkt. „Ich muss wieder in den Handel kommen“, sagt sie, als sie ihre drei Kinder an den Krieg abgegeben hat, von dem sie lebt. Sie zieht ihre Krempelkarre nunmehr allein. Sie hofft, ihren Lieblingssohn Eilif wiederzusehen, der es allerdings auch längst bis zur Hinrichtung gebracht hat, was sie jedoch nicht erfährt, weil der Feldprediger und der Pfeifenpieter ihr diese Nachricht bewusst vorenthalten, damit ihr nicht auch noch die Hoffnung abhandenkommt.
Wie bei „Der gute Mensch von Sezuan“ könnte jetzt hier ein Spielleiter auf die Bühne treten und den berühmten Satz sagen:
„Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen.“
Bleibt anzumerken, dass ich diese Aufführung am 12. April 2012 schon einmal gesehen hatte und von daher wusste, dass meine SchülerInnen eine zwar gekürzte, ansonsten aber textgetreue Aufführung von Format zu sehen bekommen würden mit einer exzellenten Carmen-Maja Antoni als Mutter Courage. Nicht sonderlich überzeugend war im Vergleich zur Aufführung vor viereinhalb Jahren die Neubesetzung der drei Kinder von Mutter Courage. Insbesondere Karla Sengteller konnte die geniale Christina Drechsler als stumme Kattrin nicht annähernd ersetzen.
Wie ich unlängst der Website des Berliner Ensembles entnehmen konnte, inszeniert Claus Peymann im Februar 2017 „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist. Das ist möglicherweise seine letzte Premiere mit dem Berliner Ensemble, denn im Sommer 2017 endet seine Intendanz im Theater am Schiffbauerdamm. Da der „Prinz“ zu den Pflichtlektüren in der hessischen Oberstufe zählt, bin ich nicht kategorisch abgeneigt, noch eine solche Fahrt zu unternehmen. Zunächst aber müssen wir das Stück im Unterricht besprechen und schauen, wie Michael Thalheimer den „Prinzen“ im November am Frankfurter Schauspiel inszeniert.

Franz-Peter Budde


 

Im Labyrinth des Schweigens

„Wie fühlt es sich an, NS-Tätern in einem Gerichtsverfahren gegenüberzustehen, die jede Beteiligung an der Mordfabrik in Auschwitz leugnen?“ Diese und andere Fragen stellten etwa 60 interessierte Schülerinnen und Schüler in einem in Frankfurt stattfindenden Zeitzeugengespräch Gerhard Wiese, einem der Staatsanwälte des Frankfurter Auschwitz-Prozesses. Mit dabei war auch eine Schülergruppe aus Geschichts-Grundkursen der Q3 des TGK, begleitet durch ihre Lehrer Herr Brinkmann und Herr Enders.
In einer gelungenen Mischung von Vortrag und Eingehen auf Schülerfragen sprach Wiese zunächst kurz über seine Kindheit und Jugend im Krieg, gefolgt von seinem beruflichen Werdegang, der ihn als jungen Staatsanwalt 1962 bis in die unmittelbare Vorbereitung und Durchführung des ersten Frankfurter Auschwitzprozesses (1963-65) führte. Bewegende Zeugenaussagen, eine Ortsbesichtigung in Auschwitz und die möglichst alle Schuld von sich weisende Verteidigungsstrategie der Angeklagten waren dem Zeitzeugen noch lebhaft in Erinnerung geblieben. Diese Prozesse gelten als größter Strafprozess gegen ehemalige NS-Täter und zeigen in ihrer Entstehungsgeschichte beispielhaft die vielfältigen Probleme der Entnazifizierung in der jungen Bundesrepublik auf. Im Jahr 2014 wurde die Vorgeschichte der Prozesse sogar im Film „Im Labyrinth des Schweigens“ verfilmt.
Wir hoffen, Herrn Wiese im kommenden Jahr für einen Vortrag am TGK gewinnen zu können, sofern es sein Terminkalender und Gesundheitszustand zulassen.

Festakt und Schulfest: Das Taunusgymnasium feiert sein 100jähriges Bestehen

Gleich die Ausstellung im Foyer der Sporthalle des Taunusgymnasiums, in der die Festveranstaltung stattfand, ließ für die Gäste 100 Jahre Schulgeschichte Revue passieren, gab aber auch Einblicke in die heutigen Arbeitsschwerpunkte im Bereich der MINT-Fächer und der Musik, darüber hinaus in die Bereiche Kunst und Theater. Eigentlich geht das heutige Taunusgymnasium sogar auf eine Schulgründung im Jahr 1877 zurück: Damals wurde in Königstein eine „Rektoratsschule“ für Jungen eingerichtet, die auf den Besuch auswärtiger höherer Schulen vorbereiten sollte, gewissermaßen eine „Zubringerschule“. Sie war zunächst im damaligen Lesesaal für Kurgäste in einem Haus in der Falkensteiner Straße untergebracht. Wegen Schülermangels musste sie nach wenigen Jahren schließen. Das Jahr 1896 brachte den nächsten Schulversuch: Am 22. Oktober des Jahres eröffnete eine „Privat-Knabenschule“ mit 21 Schülern. Sie befand sich in einem Haus in der Falkensteiner Straße, das der Familie Rothschild gehörte. Seit 1898 „Höhere Knabenschule“, zog die Schule, die auch von der Stadt finanziell unterstützt wurde, 1899 in das Eckhaus Limburger Straße / Altkönigstraße um. Im Herbst des Jahres Jahre – und hierauf bezieht sich das heutige Taunusgymnasium bei der Feier seines runden Jubiläums – erfolgte die Umwandlung in die städtische „Taunus-Realschule“ und die Verschmelzung mit der Mädchenschule „Taunusinstitut“, die 1899 als Höhere Mädchenschule eröffnet worden war. Die Übernahme der Schulträgerschaft mitten im Ersten Weltkrieg kann für die kleine Stadt Königstein als mutige Entscheidung gelten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schule erneut eröffnet, Schulleiter wurde Dr. Ernst Majer-Leonhard. Zunächst Direktor des Lessing-Gymnasiums in Frankfurt, wurde er 1933 wegen „fortschrittlicher Ideen“ aus dem Schuldienst entlassen und arbeitete fortan als Pädagoge in privaten Landerziehungsheimen. 1946 übernahm er die Leitung der Taunusschule – auch wegen des eklatanten Mangels an Material – unter schwierigsten Bedingungen. Pädagogisch setzte er einen Schwerpunkt bei der musischen Bildung und führte die Schule bis 1957. Wegen der steigenden Schülerzahl wurde Anfang der 1960er Jahre ein Neubau notwendig, er entstand am heutigen Standort der Schule in der Falkensteiner Straße und wurde 1962 eingeweiht. 1970 ging die Trägerschaft von der Stadt Königstein auf den Hochtaunuskreis über. 1974 wurde ein Erweiterungsbau eröffnet. Hauptschule, Realschule und Gymnasium waren nun gleichsam unter einem Dach vereint. 1977/78 begann die Zeit der Taunusschule als „additive“ Gesamtschule, gegen erheblichen Widerstand der Elternschaft und großer Teile des Kollegiums. 1988 wurde die Förderstufe wieder abgeschafft und durch Eingangsklassen der drei Schulzweige ersetzt. 1995 wurde entschieden, die „kooperative“ (= additive) Gesamtschule aufzulösen, so dass 1996 eine selbständige Real- und Hauptschule entstand, die 1997 nach dem Frankfurter Dichter, Freiheitskämpfer und Journalisten Friedrich Stoltze benannt wurde. Das verbleibende Gymnasium benannte sich 2006 zum 90jährigen Jubiläum von „Taunusschule“ in „Taunusgymnasium“ um – womit wir in der Jetzt-Zeit und bei einer Schülerschaft von etwa 1150 Schülerinnen und Schülern und einem Kollegium von etwa 100 Lehrerinnen und Lehrern angelangt sind.

Immer wieder wurde in den Festreden auf die Entstehungsgeschichte des heutigen Taunusgymnasiums Bezug genommen, vielfach wurden die Herausforderungen der kommenden Jahre angesprochen, mehr als einmal der ausgezeichnete Ruf der Schule und die Errungenschaften der letzten Jahre hervorgehoben. Als Redner geladen waren Landrat Ulrich Krebs, die Leitende Schulamtsdirektorin Sonja Litzenberger als Vertreterin des Staatlichen Schulamts für den Hochtaunuskreis und den Wetteraukreis, der Bürgermeister der Stadt Königstein Leonhard Helm und zwei Abiturienten des Abiturjahrgangs 1966, Frau Mehne-Knauss und Professor Christian Pross. Letzterer war beim Festakt offenbar kurzfristig verhindert, doch lassen sich seine Eindrücke vom Schulalltag an der Taunusschule sehr schön in seinem Beitrag in der Jubiläums-Festschrift nachlesen. Winfried Romahn begrüßte die Gäste im Namen der Schulleitung, weitere Grußworte kamen von Alexandra von Müller für die Schülerschaft, Thomas Brinkmann und Dorothee Rapp für den Personalrat und Sabine Kunz für den Schulelternbeirat. Bernd Dönicke sprach für den Förderverein der Schule, den „Bund der Ehemaligen und Förderer des Taunusgymnasiums“ (BEFT). In Vertretung der Schulleitung formulierte Wolfgang Veltjens in seiner Festansprache unter anderem die ambitionierten Ansprüche der Schule, die von einem ansehnlichen Rahmenprogramm auf hohem Niveau – gleichsam symbolisch – eindrucksvoll unterstrichen wurden: Man erlebte beachtliche Beiträge der beiden Orchester des Taunusgymnasiums unter der Leitung von Michael Neubeck, zusammen mit den von Tina Behet einstudierten Chören erklang der gewichtigste musikalische Beitrag dieses Festaktes, ein Arrangement des Finales der Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 von Ludwig van Beethoven. Ein weiterer Höhepunkt war das von Schülern und Lehrern realisierte Projekt „100 Jahre TGK – von oben“: Überaus effektvoll von einer mit GPS-Daten programmierten Videodrohne aufgenommen sah man das Taunusgymnasium in bewegten Bildern aus der Vogelperspektive und unterschiedlichsten Blickwinkeln – im Zentrum stand dabei die aus Schülern und Lehrern auf der Rasenfläche des Sportplatzes geformte, riesige „100“. Auf seine Weise nicht minder beeindruckend wirkte der Trailer zu dem mit raffinierten Effekten arbeitenden Film „100 Jahre Taunusgymnasium Königstein 1916-2016“ von Alexander Hanke, Gina Linnert und Lea Landmann. Im Anschluss an den Festakt erfolgte die Einweihung des neugestalteten Schulhofs mit Sektempfang durch Landrat Ulrich Krebs. Das dann folgende Jubiläumsschulfest war für Schüler, Eltern, Lehrer und Gäste, vor allem wohl auch für die derzeitigen und ehemaligen Mitglieder der Schulleitung eine schöne Gelegenheit für Begegnungen und Gedankenaustausch bis in die Abendstunden hinein.

 

 

 

TGKids sind IRONKIDS

Kurz vor den Sommerferien fand im Rahmen des IRONMAN der IRONKIDS-Spendenlauf statt. Dort wo wenige Tage später die IRONMAN-Weltelite kämpft und über 2500 Sportler aus 55 Nationen den einmaligen Flair der Mainmetropole genießen, dort befand sich auch die Bühne für unsere Schülerinnen und Schüler. Am Mainufer rund um den Eisernen Steg durchliefen Schüler aus 28 Schulen des Rhein-Main-Gebiets einen Rundkurs von 800m Länge. Mit jeder gelaufenen Runde konnten sie einen Euro Spende für ihre Schule einholen. Die Sportler mussten 35 Minuten lang laufen. 

Unter Leitung von Frau Felicia Mauch stellten sich 6 Klassen des Taunusgymnasiums mit Freude der sportlichen Herausforderung. Es rannten 168 Schülerinnen und Schüler aus den 5. und 6. Jahrgansstufen für das Taunusgymnasium. 

Früh am Morgen trafen sich alle Klassen am Königsteiner Bahnhof und fuhren gemeinsam nach Frankfurt. Die Schülergruppen wurden nach dem Ankommen am Main mit den Iron-Kids-T-Shirts und Startnummern, an denen wie bei den Profis, ein elektrischer Chip angebracht war, versorgt. Anschließend blieb noch ein bisschen Zeit, um den Flair des Iron-Kids-Laufes zu genießen. Beeindruckend sind immer die großen Startfelder, die vielen jubelnden Fans entlang des Rundlaufes und die Moderationen von Radio und Fernsehen. Erste Laufeindrücke sammelten die Schüler zudem bei den Jüngeren, die bereits auf der Laufstrecke am Mainkai unterwegs waren. Endlich war es soweit. Unsere Schülerinnen und Schüler standen gespannt hinter der Startlinie und zeigten sich hoch motiviert. Besonders unsere Läuferinnen und Läufer der fünften Jahrgangsstufe wurden von vielen Fans der älteren Jahrgangsstufen angespornt und bejubelt. 

Insgesamt erliefen die Schülerinnen und Schüler des Taunusgymnasiums stolze 913 Runden und wurden damit viertbeste Schule. Eine großartige Leistung. Zur Belohnung erhielt jeder Schüler nach dem Lauf eine Medaille als Andenken und man konnte sich im Ziel mit Obst und Getränken versorgen. 

Die an dem Event erlaufenen Euros werden für außergewöhnliche Anschaffungen des Fachbereiches Sport genutzt. Insgesamt war es ein wirklich gelungener Tag, was nicht zuletzt an den top motivierten Schülerinnen und Schülern lag.

Obwohl die Belastung den Läufern anzumerken war, waren sich die meisten sich einig: Nächstes Jahr wollen wir wieder starten!

 

Ein Tag für krasse Denker: Begrüßung der neuen 5. Klassen am Taunusgymnasium

Etwa 150 neue Fünftklässler waren es, die zum Schuljahresbeginn in die 5. Jahrgangsstufe am Taunusgymnasium aufgenommen wurden. Sie verteilen sich auf fünf Eingangsklassen, zwei davon sind Teil des bilingualen Bereichs, ebenso setzen sich aus zweien der neuen 5. Klassen die neue Bläsergruppe und Streichergruppe mit je etwa 20 Schülerinnen und Schülern zusammen. Den eigentlichen Aufnahmefeierlichkeiten voran ging ein Schulgottesdienst unter der Leitung von Kollegin Christine Antony und Kaplan Blechschmidt.

Erwartungsvolle Aufmerksamkeit herrschte dann in der Sporthalle des Taunusgymnasiums, als Christine Antony nach dem Gottesdienst schließlich alle neuen Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien herzlich begrüßte. Auch Wolfgang Veltjens, Mitglied der Schulleitung, hieß die Neuankömmlinge herzlich willkommen und verstand es, sie sogleich über ein sportliches Thema (Stichwort: Medaillen) in einen lebhaften Dialog einzubinden. Die Quintessenz des Gesprächs mit dem jungen Publikum: Fähigkeiten – also gute Anlagen allein – genügen nicht, weder beim Sport noch bei geistigen Leistungen. Zusätzlich bedarf es regelmäßiger Übung, Ausdauer und Durchhaltevermögens, auch sollte man sich im Falle einer Niederlage nicht gleich entmutigen lassen. Die wohl markanteste Aussage der Rede – ein Spruch, den Veltjens auf einer Postkarte gefunden hatte – lautete: „Denken ist wie Googeln, nur viel krasser“. In diesem Sinne darf man sich wohl viele krasse Denker am Taunusgymnasium wünschen. Weitere Willkommensgrüße kamen von Schulsprecherin Alexandra von Müller sowie den Paten und Patinnen der neuen 5. Klassen. Musikalisch gestaltet wurde die Aufnahmefeier vom Kleinen Orchester unter der Leitung von Michael Neubeck und von Schülerinnen und Schülern der Klasse 6 f.

Projektwoche 2016 am TGK

Seit nun schon mehr als zehn Jahren wechselt sich die Projektwoche des Taunusgymnasiums mit dem Schul- bzw. Sommerfest ab. In diesem Jahr finden in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien mehr als 50 klassenübergreifende Projekte statt, die ein breitgefächertes Angebot aufweisen. Anlässlich des Schuljubiläums stehen dieses Jahr zudem einige Projekte unter dem Motto „100 Jahre TGK“. Damit die umfangreiche Projektwoche reibungslos verläuft, fangen die Organisatorinnen Frau Bosch, Frau Gehwald und Frau Pfeifer bereits nach den Weihnachtsferien an, diese vorzubereiten. Nicht nur die Lehrkräfte, sondern auch die  Eltern sowie Schüler/innen des TGKs geben ihre Projektvorschläge zu den Bereichen Kreativität, Musik, NaWi und Mathematik, Theater, Geschichte, Computer und Film, Sport sowie Diverses ab.

Der eigenen Kreativität sind z.B. in den Projekten Bauen mit Pappmaschee (Albert, Kerner), Scrapbooking-Werkstatt (Hemerka, Jakob) und Großformatige Malerei (Schendzielorz) keine Grenzen gesetzt. Die Schüler Sebastian Ochs und Markus Konrad (Q2) ermöglichen zudem das Erstellen eines eigenen Charakters im Star Wars- Universum, wohingegen im Projekt 100 Kreativ (Eden) die Schüler/innen die Zahl 100 passend zum Jubiläum mit Einfallsreichtum und verrückten Ideen darstellen, wie beispielsweise mit 100 bunten Luftballons oder 100 Schnürsenkeln.
Alltagsgegenständen werden rhythmische Klänge im Projekt Hausrock (Schulte, Weber) entlockt. So entsteht z.B. aus Flaschen, Besen und Zeitungspapier ein kleines musikalisches Meisterwerk. In der Big Band (Kriegeskotte, Rauschmayer)  wird die musikalische Ader auf u.a. Klavier, Trompete und Kontrabass zu dem Titel „Summertime“ ausgelebt.
Beim Naturwissenschaftlichen Experimentieren (Weber) führen Schüler/innen der 5. und 6. Klassen Versuche aus der Physik und Chemie durch. Im Projekt Wasser – nicht allein zum Waschen da (Winkler) wird u.a. eine Kläranlage in Kronberg besucht und die Wasserqualität der hessischen Bäche bestimmt. Dabei soll vor allem darauf aufmerksam gemacht werden, dass jeder freien Zugang zu frischem Trinkwasser haben sollte.
Angehende Schauspieler können beim Improvisationstheater (Nowka, Menz) erlernen, wie man Mimik und Gestik passend zu verschiedenen Gefühlen und Stimmungslagen einsetzt. Des Weiteren begibt sich eine Schülergruppe auf eine Spurensuche: Taunusschule früher – TGK heute (Herrmann, Rapp). Sie erhalten dabei u.a. Besuch von der ehemaligen Schulleiterin Frau Stengl-Jörns. Darüber hinaus präsentieren im Projekt Presente ton école and make a film (Kocanda, Stelter) einige Schüler/innen in einem bilingualen Film ihre Schule.
Capoeira (Messer, Riel) ist ein vielseitiger brasilianischer Kampftanz. In diesem Projekt werden verschiedene Elemente aus der „Sequencia de Bimba“, die grundlegende Bewegungsabläufe darstellt, erlernt. Eine besondere Rolle spielt hierbei das „Berimbau“, das Leitinstrument. Mit verschiedenen Anschlägen, den sogenannten „Toques“, wird angezeigt, wann, ob und wie man tanzen bzw. kämpfen soll. Im Bereich Sport gibt es außerdem die Möglichkeit, sich im Projekt Let’s ZUMBAAA (Haidari, Boujrad),  eine Mischung aus Aerobic und lateinamerikanischen Tanzelementen, so richtig auszupowern. Hier stehen vor allem der Spaß an der Musik und die kreativen Bewegungen im Vordergrund.
Das Projektangebot runden u.a. Persische Küche (Maysamy), Motivtorten kreativ  gestalten (Frosch, Jakobi) und Geocaching  (Schumacher, Heyne, Reimann) ab. Bei Letzterem gehen die Teilnehmer mit Hilfe von GPS-Koordinaten auf eine spannende Schatzsuche.
Frau Bosch fasst mit ihrer Aussage die gelungene und abwechslungsreiche Projektwoche am TGK zusammen: „Ich mag besonders die Mischung aus entspanntem und eifrigem Arbeiten“.
Laura Bungarten (E2), Sonja Gossenauer (E2), Simon Wendt (8b), Juliane Walther (7d) und  Fr. Medo-Capl

Präsentation von Theaterstücken der Bili-AG und von Filmprojekten für den Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Einmal im Schuljahr präsentieren sich die bilingualen AGs und Lerngruppen des Taunusgymnasiums im Theatersaal der Schule. Unter dem Titel „The importance of having small feet” erlebte man mit der Bili-AG Klasse 6 (Frau Stücke) eine Inszenierung der „Cinderella“ (Aschenputtel)-Geschichte in englischer Sprache, in der erst zwei gute Feen ein wenig Hoffnung in Cinderellas trostloses, von der Stiefmutter und ihren drei garstigen, selbstverliebten Töchtern dominiertes Dasein zu bringen vermögen. Doch bleiben alle Versuche, eine Begegnung Cinderellas mit Prince Sherry (!) zu torpedieren, letztlich erfolglos: Natürlich findet der Prinz schließlich die Eigentümerin jenes Schuhs, der hier eine zentrale Rolle spielt. In einem weiteren Theaterstück – „Witch School“, wiederum präsentiert von der Bili-AG Klasse 6 (Frau Jakob) –  konnte man unter anderem erleben, was beim Erlernen der Hexerei mitunter schiefgehen kann.

Es folgte der Filmbeitrag „The power of the atmosphere“ aus Bili Biologie Klasse 7 (Frau Stücke). Insgesamt sechs weitere Kurzfilme, allesamt preisgekrönte Beiträge für den Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2016 in Englisch, Französisch und Latein von Schülergruppen aus den Klassen 6c (Frau Stücke), 7b (Frau Bosch, Frau Switkowski), 7d (Herr Dr. Kerner), 7e (Frau Menz) und 8b (Frau Menz) schlossen sich an und sorgten für einen gut gefüllten, erlebnisreichen Abend, an dem mitunter herausragende Leistungen zu bewundern waren.

In Hessen wurden insgesamt 153 Beiträge eingereicht, 142 in Englisch und Französisch, 11 in Latein. In Französisch gab es landesweit viermal eine zweite Platzierung, eine davon ging an das TGK. In Englisch gab es landesweit achtmal eine 2. Platzierung, zweimal war hier das TGK beteiligt. In Latein schließlich gab es landesweit eine 2. und eine 3. Platzierung, hier errang das TGK den 3. Platz. Ein 1. Platz wurde nicht vergeben. Im Anschluss an die ausgezeichneten Filmdarbietungen überreichte Ruth Stücke Urkunden und Preise.

Tischtennis-Schulmeisterschaften

Am Mittwoch, 6.7.16 fanden erstmalig die Tischtennismeisterschaften des Taunusgymnasiums in unserer Sporthalle statt. 27 Schüler nahmen daran teil, und zwar von der fünften Klasse bis in die Q-Phase.
Unter der Turnierleitung der Sportlehrer Florian Dorn und Steven Will wurde ein spezielles Punkte-Vorgabesystem entwickelt, bei dem Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Vereinsspielern und Hobbyspielern berücksichtigt wurden. So entwickelten sich sehr spannende Spiele mit der einen oder anderen sportlichen Überraschung.
In der Vorrunde wurde Gruppenspiele nach dem Modus Jeder gegen Jeden durchgeführt, danach folgten die K.O.-Runden der Qualifizierten, beginnend mit dem Achtelfinale.
Tischtennismeister der Schule wurde Aaron Schlünz aus der 9e, der sich mit 3:0 Sätzen gegen Tim Fischmann aus der 7c durchsetzte. Im kleinen Finale um Platz 3 gewann Vincent Weißkopf aus der 9a gegen Pablo Werz aus der 9d.
In einem Einlagespiel sorgte Keywan Djafari für allgemeine Erheiterung, indem er unseren Lehrer Mossa Latif in einem Handicap-Match mit 2:1 besiegte, bei dem Keywan den Ball nur unter seinem Bein hindurch spielen durfte.

THINK BIG – großes Denken und kreatives Handeln am Taunusgymnasium

Wie können wir unsere Gesundheit, unser Zuhause, unsere Städte smarter machen? Beispiele für Smart Health, Smart home, Smart city lassen sich viele im sogenannten „Internet der Dinge“ finden, dort sind computerunterstützte Schrittzähler und Pulsmesser beim Sport bzw. das selbstständig einparkende Auto als Idee und in der Umsetzung bereits wohlbekannte „Klassiker“.

Sechs Lerngruppen des Taunusgymnasiums aus den Jahrgangsstufen 7, 8, 9, 10 (E-Phase) und 11 (Q-Phase) haben am 7.7.16 an einem hervorragend organisierten Workshop THINK BIG teilgenommen und dabei durch kreatives Experimentieren am Mini-Computer Rapsberry Pi äußerst spannende und zukunftsorientierte Einblicke in das „Internet der Dinge“ (internet of things, IOT) erhalten.

Die THINK BIG-Tour ist zurzeit einige Wochen lang in vielen deutschen Großstädten unterwegs. Glücklicherweise erhielt das Taunusgymnasium neben 49 weiteren Schulen bundesweit bei seiner Bewerbung als MINT-Schule die Zusage für die Teilnahme an einem THINK BIG-Projekttag. THINK BIG unterstützt die digitale Teilhabe junger Menschen am gesellschaftlichen und beruflichen Leben im Sinne der digitalen Inklusion. Durch das unbeschwerte Kennenlernen digitaler Werkzeuge stärkt THINK BIG die Kreativität und Medienkompetenz Jugendlicher und inspiriert sie, die digitale Gesellschaft mitzugestalten.

Durch die Teilnahme an der THINK BIG-Tour haben die Taunusschüler/innen das Internet der Dinge kennengelernt, mit virtueller Realität experimentiert und mit der Programmiersprache Scratch selbständig Projekte programmiert.

THINK BIG ist ein Jugendprogramm der Telefonica Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) gemeinsam mit O2 (weitere Informationen unter www.think-big.org).

Die teilnehmenden Schüler und begleitenden Lehrkräfte sind sich einig: Das war kurzweilig, spannend und sehr informativ - vielen Dank an THINK BIG für diesen wunderbaren Schultag am Taunusgymnasium.

Patrick Epple (MINT-Koordination und Organisation des THINK BIG-Tages am TGK)

Benedict Schiermeyer ist absolute Spitze in Geographie!

Die Sieger des Geographie-Wettbewerbs 2016 mit den Buchpreisen des BEFT: Julius Gerstein, Benedict Schiermeyer und Linus Dittmer.

Seit Januar 2016 waren Deutschlands Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 16 Jahren aufgerufen, die besten Geographie-Kenner des Jahres zu ermitteln. Der Wettbewerb „Diercke WISSEN 2016“ ist mit inzwischen 310.000 Teilnehmern Deutschlands größter Geographiewettbewerb und wird seit 2000 vom Verband Deutscher Schulgeographen e.V. (VDSG) gemeinsam mit dem Westermann Verlag durchgeführt. „Der Wettbewerb kann von Jahr zu Jahr mehr geographiebegeisterte junge Menschen gewinnen, was uns besonders freut. Geographiewissen zu vermitteln und Geographie zu wissen sind grundlegende Verpflichtungen für Lehrende und Lernende. Wer als Weltbürger auftreten will, muss nicht zuletzt auch wissen, wo welche Staaten, welche Städte liegen und was unsere so genannte globale Welt in ihrem Inneren zusammenhält“, erläutert OStD Karl-Walter Hoffmann, der 1. Vorsitzende des VDSG. So werden bei diesem Wettbewerb außer klassischen Geographie-Kenntnissen ebenso Wissen um die Zusammenhänge verschiedener Themengebiete der Erdkunde wie Klima, Geomorphologie, Geologie, Stadt-, Wirtschafts- oder Industriegeographie erfragt. Für die erfolgreiche Teilnahme ist eine umfangreichere Kenntnis des Globus verlangt, als allein der Geographie-Unterricht vermitteln kann.

Im Februar 2016 wurden zunächst aus rund 500 Teilnehmern der Klassenstufen 7-10 des TGK unter der Leitung von Erdkunde-Lehrer Stephan Eichberger die fünf Finalisten ermittelt. Schließlich setzte sich im Schulfinale am 17. März Benedict Schiermeyer (9e) mit deutlichem Vorsprung vor Julius Gerstein (7a) und Linus Dittmer (8a) durch, die alle drei mit Buchpreisen des BEFT belohnt wurden. Auf den weiteren Plätzen folgten Maximilian Sinzig (E2) und Juliane Walther (7d). Benedict Schiermeyer erreichte zudem unter allen Schulsiegern Hessens den hervorragenden 15. Platz!


Stephan Eichberger

Physik auf der Spur

Erfassen eines Täters? Das ist gar nicht mal so einfach. Um überhaupt Hinweise auf den Täter zu bekommen, muss man erst die physikalischen Methoden der Kriminalistik kennen. Einen Einblick in diesen Bereich gewann die Klasse 9c mit ihrer Lehrerin Frau Held im Schülerlabor der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main auf dem Riedberg.
Als Jugendlicher sieht man die Aufklärung von Mordfällen oft in Fernsehkrimis. Jedoch erfordern Ermittlungen zur Aufklärung eines Kriminalfalles physikalische Kenntnisse. Im Schülerlabor erfuhren die Schüler anhand verschiedenster Versuche, die auch in der Kriminalistik gefordert sind, wie unter Einsatz der Physik Mordfälle aufgeklärt werden. Dies war besonders interessant, da es eine tolle Erfahrung ist, selbst zu experimentieren, wie man zu der besten Lösung kommt. Viele der Aufgaben waren knifflig, jedoch nicht unlösbar.
Zum Beispiel konnte man erfahren, wie eine Blutspur anhand von einer selbst hergestellten Lösung nachgewiesen wird, die sich letztendlich Neon blau verfärbt. Den Standpunkt, von dem aus ein Schütze schoss, wurde mithilfe von Laserpointern und Einschusslöchern bestimmt. Um die Laserstrahlen sichtbar zu machen, benutzten die Schüler eine Nebelmaschine, dessen effektive Verwendung echt Spaß machte. Ein getrockneter und unter normalen Umständen unsichtbarer Schuhabdruck konnte mittels Mehl und einer mit 20kV aufgeladenen elektrostatischen Matte sichtbar gemacht werden. Eine weitere Besonderheit war außerdem, die Berechnung der Flugbahn einer Pistolenkugel. Dies wurde mithilfe eines Computerprogramms graphisch dargestellt und anschließend ausgewertet. Hierbei stellte sich heraus, dass auch eine Pistolenkugel genauso schnell, wie jeder andere Gegenstand herunterfällt, jedoch aufgrund ihrer enormen Geschwindigkeit trotzdem ihr Ziel trifft (was ja wie beim hier dargestellten Mordfall nicht immer schön enden muss). Mit den Ergebnissen der einzelnen Aufgaben konnte die Klasse nun Rückschlüsse auf den Täter ziehen.
Insgesamt war der Besuch im Schülerlabor ein sehr spannendes, interessantes und erfolgreiches Erlebnis, da man sicher nicht alle Tage die Möglichkeit bekommt zu erfahren, mit welchen Methoden Spuren in Kriminalfällen entdeckt, gesichert und ausgewertet werden. Wer weiß, vielleicht arbeitet einer von uns später beim FBI, oder der Kripo und hilft Täter zu überführen.

Sieger des Wettbewerbs Praktikumsbericht 2016

Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb Praktikumsbericht vom Arbeitskreis SchuleWirtschaft, und gleich zwei der Preisträger in der Kategorie „Gymnasium Sekundarstufe II“ im Gebiet des Rhein-Main-Taunus sind Schüler des Taunusgymnasiums. Den 1. Platz belegte Yuri Legarth (Q2, Politik und Wirtschaft bei Frau Gebel), der 2. Platz wurde Georg Schmidt (Q2, Politik und Wirtschaft bei Herrn Blum) zuerkannt. Die Praktikumsberichte werden im Rahmen der Berufspraktika erstellt, die in den letzten zwei Wochen vor den Herbstferien durchgeführt wurden. Bei der Beurteilung der eingereichten Arbeiten ging die Jury nach einheitlichen Beurteilungskriterien bezüglich der formalen Struktur, des Inhalts, der Gestaltung / Kreativität / Originalität und dem Gesamteindruck vor. Herzlichen Glückwunsch!

Akademische Feier des Taunusgymnasiums im Haus der Begegnung

„Von 144 Schülerinnen und Schülern, die sich in diesem Jahr zum Abitur gemeldet hatten, haben 144 Schülerinnen und Schüler das Abitur bestanden.“ Die Freude darüber war Dirk Wingenfeld, dem kommissarischen Schulleiter des Taunusgymnasiums, anzusehen, als er zu Beginn seiner Rede in Rahmen der Akademischen Feier im Königsteiner Haus der Begegnung die Zahlen und Fakten zu den diesjährigen Abiturprüfungen verkündete. Mit 2,34 liegt in diesem Jahr der Abiturdurchschnitt am Taunusgymnasium über der hessischen Durchschnittsnote von 2,43 des letzten Jahres. 48 Mal wurde in diesem Jahrgang eine Eins vor dem Komma erreicht, davon dreimal die bestmögliche Note 1,0. Ein freudiger Tag also, wie der Schulleiter konstatierte. „Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium“ – Betrachtungen zu Friedrich Schillers in der Vertonung Ludwig van Beethovens berühmt gewordener „Ode an die Freude“ stellte Wingenfeld aus diesem freudigen Anlass ins Zentrum seiner Ansprache. Vielleicht hätte die Rede einen etwas anderen Zungenschlag bekommen, wenn zu diesem Zeitpunkt schon das Ergebnis des Referendums zum sogenannten „Brexit“bekannt gewesen wäre – die vereinenden Aspekte der „Ode“, die ja in der Beethoven-Vertonung auch als Hymne des Vereinten Europa Verwendung findet, scheinen ja zurzeit – zumindest aus Sicht einer englischen Majorität – eher in den Hintergrund zu treten. Das Taunusgymnasium freilich wird vom Schlusschor der Beethovenschen „Neunten“ durch das Jubiläumsjahr begleitet – sie erklang bereits beim Festkonzert zum 100-jährigen Bestehen des Taunusgymnasiums im vergangenen April, das nächste Mal wird sie mit dem Jubiläums-Projektchor und dem Großen Orchester des Taunusgymnasiums am 16. September beim offiziellen Festakt zu hören sein.

Eine Reihe überaus ansprechender Redebeiträge durchzog die Akademische Feier. Zum einen war dies die Lehrerrede des von der Schülerschaft gewünschten Redner-Duos Christine Antony und Patrick Epple, diesmal allerdings ausdrücklich nicht als Konkurrenz zweier scheinbar unvereinbarer Gegensätze inszeniert, etwa nach dem Motto: Mathematik gegen Literaturwissenschaft, Logik gegen Emotion, Sportbegeisterung gegen Kulturbeflissenheit. Nein, darauf ließ sich das Duo nicht ein, wenn auch unverkennbare Charakteristika einer ihren Fächern Deutsch und katholische Religion verbundenen Philologin und jene eines passionierten Mathematikers und Physikers – dessen eigentlicher Lebensmittelpunkt freilich eher der Fußball zu sein scheint – in humorvollem rhetorischem Wechselspiel mehr als deutlich wurden. Dieser Auftritt fand ein nicht minder unterhaltsames, wortgewandt-witziges Pendant in der von Svenja Appuhn und Sven Lücke gestalteten Rede der Schüler. In der Rede der Eltern stellte Dr. Charlotte Eckhardt-Letzelter gleichermaßen Bemühungen und Verdienste von Schülern, Lehrern und Eltern heraus, Bernd Dönicke vom Bund der Ehemaligen und Förderern des Taunusgymnasiums (BEFT) unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Fördervereins für staatliche Schulen im Allgemeinen und das Taunusgymnasium im Besonderen.

Vor der Übergabe der Abiturzeugnisse wurden eine Reihe von Schülerinnen und Schülern für besondere Leistungen oder auch besonderes soziales Engagement geehrt. Mit dem Dieter-Behrend-Preis, benannt nach Dieter Behrend, einem vor drei Jahren unerwartet verstorbenen Kollegen und leidenschaftlichen Diskutanten, wurde Svenja Appuhn ausgezeichnet, als Landesschulsprecherin und Stellvertretende Schulsprecherin des Taunusgymnasiums sehr umtriebig, aber auch „privat“ in enormem Maße sozial engagiert. Ausgezeichnet wurde sie auch für Ihr „Eins-Nuller“- Abitur, ebenso wie Tim Bommersheim und Sophie Gottlieb. Gleichfalls für wurde soziales Engagement geehrt wurde Mohin Jan Fariod: Nie sei er sich zu schade gewesen, mit seinen hervorragenden pianistischen Möglichkeiten zum Gelingen von Veranstaltungen beizutragen, betonte Studienleiter Winfried Romahn. Eine Reihe von Auszeichnungen für hervorragende fachliche Leistungen wurde im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich verliehen. Im Fachgebiet Mathematik wurden die Abiturienten Moritz Göbel, Edgar Krill, Tim Bommersheim und Selina Englmann geehrt. Auf dem Feld der Chemie gingen Auszeichnungen (wiederum) an Selina Englmann, an Jule Peters, Benjamin Schulte-Mattler und Patrick Maibach. Für exzellente Leistungen im Bereich Physik erhielten Nils Kulawiak, Philipp Basse und Nicholas Book den Buchpreis und eine Mitgliedschaft in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) für ein Jahr, weitere Mitgliedschaften gingen an Valentin Smits und Marcel Leichtle.

Die musikalische Gestaltung der Feier hätte kaum niveauvoller und vielseitiger sein können: Zur Eröffnung der Feier erklang Frédéric Chopins virtuose As-Dur-Polonaise op. 53 mit Mohin Jan Fariod am Klavier, Kollege Michael Neubeck sprang für die erkrankte Kollegin Tina Behet ein und leitete den Jubiläums-Projektchor mit dem Titel „A Great New Day“ von Linda Steen Spevacek; den Klavierpart übernahm – gleichsam fachfremd, nichtsdestoweniger sehr überzeugend – Kollegin Susanne Eden. Es folgte der ausdrucksstarke 2. Satz aus der Sonate für Oboe und Klavier op. 166 von Camille Saint-Saëns mit Daniel Bettenbühl und Svetlana Grodzenski (als Gast). Nora Klein schließlich war die Gesangssolistin in Louiguys „La vie en rose“, in der Begleitband spielten Jani Laakso (Trompete), Naemi Hartauer (Cello), Daniel Bettenbühl (Oboe) und Mohin Jan Fariod (Klavier). Begeisterter, wohlverdienter Applaus belohnte die Musiker und – nicht zuletzt natürlich – die übrigen Abiturienten, die nach dem Überreichen der Abiturzeugnisse und einem Sektempfang im Foyer getrost nach Hause tragen konnten, was sie nun schwarz auf weiß besitzen.

Unser Team beim „Großen Diktatwettbewerb“

Schon zum zweiten Mal schickte das TKG ein Team aus Schülern, Eltern und Lehrern ins Rennen, um sich am Frankfurter Goethe-Gymnasium mit den Rechtschreibcracks der Republik zu messen. „Furore im Schrebergarten“ war am 14. Juni 2016 angesagt für Georg Schmidt, Leon Alexander Hühn und Feylin Karaman, die mit den Eltern Marion Dittmer, Elke Klein und Martin Hallinger und ihren Lehrern Franz-Peter Budde und Gabriele Pfeifer zum Stift griffen. Lachen und Stöhnen gleichermaßen erklangen in der Aula der Schule. Ob „Parapluie“ oder „gicks und gacks“, für Aha-Effekte beim Rechtschreiben war gesorgt. Wir haben zwar nicht gewonnen, fanden uns aber im vorderen Feld wieder – nächstes Jahr greifen wir wieder an, wenn es heißt: „Handys aus, Stifte raus, wir schreiben ein Diktat!“.

 

 

Opernprojekt: „Carmen“ von Georges Bizet

Gar nicht so einfach, sich in eine Rolle hineinzufinden und sie überzeugend auszufüllen: noch löst die soeben vollbrachte Bluttat an Carmen bei den Darstellern des vor Verzweiflung und Leidenschaft bebenden José und Carmens Freundinnen Frasquita und Mercedes große Erheiterung aus.

Die Schülerinnen und Schüler Klasse 9c des Taunusgymnasiums waren diesmal die „Premierenklasse“, die Auserwählten, die sich im Rahmen eines Opernprojektes mit ihrem Musiklehrer Michael Neubeck unter der Leitung von Iris Winkler, Musiktheaterpädagogin an der Oper Frankfurt, im Opernfach versuchen durften. Solistisch singen musste allerdings niemand, szenische Aspekte standen im Vordergrund.

 

Das Projekt umfasste diesen Workshop, bei dem die Schülerinnen und Schüler mit Situationen aus der Opernhandlung zu aktivem szenischem Spiel auf der Probenbühne angeleitet wurden, den Besuch der ersten Bühnenorchesterprobe, ein Gespräch mit dem Dramaturgen Zsolt Horpácsy und schließlich den Besuch der Generalprobe („Vorpremiere“) zu der neuen, vielbejubelten „Carmen“-Inszenierung von Barrie Kosky an der Oper Frankfurt – ein großes Privileg, das die Schülerinnen und Schüler sicher zu schätzen wussten.

 

Zudem bot sich der 9c die Möglichkeit, in der Oper Frankfurt die Technik der zweitgrößten Drehbühne der Welt „backstage“ kennenzulernen und dabei auch das ebenso geniale wie einfache Bühnenbild – eine gigantische Treppe in voller Bühnenbreite, auf und vor der die die gesamte Handlung stattfindet – zu begehen. Mit Paula Murrihy als Carmen und Joseph Calleja als Don José erlebten die Schülerinnen und Schüler eine Weltklasse-Besetzung der Hauptrollen in einer durchweg glänzend besetzten und vor brillanten tänzerischen Elementen nur so sprühenden Inszenierung.

Schüler des Taunusgymnasiums gewinnen das Projekt "Schule und Wirtschaft" der Frankfurter Rundschau

Was haben Ökoweinbau, wirtschaftliches Wachstum und Flüchtlingsintegration miteinander gemeinsam? Inhaltlich wohl nicht viel, jedoch sind zu diesen drei Themen die drei Siegerprojekte des Wettbewerbs „präsentieren und gewinnen“ der Frankfurter Rundschau entstanden. Der Wettbewerb, der jährlich vom Verein hessischer Unternehmerverbände, dem Projekt „Schulewirtschaft“ Hessen und der Frankfurter Rundschau ausgerichtet wird, ging 2016 in die zehnte Runde. Teilnehmen konnten alle hessischen Oberstufen-LKs im Fach Politik und Wirtschaft, so in diesem Jahr auch unser Powi-Vorleistungskurs der E-Phase von Michael Degenhardt.
Die drei Schüler Lucas Kiehne, Nicolas Maute und Lukas Radtke vom Taunusgymnasium beschäftigten sich dabei mit der sehr kontroversen Flüchtlingsproblematik und stellten sich die Frage, wie viele Flüchtlinge Hessen sinnvoll in den Arbeitsmarkt integrieren kann. Nachdem sie ein optimistisches und ein pessimistisches Szenario verglichen hatten, knüpften sie den Bezug zum Land Hessen: Dabei stellten sie die optimistischen Prognosen der Politik einer nicht so fabelhaften Wirklichkeit gegenüber. Letztendlich lieferten sie mit einer endgültigen Bewertung und eigenen Lösungsansätzen ein gelungenes Gesamtpaket ab.
Das schienen auch die Ausrichter des Wettbewerbs zu finden. Sie wählten aus über 30 Einsendungen die 10 Finalisten aus, die sich dann der genauen Inspektion einer dreiköpfigen Jury unterwerfen mussten: Dr. Stefan Schulte (Vorstandsvorsitzender, Fraport AG), Tilman Wittershagen (Sprecher der Geschäftsleitung, Deutsche Bank AG) und Arnd Festerling (Chefredakteur der FR) wählten die drei endgültigen Gewinner aus - darunter auch das Projekt des TGK.
Um den Sieg zu zelebrieren, wurden die drei Gewinnerteams dann in die Redaktionsräume der FR eingeladen. Bei einem kleinen Umtrunk und Brezeln hatten die Schüler dann die Möglichkeit, sich näher kennenzulernen und über ihre Beiträge auszutauschen. Feierlich wurde eine gerahmte Urkunde verliehen und der Moment auf einem Foto festgehalten. Auch sollte die Veranstaltung dazu dienen, auf die Schülerforen vorzubereiten, wo die Schülerteams ihre Projekte vor großer Runde vorstellen und diskutieren dürfen. Zu guter Letzt wurde die Veranstaltung mit einer Führung durch die Redaktionsräume der FR abgerundet.
Jetzt freuen sich die drei Sieger schon auf das Schülerforum am 04.07. von 14-16 Uhr im Theaterraum des TGK, wo sie ihre Präsentation noch einmal Schülern und der Öffentlichkeit vorstellen und zu der jeder herzlich eingeladen ist. Für einen kleinen Imbiss ist gesorgt.

Team des TGK erfolgreich bei der World Robot Olympiade

Die WRO ist ein alljährlicher, internationaler Roboterwettbewerb, in welchem es darum geht, Lego Mindstorms Roboter zu designen, bauen und zu programmieren, um mit diesen eine vorgegebene Aufgabe in möglichst kurzer Zeit zu lösen.

In der Altersklasse Elementary (8-12 Jahre) mussten die Teams in diesem Jahr unter dem Motto "Rap the Scrap: Haltet den Schulhof sauber“ einen Roboter konstruieren, der unterschiedliche "Müllobjekte" erkennen, einsammeln und an vorgegebenen Orten platzieren kann. Komplett selbständig musste der Roboter hierbei über das Spielfeld navigieren und mit Hilfe von Sensoren prüfen, ob die jeweiligen farbigen Bausteine, die er hierbei ansteuert, Müll symbolisieren und ausgetauscht werden müssen.

Mit ihrem Roboter, an dem sie bereits seit Februar tüfteln durften, traten Johannes Vogel und Tim Eichert vom Taunusgymnasium Königstein unter dem Teamnamen „R2D2“ schließlich am Samstag den 21.5. in Offenbach zum Wettbewerb an. Hier konnten sich die beiden Siebtklässler gegen die meisten anderen Teams durchsetzen und erreichten den 2. Platz. Neben Sachpreisen und viel Erfahrung haben sie aus diesem Event vor allem eins mitgenommen: jede Menge Spaß.

Diskussion zum Thema ,,Skyline ohne Strom‘‘ im Theaterraum am TGK

"Das System Energiewende funktioniert in Deutschland (teilweise) hervorragend", war eine der Kernaussagen einer interessanten Diskussion im Theaterraum über das Thema "Skyline ohne Strom" in Bezug auf die Energiewende. Ein aktuelles Thema mit dem sich nicht nur die Schüler und Lehrer der E-Phase des Taunusgymnasiums Königstein befassen. Auch Vertreter der Politik und Wirtschaft diskutieren über dieses wichtige Thema. Aus diesem Grund fand am Donnerstag, dem 19.05.2016 eine Diskussion mit den Vertretern Herrn Dr. Molter (Clariant AG), Herrn Fröhlich (IHK), Herrn Dr. Reinking (Syna) und Herrn Helm, dem Königsteiner Bürgermeister, statt. Das Projektbüro Mandelkern und der PoWi-Vorleistungskurs von Herrn Degenhardt halfen bei der Organisation sowie der Durchführung.

Die Diskussion war in zwei Teile aufgeteilt. Zuerst stellten Max Schulz und Linda Bind zuvor entwickelte Fragen zur Energiewende an die Teilnehmer der Talkrunde. Im zweiten Teil moderierte Lucas Kiehne, indem er Fragen aus dem Publikum, welches aus weiteren PoWi Kursen der E-Phase bestand, entgegennahm. Gegen die Erwartung Vieler, wurden die Fragen größtenteils, wenn auch manchmal abweichend, direkt, das heißt ohne auszuweichen, beantwortet. Zur Freude des Publikums gab es im zweiten Teil der Diskussion Punkte, in denen sich die Vertreter uneinig waren, im Gegensatz zur überwiegenden Einstimmigkeit im ersten Teil.

Themen, über die meistens gesprochen wurde, waren beispielsweise die Dezentralisierung der Energieversorgung, die internationale Wettbewerbsfähigkeit, und, damit verbunden, die Sicherung und Gewinnung von Arbeitsplätzen in Bezug auf das EEG. Die enormen Kosten, die dabei aufkommen würden, waren ein kritisches Thema. Ein weiterer Punkt waren Subventionen bezüglich des EEG. Darüber hinaus wurde vor allem von Herrn Helm die dominierende Frage, wo man seine Prioritäten setzten würde, angesprochen. Neue Technologien von Stromspeicherung und Sicherung durch bspw. Smart Meters waren ein weiteres spannendes Thema. Doch allen Beteiligten war die Versorgungssicherheit (derzeit in Form von konventioneller Energieerzeugung) wichtig. Gegen Ende hin wurde die Energiewende auf die Stadt Königstein bezogen, und was die Stadt dazu beitragen könne. Auf die Frage, ob Deutschland die Energiewende schaffen würde, gab es eine einstimmige Antwort, die „ja“ lautete.

Zum Abschluss der Diskussion gab jeder Vertreter ein Resümee ab. Darin wurden die Wichtigkeit von persönlichen Beteiligungen, der Prioritätensetzung und eine auf die Schülerschaft bezogene Berufsempfehlung in Richtung Erneuerbare Energien, angesprochen.

Abschließend bedankten sich die Schüler für eine spannende und informationsreiche Diskussion.

 

Exkursion ins Opel-Werk in Rüsselsheim

Rund 20 Schülerinnen und Schüler des Enrichment-Programmms besuchten am 20. Juni 2016 mit Herrn Meinikmann und Herrn Bald das Opel-Werk in Rüsselsheim. Auf der zweistündigen Werkstour konnten sie zunächst in der Oldtimer-Werkstatt die Entwicklung des Automobils an ausgewählten Opel-Modellen der letzten 120 Jahre nachvollziehen. Dann ging es mit dem Bus weiter zum Presswerk mit seinen gigantischen Pressmaschinen. Bereits von außen konnte man die Erschütterungen der schweren Schläge spüren, die entstanden, wenn ein neues Karosserieteil aus den Blechplatten gepresst wurde. Weiter ging es – dem Produktionsprozess folgend – zum Roboterpark des Rohkarosseriebaus und schließlich zur Fertig- und Endmontage. Dort erlebten die Schülerinnen und Schüler aus nächster Nähe die sogenannte "Hochzeit" eines neuen Opel Insignias mit: Am Montageband wurden Karosserie, Motor und Fahrwerk maschinell mit höchster Präzision vereinigt und verschraubt.

Die Exkursion ermöglichte es den Teilnehmern, die Automatisierungs- und Digitalisierungsprozesse unmittelbar zu beobachten, die zu Beginn des Schulhalbjahres im Vortrag "Industrie 4.0" dargestellt worden waren.

Tatort-Komponist Frank Heckel am Taunusgymnasium

Der Frankfurter Komponist Frank Heckel besuchte im Rahmen des Enrichment-Programms am 13. Mai 2016 das Taunusgymnasium. Heckel hat für den Kölner Jubiläums-Tatort "Freddy tanzt" (2015) das Orchesterstück "Tango Colonuevo" komponiert. An diesem Beispiel veranschaulichte er in einem spannenden Vortrag Schritt für Schritt den Weg von einer ersten musikalischen Idee hin zu einer kompletten Orchesterpartitur. Die vielen Musikbeispiele, zahlreiche Fotos vom Drehtag sowie witzige Anekdoten ließen die Schülerinnen und Schüler hautnah die Arbeitsweise eines Komponisten nachvollziehen.

 

Im Anschluss hatten die rund 20 Schülerinnen und Schüler im Computerraum selbst die Gelegenheit, erste Versuche mit einem Notensatzprogramm zu unternehmen. Unter der fachkundigen Anleitung von Frank Heckel harmonisierten sie dabei die ersten Takte von Richard Wagners Melodie »Dem Wirte Kraft«.

Festkonzert zum 100-jährigen Bestehen des Taunusgymnasiums

Ein Jubiläum, zumal das des einhundertjährigen Bestehens, ist vielleicht der richtige Augenblick, um den Blick noch einmal zurückzuwenden. Die gesamte Zeitspanne von hundert Jahren aus eigener Erfahrung in den Blick zu nehmen, wird dem heutigen Kollegium des Taunusgymnasiums wohl nicht gelingen, doch reichen für die Musik, der am Taunusgymnasium traditionell eine wichtige Rolle zukommt, schon etwa 10 Jahre aus, um die damaligen äußeren Bedingungen mit den heutigen zu vergleichen. Noch vor nicht allzu langer Zeit fanden die traditionellen Schulkonzerte des Taunusgymnasiums im mit seinen 150 Plätzen viel zu gering dimensionierten Theatersaal der Schule statt und mussten, um dem Interesse des Publikums gerecht zu werden, zwei-, wenn nicht dreimal wiederholt werden. Und selbst bei diesen Wiederholungen schien der Raum förmlich aus den Nähten zu platzen. Mittlerweile finden die Schulkonzerte regelmäßig im Haus der Begegnung statt, so dass eine Aufführung ausreicht. Aber sogar dort wurde man beim Festkonzert zum 100-jährigen Jubiläum ob des Besucherstroms von dem Gefühl beschlichen, dass selbst dieser Raum mit seinen etwa 500 Plätzen vielleicht eines Tages zu klein werden könnte.

 

Weit über 200 Mitwirkende waren im Laufe des Abends auf dem Podium aktiv: Die Bläser- und Streichergruppen der 5. und 6. Klassen, das mit seinen über 40 Schülern und Schülerinnen gar nicht so kleine Kleine Orchester, ein Streicher-Kammerensemble, der Chor der 5. Klassen, der Große Chor, ein Jubiläums-Projektchor, das Große Orchester – schon an dieser Aufzählung erkennt man die regen musikalischen Aktivitäten am Taunusgymnasium. Tina Behet, Dieter Küppers, Michael Neubeck, Stefan Weber, Dirk Wingenfeld und Joachim Wormsbächer leiteten die Ensembles und führten an diesem Abend, an dem auch Ehemalige und Schülereltern mitwirkten, gleichsam Regie. Martin Hublow übernahm die Moderation.

 

Egal, ob Fünftklässler oder Abiturient: Die Beiträge zeigten ansehnliches Niveau. Naturgemäß orientierten sich die Arrangements für die Streicher- und Bläsergruppen besonders an dem jeweils erreichten instrumentaltechnischen Leistungsstand, während sich etwa das Große Orchester mit Erfolg auch an anspruchsvolle Originalliteratur wagte, darunter ein Satz aus Tschaikowskys „Schwanensee“-Musik und – mit Mohin Jan Fariod als brillant, auf professionellem Niveau agierendem Klaviersolisten – das Rondo-Finale aus Beethovens erstem Klavierkonzert C-Dur op. 15. Auch das vom Kammerensemble und der Cellosolistin Naemi Hartauer zuvor musizierte Concertino für Violoncello und Streicher des ungarischen Komponisten Mihály Hajdú (1909-1990) mit seinem folkloristisch-vitalen Duktus war eine Originalkomposition.

 

Zu den – musikalisch und technisch oft durchaus anspruchsvollen – Arrangements zählte ein Medley aus der Filmmusik zu „Pirates of the Caribbean“ (Fluch der Karibik) mit ihrem rhythmisch und metrisch überaus komplexen, symphonisch-jazzigen Sound. Von Martin Hublow, der lebendig und mit wohlgesetzten Worten durch das Programm führte, erfuhr man, dass es die Lehrer mit dem Königsteiner Schüler Hans Zimmer, der die Musik zu „Fluch der Karibik“ produzierte, wohl recht schwerhatten: Sehr eigenwillig und verträumt soll er gewesen sein und die Teilnahme am Gesang in der Schulklasse verweigert haben. Zudem sorgte er offenbar schnell dafür, dass sein Klavierlehrer nicht mehr zu ihm ins Haus kam – er wollte sich lieber selbst unterrichten. Wie ein „roter Faden“ zog sich der „Fluch der Karibik“ an diesem Abend durch das Programm – insgesamt drei Ensembles widmeten sich Titeln aus dieser vor Energie geradezu strotzenden, fetzigen Musik. Die Musik zu „Fluch der Karibik“ stammt nur teilweise von Zimmer selbst. Ein Komponist aus Zimmers Firma, Klaus Badelt, hat die Rohfassung geschrieben. Zimmer jedoch hat das Stück produziert und die Musik für ein Hollywood-Orchester arrangiert.

 

Eine schöne Geste: Den Abiturienten, die oft über Jahre in Chor, Orchester oder sogar in beiden Ensembles mitwirkten, überreichten die Musiklehrer als Dankeschön zum Abschied ein Erinnerungsfoto an ihr musikalisches Engagement am Taunusgymnasium. Einer langjährigen Tradition folgend, traten einige von ihnen bei ihrem letzten Schulkonzert in einer Art Faschingskostüm auf. Zudem dankten die Musiklehrer sehr herzlich Frau Christiane Schönherr, die über Jahre im Förderverein der Schule den Bereich Musik betreute und begrüßten ebenso herzlich ihre Amtsnachfolgerin, Frau Brigitta Cladders.

 

Der Abend schloss gleichsam mit einer Beethoven-Apotheose: Nach dem Klavierkonzert kam der krönende Abschluss mit einer bearbeiteten Version des Schlussteils („Ode an die Freude“) der neunten Symphonie von Ludwig van Beethoven, mit dem die Chöre und das Große Orchester einen eindrucksvollen, feierlichen Schlusspunkt markierten. Immer wieder war es der differenzierte und volle Klang der Instrumentalensembles, vor allem aber auch die Spielfreude, die von Zuhörern wahrgenommen und nach dem Konzert hervorgehoben wurde, ebenso die Klangschönheit bei den Darbietungen der Chöre, die sich an diesem Abend überzeugend in großer stilistischer Vielfalt präsentierten.

Der Hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer

Wenn ein Minister eine Schule besucht, ist dies sicher kein alltägliches Ereignis. Svenja Appuhn, Schulsprecherin des Taunusgymnasiums, hatte in ihrer Funktion als Landesschulsprecherin den Kontakt zu Dr. Thomas Schäfer, dem Hessischen Finanzminister, herstellen können und das Treffen organisiert. Somit war Schäfer der erste hessische Minister überhaupt, der das TGK besuchte.

 

Zu der Podiumsrunde hatte der Minister seinen Pressesprecher Ralph-Nicolas Pietzonka mitgebracht, der gleichsam Moderationsaufgaben übernahm. Die zu der Veranstaltung im Theatersaal der Schule geladenen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe hatten Gelegenheit, sich an der auf dem Podium angestoßenen Diskussion über die aktuelle Europa- und Flüchtlingspolitik zu beteiligen. Schwerpunkte waren die Flüchtlingsthematik und die starken Zugewinne der AfD oder auch das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA, wobei die Schülerinnen und Schüler auch vor unbequemen Fragen nicht zurückschreckten. In ihrer Rolle als führende Diskutantin agierte Svenja Appuhn souverän.

 

Das FIAS am TGK: Komplexe Netzwerke

Traditionell im Frühjahr konnten unsere Oberstufenschülerinnen und -schüler, diesmal aus den Leistungskursen Informatik und Physik von Frau Held, Herr Langner und Herr Epple der Jahrgangsstufen E2 und Q2, einen Vortrag von Herrn Dr. Mirko Schäfer vom FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies) besuchen. In dem aufgrund der Vielzahl an teilnehmenden Schülern zweimal gehaltenen Vortrag lieferte Dr. Schäfer Einblicke in sein wissenschaftliches Arbeiten rund um die Beschreibung von "Komplexen Netzwerken". Die verschiedenen Einblicke Schäfers anhand vielschichtiger Beispiele von Netzwerken - z.B. soziale Netzwerke, Stromnetze, U-Bahn-Netze, Finanzmärkte und Ausbreitung von Krankheitserregern durch Flugverbindungsnetze - ließen die Schüler gebannt zuhören und staunen, welche Bedeutung ein cleveres Modellieren von mathematischen Knoten, Kanten und Clustern in entsprechenden Anwendungsbezügen erhalten kann. Dr. Schäfer gelang es hierbei wieder einmal im zweimal gut gefüllten Hörsaal, seine jungen Zuhörer 90 Minuten lang zu beeindrucken und mitzunehmen in eine Welt von zukunftsprägenden Themenfeldern.

Das Taunusgymnasium Königstein und insbesondere die MINT-Koordination des TGK bedankt sich bei Herrn Dr. Schäfer, dem Referenten unseres Kooperationspartner FIAS für die vielen erhellenden Momente rund um die komplexen Netzwerke - wie auch in den letzten Jahren haben die beeindruckenden Informationen noch mehr neue Fragestellungen aufgeworfen, die die Schüler angeregt diskutierend zusammen mit einer Teilnahme-Zertifizierung durch das FIAS mitnehmen.

Wir freuen uns auf eine Fortsetzung dieser außergewöhnlichen Vortragsreihen des FIAS am TGK.

Patrick Epple (Koordination MINT am Taunusgymnasium)

Abgeordnetenbesuch am Taunusgymnasium

Die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe konnten sich glücklich schätzen, eine Bundestagsabgeordnete der Grünen am Donnerstag, den 21. April am Taunusgymnasium begrüßen zu dürfen.

Die Abgeordnete Frau Schulz-Asche wurde von Herrn Degenhardt zu einem Interview eingeladen, welches von Luis Akinci und Marlene Winkler geführt wurde.

Das Interview begann nach einer kurzen Einführung mit einigen Fragen über den Fraktionszwang und die Arbeit im Bundestag. Danach wurde mit der Abgeordneten über die Medien und deren Einfluss auf Politiker und deren Arbeit und Wirken gesprochen. Da es den Schülern, die die Interviewfragen konzipiert hatten sehr wichtig war, auch auf aktuelle Politik und Konflikte einzugehen, wurden letztlich natürlich auch Themen wie die Flüchtlingskrise und der Böhmermann-Erdogan-Konflikt angesprochen.

Nachdem die interviewenden Schüler ihre Fragen gestellt hatten, durften auch alle anderen anwesenden Neuntklässler aus dem Publikum Fragen an Frau Schulz-Asche richten. Diese waren sehr vielfältig. So wurden einerseits private Fragen gestellt, als auch auf der anderen Seite politische, die sowohl kritisch waren, als auch Wissbegierde zeigten. Die Schüler erkundigten sich über die Karrierelaufbahn der Abgeordneten, ihren Afrikaaufenthalt und gingen gezielt auf vorher gegebene Antworten ein. Frau Schulz-Asche beantwortete Fragen jeder Art stets souverän und genau, was von vielen Schülern bewundert wurde.

Am Ende der Doppelstunde verließen die Schülerinnen und Schüler, genau wie ihre Lehrer, nach einem lehrreichen und interessanten Interview den Theaterraum.

Marlene Winkler

Linus Dittmer wird für herausragende Leistungen im Fach Mathematik in Wiesbaden geehrt!

Linus Dittmer aus der Klasse 8a überzeugt mit Spitzenleistung beim diesjährigen Mathematikwettbewerb. Am Dienstag, den 03.05.2016, wurde er hierfür in Wiesbaden geehrt. Herzlichen Glückwunsch!

20 Jahre Engagement für die Schulbibliothek

In diesem Jahr gilt es, eine Mitwirkende unserer Schulbibliothek zu würdigen, Frau Hohnloser, die seit 20 Jahren die Bibliothek tatkräftig unterstützt, und dies auch, nachdem ihre drei Kinder schon lange nicht mehr Schüler unserer Schule sind. Ein solches außerordentliches Engagement ist sehr beachtlich und verdient die Anerkennung und den Dank der gesamten Schulgemeinde. Gleichzeitig könnte es aber auch ein gutes Beispiel und Motivation für weitere Einsätze von Eltern in unserer Schule sein - darüber würden wir uns sehr freuen!

Takashi Lakebrink gewinnt 2. Preis bei Schülerwettbewerb zur deutschen Einheit

Takashi Lakebrink, Klasse 7c, hat beim Schülerwettbewerb der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung (HLZ) zum Thema „ 25 Jahre deutsche Einheit“ in der Altersstufe I den zweiten Preis gewonnen. Auf über 20 computerschriftlichen Seiten hat Takashi Aufgaben zu Themen rund um das wiedervereinigte Deutschland mit großer Sachkenntnis und viel Engagement bearbeitet. So stellt er kenntnisreich die Architektur des neuen Reichstages vor, informiert über das ehemalige Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen oder berichtet über seine eigenen kulinarischen Erfahrungen mit der ostdeutschen Küche.

Für seine besondere Leistung wurde er hierfür am 13. April im Hessischen Landtag von Landtagspräsident Norbert Kartmann sowie vom Direktor der HLZ, Dr. Bernd Heidenreich, gewürdigt.

Wir gratulieren ganz herzlich zu dem tollen Erfolg!

 

Sportbegeisterte Physiker?

Sportbegeisterte Physiker? – Ein Widerspruch zum klassischen Stereotyp eines im Labor hockenden Physikers, der Sonnenlicht und Sport scheut, und doch ist es wahr. Im Schülerlabor der Johann Wolfgang Goethe - Universität auf dem Riedberg konnte sich der Leistungskurs Physik unter Leitung von Frau Held ein Bild davon machen.

Biomechanik lautet hierbei das Schlüsselwort, denn eben diese Fachrichtung der Mechanik setzt sich damit auseinander, wie Mensch und Tier ihre körpereigene Mechanik nutzen, um etwas so Einfaches wie einen Sprung zu vollführen oder es sogar zur Perfektion zu betreiben. Für Sportler ist es unerlässlich, herauszufinden, wie sie das Beste aus ihrem Körper herausholen, und an genau dieser Stelle wird auch die Physik zum Pflichtfach, um zum Beispiel der schonendste Laufstil für den Marathonläufer, das punktgenaue Timing für Hammerwerfer oder die perfekte Absprungtechnik eines Weitspringers herauszufinden. So lassen sich die besten Leistungen im Sport erreichen, alles dank der Physik.

Für dieses Mal musste der Leistungskurs aber noch nicht einen neuen Weltrekord im 100-Meter-Lauf aufstellen, sondern durfte es vorerst dabei belassen, sich mit der Mechanik des Joggens und eines Sprunges aus der Hocke vertraut zu machen. Was sich plump anhört und für jeden Menschen eine seiner einfachsten Übungen sein sollte, entwickelt bei näherem Hinsehen eine Komplexität, die man nie erwartet hätte. So ermittelte man beispielsweise durch Videoanalyse nicht nur die Position, sondern auch die Geschwindigkeit und Beschleunigung einzelner Körperteile oder mittels Kraftmessplatten die Kraftausübung des Körpers auf den Boden. So lassen sich einfache Bewegungsabläufe komplex verstehen. Was widersinnig erscheint, ist Grundlage dafür, die optimalen Bedingungen eines Sprunges oder jeglicher anderen sportlichen Aktivität, die vom Körper ausgeführt wird, auf die Schliche zu kommen und zu erreichen.

Inwieweit die Olympioniken der diesjährigen olympischen Spiele in Rio de Janeiro sich mit Physikern besprochen haben, werden wir erst noch sehen. Dass ein Physiker Gold holen wird, bleibt unwahrscheinlich, schließlich liegen zwischen Theorie und Praxis immer noch Welten. Aber eines ist sicher: Es zeigt, dass man sich seine Neugier für jedes Fach bewahren sollte; wer weiß wann man es gebrauchen könnte.

Jonas Wahl (Vorleistungskurs Physik E - Phase)

Schüleraustausch TGK - Collège Jules Verne

„Vive l’amitié franco-allemande – es lebe die deutsch-französische Freundschaft“ – Austauschgruppe aus Villebon zu Gast am Taunusgymnasium Königstein

Wie bereits seit vielen Jahren besuchte eine Gruppe von französischen Schülerinnen und Schülern aus Villebon-sur-Yvette, der Partnergemeinde von Liederbach, das Taunusgymnasium in Königstein. Vom 16. - 22. März 2016 weilten die Jugendlichen, begleitet von ihren Lehrerinnen Madame Longeard, Madame Moebs und Mme Abadi, im Vordertaunus.Vorbereitet wurde der Besuch von den beiden Französischlehrerinnen des Taunusgymnasiums Kordula Dorothee Rapp und Sibylle Menz, die sich beide, neben zahlreichen weiteren Lehrkräften, schon seit längerem in diesem Bereich der deutsch-französischen Begegnungen engagieren. Nach einem herzlichen Empfang in der Schule, kulinarisch bereichert durch die Eltern und das WOB in der liebevoll dekorierten Caféteria, lernten die Schüler ihre deutsche Partnerschule kennen, besuchten den Unterricht und wurden anschließend mit einem kleinen Imbiss sehr herzlich von Frau Bürgermeisterin Söllner und Herrn Ficke vom Freundeskreis Europäische Partnerschaften im Liederbacher Rathaus empfangen. Frau Söllner betonte die große Bedeutung derartiger internationaler Kontakte und hofft auf weitere gemeinsame Aktivitäten, besonders zwischen den Jugendlichen unserer benachbarten Länder. Am Nachmittag konnten die Kinder Einblick in die Geschichte und Entwicklung der Kommunikation im Frankfurter Kommunikationsmuseum bekommen.

Bei einem gemeinsam mit den deutschen Austauschpartnern durchgeführten Ausflug nach Speyer, hatten die Schüler sehr viel Spaß, besonders im Technikmuseum, wo das Highlight eine Rutsche aus einem Flugzeug heraus war. Für das Wochenende hatten sich die deutschen Gastfamilien ein tolles Programm mit vielfältigen Aktivitäten überlegt. Ein Besuch des Hessischen Rundfunks begeisterte die Franzosen ebenso wie eine Stadtführung in Frankfurt. Vielleicht hat ja der eine oder andere seine Liebe zu hessischen Spezialitäten wie Handkäs‘ mit Musik oder Grüne Sauce entdeckt. Wie immer verging die Zeit wie im Flug und nach dem tränenreichen Abschied freuen sich schon jetzt alle Beteiligten auf den Gegenbesuch im Mai in Villebon sur Yvette.

100 Jahre Taunusgymnasium – der Festakt begann mit dem 8. Kulturinarischen Abend

Mit der festlichen Enthüllung der neuen Türschilder begann der Festakt zur 100 Jahrfeier des Taunusgymnasiums. Die Schule wählte für den Beginn der Geburtstagsfeier den würdevollen Rahmen des kulturinarischen Abends aus. Längst ist er wahrscheinlich in ganz Königstein bekannt, denn seit acht Jahren ziehen die vielseitigen kulturellen Beiträge von Schülerinnen und Schülern des Taunusgymnasiums ihre Zuschauer in den Bann. Auch dieses Jahr war es ein breites Spektrum unterschiedlichster Darbietungen, das zusammengestellt und moderiert von Frau Christine Antony das Publikum knapp zwei Stunden lang begeisterte.
Die TGK-Big Band unter der neuen Leitung von Philip Kriegeskotte, der selbst ein Trompetensolo spielte, eröffnete den Abend mit den Titeln  „James Bond-Theme“ und „Feeling good“. Den musikalischen Schwerpunkt der Schule konnte man an den qualitativ hochwertigen Programmpunkten des Abends erkennen. Beispielsweise erlebte man mit dem neuen Schüler Vasja Hafner aus der Klasse 8c und seinem Partner Andrew Laubstein am Klavier ein schönes Stück von Marco Bordogni. Auch Linus Dittmer am Klavier und Laura van den Brink an der Violine beeindruckten das Publikum mit einem frei gespielten Thema aus dem „Phantom der Oper“.
Einen sehr unterhaltsamen Beitrag zeigten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5f mit ihrer witzig-charmanten Szene „Le contrôle de maths“, in der ein Mädchen durch geschicktes Kranksein versucht einen Mathetest zu umgehen. In diesem von Frau Annette Reimann und ihrer Klasse einstudierten Theaterstück bemerkte man keine Unsicherheit des ersten Lernjahres der französischen Sprache. Im Gegenteil, die Schülerinnen und Schüler überzeugten mit viel Humor und Charme.
Bemerkenswert war, dass viele Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs Q4 an dem kulturinarischen Abend auftraten, obwohl das Abitur in nur wenigen Tagen beginnt. Hier erwähnen sollte man Jani Laakso, der zu Beginn schon mit der Bigband begeisterte. Er spielte des Weiteren auf der Trompete das klassische Stück „Prelude et Ballade“ und wurde von dem stellvertretenden Schulleiter Dirk Wingenfeld am Klavier begleitet. Herausragend war auch Nora Klein, die mit ihrer eindrucksvollen Stimme in dem Lied „If I ain´t got you“ das Publikum berührte. Das Geburtstagskind Julia Menigat sang begleitet von Yanik Koster am Klavier das sehr ergreifende Lied von Christina Aguilera „Say something“ und faszinierte auch durch ihre passende Performance.
Einen Eindruck eines abwechslungsreichen Schulalltags zeigten Schülerinnen und Schüler des Deutsch LKs der Q4 zu dem Thema Faust 1. Sie verfilmten sehr amüsant die Kampfszene zwischen Faust und Valentin und unterstellten den Protagonisten Erfahrung in der Ninjakampfkunst und dem Laserschwertkampf .
Beeindruckend war die Tanzdarbietung von Shawn Gallmon aus der Klasse 7b, der anfangs mit sechs Klassenkameradinnen einen effektvollen Tanz aufführte, mit dem sie schon auf der Skifreizeit den ersten Preis des bunten Abends gewannen. Doch auch mit seinem Modern Dance Solo faszinierte Shawn mit ausdrucksstarken Bewegungen. Mit Rahel Franiczek aus der Klasse 5f erlebte man eine atemberaubende und von verblüffender Leichtigkeit getragene Präsentation der rhythmischen Sportgymnastik.
Einen melancholischen Stellenwert besaß die Verabschiedung von Mohin Jan Fariod, dem preisgekrönten Pianisten des Taunusgymnasiums, der kurz vor seinem Abitur steht. Im Hintergrund mit einem Foto von ihm als Fünftklässler bei seinem ersten Auftritt auf dem kulturinarischen Abend und einem Foto von heute spielte Mohin Jan mit „Scherzo Nr. 3 cic moll“ von Chopin sein wahrscheinlich letztes Stück als Schüler des Taunusgymnasiums. Gerne wollen wir ihn in den kommenden Jahren als Ehrengast an dem Taunusgymnasium begrüßen. Linus Reul aus der Klasse 5f bekam von Mohin Jan Fariod bildlich das Staffelholz für einen neuen herausragenden Pianisten der Schule übergeben. Linus stellte sich mit dem Stück „Opus 1 Etüde d-moll“ seinem neuen Publikum vor.
Mit dem sehr beeindruckenden Projektchor unter der Leitung von Frau Tina Müller-Behet, in dem Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam „What a friend“ und „A great new day“ sangen, endete der kulturelle Teil des Abends. Danach wechselte ein begeistertet Publikum zum kulinarischen Teil der Veranstaltung in die festlich hergerichtete Cafeteria, in der ehrenamtliche Eltern des „WOBs“ die Bewirtung von hessischen Köstlichkeiten übernahmen. In diesem Rahmen wurde auch die große Geburtstagstorte zur 100 Jahrfeier des Taunusgymnasiums von Dirk Wingenfeld und Christine Antony angeschnitten und verteilt.

„Jugend debattiert 2016“ – Jonas Wahl gewinnt den Regionalentscheid

Der Regionalentscheid des Wettbewerbes „Jugend debattiert 2016“ der Regionen Main-Taunus-Kreis und Hochtaunuskreis wurde am 26. Februar 2016 am Taunusgymnasium ausgetragen. Es nahmen Schülerinnen und Schüler der Eichendorfschule, des Bischof-Neumann-Gymnasiums, der St. Angela Schule und des Taunusgymnasiums teil. In der Altersgruppe der Mittelstufe ging für uns Niklas Kuchenbrand und Jenny Wolny in die Debatte. In einer von allen Teilnehmern qualitativ sehr hochwertig geführten Debatte zu der Frage: „Soll ein Mindestgewicht für Models festgelegt werden?“ erreichte Jenny Wolny den dritten Platz. Niklas Kuchenbrand wurde von der Jury auf den vierten Platz gesetzt. Wir gratulieren ganz herzlich.

Parallel dazu fand der Wettbewerb der Oberstufe statt. In einer sehr anspruchsvoll und spannend geführten Debatte zu der Frage: „Soll bei Kommunal- und Landtagswahlen die Stimmabgabe auch in den Einkaufzentren und Supermärkten ermöglicht werden?“ glänzte Jonas Wahl mit überzeugenden Argumenten und gelegentlich provokanten Redebeiträgen. Er war argumentativ nicht in die Bredouille zu bringen. Durch seine überdurchschnittlichen Fähigkeiten im Argumentieren, Debattieren und Diskutieren gewann Jonas seinen Wettbewerb und wurde somit Regionalsieger. Mit seinem Sieg hat er sich für das Landesfinale qualifiziert. Wir gratulieren zu diesem Erfolg und drücken die Daumen für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs.

Niklas Kuchenbrandt und Jonas Wahl siegen bei "Jugend debattiert"

Niklas Kuchenbrandt und Jonas Wahl haben den diesjährigen Schulwettbewerb von "Jugend debattiert" gewonnen. Niklas aus der Klasse 9a überzeugte die dreiköpfige Jury in der Altersgruppe 1 am meisten. In der Finaldebatte zum Thema "Soll die Helmpflicht für Radfahrer eingeführt werden?" setzte  er sich im voll besetzten Theatersaal gegen Jenny Wolny (2. Platz), Benedikt Schiermeyer (3. Platz) und Laurenz Seibert (4. Platz) durch. In der Altersstufe II (Oberstufe) siegte Jonas Wahl vor Louise Funda, Maximilian Schulz und Jan Froß. Alle vier lieferten sich eine lebhafte und spannende Debatte zur Frage, ob Bewerbungsverfahren für Ausbildungsplätze bis zur Einladung zu einem Vorstellungsgespräch anonymisiert durchgeführt werden sollen. Niklas, Jenny und Jonas vertreten nun das Taunusgymnasium auf Regionalebene.

Wir gratulieren herzlich und drücken fest die Daumen!

V. l. n.r.: Niklas Kuchenbrandt, Jenny Wolny, Jonas Wahl, Louise Funda

Erster Platz für Q4 Kunst-LK von Diane Pianka bei artlantis (Kunst aus Schulen)

Erster Platz für Q4 Kunst-LK von Diane Pianka bei artlantis (Kunst aus Schulen) in der Ausstellung "stadt_haus_mensch". Bei insgesamt 13 Teilnehmern waren die neun Arbeiten des jetzigen Q4 Kunst-LKs überzeugend. Begründet wurde der erste Platz damit, dass die Arbeiten äußerst kreativ aufzeigen, worum es gestalterisch in der Architektur geht. Zudem überzeugten die Modelle durch eine qualitativ so hervorragende Ausarbeitung, dass sie "ohne Probleme mit Arbeiten von Architekturstudenten mithalten können", laut Dr. Winkelmann vom Deutschen Architekturmuseum. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten unter der nicht einfachen Aufgabenstellung "Wenig Raum, viel Individualität - Minimalhäuser", ein Wohnhaus auf kleinstem Baugrundstück. Diverse weitere Einschränkungen und Wünsche der zukünftigen imaginären Besitzer bedurften einer intensiven Auseinandersetzung mit Grundrissgestaltung und Fassadengliederung und sorgten für individuelle und gleichzeitig realistische Lösungen, die sich zeigen lassen konnten. Neben dem Lerneffekt also insgesamt ein voller Erfolg - auch trotz vielfältiger Konkurrenz.

Exkursion des Vorleistungskurses PoWi in der E2 zur "Zukunftstour 2015/2016" nach Frankfurt a.M.

Passen Ökonomie und Ökologie zusammen? Diese Frage stellen sich nicht nur Lehrer und Schüler in der E-Phase im Fach PoWi, weil es im Lehrplan verankert ist. Auch das Land Hessen, hessische Unternehmer und gesellschaftliche Akteure versuchen, wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz zu vereinbaren. Daher fand am 12.02.2016 die “Zukunftstour” in Frankfurt (in der KfW-Bank) statt, welche vom PoWi Vorleistungskurs von Herrn Degenhardt die  besucht wurde.
Zu Beginn der Veranstaltung wurden in einer Ausstellung verschiede Projekte zum Thema vorgestellt. Mit einzelnen Ständen wurden auf Klimawandel, Hungersnöte, Flucht, erneuerbare Energien oder Recycling aufmerksam gemacht. Es waren nicht nur viele hessische Unternehmen, sondern auch internationale Organisationen, wie Brot für die Welt oder Penda Kenia e.V. vertreten. Es wurde nicht nur auf Umweltverschmutzung oder soziale Missstände hingewiesen, sondern auch gezeigt, wie man umweltbewusster und nachhaltiger leben kann.
Danach besuchte der Kurs den Workshop „Fast Fashion-Wer bezahlt den Preis für unsere Kleidung?“. Im Workshop ging es vor allem um den fortschreitenden Prozess weltweiter Arbeitsteilung auf die Lebensbedingungen in Bangladesch. In einer Diskussion wurden die Positionen der Arbeiter, der Unternehmer und der Verbraucher erarbeitet. Es wurde zudem auf Möglichkeiten und Alternativen verwiesen, um die Arbeits- und Lebensbedingungen in der Textilindustrie zu verbessern.
Im Anschluss gab es eine Diskussion zu dem Thema „Lebensqualität auf Kosten anderer: Hat unser Glück Grenzen?“ mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller und einigen Wirtschaftsvertretern. Es wurde darüber diskutiert, wie die Politik, die Unternehmer, aber auch die Verbraucher für mehr Nachhaltigkeit auf der ganzen Welt verantwortlich sind  und was sie dafür tun können. Zum Schluss wurde die hessische Zielvereinbarung zur nachhaltigen Beschaffung vorgestellt und von etlichen in Hessen ansässigen Unternehmen unterschrieben.
Ein persönliches Highlight waren die Glückwünsche, die der hessische Ministerpräsident unserem Geburtstagskind, Herrn Degenhardt, dank des Einsatzes unserer Schülerin Linda Bind überbrachte.
Eine rundum gelungene Exkursion! 

Kunst aus Schulen des Hochtaunuskreises

Stadt Haus Mensch

Zur Einladung!

Vision oder schon Wirklichkeit? - Ein Vortrag zur „Industrie 4.0“

Smartphone, Tablet, Kaffeemaschine, Kühlschrank…. Wir sind es gewohnt, dass alles funktioniert. Aber wie ist es, wenn alle Geräte untereinander kommunizieren? Was passiert, wenn der Kühlschrank für mich im Internet bestellt, wenn der Joghurt leer ist? Eine Vision – oder schon Wirklichkeit?
Im Rahmen des Enrichment-Programms begeisterte Dr. Michael Kruppa vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) am 04.02.2016 dreiundzwanzig Schülerinnen und Schüler des Taunusgymnasiums. Der faszinierende Vortrag befasste sich mit der rasanten Computerentwicklung von den frühen 80er Jahren bis hin zu der nahen Zukunft, in der die „Industruie 4.0“ eine wichtige Rolle spielen soll. Die „Industrie 4.0“ ist ein Konzept, das auf Digitalisierung und Vernetzung basiert. Hierbei soll die Kommunikation sowohl vertikal, d.h. zwischen den Geräten und Maschinen einer Firma, als auch horizontal, d.h. zwischen verschiedenen Firmen, geschehen. Ansatzweise ist diese Idee schon in verschiedenen Firmen zu finden, in denen einzelnen Maschinen erkennen, dass eine weitere nicht mehr voll funktionstüchtig ist, und sie daher ihre Aufgabe mit übernehmen. Visionär könnte jetzt eine weitere Maschine diesen Fehler erkennen und einen Kundenservice damit beauftragen, die defekte Maschine zu reparieren – selbstverständlich nachdem sie verschiedene Kostenvoranschläge miteinander verglichen hat.
Dr. Kruppa gelang es seine jungen Zuhörer 90 Minuten lang zu faszinieren und mit einem Experiment den Schülern die Vernetzung unserer elektronischen Geräte veranschaulichen. Diese wurde seitens der Schüler beispielsweise in der Idee eines selbstständig fliegenden Flugzeugs, eines automatischen Kinderwagens und eines Wellness-3D-Fernsehers verdeutlicht. Ob diese Ideen in der Zukunft verwirklicht werden können? Seien wir gespannt.
In jedem Fall geht ein großes Dankeschön an Herrn Ingo Köhler und Herrn Georg Blum für die Organisation des spannenden Vortrags.

Einhundert Jahre Taunusgymnasium – Die Theater-AG präsentiert James Saunders „Irre Alte Welt“

Irre alte Welt oder: eine Komödie nach James Saunders` „The Island“ aus dem Jahre 1975 im Taunusgymnasium am 14.Januar 2016 in Königstein

In der Komödie „Irre alte Welt“ geht es um fünf junge Frauen, die ihr Leben auf einer Insel verbringen, nachdem ihre Mutter, die sie dort hinbrachte, verstorben ist. Die Zeit, zu der das Stück spielt, ist vor allem durch eine Tatsache geprägt: Es gibt nämlich fast keine Männer mehr, da diese, von den Männerkriegen erschöpft, zuhause von ihren Frauen aufgrund ihrer Brutalität und Stumpfsinnigkeit umgebracht wurden. Skurril hierbei ist, dass die Frauen sogar ohne Beihilfe der Männer Kinder bekommen können. So ergibt sich für die fünf Frauen auf der Insel eine großartige Lebenssituation, weil es ihnen nicht an Nahrung, Wasser oder an anderen lebensnotwendigen Dingen mangelt. Allerdings wird diese Idylle schon anfangs von Hauptdarstellerin Franziska Duhme (Caroline) in Frage gestellt, indem sie beschreibt, dass es ihr an etwas fehle. Wie sich schon bald herausstellt, sind zwei Männer auf der Insel gestrandet, weshalb die heile Welt der Frau aus den Fugen gerät.
Die Theater-AG des Taunusgymnasiums unter der Leitung von Frau Susanne Nowka und Wolfram Holdt setzt den Klassiker Saunders` gekonnt und humoristisch um. Während die Frauen eine Katastrophe verhindern wollen und sogar Pläne schmieden, die ungebetenen Gäste loszuwerden, buhlen einige gleichzeitig um deren Gunst, wie Lorna (gespielt von Marlene Winkler) oder hinterfragen ihre Denkweise über das männliche Geschlecht, wie Caroline. Die Handlung nimmt Fahrt auf, als die beiden Männer David (gespielt von Niklas Kuchenbrandt) und Tony (gespielt von Peter Hallinger) auf der Insel erwachen, nachdem sie Schiffbruch erlitten haben. Anfangs spricht Tony im Monolog über die rudimentären Gefühle gegenüber seiner Mutter, die er bereits im Kleinkindalter verloren hat und gebraucht dabei oftmals die Worte: „Eine irre alte Welt“. Im Gegensatz zu seinem Bruder Tony wirkt David dominant und wesentlich klüger. Er wird von seinem jüngeren Bruder in den Wahnsinn getrieben, was nicht zuletzt an dessen ständiger Bemerkung liegt, dass er aufs Klo müsse. Zunächst beschließen die beiden Brüder sich auf die Suche nach Zivilisation zu machen, was darin gipfelt, dass sie zwei der fünf Schwestern, Sheila (gespielt von Selin Dahm) und Lorna, als Geiseln nehmen. Die Brüder nehmen diese mit in den Wald.
Die verbliebenen Frauen, Jo (gespielt von Franziska Neubauer), Helena (gespielt von Sheila Stipnieks) und Caroline, finden zunehmend Gefallen am männlichen Geschlecht, auch wenn sie es, zumindest teilweise, abstreiten. Caroline verliebt sich unterdessen mehr und mehr in Tony und wirft nach dem Blumenpflücken symbolisch eine weiße Blume auf die Erde, womit angedeutet wird, dass sie im weiteren Verlauf des Stücks ihre Unschuld verlieren wird. Dies erfolgt sehr rasch, nachdem sie auf die beiden Brüder trifft, denen eine Geisel, Sheila, zuvor entfliehen konnte. Symbolisch angedeutet wird diese sexuelle Handlung zwischen Tony und Caroline sowie zwischen David und Lorna durch das Überreichen einer roten Rose seitens Caroline.
Erschöpft von dieser Handlung bemerken die Brüder nicht, dass Caroline und Lorna entfliehen. Zum Ende des Stücks wird klar, dass sowohl die Frauen als auch die Männer nicht ohne einander auszukommen scheinen und sich die Männer dem offenbar stärkeren Geschlecht der Frau ausliefern, um sie vermeintlich von innen zu infiltrieren. Es lässt sich jedoch leicht erkennen, dass dies nicht der einzige Grund zu sein scheint, aus dem sich die Männer ihnen hingeben wollen.
Insgesamt lässt sich sagen, dass sowohl die Regie unter Susanne Nowka und Wolfram Holdt, als auch die schauspielerischen Leistungen von Selin Dahm, Franziska Duhme, Franziska Neubauer, Sheila Stipnieks, Marlene Winkler, Peter Hallinger und Niklas Kuchenbrandt über alle Maße zu loben sind. Vor allem der Druck vor dem Publikum zu schauspielern, konnte man den Darstellern nicht anmerken. Schließlich gilt auch der Technik unter Esrom Berhane, Clemens Block, Benedikt Hock und Timo Strassburger der Dank des Publikums, da die Aufführung ohne sie nicht möglich gewesen wäre. Die gesamte Aufführung war ein voller Erfolg und wahrlich ein besonderer Auftakt zum 100-jährigen Jubiläum des Taunusgymnasiums.

Eine Rezension von Leon Schönherr

Neue Landesschulsprecherin: Svenja Appuhn

Unsere neue Landesschulsprecherin: Svenja Appuhn

Am vergangenen Wochenende traten mehr als 60 Schülervertreterinnen und
Schülervertreter aus rund 22 Kreisen und Städten Hessens in Wetzlar zum Landesschülerrat, der aus Delegierten der hessischen Kreis- und Stadtschülerräten bestehenden beschlussfassenden Versammlung in der Schülerselbstverwaltung des Landes, zusammen. Hauptaufgabe der ersten von insgesamt drei Tagungen des Gremiums in diesem Schuljahr war die Wahl eines neuen Landesvorstandes um das Amt des Hessischen Landesschulsprechers.

Die Kronbergerin Svenja Appuhn, bereits seit Mai Vize-Vorsitzende, wurde dabei in ihrem bisherigen Engagement mit deutlicher Mehrheit bestätigt. An die Seite Appuhns wurden Lukas Schneider aus Frankfurt und Erik Thiel aus Taunusstein zu stellvertretenden Landesschulsprechern gewählt.

Weiterhin gehören dem Landesvorstand an: Selina Sanbakli, Fabian Pflume, Hannah Kriebel, Fisnik Avdija, Hubert Garrish, Naomi Sommer und Michael Ackermann. Die Vernetzung mit anderen Landesschülervertretungen und die Bundeskoordination übernehmen fortan Mirjam Kobold, André Ponzi und Lisa Tewolde.

Die neu gewählte Landesschulsprecherin Appuhn sagte am Rande der Tagung, dass es ihr ein besonderes Anliegen sei, Schülervertretungen an Schulen, die häufig unter organisatorischen Schwierigkeiten sowie einem schlechte Ansehen bei ihren Schulleitungen litten, durch ein umfassendes Fortbildungsprogramm in ihrer Arbeit zu unterstützen. Des weiteren, so betonte sie, müssten Mitbestimmungsrechte von Schülerinnen und Schülern aber auch ausgebaut werden und zentrales Unterrichtsprinzip werden. Dies sei einer ihrer zentralen Punkte, wenn es 2016 in der Schulgesetznovelle darum gehe, möglichst viele Verbesserungsvorschläge seitens der Schülerschaft in das Schulgesetz einfließen zu lassen. Hierbei verwies sie auch auf Ansätze aus dem Bildungsgipfel, in dem sich die LSV intensiv eingebracht hatte, die es nun in das Gesetz umzusetzen gelte. Dabei sei ihr Ziel stets, durch konstruktiven Dialog mit den parlamentarischen Fraktionen und Verbänden für mehr Chancengleichheit im Bildungssystem zu sorgen.

Traditionelles Konzert der Schulen des Hochtaunuskreises in der Bad Homburger Erlöserkirche

Einen auch von der Presse begeistert gewürdigten, glänzenden Auftritt hatte das Große Orchester des Taunusgymnasiums unter der Leitung von Michael Neubeck beim traditionellen Konzert der Schulen des Hochtaunuskreises in der Bad Homburger Erlöserkirche. Mit dem Solisten Mohin Jan Fariod erlebte man eine brillante Wiedergabe des groß angelegten ersten Satzes von Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur. Namentlich mit seiner weit ausholenden, vor Virtuosität nur so sprühenden Kadenz hielt der junge Pianist das Publikum in Atem, bis sich die Anspannung in lang anhaltendem Applaus entlud.

Tag der offenen Tür am Taunusgymnasium

Man sieht es wegen der kalten Jahreszeit und des damit verbundenen kargen Erscheinungsbildes der Außenanlagen vielleicht nicht auf den ersten Blick: Das gesamte Schulgelände des Taunusgymnasiums einschließlich der Schulhofbereiche wird gerade neu angelegt. Fertiggestellt sind mittlerweile das erweiterte Seiten-Entrée und die nach dem Auszug der benachbarten Friedrich-Stoltze-Schule entstandenen neuen Unterrichtsräume. Schon vor dem offiziellen Beginn des diesjährigen Tages der offenen Tür sah man eine ganze Reihe interessierter Besucher durchs Schulgebäude schweifen. Wer sich dann nach der Begrüßung durch den Stellvertretenden Schulleiter, Dirk Wingenfeld, erst einmal einen Überblick verschaffen wollte, konnte an einer der von Mitgliedern der Schulleitung veranstalteten Führungen durch das Gebäude teilnehmen. Auch Führungen für interessierte Viertklässler wurden angeboten: Hier brachten sich Schülerinnen und Schüler der E-Phase ein. Allerdings war es für die erwachsenen Gäste mit einem Programmblatt in der Hand auch nicht schwierig, sich individuell zu orientieren und die Orte des jeweiligen Interesses zielgerichtet aufzusuchen.
Das Taunusgymnasium glänzt unter anderem mit seinen Schwerpunkten: dem Schwerpunkt Musik, dem Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Schwerpunkt (das TGK ist MINT-EC-Schule), dem Schwerpunkt Bilingualer Unterricht und schließlich dem Schwerpunkt Talentförderung. Weithin am deutlichsten wahrnehmbar war wohl der Schwerpunkt Musik; er umfasst Streicher- und Bläsergruppen, Chöre und Orchester. Am diesjährigen Tag der offenen Tür war unter anderem das Große Orchester und der Klaviersolist Mohin Jan Fariod in einer öffentlichen Probe mit Ludwig van Beethovens erstem Klavierkonzert in C-Dur zu erleben, dessen erster Satz beim Konzert der Schulen des Hochtaunuskreises in der Bad Homburger Erlöserkirche erklingen wird. Neben fächerübergreifenden Themen und Einrichtungen wie Bibliothek, Schulsanitätsdienst, Pädagogischer Mittagsbetreuung und Patenprojekt fanden sich fachspezifische Angebote etwa aus dem Bereich Deutsch, den Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Latein, Spanisch), Mathematik, den Naturwissenschaften und Informatik, weiterhin Politik und Wirtschaft, Geographie, Geschichte, Religion und Ethik, Kunst und natürlich Sport. Mit zahlreichen Angeboten wie Beratungsständen, Theaterstücken, Filmprojekten und naturwissenschaftlichen Versuchen erlebten die Besucher anschauliche und lebendige Präsentationen der einzelnen Fächer. Im Elterncafé war für die Bewirtung der erwachsenen Gäste bestens gesorgt, Kinder ab einem Alter von drei Jahren waren in der Kinderbetreuung herzlich willkommen, so dass sich Eltern und ältere Geschwister in aller Ruhe ein detailliertes Bild vom Taunusgymnasium machen konnten.

Sportnews vom Tag der offenen Tür am Taunusgymnasium

Am Tag der offenen Tür belegte die Klasse 5a den ersten Platz im jährlich stattfindenden Fußballturnier der Klassen 5 und gewann damit den vom Förderverein gesponserten Wanderpokal, der das Klassenzimmer für ein Jahr schmücken wird.

Wir gratulieren!

Berufsinformationsabend mit Rotary

Wieder war es eine Fülle von Beratungsangeboten, die an diesem jährlich im November wiederkehrenden Abend zur Verfügung stand: Beim Berufsinformationsabend mit Rotary war das Interesse der Schülerschaft des Taunusgymnasiums wie in den vergangenen Jahren groß. Hier haben Schülerinnen und Schüler ab der Stufe Q3 Gelegenheit, sich beruflich zu orientieren, herauszufinden, welchen Weg sie nach dem Abitur einschlagen wollen. Unter anderem standen Experten aus den Bereichen Architektur, Informationstechnologie, Medizin/Zahnmedizin, Biologie/Pharmazie,
Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, Unternehmensberatung, Vermögensverwaltung/Asset Management, Luftfahrt, Nahrungsmittelindustrie mit den Untersparten Betriebswirtschaftslehre, Lebensmitteltechnologie und -chemie, Marketing, Verkauf und Einkauf bereit, um den Schülerinnen und Schülern eine möglichst klare Vorstellung von den verschiedenen Tätigkeitsfeldern zu vermitteln. Mit dabei waren diesmal auch Vertreter der Verwaltung und des Parlaments der Europäischen Union. Weitere Beratungsmöglichkeiten gab es bei bei Vertretern der Polizei und des Hotelgewerbes, einem Immobilienmakler und einer Organisation, die interessierten Schulabgängern Möglichkeiten für einen internationalen Jugendfreiwilligendienst eröffnet, um nach dem Abitur in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) erst einmal „über den Tellerrand hinaus“ zu schauen. Auch Rotaract, die Jugendorganisation der Rotarier, war an diesem Abend präsent. Lernen, Helfen und Feiern hat man sich hier auf die Fahnen geschrieben. Rotaract hat 194.000 Mitglieder in 178 Ländern weltweit und steht engagierten jungen Leuten zwischen 18 und 30 Jahren offen.

Wenn die Welt kopfsteht

Paula (16) ist sichtlich erleichtert, den simulierten Überschlag gut überstanden zu haben.

19.10.2015  Von KATJA WEINIG

Der Konsum von Alkohol, LSD oder anderen Drogen hat fatale Auswirkungen auf die Wahrnehmung und das Urteilsvermögen. Wie gefährlich es ist, sich unter Drogeneinfluss ans Steuer zu setzen, erfuhren Oberstufenschüler des Taunusgymnasiums bei einem Aktionstag jetzt von Experten.

Wie fühlt es sich an, wenn man 1,2 Promille Alkohol im Blut hat? Was ist zu tun, wenn sich ein Auto überschlagen hat und man kopfüber im Gurt hängt? Welche rechtlichen Folgen hat ein Crash unter Drogeneinfluss für den Unfallfahrer? Dieser und anderen Fragen gingen kurz vor den Herbstferien rund 150 Schüler der Jahrgangsstufe 10 des Taunusgymnasiums nach – selbstverständlich mit Simulationen und ohne echte Drogen.

Zum „Aktionstag Alkohol und andere Drogen im Straßenverkehr“ hatten mehrere Organisationen auf dem Schulhof und im Schulgebäude Stationen eingerichtet, an denen sich die 15- und 16-Jährigen mit den Folgen und Gefahren von Drogenkonsum auseinandersetzen konnten.

Einleitend konfrontierte Polizeihauptkommissarin Michaela Moll die Schüler mit Zahlen und Fakten aus ihrem beruflichen Alltag. So sei die Kombination von Alkohol und Drogen nicht nur besonders gefährlich, „wir erleben das in letzter Zeit leider auch immer häufiger“. Statistisch belegt ist, dass sich jeder vierte Fahrer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren unter Drogeneinfluss ans Steuer setzt. Die jugendlichen Zuhörer dürfen zwar selbst noch kein Auto lenken, „das Thema betrifft euch aber dennoch – sei es als Beifahrer oder als Fahrradfahrer, den vielleicht ein Autofahrer im Rausch zu spät bemerkt.“

Der Aktionstag hat im Lehrplan des Taunusgymnasiums bei der Sucht- und Gewaltprävention seit Jahren einen festen Platz. Organisatorin und Lehrerin Michaele Heyne konnte neben der Polizei wieder Vertreter anderer Organisationen gewinnen, die in ihrem Alltag mit den Folgen von Alkohol- und Drogenkonsum zu tun haben.

Das Taunusgymnasium „leuchtet“ dank der Schulleiterin Frau Stengl-Jörns

Am 09.10.2015 wurde die Schulleiterin des Taunusgymnasiums, Roswitha Stengl-Jörns, feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Die Liste der Ehrengäste bei der Verabschiedung der Oberstudiendirektorin Roswitha Stengl-Jörns, Schulleiterin des Taunusgymnasiums,  war lang, die Liste der Grußworte beinahe ebenso. Dennoch gab es einen Tenor in allen Ansprachen: Schade, dass sie in den Ruhestand geht. Und: Sie war eine Schulleiterin, die die Schule zum Leuchten brachte. Die Feier wurde würdevoll musikalisch umrahmt von Mohin Jan Fariod, Laura van den Brink, Linus Dittmer sowie einem Chor des Lehrerkollegiums.

Den Respekt für ihre idealistische und sehr erfolgreiche Arbeit zeigte sich an der zahlreichen Anzahl von  Reden aus Elternschaft, Kollegium und Schulgemeinde. Der Theatersaal war bis auf den letzten Platz gefüllt - und das obwohl nach der sechsten Stunde schulfrei war. Die Schüler eröffneten die Veranstaltung mit einer tollen Geste – die Vertreterinnen und Vertretern aller Klassen überreichten ihrer Schulleiterin als Anerkennung jeder eine Rose. Die beeindruckende Schlange der gratulierenden Schülerinnen und Schüler reichte bis weit vor die Tür – der riesige Blumenstrauß passte in keine Vase mehr.

Auch ihr Stellvertreter Dirk Wingenfeld brachte seine Bewunderung zum Ausdruck, wie Frau Stengl-Jörns an der Schule mit ihrem pädagogischen Geschick und einem großen Maß an Beharrlichkeit ihr Konzept und ihre Visionen durchsetzte. Er wäre gerne nach seinem Auslandsschuldienst zurückgekommen, um an ihrer Seite viel zu lernen und zu profitieren. Doch leider durchkreuzten die Folgen einer problematischen Operation ihre gemeinesamen Visionen und die Direktorin musste früher als geplant in den Ruhestand gehen.

Freude an ihrem Tun, das hatte Roswitha Stengl-Jörns in den fast 20 Jahren am Taunusgymnasium zwar nicht immer, aber meistens. Das brachte auch Landrat Herr Ulrich Krebs und Schulamtsleiterin Frau Dr. Rosemarie zur Heiden zum Ausdruck und lobten sie für die vertrauensvolle und gewissenhafte Zusammenarbeit und die visionäre Gestaltung der Schule. Mit den Worten „Sie hat Spuren hinterlassen, die noch lange sichtbar sein werden“ sprach Frau Dr. Rosemarie zur Heiden auch die Schwerpunkte der Schule, wie den bilingualen Zweig, den musikalischen Schwerpunkt, die Talentförderung, den MINT- Schwerpunkt und die Durchsetzung des G8/G9-Mischmodels an. Bürgermeister Leonard Helm, selbst beinahe verschämt, dass er sein Abitur leider nicht an dem Taunusgymnasium absolvierte, bestätigte ihr unter anderem, dass sie den guten Ruf der Schule bestens ausgebaut und das Taunusgymnasium neben zwei Privatgymnasien in Königstein sehr gut positioniert habe. Auch die stellvertretende Schulsprecherin Svenja Appuhn bestätigte „Schüler schätzen sich stolz, diese Schule besuchen zu dürfen.“

Die Schulamtsleiterin zeichnete die Laufbahn Stengl-Jörns nach, überreichte die Ruhestandsurkunde und stellte ihr ein hervorragendes Zeugnis als Schulleiterin aus, in dem sie auf ihre Sachkompetenz, Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit, Hartnäckigkeit und Hingabe zu ihrem Beruf verwies. Frau Dr. Rosemarie zur Heiden als auch die zahlreichen anderen Redner zeigten die zahlreichen Wirkungsfelder der Direktorin neben der Arbeit am Taunusgymnasium auf. Hierunter fallen beispielsweise die Arbeit als Fachberaterin des Abiturs und ihre Stelle als stellvertretende Vorsitzende des Hessischen Philologenverbandes. Ulf Linke als Mitglied der Schulleitung lobt ihr effektives Arbeiten. „Sie erwartet hohe Maßstäbe und hält sich selbst an diese.“ Bewundernd spricht er die Ziele seiner Chefin aus, die bei den Schülern eine „schöpferische Selbstständigkeit“ zu erwecken versuche. Der Vorsitzende des Philologenverbandes Dr. Knud Dittmann hatte, wie auch viele Kollegen, das Gefühl, Frau Stengl-Jörns sei „unbegrenzbar belastbar“. Doch wie sich rückblickend herausstellte, war dem leider nicht so.
Dass die Direktorin die Schule zum Leuchten brachte bestätigten auch die Vorsitzende des Schulelternbeirates Frau Dr. Charlotte Eckardt-Letztelter und die Vorsitzende des Bundes der Ehemaligen und Förderer des Taunusgymnasiums Frau Christiane Schönherr. Die Vertreterin des Personalrates, Frau Ulrike Spahn, verdeutlichte dies, indem sie im Namen des Kollegiums eine Lampe mit dem Symbol des Taunusgymnasiums überreichte. Musikalisch äußerte das Lehrerkollegium seinen Dank und „zog vor ihr den Hut“.
Auch nach dem offiziellen Teil der Verabschiedung wurde die Direktorin von einem Auftritt ehemaliger Schülerinnen und Schüler überrascht, die unter Leitung von Dirk Wingenfeld das Schulleben der Schulleiterin musikalisch beschrieben.
Sichtlich gerührt von der großen Anerkennung ihrer Leistungen als Schulleiterin bestärkte Frau Stengl-Jörns in ihrer Schlussrede die großartige Leistung der gesamten Schulgemeinde. Eine Schule kann nur dadurch Leuchten, dass alle am gleichen Strang ziehen. Ohne Schüler, engagierte Eltern, fleißige Hausmeister und ein kuragiertes Kollegium seien ihre Visionen nicht umsetzbar gewesen. Sie sehe „das Leuchten in den Augen der Schülerinnen und Schüler“ und stelle fest, dass ihre Vision der leuchtenden Schule aufgegangen ist.

Akademische Feier für unsere Abiturienten des Abschlussjahrgangs 2015

Der 27. Juni 2015 war für die 119 Abiturientinnen und Abiturienten des Taunusgymnasiums ein besonderer Tag, sie wurden mit einer stilvollen akademischen Feier im Königsteiner Haus der Begegnung verabschiedet. Damit verließen sie das Taunusgymnasium mit dem Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife und haben  – wie die kommissarische  Schulleiterin, Oberstudiendirektorin Heike Zinke, in ihrer Ansprache betonte – den höchsten deutschen Schulabschluss erworben, mit dem sie berechtigt sind, ein Studium an einer Universität aufzunehmen. Mit einer Abitur-Durchschnittsnote von 2,31 liege der Jahrgang unter dem hessischen Durchschnitt von 2,4. Dass 32 der Abiturientinnen und Abiturienten eine Durchschnittsnote mit einer „Eins“ vor dem Komma erzielt haben, würdigte die Schulleiterin als „sehr respektable Leistung“.
Für die Lehrerschaft sprachen Heike Zalud und Ulf Linke, für die Schülerschaft hielt Helen Dawson und für die Eltern Frau Balz jeweils eine eindrucksvolle Rede. Umrahmt wurde die Feier durch musikalische Beiträge von Mohin Jan Fariod (Klavier) und dem Orchester des Taunusgymnasiums, dem Kammerchor unter der Leitung von Tina Müller-Behet sowie von Tina Müller-Behet (Klavier) und Michael Neubeck (Klarinette).

Bevor schließlich auf der von Christiane Kanert festlich dekorierten Bühne die Abiturzeugnisse überreicht wurden, kam es zu den traditionellen Ehrungen für herausragende Leistungen. Die Preise für die besten Noten gingen an Niklas Walter und Patrick Jackson, der Dieter-Behrend-Preis für politisch-gesellschaftliches Engagement ging an Vincent Wuscher. Die Feierstunde klang mit einem Sektempfang im Foyer des „Hauses der Begegnung“ aus.

Die Abi-Mappen und die Preise für besondere Leistungen wurden vom BEFT mit € 580 finanziert.

Fahrt der Geschichtskurse der Q-Phase nach Buchenwald und Weimar (Ende April 2015)

Zum ersten Mal hatte die Tagesexkursion sämtlicher Geschichtskurse der Oberstufe in diesem Jahr das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar und die Stadt Weimar zum Ziel.
Die weite Anreise war den zu erwartenden Eindrücken entgegengestellt, zeigte sich aber im Blick auf das Erlebte und Erfahrene als vernachlässigbar. In Kleingruppen wurden die Schüler sowohl durch Weimar geführt, um Interessantes über diese Stadt, ihre Rolle und die Situation ihrer Bürger in der Zeit des Nationalsozialismus zu erfahren, als auch über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Besonders von dort, wo nach Kriegsbeginn insgesamt über 250 000 Menschen inhaftiert worden waren und wo über 56 000 Menschen an Folter, medizinischen Experimenten und Auszehrung starben, kamen wir alle beeindruckt und mit neuen Einsichten zurück. Der Holocaust wurde vor Ort fassbarer und unfassbarer zugleich und die Schönheit des Ortes stand in seltsamem Kontrast zu dem, was man über den grausamen Umgang mit den dort Inhaftierten erfuhr. Auch wenn von dem Lager selbst nicht mehr viel erhalten ist, kann man doch z.B. die Zaunanlage mit dem bekannten Eingangstor und das Krematorium besichtigen und sich eine bessere Vorstellung von dem machen, was die Menschen dort erleiden mussten, wie sie dort lebten, wie die Wachmannschaften untergebracht waren und was diese den Häftlingen an Quälendem abverlangten.
Ein besonders beeindruckender Moment war der Besuch der zur Erinnerung an die Opfer des Konzentrationslagers in den Boden eingelassene, immer warmen Metallplatte auf dem Appellplatz, einem der Gedenkorte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers.
Nachdem wir schon vor dem offiziellen Schulbeginn aufgebrochen waren und relativ wenig freie Zeit für eine Pause zur Verfügung gestanden hatte, kamen wir erst gegen 21.00 Uhr wieder an der Schule an. Aber wir waren uns einig: Diese Fahrt sollte in jedem Fall in der nächsten Q-Phase wiederholt werden.
(Hm)

Ethikschüler des 7. Jahrgangs backen für den Regenwald

Wer im vergangenen Halbjahr mittwochs das Lehrerzimmer des Taunusgymnasiums betrat, wurde vom süßen Kuchenduft verzaubert. Denn dort standen mehrere von dem Ethikkurs der Klassen 7a und 7b selbstgebackene Kuchen auf dem Tresen. Nach dem Genuss und der Entrichtung eines Obolus konnten die Lehrer mit gutem Gefühl in den Unterricht gehen, etwas Regenwald in Peru vor der Abholzung oder Brandrodung gerettet zu haben.

Die Idee für das ungewöhnliche Backprojekt hatte Frau Marlis Hartmann mit ihrem Etikkurs der 7. Klasse. Im Rahmen des Unterrichts erkannten die Schülerinnen und Schüler die gravierenden Folgen der großflächigen Abholzungen des Regenwaldes für die Zukunft der Natur und des Menschen. Mit jedem abgeholzten Waldstück sterben wahrscheinlich einige Tier- und Pflanzenarten unwiderruflich aus – jeden Tag sind es geschätzt etwa 150 Arten. Zusätzlich ist der Regenwald als CO2-Speicher auch für den Menschen unersetzbar. Die erschreckende Erkenntnis, dass zwischen 2001 bis 2010 pro Jahr 10,4 Mio. Hektar Tropenwälder abgeholzt wurden, brachte die Schülerinnen und Schüler auf die Idee, bei der Erhaltung des Regenwaldes zu helfen. Sie wollten Geld sammeln, um mit dem Kauf von Regenwaldgrundstücken die Natur dauerhalt zu schützen. Diese erworbenen Waldflächen werden in private Schutzgebiete umgewandelt und somit vor Rodungen bewahrt.

Mit vielen selbstgebackenen Kuchen sammelten die fleißigen Bäcker 350€ und investierten das Geld in den Kauf von 7000qm Regenwald am Amazonas in Peru. Voller Stolz präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihr Zertifikat über den Beitrag zum Schutz der Tropenwälder. Mit dem Regenwaldkauf konnten sie wenigstens einen Teil des Regenwaldes vor der drohenden Rodung schützen.

Premiere am 20. Juli 2015 für “A short medley of miscellaneous English projects and activities in 2014/15“

Erstmalig fand gegen Ende des letzten Schuljahres ein besonderer Elternabend  statt, an dem Schülerinnen und Schüler der 5. – 7. Klasse die Ergebnisse ihrer Projekte im Fach Englisch aus dem vergangenen Schuljahr präsentierten.
Der Streifzug begann mit der Darbietung der Klasse 5c, advanced learners, die mit großer Begeisterung einige Szenen aus ihrem Theaterstück „Fenimore Castle“ zum Besten gab.

An Stelle des traditionellen Theaterstückes der Bili-AG Jahrgangsstufe 6 konnte das Publikum Beispielen aus den eigens an zwei Projekttagen erstellten „audio books“ : The cool cat with the fancy boots (eine  englische Persiflage des deutschen Märchens „Der gestiefelte Kater“ ) sowie Auszügen aus „You can´t do that“ und „Lost in space“ lauschen.

Eine Kostprobe ihrer gelungenen Beiträge beim  Bundeswettbewerb für Fremdsprachen 2014/15 gaben dann die Klassen 6b (Frau Bosch)  sowie die  7b (Frau Stücke), die bereits in Hofheim zur Landespreisverleihung am 23. Juni 2015 (wir berichteten) besonders geehrt worden waren.

Den Abend rundeten die kurzen  Vorträge von Nicole Friedman und Julia Weber (beide Q2, bilingual Biology) ab; Nicole präsentierte in englischer Sprache einige Szenen aus dem Filmprojekt „: Genetic engineering – a gallery walk“ und Julia stellte das Schulsystem in New Zealand vor, welches sie selbst  kennen lernen durfte.
Insgesamt ein kurzweiliger Abend, der ein sehr positives feedback fand und vielleicht zur Tradition werden könnte.  

Aufnahmefeier der neuen fünften Klassen am Taunusgymnasium

Mit dem Thema „Sich öffnen und offen sein für etwas Neues“ begrüßte Kaplan Steffen Henrich in dem ökumenischen Einschulungsgottesdienst die neuen 184 Schülerinnen und Schüler,  die am Taunusgymnasium aufgenommen wurden. Sehr familiennah und unterhaltsam wurden den Kindern erklärt, dass man den Moment mit ungeteilter, entspannter Achtsamkeit beobachten und genießen sollte, ohne mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu wollen. Mit Hilfe der Achtsamkeit wird die Qualität des Zusammenseins beeinflusst und das Interesse an der Unterschiedlichkeit und an der Begegnung geweckt. Diese Unterschiedlichkeit wurde von den alten Fünftklässlern unter Leitung von Herrn Enders aufgegriffen, indem sie die neuen Fünftklässler in vielen unterschiedlichen Sprachen willkommen hießen. Musikalisch untermalt wurde der Einschulungsgottesdienst von Frau Müller-Behet mit Jennifer Richter und Philippa von der Bongart.

Frau Christine Antony eröffnete die Aufnahmefeier. In der Begrüßungsrede des stellvertretenden Schulleiters Herr Wingenfeld wurden die Schülerinnen und Schüler mit einem Orchester verglichen, das sowohl zusammen als auch alleine gut arbeiten muss. Hierbei wurde die Individualität der Einzelnen mit ihren unterschiedlichen Talenten und Fähigkeiten hervorgehoben. Das kleine Orchester unter der Leitung von Michael Neubeck verlieh der Feier einen würdigen musikalischen Rahmen.
Auch die Schulsprecherin Jennifer Richter hieß die neuen Schülerinnen und Schüler herzlich willkommen. Sie versuchte den aufgeregten Schülerinnen und Schülern  mit Erinnerungen an ihren ersten Tag am Taunusgymnasium die Aufregung und Angst zu nehmen. Josephine Hammerschmidt und Lucas Kiehne vom Patenprojekt unterstützen dies, indem sie die Paten der einzelnen Klassen mit ihren Aufgaben vorstellten.
Jeder neue Schüler oder jede neue Schülerin wurde von der Klassenlehrerin mit einem Handschlag herzlich begrüßt und erhielt ein vom Förderverein gesponsertes Schul-T-Shirt. Nachdem die Fünftklässler mit ihren Klassenlehrerinnen und Schulpaten in ihre Unterrichtsräume gegangen waren, wandte sich Frau Dr. Eckhardt-Letzelter als Vorsitzende des Elternbeirates, Frau Hartauer als Vertreterin des Fördervereins, Frau Achenbach als Leiterin der pädagogischen Mittagsbetreuung und Frau Mesterham als Sprecherin des WOB-Teams mit Grußworten und Informationen über ihre jeweiligen Tätigkeiten an die Elternschaft. Die Qualität und Arbeit des WOB-Teams konnte gleich in der Cafeteria getestet werden, in der ein sehr großes Kuchenbuffet auf die Eltern wartete, zu dem das WOB-Team nach der Einschulungsfeier eingeladen hatte.
Die neuen 184 Schülerinnen und Schüler verteilen sich auf 6 Klassen, eine davon ist eine „Advanced English“-Klasse, für diejenigen, deren Kenntnisstand das übliche Eingangsniveau der 5. Klassen übersteigt.  Eine weitere hat Französisch als erste Fremdsprache.

Bundeswettbewerb Fremdsprachen und Sprachenfest in Hamburg – ein sprachliches Vergnügen!

Die Klasse 6e nahm in diesem Jahr zum ersten Mal am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teil. Ihre Klassenlehrerin Sibylle Menz hatte die gesamte Klasse, unterteilt in zwei Gruppen von jeweils zehn Schülern und Schülerinnen, für eine Teilnahme am Wettbewerb angemeldet, in dem Sprachtalente besonders gefördert werden sollen. Um ihr sprachliches Talent unter Beweis zu stellen, konzipieren die Teilnehmer in diesem Wettbewerb einen Film, ein Spiel oder ein Theaterstück in einer Fremdsprache. Die 6e entschied sich für ein filmisches Projekt, das in ihrer ersten Fremdsprache Französisch gedreht werden sollte.
Begeistert und engagiert diskutierten die Gruppen von Beginn an ihre Ideen. Das erste Team drehte schließlich einen Film, bei dem Kinder bei einer Schulübernachtung beisammen sitzen und sich Gruselgeschichten erzählen. Plötzlich werden diese scheinbar Realität und die Monster tauchen tatsächlich auf. Am Ende bleibt offen, ob alles nur ein Traum war oder sich tatsächlich so zugetragen hat.
Die zweite Gruppe entschied sich für die filmische Umsetzung einer humoristischen Geschichte. Die Schüler und Schülerinnen parodieren in ihrem Film den Schulalltag. Im Mittelpunkt ihrer Geschichte steht ein unbeholfener Chemielehrer, dem Schüler und Schülerinnen Streiche spielen, die schließlich in einem manipulierten chemischen Versuch und dem ruinierten Kleid der Schuldirektorin enden.
Da die Klasse zum ersten Mal am Wettbewerb teilnahm, rechnete sie zunächst nicht mit großen Aussichten auf einen Erfolg. Umso mehr freute sie sich, als ihre Mühen jeweils mit einem dritten Platz (Gruppe 1) und einem Geldpreis von 50 Euro sowie einem zweiten Platz (Gruppe 2) und einem Geldpreis von 150 Euro belohnt wurden.
Doch die größte Überraschung sollte noch folgen! Die Gruppe, die den zweiten Platz belegt hatte, wurde zum Sprachenfest nach Hamburg (18.06.-20.06.) eingeladen. Auf diesem Fest dürfen die Gruppen mit den besten Kreativbeiträgen diese dann vor großem Publikum und einer Jury präsentieren. Dies war eine besondere Ehre: Insgesamt hatten sich mehr als 1.000 Teams aus ganz Deutschland am Wettbewerb beteiligt und nur 36 konnten sich für das Sprachenfest qualifizieren. Bedingung für die Teilnahme aller zehn Gruppenmitglieder war es, den Film bei der Veranstaltung als ein Theaterstück aufzuführen. Aufgeregt und motiviert machten sich alle Schüler und Schülerinnen ans Werk, so dass sie ihre Reise nach Hamburg, die von den Lehrerinnen Sibylle Menz und Dorothee Rapp begleitet wurde, zufrieden und gut vorbereitet antreten konnten.
Die Schüler und Schülerinnen verbrachten drei aufregende Tage in Hamburg, die mit einem bunten Programm gefüllt waren. So nahmen sie z.B. an einer spannenden Hafenrundfahrt teil oder aßen im „Tor zur Welt“ zu Abend. Die Höhepunkte des Aufenthalts waren aber natürlich die Aufführung des eigenen Theaterstücks und auch die Betrachtung der anderen Beiträge im Wilhelm-Gymnasium am Freitag sowie die Preisverleihung in den Mozartsälen am Samstag.
Trotz großer Aufregung verlief die Aufführung des Theaterstücks großartig. Die anderen Gruppen präsentierten Beiträge auf Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Italienisch, Arabisch, Japanisch, Latein und Altgriechisch – einige Präsentationen waren sogar mehrsprachig.
Die Mühen und die Vorbereitung der Schüler und Schülerinnen wurden schließlich bei der Preisverleihung am Samstag belohnt. Ihre Aufführung wurde mit einem 3. Platz und 300 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Ein toller Erfolg! Den ersten Platz belegte eine achte Klasse mit ihrem Hörspiel „I love New York“.
Glücklich und zufrieden traten die Schüler und Schülerinnen der 6e am Samstag die Heimreise nach Königstein an und denken auch jetzt noch gern an dieses erfolgreiche sprachliche Erlebnis zurück!

SV-Thementag am Taunusgymnasium: Steuern, Mieten und Versicherungen leicht gemacht

„Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann 'ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen", hatte eine Schülerin des Kölner Ursulinen-Gymnasiums vor einiger Zeit auf twitter gepostet.
Die Welle der Zustimmung auf Schülerseite nahm sich die Schülervertretung des Taunusgymnasiums zum Anlass, einen Thementag zu veranstalten:

Zweimal füllte sich am Mittwoch, den 15.Juli der Theaterraum mit interessierten Oberstufenschüler_innen: sie alle wollten zum von der Schülervertretung organisierte Thementag, der unter dem Motto „Erwachsen werden - was ich alles wissen muss (und in der Schule nicht lerne“ stand. Die Vortragsblocks, die einmal für die E- und einmal für die Q-Phase stattfanden, dauerten je rund 100 Minuten. Berichtet wurde unter Anderem über die Geschäftsfähigkeit, die mit dem 18. Lebensjahr eintritt, die mietrechtliche Situation in WGs, über den Unterschied zwischen Steuern aus selbstständiger und unselbstständiger Arbeit und über die Vorteile der Familienkrankenversicherung.
Eingeladen waren Referenten aus den Bereichen Vertragsrecht (Charlotte Eckhardt-Letzelter, Rechtsanwältin), Mietrecht (Micheal Freudenreich, Rechtsanwalt), Steuerrecht (Martin Hartauer, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt) sowie Versicherungen (Harald Peschken), unabhängiger Versicherungsberater.
Zudem stand Vera Landua, ihres Zeichens Berufsberaterin bei der Bundesagentur für Arbeit mit einer Menge Informationsmaterial für alle Fragen bezüglich der Berufswahl zur Verfügung.

Die SV zieht Fazit: Auch wenn kleinere Gruppen wünschenswert gewesen wären, und überlegt wird, wie eine solche Veranstaltung in Zukunft eher in Form von Workshops stattfinden kann, war dieser erste SV-Thementag ein voller Erfolg : Für alle teilnehmenden Taunusgymnasiasten trifft die Aussage des Kölner Mädchen nun nicht mehr zu.

Landespreisverleihung Bundeswettbewerb für Moderne Fremdsprachen am 23. Juni in Hofheim

Wir waren dabei!

Beim diesjährigen Bundeswettbewerb für Moderne Fremdsprachen (BWF) war das TGK sowohl im Einzel- „Solo 8 und 9“ als auch Gruppenwettbewerb „Team Schule“ zahlreich vertreten.
So nahmen 15 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 und 9 an der Englisch-Klausur  im Januar teil. Thema war diesmal New Zealand. Neben Hör-, Wortergänzungsaufgaben sowie Fragen zur Landeskunde und dem Verfassen eines Essays musste eine Bewerbung an einer neuseeländischen „High School“ für ein Austauschjahr vorbereitet werden. Insgesamt nahmen 345 Teilnehmer an diesem Wettbewerb in Hessen teil.
Von den 15 Teilnehmern des TGK  erhielten alle eine Urkunde und ein Bücherpaket; drei Schülerinnen und Schüler (SuS) belegten den 2., 4 SuS einen 3. Platz; an weitere 6 SuS gingen Anerkennungspreise.
Der Gruppenwettbewerb forderte einen zwölfminütigen digitalen Beitrag (Theaterstück, Hörspiel, …) und ein maximal 30seitiges Skript.  Sowohl die Jahrgangsstufen 6 und  8 in der Fremdsprache Französisch als auch die 6. und 7. in Englisch waren von den insgesamt 123 eingereichten hessischen Beiträgen besonders erfolgreich, zumal es diesmal keine 1. Platzierung insgesamt gab.
Eine Gruppe der Klasse 6e Französisch überzeugte mit ihrem Beitrag „Vive la chimie!“ und errang auf Landesebene einen zweiten Platz (Geldpreis); sie wurde nach Hamburg zum Sprachenfest mit ihren Lehrerinnen Fr. Menz und Fr. Rapp (gesonderter Bericht) geladen und erhielt dort sogar einen 3. Platz (Geldpreis) auf Bundesebene! Auch die zweite Gruppe aus der 6e mit „Rève ou réalité“ bekam einen Geldpreis und eine Urkunde.
Nicht weniger erfolgreich waren die englischen Beiträge in den Klassen 6b (Fr. Bosch) und 7b (Fr. Stücke).
In der Klasse 6b überzeugten gleich 5 Beiträge: Einen 3. Platz  gab es für ”Detective Jackson“, sowie vier Anerkennungspreise für “A new home for two dolls“, “The adventures of James Blonde and Sherlock Comes“, “The Mafia Hacker“ und “My scary little sister“. Auch hier freuten sich die Schülerinnen und Schüler über eine Urkunde und ein Geldgeschenk.
Aus dem ursprünglichen Buchvorstellungsprojekt in der 7b hatte sich “Noah´s speedy video booktalk“ (Platz 2) entwickelt, eine Art „literarisches Oktett“, welches im Rahmen einer witzigen Talkshow Empfehlungen lesenswerter englischer Bücher von Schülern für Schüler macht. Dieser Beitrag soll ggf. auch zukünftig ein Forum sein, in dem auch andere Schülerinnen und Schüler regelmäßig ihre „favourites“ vorstellen können.
Im Rahmen eines Festaktes, zu dem Vertreter des Kultusministeriums sowie der Stadt Hofheim am 23. Juni  an das Main-Taunus-Gymnasium in Hofheim geladen waren, wurden die hervorragenden Arbeiten der Schülerinnen und Schüler im Solo- und Gruppenwettbewerb für ihr Ideenreichtum, Engagement aber vor allem aufgrund der sehr guten Sprachkenntnisse gewürdigt. Die Gruppenbeiträge „Team Schule“  sollen im Rahmen eines Elternabends am 20. Juli 2015 präsentiert werden.
Gemeinsam mit den Siegerinnen und Siegern des Europäischen Sprachenwettbewerbs BIG CHALLENGE, der am 12. Mai stattfand (326 Teilnehmer aus den Jahrgängen 5 – 9) soll am Freitag, den 17.7.2015  eine besondere Ehrung stattfinden.
Herzlichen Glückwunsch an alle zu den tollen Erfolgen!!

Im Folgenden die Ergebnisse im Detail:
Einzelwettbewerb Solo 8 und 9  Englisch  (345 Teilnehmer)
Klausur und Hausarbeit  “New Zealand“
1. Heona, Lee  Kl. 9c; 2. Platz
2. Radtke, Lukas  Kl. 9a; 2. Platz
3. Maier, Sofia  Kl. 8a; 2. Platz

4. Daniel Yoon    Kl. 9a; 3. Platz
5. Nicholas Maute    Kl. 9a; 3. Platz
6. Josephine Hammerschmitt    Kl. 9c; 3. Platz
7. Tara Urbach    Kl. 8a; 3. Platz

8. Niklas Kuchenbrandt 8a; Anerkennungspreis
9. Lea Klein   9c; Anerkennungspreis
10. Elisabeth Hortig  9a; Anerkennungspreis
11. Konstantin Griep  9d; Anerkennungspreis
12. Isabelle Gallus  8d; Anerkennungspreis
13. Alexander Gallus  8d; Anerkennungspreis

Gruppenwettbewerb „Team Schule“ (6-9)  (123 Gruppen)
Französisch/Englisch
Französisch
Kl. 6e  Frau Menz

1. „Vive la chimie!“; 2. Platz
(Einladung zum bundesweiten Sprachenfest nach Hamburg im Juni d.J.)
2. „ Rève ou réalité?“; Anerkennungspreis
Englisch
Kl. 6b  Frau Bosch

1. “Detective Jackson“; 3. Platz

2.  “A new home for  two dolls”; Anerkennungspreis
3.  “The adventures of James Blonde and Sherlock Comes”; Anerkennungspreis
4. “The Mafia Hacker”; Anerkennungspreis
5. “My scary little sister”; Anerkennungspreis

Kl. 7b  Frau Stücke
 “Noah´s speedy video booktalk”; 2. Platz

 

Autorenlesung mit Stefanie Höfler

Vor interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern aus den Klassen 7a und 7e hat Frau Stefanie Höfler, die zugleich auch Lehrkraft und Theaterpädagogin ist, am Donnerstag, den 2. Juli, eine lebendige und spannende Präsentation ihres mehrfach prämierten Erstlingswerkes "Mein Sommer mit Mucks" dargereicht, in dem es um erste Liebe und Gewalt in der Familie geht. Sie ging dabei auf viele Fragen und Kommentare der Schülerinnen und Schüler ein und initiierte anregende Gespräche.

Informative Podiumsdiskussion zum Thema Griechenland

Nach ausgiebiger Vorbereitung war es endlich soweit: Die Bundestagsabgedordneten Frau Cordula Schulz-Asche (Die Grünen) und Prof. Dr. Heinz Riesenhuber (CDU) diskutierten am Mittwoch, dem 24. Juni 2015, über die Situation in Griechenland, sowie über die Auswirkungen der Schuldenkrise auf Deutschland und auf die Europäische Union.
Geleitet wurde die Debatte von Kathrin Lindemaier und Tim Bommersheim, beide Schüler des Politik- und Wirtschaftsleistungskurses der Q2 von Herrn Degenhardt. Obwohl diese nicht sehr kontrovers verlief und sich die beiden Politiker in vielen Punkten erstaunlich einig waren, konnten die interessierten Zuschauer zahlreiche Hintergrundinformationen sammeln. Einig waren sich die Politiker darüber, dass Griechenland gerettet werden muss, gleichzeitig aber auch umfangreiche Reformen notwendig sind, um den Staatshaushalt zu sanieren. Einer der wenigen Streitpunkte war die Frage, ob ein Austritt Griechenlands auch den Austritt weiterer Euro-Länder bedeuten könnte. Während Frau Schulz-Asche dies durchaus als ernst zunehmende Gefahr sah, hielt Prof. Dr. Riesenhuber dies für ausgeschlossen und betonte, dass ein Austritt Griechenlands für Deutschland kaum wirtschaftliche Nachteile hätte. Für Frau Schulz-Asche hingegen, hatte besonders der Punkt der sozialen Gerechtigkeit Priorität, weshalb sie eine Entmachtung der Oligarchenfamilien forderte.
Im weiteren Verlauf der Debatte hatte auch das Publikum die Möglichkeit Fragen zu stellen, die sich unter anderem auf die Konjunkturtheorien bezogen. Hierbei zeigte sich, dass das Thema im Unterricht gut vorbereitet wurde und das Interesse der Schülerinnen und Schüler geweckt hat.
Beide Politiker haben sich sehr gefreut an der Diskussion teilnehmen zu können und halten es für sehr wichtig Politiker in Schulen einzuladen, so dass sie sich auch für weitere Gespräche bereiterklärt haben.
Nach dieser Debatte hatte man ganz klar den Eindruck, das Griechenland gerettet wird, da sich sogar Regierung und Opposition weitestgehend einig waren. Jedoch kam schließlich alles anders, so dass nun um die Zukunft Griechenlands gebangt werden muss.

Kräfte am eigenen Leib erfahren, messen und auswerten

Die Schüler des Vor-Leistungskurses Physik der E-Phase besuchten am 17.6.15 ganztägig das Schülerlabor der Johann Wolfgang Goethe-Universität auf dem Frankfurter Riedberg. Hier konnten sie die Gelegenheit nutzen, die bereits intensiv zuvor im Unterricht behandelten Fragestellungen zur Analyse von Bewegungen, Geschwindigkeiten, Beschleunigungen und Kräften "am eigenen Leib zu erfahren":

Unter der fürsorglichen Obhut von Laborleiter Michael Wenzel und seiner aus Crew, bestehend aus studierenden Physikern der Goethe-Uni, konnten die Taunusgymnasiasten computerunterstützte Messdaten auswerten, die ihre eigenen Körper in alltäglichen sportlichen Bewegungsabläufen verursachen. Sensoren an Knöchel, Hüfte und Ohr, deren Bewegung beim Joggen oder Springen per Videokamera erfasst werden, Kraftmessgeräte zur Analyse eines gewaltigen Absprungs bzw. der zugehörigen Landung auf dem Boden - all diese Ansätze trugen zu einem besonderen Erfahrung der biomechanischen Kraftwirkungen des eigenen Körpers bei und warfen neue tiefergehende Fragen auf. Beispielsweise sei hier die Frage nach der horizontalen Kraftwirkung vom Boden auf die Füße beim einfachen Gehen erwähnt, die pro Schritt mal in und mal gegen die Bewegungsrichtung wirkt...

Insgesamt sagen die Schüler des Kurses und ihr Fachlehrer Patrick Epple: Vielen Dank an das Schülerlabor der Goethe-Uni Frankfurt für das engagierte Bereitstellen dieses Experimentier-Parcours. Wir kommen gerne wieder.

A propos Wiederkommen: Bereits am Donnerstag, den 18.6.15, besuchte die Nawi-AG des Jahrgang 9 das Schülerlabor zum Thema "Elektromobilität" und erhielt ebenfalls herausragende Eindrücke zur Funktionsweise von Elektromotoren und dem Wechselspiel zwischen Elektrizität und Magnetismus, indem die Schülerinnen und Schüler selbstständig Elektromotoren bauten und deren unterschiedliche Anwendung in Haushaltsgeräten (Föhn, Waschmaschine, E-Auto,...) erforschen konnten.

Daher an dieser Stelle noch einmal das leicht geänderte Fazitvon oben: Wir kommen in jedem Fall wieder.

P. Epple

9c: Frühstück mit Anno Hecker – so geht Zeitung

-- sonntags arbeiten -- weite Reisen – schnelles Arbeiten unter Zeitdruck – Hektik bis spät in die Nacht – Streit mit Anwälten –

Das waren einige Eckpunkte der Jobbeschreibung von Anno Hecker, dem Ressortleiter Sport bei der FAZ, der uns am 15.06.2015 einen Besuch in der Deutschstunde abstattete. Und trotzdem wirkte er sichtlich entspannt im Gespräch mit uns, der Klasse 9c. Er berichtete uns von seiner Tätigkeit als Ressortchef, vom Aufbau einer Zeitung und der redaktionellen Arbeit. In die ebenso lehrreiche wie humorvolle Frühstückssession mischten sich auch leise, persönliche Töne. Herr Hecker erzählte von seinen Erfahrungen aus Imola, von wo aus er 1994 über das letzte Formel-1-Rennen Ayrton Sennas berichtet hatte. Dieser starb, als er mit mehr als 220 km/h gegen eine Begrenzungsmauer prallte, und zwar nur einen Tag nach dem tödlichen Unfall seines Rennfahrerkollegen Ratzenberger.

Vielen Dank für ein sehr persönliches und informatives Gespräch!

G. Pfeifer

Werksführung im Strom- und Heizkraftwerk West

Smartphone, Tablet, Kaffeepadmaschine, klimatisiertes Wohnen... wir sind es gewohnt, dass alles auf Knopfdruck funktioniert. Doch was genau ist eigentlich Strom? Wie wird er erzeugt und wie kommt er zu mir nach Hause?
Zu dieser Fragestellung machte sich eine Gruppe interessierter Schülerinnen und Schüler des TGK mit Frau Gerken und Herrn Blum und auf den Weg, das Heizkraftwerk West im Gutleutviertel Frankfurts zu besichtigten. Denn das Heizkraftwerk West versorgt einen Großteil der Frankfurter Innenstadt mit Fernwärme und Strom.
Bei der Führung bekamen die Schülerinnen und Schüler zunächst in einem Vortrag die Stromerzeugung in einem Kohlekraftwerk erklärt, um während der anschließenden Besichtigung  der Anlage Theorie und Praxis zu verbinden. Als besonders interessant wurden die Brennkammern sowie die großen Steinkohlemühlen empfunden, in denen die Kohle fein gemahlen wird, um in der Brennkammer schneller zu entzünden. Zudem verwunderte es uns, dass  in dem riesigen Werk nur 145 Menschen beschäftigt sind. So kann durch die Automatisierung die Anlage von nur wenigen Personen im Kontrollzentrum gesteuert und überwacht werden. Zum Schluss stiegen wir mit Hilfe des Fahrstuhls noch auf die 75m hohen Kesseltürme und erhielten dort einen tollen Ausblick über die Frankfurter City.

FIAS am TGK: Erneuerbare Energie in Deutschland und Europa - Gestaltung des Stromnetzes der Zukunft

Traditionell im Frühjahr konnten unsere an Naturwissenschft und Technik begeisterten Oberstufenschülerinnen und -schüler aller drei Jahrgangsstufen E2, Q2 und Q4 an drei Terminen einen Vortrag des FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies) in unseren Hörsälen besuchen, der die anspruchsvollen Elemente der mathematisch-naturwissenschaftlichen Denkweise eingebettet in die alltags- und zukunftsorientierte Themenstellung rund um die Energieversorgung wiederspiegelte.

Wie schon im Vorjahr begeisterte Dr. Mirko Schäfer, Physiker am Frankfurter Universitäts-Institut FIAS, insbesondere die Taunusgymnasiasten der Leistungsfächer Mathematik, Physik und Informatik an drei aufeinanderfolgenden Tagen der ersten Maiwoche mit spannenden Einblicken in seine momentane Forschungstätigkeit zu Wind- und Solarenergie und den entsprechenden Netzwerken. Dr. Schäfer gelang es jedesmal im überfüllten Hörsaal seine jungen Zuhörer 90 Minuten lang mitzunehmen in die Komplexität eines zukunftsprägenden Themas, das in seiner gesellschaftspolitischen, meteorologisch-vorhersagbaren und mathematisch-modellierbaren Bedeutung in den nächsten Dekaden kaum überschätzt werden kann. Die insgesamt über 150 Schülerinnen und Schüler ließen sich auf Schäfers Gedankengänge zum Wechselspiel zwischen "Input" (der erneuerbaren Energie) und "Reaktion" (durch z.B. Energiespeicher) ein und konnten durch kritische Fragen und Anmerkungen auf anspruchsvoller Ebene bis teilweise weit in die große Pause hinein mit dem Referenten interagieren.

Stellvertretend für das gesamte Taunusgymnasium Königstein bedankt sich an dieser Stelle die MINT-Koordination des TGK bei Herrn Dr. Schäfer, dem Referenten unseres Kooperationspartner FIAS, dessen Einblicke in die Stromnetze von morgen uns einige Antworten gegeben haben - und dabei noch mehr neue ungeklärte Fragestellungen aufwerfen. Womit sich wieder einmal andeutet: Wissenschaft hat ewig Grenzen, aber keine ewigen Grenzen.

Wir freuen uns auf eine Fortsetzung dieser außergewöhnlichen Vortragsreihen des FIAS am TGK.

 Patrick Epple (Fachbereich Physik, Koordination MINT am Taunusgymnasium)

Land of Hope and Glory

Schulkonzert des Taunusgymnasiums im Haus der Begegnung

Es ist ein Großereignis, das jährliche Schulkonzert des Taunusgymnasiums. Alle musikalischen Ensembles des TGK treten dort auf, ausgenommen ist nur die Big Band, die ihren großen Auftritt beim „Kul(tur)inarischen Abend“ hat. Entsprechend groß ist der Aufwand, der hier für die Vorbereitung betrieben wird: Regelmäßiges wöchentliches Proben, die Chor- und Orchesterfahrt, kurz vor dem Konzert an zwei Tagen Generalproben am Konzertort, dem Königsteiner Haus der Begegnung. All dies wird generalstabsmäßig geplant, so dass trotz der aufwendigen Probenarbeit der Unterricht nicht zu kurz kommt. Die Leitung der Ensembles und die Organisation des Abends oblag dem eingespielten Team der Musiklehrer des Taunusgymnasiums: Tina Müller-Behet, Martin Hublow, Michael Neubeck, Dirk Wingenfeld und Joachim Wormsbächer. Wegen Erkrankung von Martin Hublow übernahm die Schülerin Svenja Appuhn (Q4) kurzfristig die Moderation mit dem bereits vorbereiteten Text. Die musikalischen Ensembles des Taunusgymnasiums - das sind in der Unterstufe die Bläser- und Streichergruppen der 5. und 6. Klassen, der Chor der 5. und 6. Klassen und das Kleine Orchester, das die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe bei ihren bis dahin erworbenen instrumentalen Fertigkeiten „abholt“ und sozusagen den Übergang zur Mittelstufe und der Mitwirkung im Großen Orchester bildet. All diese Ensembles gestalteten den ersten Teil des Abends. Hier erklangen der jeweiligen Leistungsstufe angepasste Arrangements von Liedern, Traditionals und klassischen „Gassenhauern“ wie etwa das Hauptthema aus dem Chorfinale von Beethovens 9. Symphonie oder etwa dem dem Can-Can aus Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“. Ein pfiffig dargebotenes Highlight war der sechziger Jahre-Schlager „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strandbikini“ mit dem Chor der 5. und 6. Klassen. Mit Henry Purcells Trumpet Tune und dem Königsmarsch des Löwen aus Camille Saint-Saëns’ „Karneval der Tiere“ entließ das Kleine Orchester schließlich das Publikum in die Pause; im Foyer übernahm der Förderverein des Taunusgymnasiums die Bewirtung der Gäste. Den zweiten Teil des Abends eröffnete Antonio Vivaldis Concerto a-Moll op. 3 Nr. 8 - eine vitale Wiedergabe mit dem Kammerensemble des Großen Orchesters und den Violinsolistinnen Philippa von dem Bongart (E2) und Laura van den Brink (Jahrgang 9). Eine außergewöhnliche Leistung erlebte man mit Mohin Jan Fariod (Q2) als Solist im Kopfsatz von Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15. Brillanz, Kraft und Poesie sprachen aus dem Vortrag des jungen Pianisten. Das Große Orchester begleitete sehr musikalisch, aufmerksam und klangschön. Die Kadenz dauerte ein wenig länger als man es vielleicht erwartete hätte: Auf der Grundlage einer Kadenz, die von Beethoven selbst stammen soll, schweifte der Solist überaus virtuos durch Klanglandschaften, durch die etwa auch Franz Liszt gereist zu sein schien. Tänzerisch und schwungvoll gelang darauf dem Großen Orchester das „Bryllupsfesten“ (Hochzeitsfest) aus der Bühnenmusik zu „Peer Gynt“.
Wunderschön traf der Kammerchor den schlichten Tonfall zweier Volkslieder von Johannes Brahms für Frauenchor, „Schwesterlein“ und „Ich hörte ein Sichlein rauschen“, von der außergewöhnlich guten Intonation ganz zu schweigen. Eine Folge populärer Songs - „Let It Go“ (aus der Filmmusik zu „Frozen“) mit der Solistin Julia Menigat, „Only You“ „Diamonds“ und „Africa“ mit dem Großen Chor, Mohin Jan Fariod am Klavier und Marinus Wack (Perkussion) leitete über zum großen Finale mit dem Großen Chor und dem Großen Orchester - freilich nicht, ohne dass wie in den Jahren zuvor die Abiturienten unter den Mitwirkenden mit einem kleinen Geschenk bedacht worden wären: jeweils einem Foto, das auf den Chor- und Orchesterfahrten beim Musizieren entstand. Laura Dorn, Nina Diedenhofen, Johanna Hilpert, Luise Hilpert, Mariana von Müller, Eva Neugebauer und Rebecca Schönherr waren die solchermaßen Beschenkten. An ihren pinkfarbenen Krönchen erkannte man die Abiturientinnen auf den ersten Blick. Dann war es so weit: Es erklang Edward Elgars Marsch Nr. 1 aus „Pomp and Circumstance“ mit dem berühmten Trio, zu dem der Text „Land of Hope and Glory“ gehört - Englands heimliche Nationalhymne, die alle Jahre wieder bei der „Last Night of the Proms“ in der Londoner Royal Albert Hall erklingt. Wie bei der „Last Night“ stimmte das Publikum auch im Haus der Begegnung kräftig in den Gesang des Chores ein. Begeisterter Applaus belohnte einen rundum gelungenen Konzertabend. Schön - und zugleich bezeichnend für die musikalische Arbeit am Taunusgymnasium - ist es, dass Eltern und Ehemalige, aber auch Mitglieder des Kollegiums mit viel Freude an der musikalischen Arbeit in Chor und Orchester aktiv teilnahmen. Schülerschaft und Schulleitung dankten den beteiligten Musiklehrern herzlich für ihr großes Engagement.

Neues vom Amguri-Projekt

Sarahs Rückkehr aus Amguri hat dem Amguri-Projekt neben zahlreichen Fotos und Erzählungen auch viele Briefe direkt von den Kindern der Don Bosco School beschert. In diesen Briefen stellen uns die Kinder aller Altersgruppen Fragen und teilen ihre Gedanken mit.

Das Amguri-Projekt hat sich sehr gefreut direkten Kontakt zu den Kindern in Indien zu haben und einen Einblick in ihr Leben zu erhalten. Beim Beantworten der zahlreichen Briefe halfen die Klassen 6b und 9d, sodass nun viele bunte Briefe und Bilder zurück nach Amguri geschickt werden können. Des Weiteren hat sich Sarah gemeinsam mit den Kindern in Indien eine Überraschung für unsere Schule überlegt: Alle Schülerinnen und Schüler der Don Bosco School haben jeweils eine Fahne gestaltet und unterschrieben, die nun aneinander gereiht die Schule bunt schmücken sollen.

Lis Lyon

Q2, PR-Beauftragte des Amguri-Projekts

Bili-MINT-Fahrt nach Lausanne/Genf

(22.3. – 25.3. 2015)- vier Tage voller Naturwissenschaft, Sonne und einer Menge Spaß!

Sonntagmorgen, 9:45: Wir, die 36 Schüler/Innen des Mathe- /Physik- LKs (Herr Epple, Frau Spahn, Frau Dr. Eden,) und des Bili-Gks (Frau Stücke)  der Q2 freuten uns  auf die Abfahrt nach Lausanne, wo ein interessantes MINT und Sightseeing-Programm auf uns wartete.
Nach acht Stunden Busfahrt kamen wir etwas erschöpft, aber „happy“ gegen 18:00 in der Jugendherberge Lausanne an, die schlicht – aber  sauber und schön -  ist.  Nachdem die Betten bezogen waren, machten wir uns gemeinsam auf den Weg in die Lausanner Innenstadt. Dort wartete ein kleiner Schock auf uns: Die Schweiz ist teuer, insbesondere nachdem die Kurskopplung von der Schweizer Nationalbank aufgehoben wurde. Mit 20 CHF/€ für eine Pizza hatten wir nicht gerechnet! Nachdem wir also unterschiedlich arm geworden waren, ging es um halb zehn zurück in die Jugendherberge, wo der Abend dann auch mehr oder weniger ruhig  ausklang. Am Montag ging es dann direkt nach dem Frühstück nach Genf. Unsere Sonnenbrillen durften zum Einsatz kommen, und wir alle verliebten uns sofort ins frühlingshafte Genf. Nachdem wir die Stadt erkundet hatten und vor der bekannten Fontaine „Jet d´Eau“  gepicknickt hatten, ging es weiter zum CERN. Erst waren wir doch etwas enttäuscht, dass uns der  viel gepriesene „Beschleuniger“ nicht gezeigt werden sollte; die Enttäuschung wurde jedoch schnell durch das Programm des Physikdoktoranden Jeff  Wiener vergessen.
Der junge Österreicher führte uns in ein in sein selbst entworfenes „S'cool Lab“, wo er uns mit unglaublich viel Begeisterung und einer ordentlichen Portion Situationskomik einlud, einen Blick in die  Teilchenphysik und die Arbeit des CERN  zu werfen. Danach durften wir selbst einen Teilchendetektor bauen: aus Trockeneis, Alkohol und einem Plastikbehälter wurde eine Nebelkammer, in welcher  in der so provozierten kosmischen Strahlung Teilchen aus dem Weltall sichtbar gemacht werden konnten. Immer wieder fielen Sätze wie "Warum habe ich nochmal Physik abgewählt?" oder "Physik kann ja Spaß machen!".
Ein bisschen schlauer als vorher, aber auch erschöpft nach dieser exorbitanten Physikstunde ging es dann wieder zurück in die Jugendherberge, wo einige den Abend dann auch in geselliger Runde verbrachten, wohingegen es andere in die  Innenstadt oder an den Genfer See zog.
Am nächsten Morgen, die allgemeine Müdigkeit war nun schon etwas größer, ging es zum 30 Minuten entfernten Nestlé Research Center. Dort wurden wir gleich dreisprachig empfangen. Nach einer kleinen anfänglichen Stärkung mit diversen Köstlichkeiten hörten wir erst einen Vortrag über die Forschungsarbeit und die Devise von Nestlé  “Global activities of NRC“. Daran schloss sich ein englischsprachiger Vortrag über "Early warning at Nestlé" an, in dem uns erklärt wurde, wie Nestlé mit unterschiedlich gearteten Krisen in der Lebensmittelbranche umgeht.
Danach wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, in denen wir an je drei Workshops zur Grundlagenforschung  teilnehmen konnten. Hier  ging es zum Einen  um  die Zusetzung von Nährstoffen in Lebensmitteln, sowie die  neurophysiologische Funktionsweise von  Geschmack-/Geruchsinn und zum Anderen um  Konsumentenverhalte und kundenorientierte Produktentwicklung anhand von psychologischen Studien. In diesen Workshops arbeiteten wir unter wissenschaftlicher Anleitung interaktiv, als  es um die Erforschung des Verhältnisses von Geschmacks- und Geruchssinn ging. Darüber hinaus  lernten wir mikrobiologische Verfahrenstechniken kennen und konnten unser Wissen aus dem Biologieunterricht zum Aufbau und der Wirkungsweise des  Elektronenmikroskops vertiefen, indem uns dieses Gerät direkt vor Ort vorgestellt wurde. Interessant waren  darüber hinaus besonders die Vorführung und Auswertung von Filmmaterial, in welchem in psychologischen Experimenten das Essverhalten von Probanden untersucht wurde.
Bevor es weiter nach Vevey ging, wurden wir noch zu einem opulenten Essen in einem Speisesaal, in dem wir mehr als Geschäftspartner  denn als  SchülerInnen  bedient wurden, eingeladen. Am Nachmittag ging es dann noch ins Nestlé Headquarter, welches schon architektonisch beeindruckt. Dort wurden wir durch eine  Nestlé Ausstellung in der 6. Etage  geführt, die uns noch einmal vor Augen führte, wie unglaublich groß und  global omnipresent der Konzern ist und zugleich auch Impulsgeber für die Gestaltung der eigenen beruflichen Zukunft sein könnte.
Bei traumhaften Wetter am Genfer See vorbei ging es dann noch zu Fuß  ins Alimentarium, ein als  Nestlé Stiftung betriebenes  Lebensmittelmuseum, welches über die Themen Essen, Kochen und Einkaufen durch die Geschichte  berichtet. Insgesamt wurden hier Führungen in deutscher und englischer Sprache angeboten. Es sei hier noch einmal besonders hervorgehoben, welche Bedeutung Englisch als „lingua franca“ hat. Bei allen Veranstaltungen – sei es im CERN, im Nestlé Research Center, Headquarter oder Alimentarium war es neben der grundsätzlichen Neugier und dem Interesse an den fachlichen Zusammenhängen  auch wichtig zu spüren, welche Bedeutung das Beherrschen von Fremdsprachen  - hier insbesondere Englisch aber auch Französisch- ist.  Im Rahmen des interkulturellen Lernens  stand der Slogan “Think globally – act locally!“ immer wieder im Vordergrund.  
Der letzte Abend wurde dann in Gruppen teils in der Stadt, teils am See, teils in der Jugendherberge verbracht und eigentlich konnten alle nur bedauern, dass die Fahrt nun schon fast vorbei sein sollte.
Nachdem am Mittwochmorgen dann alle ihre Sachen gepackt und die Zimmer geräumt hatten, ging es um zehn Uhr zurück  Richtung Königstein. Die reibungslos verlaufende Rückfahrt wurde unterschiedlich genutzt, um die vielen schönen und interessanten Eindrücke schon einmal vorab zu verarbeiten. Als wir dann um 18:00 am Taunusgymnasium ankamen, war das Fazit klar: Jederzeit wieder, am liebsten sofort zurück!
Svenja Appuhn

„Es ging um alles.“

Roland Jahn zu Gast am Taunusgymnasium Königstein

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienste (BStU), in dieser Funktion Amtsnachfolger von Marianne Birthler und Joachim Gauck, besuchte im Rahmen des Zeitzeugenprogramms des Landes Hessen das Taunusgymnasium Königstein. Im vollbesetzten Theatersaal der Schule drängten sich Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 und eines Leistungskurses Geschichte mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. Organisiert wurde die Veranstaltung von Kollegin Susanne Nowka. In der DDR war Roland Jahn Mitbegründer der oppositionellen Friedensgemeinschaft Jena. Er protestierte gegen fehlende Meinungsfreiheit und die zunehmende Militarisierung in der DDR. Nach seiner Kritik an der Ausbürgerung Wolf Biermanns wurde er 1977 vom Studium der Wirtschaftswissenschaften exmatrikuliert. 1983 wurde er von der Stasi gegen seinen Willen aus der DDR geworfen. Von West-Berlin aus hielt er Kontakt zur DDR-Opposition und baute ein Informationsnetzwerk zwischen Ost und West auf. Für die ZDF-Redaktion „Kennzeichen D" und das ARD-Magazin „Kontraste“ berichtete er über Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in der DDR. Nach dem Fall der Mauer wurden die Folgen der SED-Diktatur eines seiner zentralen Themen als ARD-Redakteur. Im Januar 2011 wurde er vom Deutschen Bundestag zum neuen Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen gewählt. Am 14.März 2011 trat er sein Amt an. Ein Vortrag von 20 Minuten über den Alltag in der DDR war angekündigt, danach sollte eine offene Diskussion stattfinden. Das klingt ein wenig nüchtern und suggeriert eigentlich eher, was diesen eineinhalb Stunden nicht geschah. Jahn ging sofort in medias res. Anstatt sich mit einem trockenen Vortrag aufzuhalten, ging er unmittelbar auf die Schüler zu und konfrontierte sie abstrakt mit der Situation, in der er selbst sich 1977 befand, als er gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann Stellung bezogen hatte. In einem scheindemokratischen Vorgang sollten nämlich seine Kommilitonen darüber abstimmen, ob er es wert sei, weiterhin an der Universität Jena Wirtschaftswissenschaften studieren zu dürfen. Seine studentischen Freunde, die versicherten, zu Jahn zu halten, waren allerdings vor der „Abstimmung“ von der Stasi dergestalt bearbeitet worden, dass man ihnen die Konsequenzen für sie selbst und ihre Familien aufzeigte, sollten sie sich für Jahns Verbleiben an der Universität aussprechen. Dies zeigte Wirkung: Nur ein einziger Kommilitone hielt zu seinem Mitstudenten Jahn, für den das Studium damit beendet war. „Bewährung in der Produktion“ war die Maßnahme, welche die Partei, die ja immer Recht hatte, für einen solchen Fall uneinsichtiger Inanspruchnahme von Meinungsfreiheit vorsah: Statt Wirtschaft zu studieren fuhr Jahn nun Gabelstapler bei Carl Zeiss Jena. Was man mit Roland Jahn an diesem Nachmittag erlebte, war im Grunde so etwas wie mit pädagogischem Sendungsbewusstsein gepaarte, gelebte Vergangenheitsbewältigung. Das Trauma des unter Zwang abgebrochenen Studiums, aber auch die Zeit, die er aus politischen Gründen im Gefängnis verbrachte, scheint noch immer gegenwärtig. „Es ging nicht um ein Katz- und Maus-Spiel mit der Partei - es ging um alles.“ Die Stasi habe darauf gezielt, die Persönlichkeit, die Seele des Einzelnen zu zersetzen und ihn dort anzugreifen, wo er am verwundbarsten war. Und dies fand man über inoffizielle Mitarbeiter im Umfeld der betreffenden Person heraus. Straff organisierter Gruppenzwang und die ständige Bedrohung durch die Staatsgewalt - auch in Gestalt von Sippenhaft - hatten eine lähmende Wirkung auf einen Großteil der Bevölkerung der DDR. Seine Ausbürgerung in die Bundesrepublik betrachtet Jahn nur bedingt positiv - schließlich habe man ihm die Heimat genommen. „Heimat“ - für Jahn ein zentraler Begriff, der immer wieder aufschien. Das fortwährende „Zwischen-den-Stühlen-Sitzen“ - dem eigenen Verstand zu vertrauen, zur eigenen Überzeugung zu stehen einerseits und einem gewissen Verständnis für die im
eigentlichen Sinne überlebenswichtige Anpassung an die Parteilinie andererseits - scheint Jahn noch heute sehr zu beschäftigen. So war die Problematik von Mitläuferschaft und Schuld eines auch von den Schülern angesprochenen der Themen, aber etwa auch das Leben mit den allgegenwärtigen Stasi-Mitarbeitern. Zahlen flossen eher nebenbei ein:
90.000 offizielle Stasi-Mitarbeiter wirkten als „Schild und Schwert der Partei“, etwa 180.000 inoffizielle Mitarbeiter waren aus entweder aus Überzeugung tätig, angeworben oder zur Mitarbeit genötigt worden. 2,3 Millionen der Gesamtbevölkerung von 17 Millionen waren SED-Mitglieder. Wie gebannt lauschte das junge Publikum; die Offenheit und Authentizität, mit der Jahn
auftrat, hielt die Schülerinnen und Schüler über lange Zeit derart in Atem, dass man die berühmte Stecknadel hätte fallen hören können. Die Anspannung entlud sich in herzlichem, anerkennendem Applaus.

Känguru-Jubiläum am TGK

Bereits zum zehnten Mal wurde über spannenden Mathematikaufgaben beim Känguru-Wettbewerb am TGK geknobelt. Auch in diesem Jahr nahmen wieder über 400 Schülerinnen und Schüler mit viel Freude teil.

Verkauf nachhaltiger Schulhefte

Die Schülerinnen und Schüler vom Amguri-Projekt des TGK starteten vor einiger Zeit eine neue Aktion: Den Verkauf von nachhaltigen Schulheften.

Die Hefte wurden zu Beginn nur probeweise angeboten, jedoch zeigten sich schnell erste Erfolge, so dass diese nun dauerhaft angeboten werden können. Auch die erste daraus entstandene Spende konnte bereits an die Don Bosco School (Partnerschule in Amguri, Nord-Ost-Indien) weitergeleitet werden.

Also, bloß nicht den Kopf verlieren, wenn man mal vor der Klausur das Heft vergessen hat. Einfach ins WOB gehen, nach einem Heft fragen, kaufen und Gutes tun.

Lis Lyon (Q2/ PR-Beauftragte des Amguri-Projekts)

„Im Bademantel auf der Flucht“

Zeitzeugenbefragung zum Kriegsende im Seniorenwohnheim St. Raphael in Königstein von Ruben Zimmermann, Svenja Appuhn und Titus Fischer

Am Donnerstag, den 12.02.15, fand im Altersheim St. Raphael Königstein, unter Leitung von Herrn Blum, eine Befragung von sechs Zeitzeugen über die Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit durch insgesamt 20 Oberstufenschüler statt.

Nach einer anderthalbstündigen Einführung in die Zeitzeugenbefragung ging es zum Altersheim. In Gruppen von drei bis vier Schülern pro Zeitzeuge wurden in ca. zwei Stunden die vorher vorbereiteten Fragen an sechs freiwillige Frauen im Alter von 77-98 Jahren gestellt. Auffällig war, dass die Befragten positive Erinnerungen an den Beginn der NS-Zeit hatten. So habe man durch eine schwindende Arbeitslosenquote und einen Bauboom das Gefühl gehabt, dass es mit der Wirtschaft wieder aufwärts ginge. Die Kriegszeit wurde hingegen zwiespältig empfunden. Da die Frauen während des Krieges nicht an der Front eingesetzt waren, erlebten einige von Ihnen die Bombenabwürfe auf Frankfurt. So berichtete eine Zeitzeugin, dass sie als kleines Kind mit ihrer Mutter bei Fliegeralarm im Keller des Elternhauses Schutz suchten und sie großes Glück hatten, dass  sie von den Bomben nicht getroffen wurden. Denn als sie nach der Entwarnung auf die Straße ging, habe sie neben vielen zerstörten und brennenden Häusern sehr viele Leichen gesehen, die am Straßenrand zu Haufen gestapelt wurden. Dabei wunderte es uns, dass sie ihre Kindheit dennoch als schön empfand.

Es wurde auch von Erlebnissen berichtet, die man sonst wahrscheinlich nicht zu hören bekäme. Eine Zeitzeugin, die im Jahr 1945 acht Jahre alt war und ihre als „glücklich“ empfundene Kindheit in Österreich verbrachte, berichtete, dass häufig Frauen durch russische Soldaten vergewaltigt worden seien. An einem Tag seien auch russische Soldaten zu ihr nach Hause gekommen. Sie und ihre Geschwister hatten sich im Zimmer, in dem ihre Mutter hochschwanger im Bett lag, versteckt. Ein mit Maschinengewehr bewaffneter Soldat betrat das Zimmer und entriss der Mutter die Bettdecke. Wutentbrannt schoss dieser darauf mit der MP in die Zimmerdecke, worauf ihre Mutter die Wehen bekam und ihren Bruder gebar.
Eine andere Zeitzeugin, die im Jahr 1916 geboren ist, berichtete, dass sie vor der heranrückenden russischen Armee im Januar 1945 aus Königsberg (heute: Kaliningrad) mit  einem Rucksack, einem Schlitten und ihrem Hund in einem weißen Bademantel als Tarnung zu Fuß über Danzig nach Berlin floh.

Die darauf folgende Auswertung zeigte:
Zeitzeugen sind als historische Quelle mit Vorsicht zu behandeln. Zwar konnten wir im Vergleich viele Gemeinsamkeiten feststellen. Doch beeinflusst von Emotionen, Fremdeinflüssen und Zeit können sich diese Erinnerungen auch verändern. Nach Jahrzehnten wird Erlebtes teils schöner wahrgenommen und negative Erinnerungen werden verdrängt. Auch können Lücken an die eigene Erinnerung durch andere bzw. fremde ergänzt worden sein.
Dennoch handelt es sich um eine interessante Quellengattung, da sie Geschichte lebendig macht.
Wir haben viel im Umgang mit Zeitzeugen gelernt und unsere Kenntnisse zur deutschen Geschichte vertieft. Zudem wurde erneut offensichtlich, dass Krieg keine Option sein kann, da er Schrecken verbreitet, Familien und Freunde auseinanderreißt und durch Gewalt Entscheidungen erzwingt.

Ruben Zimmermann

Zeitzeugenbefragung im Seniorenheim St. Raphael
eine Reflektion von Svenja Appuhn und Titus Fischer

7:35 Taunusgymnasium, wir kommen zusammen mit den anderen 20 Teilnehmern der Zeitzeugenbefragung. Bevor es losgeht, sprechen wir mit Herrn Blum, der das Projekt betreute, über unsere Erwartungen, lernen wir, welche Frageformen am besten geeignet sind und arbeiten einen Fragenkatalog aus.
Was wir erwarteten? Abgesehen davon, dass wir uns emotionalere Schilderungen als die aus dem Geschichtsbuch erhofften, erwarteten wir auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus den unterschiedlichen Berichten herausarbeiten zu können. Auf diese Weise erhofften wir uns, einige wahre Begebenheiten rekonstruieren zu können.
Eine Stunde später machten wir uns dann auf den Weg zum wenige Fußminuten entfernten Seniorenheim. Dort wurden wir herzlich von den sechs Zeitzeuginnen sowie Herrn Kuhn, dem Betreuer, empfangen. Noch bevor wir in Gruppen die Frauen einzeln befragten, stellten die zwischen 75- und 98-Jährigen sich vor. Es stellte sich heraus, dass sie über ganz Deutschland und sogar Österreich verteilt aufgewachsen waren; wir konnten uns also auf sehr unterschiedliche und informative Berichte freuen. Wir wurden der Ältesten, der 1916 geboren Frau E., zugeteilt. Nachdem wir uns daran gewöhnt hatten lauter und deutlicher zu sprechen als wir es zunächst einmal versucht hatten (dazu kam, dass die Funktion des Hörgerätes, das Frau E. trug, nicht immer einwandfrei funktionierte), konnten wir beginnen unsere Fragen zu stellen. Ziemlich schnell stellten wir allerdings fest, dass es unmöglich war, unseren chronologisch aufgebauten Fragenkatalog wie geplant abzuarbeiten. Die Zeitzeugin sprang zwischen den vielen verschiedenen Ereignissen, die sie erlebt hatte hin und her. Außerdem berichtete sie verhältnismäßig ausführlich von alltäglichen Erlebnissen von der Zeit vor dem Krieg, und verhältnismäßig wenig von den für uns als besonders interessant und wichtig erachteten Erinnerungen zum Kriegende. Fragen die dieses Thema, sowie die Nachkriegszeit betrafen, wich sie ständig aus, indem sie mehrmals von den gleichen Alltäglichkeiten, wie zum Beispiel ihrer Ausbildung zur Lehrerin für Landwirtschaftslehre, berichtete. Je mehr uns klar wurde wie traumatisiert sie noch heute ist, trauten wir uns immer weniger Fragen zu sensiblen Themen zu stellen, wie zum Beispiel die Frage, ob sie denn Verwandte oder Bekannte im Krieg verloren hat. Des Weiteren fiel uns auf, dass die Zeitzeugin vorzugsweise von der näheren Vergangenheit, insbesondere der Wiedervereinigung, sprach. Diese Zeit stand jedoch bei unserer Befragung nicht im Fokus, da unsere Elterngeneration diese Zeit ebenfalls erlebt hat und uns bereits viel erzählt hatte. Trotzdem wurden unsere Erwartungen nicht völlig enttäuscht: Eine Geschichte, die uns besonders in Erinnerung geblieben ist, ist die, wie Frau E. zunächst von Königsberg und dann den Weg von Danzig (In Pommern) nach Berlin (448 Km) zu Fuß, begleitet nur von ihrem Schäferhund, zurücklegte. Um sich vor Fliegerangriffen der alliierten Truppen zu schützen, trug sie einen weißen Bademantel, um im Schnee nicht aufzufallen.
Als wir anschließend die Berichte im Plenum verglichen und reflektierten, stellten wir als Erstes fest, dass sich viele der Zeitzeuginnen schlichtweg an vieles nichtmehr erinnerten oder zumindest über einiges nicht sprechen wollten. Das hat wohl auch damit zu tun, dass man je älter man wird, versucht, sich an die guten Zeiten zu erinnern und die traumatischen Ereignisse zu verdrängen, wie auch eine der Damen selbst zugab. Darüber, ob Zeitzeugenbefragungen als historische Quelle sinnvoll sind, gab es verschiedene Meinungen.  Zwar stellte sich heraus, dass sich durchaus Gemeinsamkeiten durch die Berichte der 5 Zeuginnen zogen, dass auch diese jedoch von äußerst subjektiven Empfindungen geprägt waren und sich häufig auf kleinere Ereignisse, nicht jedoch auf gesamtgesellschaftliche und politische Prozesse bezogen. Auch wenn eine solche Befragung sicherlich nicht als einzige Quelle im Geschichtsunterricht genutzt werden kann, da zu den größeren historischen Zusammenhängen Zeitzeugen häufig nicht Stellung nehmen, oder diese auch teilweise verdrängt haben, waren wir uns trotzdem einig, dass dieses Zeitzeugenprojekt als Ergänzung zum Geschichtsbuch und insbesondere als persönliche Erfahrung absolut sinnvoll, bereichernd und interessant war. Insbesondere einen Einblick in die persönlichen Lebensumstände und Entbehrungen der Menschen in der damaligen Zeit zu bekommen, die aus heutiger Sicht unvorstellbar sind, war für uns sehr bereichernd und stimmte auch nachdenklich. Und nicht zuletzt werden wir, diejenigen die mit Zeitzeugen gesprochen haben, die Zeugen und Bewahrer dieser Überlieferung sein, wenn diese Generation einmal nicht mehr lebt.

Regionalwettbewerb "Jugend debattiert" in Kelkheim

Nach dem Schulentscheid am Freitag, dem 13. Februar 2015, fand nun am Montag, dem 09. März, der Regionalwettbewerb von „Jugend debattiert“ statt. Ort des Geschehens war ab 8.30 Uhr die Eichendorffschule in Kelkheim. In der Mittelstufe gingen Linda Bind und Jonas Wahl für das Taunusgymnasium in die Debatte. Das Halbfinalthema lautete: „Soll die Teilnahme an den Bundesjugendspielen auch für Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 freiwillig sein?“ Jonas Wahl wurde in seiner Debatte von der Jury auf den ersten Platz gesetzt und Linda Bind wurde in ihrer Debatte Zweitplatzierte. Damit hatten sich beide für das Finale qualifiziert. Parallel dazu fand das Halbfinale in der Oberstufe statt. Hier lautete das Thema: „Sollen von den Gemeinden und Städten unserer Region mehr Flüchtlinge aufgenommen werden?“ Svenja Appuhn konnte sich souverän durchsetzen in ihrer Debatte, aber auch Julia Weber kam als Zweitplatzierte ihrer Debatte zusammen mit Svenja ins Finale. Somit standen alle vier TaunusschülerInnen im Finale, das nun vor Publikum in der Aula der Eichendorffschule ausgetragen wurde. Vom Taunusgymnasium waren inzwischen zwei Klassen mit der Regionalbahn angerückt, um unterstützende Präsenz zu zeigen. Das Thema des Mittelstufenfinales lautete: „Soll ein Umweltpfand für Mobiltelefone eingeführt werden?“ In einer recht zähen Debatte hatte Linda Bind letztlich die besten Argumente und wurde Regionalsiegerin. Jonas Wahl kam zu Beginn nicht richtig in die Debatte und musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben. Dass er es kann, hat er aber im Halbfinale bewiesen. Nun folgte der Höhepunkt der Veranstaltung: Das Finale der Oberstufe. Das Thema der Debatte war: „Soll bundesweit eine allgemeine Impfpflicht gegen Masern eingeführt werden?“ Svenja Appuhn war auch hier argumentativ nicht in die Bredouille zu bringen und wurde unangefochten Regionalsiegerin. Den zweiten Platz in dieser Maserndebatte sicherte sich Julia Weber. Somit vertreten Svenja Appuhn, Julia Weber und Linda Bind das Taunusgymnasium beim südhessischen Landesentscheid am Freitag, dem 27. März, in der Bachgauschule in Babenhausen, wo die Erfolgsgeschichte ja noch längst kein Ende haben muss.
Franz-Peter Budde

7.Kul(tur)inarischer Abend am Taunusgymnasium

Er gereichte auch dem Schwerpunkt Musik am Taunusgymnasium zur Ehre, der mittlerweile 7. Kul(tu)rinarische Abend im Theatersaal unserer Schule: Immerhin acht von vierzehn Beiträgen bei dieser jährlich stattfindenden Talentshow des Taunusgymnasiums waren musikalische Leistungen – und dies auf beachtlichem Niveau. Freilich gibt es zwischen der Arbeit im Schwerpunkt Musik und der Konzeption des Kul(tur)inarischen Abends nur einen eher mittelbaren Zusammenhang, denn das,  was hier präsentiert wird, geht zu einem erheblichen Teil auf zusätzliche Initiativen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler und ihrer Eltern zurück.  Durch das Programm führte auch diesmal Christine Antony, die seit sieben Jahren die Gesamtleitung des Abends innehat. Technik und Beleuchtung übernahmen Arno Schulze (Q4) und Jan Berg (E2), Niklas Hommen (Q4)  assistierte auf und hinter der Bühne. 

Den Anfang machte die TGK-Big Band, die unter ihrem Leader Martin Hublow mit „Don’t know why“ und „On Broadway“ ordentlich „groovte“. Offenbar hatte die unmittelbar vorangegangene Intensivprobenphase in Bad Homburg einen großen musikalischen Schub gebracht. Aus den „Jahreszeiten“ op. 37a von Peter Iljitsch Tschaikowsky trug Ferry Greiner (Klasse 6a) ausdrucksvoll den „Juni“, eine Barcarolle, vor. Tonschön und lebendig spielte die Bratschistin Theresa Farnung (Klasse 5d) mit ihrem Vater Torsten Farnung am Klavier das Concertino im ungarischen Stil von Oskar Rieding. Von dem Komponisten Oliver Hasenzahl (Jahrgang 1966) stammte eine „Improvisation“, welche die beiden Sechstklässler Moritz Henninger und Geronimo Toma differenziert gestaltet zur Aufführung brachten. Hoch anzurechnen war es hier Moritz Henninger, dass es ihm gelang, nicht in Panik zu geraten, als sich während des Vortrags sein Doppelrohrblatt aufzulösen drohte. 

Linus Dittmer (Klasse 7a) hatte man bislang „nur“ als Geiger und Komponisten in Erinnerung – an diesem Abend aber stellte er bemerkenswerte Fähigkeiten als aufmerksamer und pianistisch gewandter Begleiter der Geigerin Laura van den Brink (9f) unter Beweis. Ausdrucksstark musizierten die beiden den ersten Satz („Hora Hatikvah“) aus dem „Israeli Concertino“ von George Perlman (1897-2000). In bezaubernder Klarheit erlebte man zwei Volkslied-Sätze für Frauenchor („Schwesterlein“, „Ich hört‘ ein Sichlein rauschen“) mit den Frauenstimmen des TGK-Kammerchors unter der Leitung von Tina Müller-Behet. Einträchtig und überaus klangschön musizierten hier Schülerinnen, Lehrerinnen und Sängerinnen aus der Elternschaft des Taunusgymnasiums. Mit Frédéric Chopins Nocturne Es-Dur op. 9/2 und der erhabenen zwölften Etüde c-Moll aus Opus 25 – Letztere in ebenso imponierendem wie wohldisponiertem Tempo – setzte Mohin Jan Fariod (Q2) an diesem Abend ein virtuoses Glanzlicht. 

Zwischen den musikalischen Beiträgen erlebte man unter dem Motto „Pirates of the Carribean“ zunächst die von Felicia Mauch angeleitete Zirkus-AG mit allerlei effektvollen Kunststücken. Schülerinnen und Schüler der Klasse 6e präsentierten einen Teil ihres unter Anleitung von Sibylle Menz produzierten französischsprachigen Films „Vive la chimie“. Matea Janjić deklamierte, begleitet von Viktoria Pfeil am Klavier (beide Klasse 7b) eine eigene im Deutschunterricht entstandene, vom Titanic-Unglück inspirierte Ballade „My heart will go on“. Mit Sonja Dawson (9g) und Nike Löbsack (a. G.) erlebte man ein brillantes Stepptanz-Duo, mit Henrietta Hammerschmitt (5b) und ihrer älteren Schwester Josefine (9c) eine atemberaubend furiose, dabei von geradezu verblüffender Leichtigkeit getragene Sport-Aerobic-Präsentation. Mit einem ausdrucksstarken Modern Dance solo von Helen Dawson schließlich endete der Tanzteil des Abends. Als Überleitung gleichsam zum asiatischen Motto des kulinarischen Teils des Abends erklärte Ye-Im Lee (Q2) in wohlgesetzten Worten traditionelle koreanische Kleidung in ihrem historischen und gesellschaftlichen Kontext. Ihre jüngere Schwester hatte sie gleichsam als Model für die farbenprächtige folkloristische Ausstattung mitgebracht. Danach wechselte ein begeistertes Publikum zum kulinarischen Teil der Veranstaltung in die Cafeteria, wo die ehrenamtlichen Eltern der „WOB“ (World of Breakfast) die Bewirtung mit asiatischen Köstlichkeiten übernahmen. Die musikalische Unterhaltung dort übernahmen Isabell Büttner (Gesang) und Mohin-Jan Fariod am E-Piano. Zur gleichen Zeit konnte man Matea Janjić, die man zuvor schon mit dem Vortrag ihrer selbstgedichteten Ballade erlebt hatte, beim Zeichnen von Mangas über die Schulter schauen. 

Bundeswettbewerb für Moderne Fremdsprachen 2015: Wir sind dabei!

Nach der beeindruckenden Landespreisverleihung im letzten Schuljahr an unserer Schule (wir berichteten) hatte doch der „Funkenflug der Begeisterung zur Teilnahme“ einige der Schülerinnen und Schüler des TGK erreicht.
So nahmen am 21. Januar 2015 insgesamt 15 Kandidaten erstmalig am Solo Wettbewerb 8/9 in der Sprache Englisch statt. Thema der Hausarbeit und der Klausur (die an unserer Schule gestellt wurde) war „New Zealand“; gefragt waren  insbesondere Lese- und Hörverstehenskompetenz, Kenntnisse zur Landeskunde sowie das kreative Vermögen einen Essay zu schreiben, der die Situation vorgab, dass während eines Ferienaufenthaltes auf Neuseeland ein Vulkan ausbricht. Insgesamt 4 Stunden dauerte der Test. Wie die Schülerinnen und Schüler abgeschnitten haben, wird Ende Mai /Anfang Juni bekannt gegeben. Wir drücken ganz fest die Daumen.
In der Kategorie „Team Schule“ gibt es in diesem Jahr diverse Beiträge aus der Unter- und Mittelstufe in den Sprachen Englisch und Französisch. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe sich in kleineren Teams zusammenzufinden und einen Beitrag von maximal 12 Minuten zu kreieren, in dem sie ihre Sprachkompetenz unter Beweis stellen.
Nach den schönen Erfolgen in der Vergangenheit ( „Girl against the jungle“ /2011; „The Kingstone Tales or the magic of listening“ /2012 ; „The Neanderthals“ /2013 und „My Zombie best friend“ /2014) gehen in diesem Jahr im Fachbereich Französisch 3 Beiträge (2x Jahrgang 6/Frau Sibylle Menz; 1x Jahrgang 8/Frau Dorothee Rapp) und in der Sprache Englisch 6 Beiträge (5x Jahrgang 6 advanced English /Frau Christine Bosch und 1x Jahrgang 7/Frau Ruth Stücke) „ins Rennen“. Auch hier gilt: „We´ll keep our fingers crossed!“, wenn die Landesjury am 3. und 4. März in Gießen die „Werke“ unter die Lupe nehmen wird.
Weiterhin wird unsere Wettbewerbskultur in den Fremdsprachen bereichert durch den europaweit stattfindenden „Big Challenge“ am 12. Mai 2015 für alle interessierten Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 – 9. Die Anmeldungen laufen zurzeit „auf Hochtouren“. Allen Teilnehmern wünschen wir viel Spaß und Erfolg!

Schulfinale "Jugend debattiert"

Beim finalen Schulentscheid von "Jugend debattiert" 2014/2015 in der Bibliothek am Freitag, den 13.02.2015, konnten sich nach interessanten Debatten drei unserer Schüler/Schülerinnen für den Regionalwettbewerb, der am 9. März in der Eichendorffschule in Kelkheim stattfinden wird, qualifizieren: Linda Bind (9a) und Jonas Wahl (9c) für die Sekundarstufe I und Svenja Appuhn (Q2T07) für die Sekundarstufe II. Wir hoffen, dass sie ihre rethorischen Fähigkeiten weiterhin erfolgreich präsentieren können!

Svenja Appuhn ist Siegerin des Wettbewerbs „Young Women in Public Affairs“

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Das hatten die Frauen vom Zonta-Club Bad Soden-Kronberg hervorragend arrangiert: Das Benefizkonzert mit sechs jungen und talentierten Künstlern zwischen 16 und 19 Jahren war für sich schon ein musikalisches Erlebnis. Die darin eingebettete Auszeichnung von vier engagierten Schülerinnen im gleichen Alter passte hervorragend dazu. Der Theatersaal im Augustinum war bis auf den letzten Platz besetzt, als Zonta-Präsidentin Carolina Klockow und Bürgermeister Norbert Altenkamp die Gäste begrüßten und hr3-Moderatorin Ariane Wick in lockerer Art durchs Programm führte.

Die vier jungen Frauen aus Bad Soden, Kronberg und Neu-Isenburg haben sich in herausragender Weise engagiert – in ihrer Schulgemeinde, für das Gemeinwesen und bei der Integration von Flüchtlingen. Und sie haben sich mit der Stellung der Frau im eigenen Land sowie weltweit auseinandergesetzt. Dafür wurden Svenja Appuhn, Marja-Lena Jacobi, Melanie Zimmermann und Nadine Reinhart jetzt ausgezeichnet. Svenja Appuhn ging als Siegerin aus dem Wettbewerb „Young Women in Public Affairs“ hervor, den der ansässige Zonta Club in diesem Jahr zum ersten Mal veranstaltet hat. Die 17-jährige erhielt eine Prämie von 300 Euro und hat nun die Chance, sich für den nächsten Zonta International Wettbewerb auf Distriktebene im April zu bewerben. Die Präsentation der übrigen drei Bewerberinnen war in ihren Schwerpunkten so ausgewogen, dass sich eine sechsköpfige Jury dafür entschied, an Marja-Lena Jacobi, Nadine Reinhart und Melanie Zimmermann drei zweite Plätze zu vergeben.

Die Auszeichnung sollte eine Anerkennung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten sein, betonte Zonta-Organisatorin Fiona Ruff, und die jungen Frauen anspornen, früh Führungsaufgaben zu übernehmen und mitzuhelfen, den Status der Frauen zu verbessern. International engagiert sich Svenja Appuhn seit drei Jahren für das Amguri-Projekt im Nordosten Indiens, wo von Königstein aus eine Dorfschule unterstützt wird. Nach ihrem Abitur will sie für ein freiwilliges soziales Jahr nach Indien gehen. Diese Offenheit gepaart mit dem Wunsch, den Menschen in der ihnen fremden Umgebung zu helfen, hat die beiden Sodener Schülerinnen, Marja-Lena Jacobi und Melanie Zimmermann, veranlasst, zu den Asylbewerbern, die seit 2013 in der Kurstadt leben, Kontakt zu knüpfen. Die 16-jährige Marja-Lena vom Taunusgymnasium in Königstein und ihre 18-jährige Freundin Melanie vom Albert-Einstein-Gymnasium in Schwalbach haben die bemerkenswerte Initiative „Buntes Zuhause“ gegründet. Sie haben es fertig gebracht, dass regelmäßig alle zwei Wochen deutsche Jugendliche und junge Flüchtlinge im „Jugendcafé“, einem offenen Jugendtreff, in der Sodener Altstadt zusammenkommen. Dort wird gemeinsam Deutsch gelernt, gekocht, Tischtennis gespielt und musiziert.

Diese Begegnungen unterschiedlicher Mentalitäten und Kulturen hätten sie sehr bereichert, betonen Jacobi und Zimmermann. Beider Wunsch ist es, nach dem Abitur für ein Freiwilliges Soziales Jahr ins Ausland zu gehen. Jacobi könnte sich die Arbeit in einem Kinderheim in Afrika vorstellen. Beruflich hat Zimmermann zwar noch keine konkreten Pläne, doch ein Studium in Richtung Entwicklungsdienst hält sie für denkbar.

Abiturientin Nadine Reinhart von der Goetheschule in Neu-Isenburg hat sich als Streitschlichterin ausbilden lassen. Es reize sie, sich immer wieder in die Schüler hinein zu fühlen, betont die 18-Jährige, und eine befriedigende Lösung für beide Parteien zu erreichen.

„Dass man eingesperrt war, wusste jedes Kind!“

Die Zeit der DDR ist für heutige Schüler oft eine Zeit, die in Geschichtsbüchern steht, eine Zeit, die vergangen ist und keine Verbindungen zu ihrem Alltagsleben hat. Welche Verbindungslinien aber existieren und wie man sich das Leben in der DDR gerade als Jugendlicher vorstellen muss, veranschaulichte der Journalist, Autor und Zeitzeuge Roman Grafe am 26.01.2015 den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe Q3 und anschließend der 9c.

In seiner ersten Lesung stellte Roman Grafe zunächst Passsagen aus seinem Buch „Die Grenze durch Deutschland. Eine Chronik von 1945 bis 1990“ vor. Er schilderte eindrucksvoll das Schicksal von Max Grübner. Dieser war am 9. November 1955 beim Versuch, in den Westen zu fliehen von Ulrich Gau, einem Grenzsoldaten der DDR, angeschossen worden und erlag letztlich seiner Verletzung. Die spätere Obduktion ergab, dass Max Grübner wahrscheinlich durch das Leisten Erster Hilfe hätte gerettet werden können. Weder DDR-Grenzer noch Grenzsoldaten der Bundesrepublik hatten Max Grübner geholfen, da eine Befugnis hierzu gefehlt habe.
Nach einer kurzen Pause setzte Roman Grafe zu einem Zeitsprung an. Er schilderte den Prozess gegen Ulrich Gau, der sich 1994 vor dem Geraer Landgericht für den Tod des Flüchtlings Max Grübner zu verantworten hatte und schließlich ein vergleichsweise mildes Urteil erhielt.
In der sich anschließenden Diskussionsrunde beantwortete Roman Grafe sehr ausführlich Fragen der Schülerinnen und Schüler des Taunusgymnasiums. So berichtete er über sein Leben in der DDR. Er erklärte, dass man bereits in der 5. Klasse gelernt habe, dass die Grenze der antifaschistische Schutzwall sei, dass Todesschüsse von Grenzsoldaten als „Friedenstaten“ gepriesen wurden und dass der Westen „Sehnsuchtsort“ war, der „angesagt“ war. Zudem habe jedes Kind gewusst, dass man eingesperrt war. Alle hätten „alles gewusst, um „Nein“ zum System zu sagen“, auch wenn dies zu Wenige getan hätten.
Auch seine Einstellung zu heutigen politischen Fragen teilte Roman Grafe mit seinen Zuhörern. Insbesondere heutige Karrieren ehemaliger SED-Größen und das Wiedererstarken der „Linken“ empörten ihn merklich.

Im Anschluss stellte Roman Grafe einen Essay aus seinem Buch „Die Schuld der Mitläufer“ der 9c des Taunusgymnasiums vor. In diesem schildert Sibylle Schönemann, eine ehemalige DEFA-Regisseurin, wie sie nach dem Stellen eines Ausreiseantrags verhaftet und eingesperrt wurde. Sie beschreibt, wie ihre Kinder in staatliche Obhut genommen wurden und welche Rolle dabei sogenannte „Mitläufer“ gespielt haben. So hätten Mitläufer nicht das Leben oder die Freiheit riskiert, wenn sie dem System widerstanden und zumindest passiv Widerstand geleistet hätten.

Die Vorträge mit anschließenden Fragemöglichkeiten, die viele Schülerinnen und Schüler zur Diskussionen anregten, wurden von Frau Nowka in Kooperation mit der Friedrich Naumann Stiftung „Für die Freiheit“ und dem Förderverein des Taunusgymnasiums organisiert.

Die erste Ausgabe der Unterstufenzeitung erscheint

Es war Theresa aus der Klasse 5d, die in der letzten SR-Sitzung fragte, warum es am TGK keine Schülerzeitung gebe. Svenja, stellvertretende Schulsprecherin, erinnerte sich an mehrere gescheiterte Versuche der letzten Jahre, in denen Oberstufen-Schüler und Oberstufen-Schülerinnen versucht hatten, eine Schülerzeitung herauszubringen, nachdem die letzte 2009 erschienen war. 

Daraufhin kam ihr spontan die Idee, eine "Unterstufen-Zeitung" zu gründen. Ihrer Einschätzung nach haben viele Schüler_innen der unteren Jahrgänge mehr Zeit und auch Motivation zum Schreiben von Artikeln als die Ältern. So war die Idee geboren und sogleich wurde kräftig für Beteiligung geworben. 

Anfang Februar konnten Svenja, Gina und Jenny von der SV die zuvor gelayoutete und in der Schule gedruckte Zeitung an ca. 400 5.-7.Klässler_innen verteilen. Darin befinden sich neben Filmtipps, Witzen, einem Artike über Feuerwerk und einer Kurzgeschichte auch die Einladung zum nächsten Redaktionstreffen am 23.Januar um 12:45 in Raum 223 und ein Preisauschreiben für den besten Namensvorschlag für die Zeitung (die bisher noch namenslos ist).

Artikel für die nächste Ausgabe in 2-3 Monaten können jederzeit (auch ohne Anwesenheit beim Redaktionstreffen) an sv-tgk(at)gmx.de geschickt werden.

Wir freuen uns auf die nächste Aufgabe und wünschen bis dahin viel Spaß bei der Lektüre der Aktuellen.

Tag der offenen Tür am Taunusgymnasium Königstein

Das neue Seiten-Entree und die Räume, die nach dem Umzug der Friedrich-Stoltze-Schule freigeworden waren, waren noch nicht ganz fertiggestellt, doch schien dies die zahlreichen Besucher des diesjährigen Tages der offenen Tür nicht im mindesten zu stören. Für all diejenigen, die sich ein Bild von dem vielfältigen und umfangreichen Lernangebot und dem Schulleben am Taunusgymnasium machen wollten, hatte die Schule ihre Pforten geöffnet. Die Besucher erwartete ein umfangreiches Programm mit umfassenden Informationen zu allgemeinen, fachspezifischen und fachübergreifenden Themen und Angeboten. Auch gab es zahlreiche Gelegenheiten zu Einblicken in die Unterrichtsarbeit und die Arbeit in den Arbeitsgemeinschaften sowie den zusätzlichen Lern- und Betreuungsangeboten am unserer Schule. Vertreten etwa waren neben den Fremdsprachen Englisch (mit bilingualem Angebot), Französisch (als erste und zweite Fremdsprache) und Latein (als zweite Fremdsprache) auch die beiden vom Hessischen Kultusministerium anerkannten und geförderten Schwerpunkte der Schule: der mathematisch-naturwissenschaftliche (MINT) und der musikalische Schwerpunkt, letzterer mit seinem Angebot an Chören und Orchestern sowie den Bläser- und Streichergruppen. Im Theatersaal des Taunusgymnasiums konnte man in die Probenarbeit der Bläser- und Streichergruppen Einblick nehmen. Auch in diesem Jahr organisierte Schulelternbeirätin Corinna Weber die Bewirtung der Besucher mit Eltern der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5. 

Taunus Fungi 2014 – “Same procedure as last year …“

Auch in diesem Jahr fand unter der Leitung von Professor Heinz Hänel (Goethe Universität, Frankfurt) im Rahmen des bilingualen Unterrichtsangebotes die Pilzwanderung im Falkensteiner Forst statt. Diese Veranstaltung erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit bei Schülerinnen und Schülern, sowie Eltern und Kolleginnen und Kollegen des TGK.
Sowohl viele “poisonous“ als auch “eatable“ Vertreter gelangten unter die Lupe des „Großen Meisters“, der mit bewundernswerter Sachkompetenz geduldig die Fragen der eifrigen Pilzwanderer beantwortete.
Eine inzwischen willkommene Tradition, die ihren festen Platz im schulischen Terminkalender gefunden hat.

„An apple a day keeps the doctor away.“

Fast scheint es so, als habe diese englische Volksweisheit bei dem Projekt “Aktion gesunde Kids”, angeregt von der von der Rotary-Initiative „gesundekids eG“, Pate gestanden. Mit einer Großlieferung von Äpfeln überraschte der vom Rotary-Club Bad Soden-Königstein beauftragte Obstbauer Michael Schramen aus Fischbach (links im Bild) die Taunusgymnasiasten. Stellvertretend für alle anderen nahm die Klasse von Herrn Wingenfeld den Obstsegen inklusive apfelgerechter AOK-Frühstücksboxen entgegen.

Das Taunusgymnasium dankt!

Theater-Doppel am Taunusgymnasium: Plötzlich ist alles ganz anders

Zwei Einakter brachte die Theater-AG des Taunusgymnasiums bei ihrem jüngsten Projekt auf die Bühne des Theatersaals des Taunusgymnasiums: die Jugendtheaterstücke „Die Luft ist raus!“ von Thomas Gehring und „Creeps“ von Lutz Hübner. Ersteres spielt im Sportlermilieu. Die Aktivitäten der Frauenfußballtruppe der Spielvereinigung – in der Inszenierung von Corinna Spatz-Moritz und Wolfram Holdt heißt sie TGK 1890 – stehen unter keinem guten Stern. Ein Spiel steht unmittelbar bevor, aber noch sind nicht alle Spielerinnen anwesend. Ein Streit zwischen der Spielführerin, Toni, und der Topstürmerin, Bea, schwelt vor sich hin. Mit der Nachricht, dass jemand Trikots beschädigt und die beiden Spielbälle zerstochen hat, ist aus der Sicht der Spielführerin, die schon mal tüchtig die Meisterschaft vorgefeiert hat, der Schuldige schnell ausgemacht. Mit fadenscheinigen Argumenten und konstruierten Beweisen versucht sie in einer Art Gerichtsverhandlung, in deren Verlauf allerdings immer klarer wird, wer der tatsächliche Übeltäter ist, die Topstürmerin aus der Mannschaft zu kicken. Unvermittelt taucht der Trainer auf und ergreift Partei – leider für die Falsche. Durch einen verlorenen Schuh kommt schließlich die Wahrheit ans Tageslicht: Toni ist die eigentlich Schuldige – und schlagartig ist alles ganz anders: plötzlich sind alle auf Beas Seite. Niklas Kuchenbrandt (Doppelbesetzung mit Alexander Gallus), Karoline-Sophie Klenke, Lisa Engel, Tara Urbach (Doppelbesetzung mit Veronica Lee), Laura-Maria Loch, Tessa Klein, Natalie Saloch, Isabelle Gallus und Marlene Winkler waren die Akteure im Frauenfußball des „TGK 1898“. 
Eine ähnliche Wendung vollzieht sich in Lutz Hübners Stück „Creeps“. Lilly, Maren und Petra, trudeln nacheinander in einem mit Sitzgruppe und Hausbar wohnlich eingerichteten Warteraum eines Studios ein. Den Hintergrund dominiert der knallig-pinke Graffiti-Schriftzug „Creeps“. Die drei jungen Damen verbindet, dass jede von ihnen glaubt, mit ihrer Video-Bewerbung einen Moderatoren-Superjob bei einer „Trendfashionmusicshow“ namens „Creeps“ ergattert zu haben. Allmählich erst stellt sich heraus, dass dies offenbar ein Irrtum ist und sie sich in Wirklichkeit noch in der letzten Casting-Runde befinden.
Es kommt, wie es kommen muss, wenn drei Konkurrentinnen sich auf engstem Raum für denselben Job profilieren müssen: der Zickenkrieg lässt nicht lange auf sich warten. Der nur als Lautsprecherstimme („Offvoice“) präsente, in jugendsprachliche Anglizismen geradezu verliebte Regisseur lässt die drei zudem in jeder Hinsicht „vortanzen“, hetzt sie buchstäblich gegeneinander auf. Die Fassade bröckelt, der Konkurrenzkampf eskaliert – bis klar wird, dass ohne Wissen der Bewerberinnen während der gerade entstandenen Probeaufnahmen bereits die notwendigen Elemente für die Produktion eines Trailers entnommen wurden. Plötzlich dämmert den drei jungen Damen, dass man sie hinters Licht geführt und ausgenutzt hat. Die spalterischen Energien sind enttarnt und – was zuvor niemand gedacht hätte – man verträgt sich.
Großartig gelang in der Inszenierung von Corinna Spatz-Moritz und Wolfram Holdt die Charakterisierung der drei Konkurrentinnen. Verblüffend authentisch verkörperte Julia Menigat die Rolle der Lilly, der aggressiven Zicke aus gutem Hause – an Dreistigkeit, affektiertem Gehabe, Arroganz und Besserwisserei wohl kaum zu übertreffen. Eindrucksvoll spielte Gina Linnert die ökologisch engagierte Maren, die „etwas bewegen“ will, allerdings in der Schule gescheitert ist und glaubt, sich im Falle eines Misserfolgs zu Hause nicht mehr blicken lassen zu können – weil Mami schon allen erzählt hat, dass ihre Tochter bald ein Fernsehstar ist. Die aus „K.-M.-Stadt“ stammende Petra weiß nicht so recht, wie sie sich geben soll, als der Regisseur von ihr verlangt, mal so richtig „die Sau rauszulassen“ – in ihrer Heimat gebe es keine Gelegenheit dazu, dort gehe man beizeiten schlafen. In der Zurückhaltung dieses schlichten, aufrichtigen Charakters gelang Jasmin Seimetz eine anspruchsvolle darstellerische Leistung. Nicht zuletzt freilich war es die gleichsam faunesk timbrierte „Offvoice“ Wolfram Holdts, die dem unsichtbaren Regie-Erlkönig etwas nur scheinbar Freundliches, eigentlich aber eher beklemmend Bedrohliches verlieh, das den Druck auf die Casting-Opfer immer weiter steigerte. Hier erlebte man eine wirkungsvolle dramaturgische Annäherung an den Titel des Stücks, „Creeps“, im Englischen ein umgangssprachlicher Ausdruck für widerliche Menschen. Der begeisterte Applaus bei der Premiere galt neben den brillanten schauspielerischen Leistungen sicher auch der Inspizienz (Amina Zorgani) und der Technik (Jan Berg, Dennis Botta, Arno Schulze), die einen erheblichen Teil zum Gelingen des Abends beitrugen.

4. Platz für das Amguri-Projekt

Beim Wettbewerb des Bundespräsidenten 2014 hat das Amguri-Projekt einen starken vierten Platz erreicht. Das Projekt hatte sich im Frühjahr dieses Jahres dazu entschieden an dem Wettbewerb unter dem Motto "eine Welt für alle" teilzumehmen. Der Wettbewerbsbeitrag bestand aus einem Memory, bei dem immer zwei Bilder zusammengehörten, die einmal SchülerInnen des Taunusgymnasiums und einmal SchülerInnen der DonBosco School bei Aktivitäten wie lernen, waschen und essen zeigten. Dazu kam eine ausführliche Spielanleitung in der die Bilderpaare erklärt und im Bezug auf den Unterschied der wirtschaftliche Verhältnisse untersucht wurde. Nicht zuletzt reichte das Projekt einen Bericht über die eigene Arbeit am Taunusgymnasium ein. Das Amguri-Projekt hat seit 2009 in Kooperation mit childaid network die Patenschaft für die DonBosco School Amguri im Nordosten Indiens übernommen und unterstützt sie seit dem mit mehrern Tausend Euro pro Jahr

Zwar hat das Projekt nur um einen Platz eine Einladung zur Ehrung durch Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin knapp verfehlt, dennoch sind alle höchst zufrieden mit dem Ergbenis.

Und eines ist für die Mitglieder der AG klar: Beim nächsten Mal werden sie auf dem Podest stehen.

Berufsinformationstag mit Rotary

Immer wieder wird er gern von der Schülerschaft des Taunusgymnasiums angenommen, der jährlich im November stattfindende Berufsinformationstag mit Rotary. Hier haben Schülerinnen und Schüler ab der Stufe Q3 die Gelegenheit, sich beruflich zu orientieren, herauszufinden, welchen Weg sie nach dem Abitur einschlagen wollen. Wieder war es eine Fülle von Beratungsangeboten, die an diesem Abend zur Verfügung stand. Unter anderem standen Experten aus den Bereichen Informationstechnologie, Medizin (Röntgenologie), Biologie, Pharmazie, Jura, Personalmanagement, Elektrotechnik, Luftfahrt, Hotelgewerbe, Nahrungsmittelindustrie mit den Untersparten Betriebswirtschaftslehre, Lebensmitteltechnologie und -chemie, Marketing, Verkauf und Einkauf bereit, um den Schülerinnen und Schülern eine möglichst klare Vorstellung von den verschiedenen Tätigkeitsfeldern zu vermitteln. Weitere Beratungsmöglichkeiten gab es bei Vertretern der Polizei, des Hotelgewerbes, einem Immobilienmakler und der Organisation „Volunta“, die interessierten Schulabgängern Möglichkeiten für einen internationalen Jugendfreiwilligendienst eröffnet, um nach dem Abitur in einem Sozialen Jahr erst einmal „über den Tellerrand hinaus“ zu schauen. Neben den „Young Professionals“ (Europäische Studiengänge, BWL, Duales Studium) war an diesem Abend auch Rotaract, die Jugendorganisation der Rotarier mit einer Gruppe von Gesprächspartnern präsent.

Kreismeister ohne Gegentor

In diesem Jahr fanden die Kreismeisterschaften der Schulen im Mädchenfußball in der Wettkampfklasse II auf der Sportanlage „Muckenäcker“ in Usingen statt. Am Dienstag, dem 30. September 2014, war es soweit. Das Mädchenteam des Taunusgymnasiums  bestieg in Königstein-Mitte den Bus nach Bad Homburg. Von dort ging es mit der Bahn weiter nach Usingen. Vom Usinger Bahnhof bis zu den Muckenäckern waren noch einmal 20 Minuten Fußweg zu bewältigen. Somit waren die Spielerinnen bereits auf Betriebstemperatur, als sie die Umkleidekabine erreichten, die sie wenig später in den zeitlos schönen Schultrikots im Brasilstyle wieder verließen. Im ersten Spiel ging es gegen die ortsansässge Christian-Wirth-Schule. Die Taunusschülerinnen ließen in der Abwehr nicht eine ernst zu nehmende Torchance der Usingerinnen zu und gingen verdient nach 30 Minuten Spielzeit als Siegerinnen vom Platz. Zwei Treffer von Linda Bind und einer von Nikem Smet stellten den 3:0-Endstand sicher. Ohne nennenswerte Pause ging in der Folge gegen das Gymnasium Oberursel.  Es entwickelte sich ein zähes Spiel zweier gleichstarker Mädchen-teams, in dem die Oberurselerinnen in der ersten Spielhälfte mehrfach die Chance hatten, in Führung zu gehen, weil die Abwehrreihe der Königsteiner-innen zu hoch stand, aber diese Möglichkeiten wurden von Oberursel nicht genutzt. Die Abwehrproblematik konnte in der Pause von Trainer Franz-Peter Budde offensichtlich erfolgreich angesprochen werden, denn in der zweiten Spielhälfte konnte man im wahrsten Sinne des Wortes von einem Königsteiner Abwehrriegel sprechen. Kurz vor Spielende erzielte Laura Bind das ent-scheidende Tor zum insgesamt etwas glücklichen 1:0-Sieg. Nun gab es eine einstündige Pause, die auch dringend erforderlich war nach einer Stunde Fußball mit höchster physischer als auch mentaler Beanspruchung. Der dritte und letzte Gegner sollte es dem Team um Spielführerin Carlotta Böer dafür dann nicht allzu schwer machen. Das Team der Kronberger Altkönigschule war nur noch bedingt motiviert und wurde von den Königsteinerinnen mit 8:0 vom Kunstrasen gefegt. Letztlich wurde das Taunusgymnasium mit 9:0 Punkten und 12:0 Toren Kreismeister des Hochtaunuskreises und vertritt denselben demnächst auf Bezirksebene. Für das Taunusgymnasium spielten: Angela Weber (4), Laura Bind (3), Linda Bind (2), Marlen Scholz (2), Nikem Smet (1), Carlotta Böer, Mira Unverzagt, Dominique Denkewitz, Anna Fischer und Jule Heruday, die als jüngste Spielerin des Teams als Torhüterin eine fehlerfreie Leistung bot und souverän die Ruhe und Sicherheit ausstrahlte, derer es auf dieser Position bedarf.

Franz-Peter Budde

„First Certificate in English for Schools“ am Taunusgymnasium

Wir gratulieren unseren ersten 17 Absolventinnen und Absolventen zum bestandenen Cambridge-Zertifikat! Nachdem sie schon im Juni ihre mündlichen und schriftlichen Prüfungen abgelegt hatten, konnten die Glücklichen am Freitag, den 26.09.2014, ihre Zertifikate in Empfang nehmen. Herzlichen Glückwunsch!
Nach einjähriger Vorbereitungszeit, während der sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin Frau Pfeifer auf die Besonderheiten der Prüfung vorbereiteten, ziehen alle positive Bilanz. Ein Drittel des Kurses erzielte Ergebnisse im oberen Bereich, was alle jubeln ließ. „Wir haben in unserer Doppelstunde einmal die Woche viel gelernt und geübt, trotzdem kam der Spaß nicht zu kurz“, berichten die stolzen SchülerInnen  der Q-Phase ihren Nachfolgern aus der 10. Klasse, die ihre FCE-Prüfung im kommenden Jahr ablegen wollen.

Übernachtung der neuen Fünftklässler

Toben, spielen, tanzen, essen, trinken - so geht Party! Die Fünftklässlerübernachtung ist der Höhepunkt nach den ersten Schulwochen, dem die frischgebackenen Taunusgymnasiasten immer wieder entgegenfiebern. Hier können die neuen Schülerinnen und Schüler ihre Schule einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen. So ganz anders wirken plötzlich die Unterrichtsräume: Hunderte von Schlafsäcken und zahlreiche andere für eine Übernachtung in der neuen Schule wohl unentbehrliche Utensilien bedecken den Boden. Die Organisation des jährlich stattfindenden Events lag auch diesmal bei Herrn Teufel-Jäger und Herrn Will, denen die Klassenlehrerinnen der neuen fünften Klassen, an vorderster Front aber auch die Patenschülerinnen und -schüler, tatkräftig zur Seite standen.

Aufnahmefeier für die neuen fünften Klassen am Taunusgymnasium

165 Schüler und Schülerinnen waren es, die am Taunusgymnasium zu Beginn des Schuljahrs 2014/15 in die Jahrgangsstufe 5 aufgenommen wurden. Sie verteilen sich auf sechs Klassen; eine davon ist eine „Advanced English“-Klasse für jene, deren Kenntnisstand etwa durch ihre Grundschulzeit am Königsteiner Kids Camp oder aus anderen Gründen das übliche Eingangsniveau der 5. Klasse übersteigt. Der eigentlichen Aufnahmefeier voran ging ein Gottesdienst mit Kaplan Steffen Henrich. An Stelle der erkrankten Schulleiterin, Roswitha Stengl-Jörns, begrüßte dann der stellvertretende Schulleiter Dr. Hans-Joachim Scheefer die neuen Fünftklässler und ihre Familien in der Tribünensporthalle des Taunusgymnasiums. Das Kleine Orchester unter der Leitung von Michael Neubeck und der Chor der ehemaligen 5. Klassen unter der Leitung von Dirk Wingenfeld verliehen der Feier einen würdigen musikalischen Rahmen. Auch Schülersprecherin Svenja Appuhn begrüßte die neuen Taunusgymnasiasten. Nachdem die Fünftklässler mit ihren Klassenlehrern und Schulpaten in ihre Unterrichtsräume gegangen waren, wandten sich Dr. Charlotte Eckardt-Letzelter als Vorsitzende des Elternbeirats, Christiane Schönherr als Vorsitzende des Fördervereins und Beate Achenbach als Leiterin der Pädagogischen Mittagsbetreuung mit Grußworten und Informationen über ihre jeweilige Tätigkeit an die Elternschaft.

Snowy White

Seit der Einführung des bilingualen Zweiges am Taunusgymnasium führen die bilingualen Kurse der 6. Klassen einmal im Jahr ein Theaterstück in englischer Sprache auf. In diesem Jahr war es Snowy White, das Märchen von Schneewittchen, das unter der Leitung der Englischkolleginnen Alexandra Arnemann und Ruth Stücke an einem Abend in zwei Besetzungen zur Aufführung gelangte. Witz, Charme und Situationskomik prägten die den Stoff persiflierenden Aufführungen. In Erinnerung blieb neben vielen anderen Details die Idee des personifizierten Spiegels, der die Eitelkeit und Hochmut der sich darin betrachtenden Königin beiseite sprechend mit abschätzigen Kommentaren bedachte.

Bester Praktikumsbericht 2013/2014 – Markus Pfaff ist Sieger

Eine Jury aus regionalen Repräsentanten von Schulen und Betrieben kürte Markus Pfaff‘s herausragenden Praktikumsbericht mit einem zweiten Platz beim Wettbewerb „Bester Praktikumsbericht 2013/2014“ des Arbeitskreises Schule und Wirtschaft Rhein- Main- Taunus. Über den Sieg freut sich gemeinsam mit Markus Herr Titz, der Markus im Praktikum betreute. TZ

Silber in Winnerod

Am Montag, dem 14. Juli, war es wieder so weit. In Winnerod standen die Hessischen Landesmeisterschaften der Schulen in der Sportart Golf auf dem Plan. Das Golfteam des Taunusgymnasiums hatte im Vorjahr die Bronze-medaille gewonnen und sich nunmehr vorgenommen, diese nach Möglichkeit zu vergolden, um im September im Bundesfinale in Berlin dabei zu sein. Das war die Ausgangslage.
Die Sonne schien deutlich. Die Luft war klar. Ein kühler Westwind wehte über das weitläufige Grün. Schäfchenwolken besiedelten das Firmament. Kein Grad zu viel, kein Grad zu wenig. Unter solchen Bedingungen ließ sich golfen.
Der Wettkampf entwickelte sich zu einem zähen Procedere.  
Letztlich war es die Silbermedaille, die gegen dreizehn teilnehmende Schul-teams errungen werden konnte. Der Sieg und die damit einhergehende Teilnahme am Bundesfinale wurden um vier Punkte denkbar knapp verpasst. Deshalb fuhren Pia Jäger, Valentin Smits, Mark Honner, Hyesung Kim und Lenard Wolf mit arg verhaltener Freude nach Hause, obwohl sie einen Erfolg errungen hatten, der aller Ehren wert ist, und auf den die Schulgemeinde des Taunusgymnasiums durchaus stolz ist. 

Tische voller Preise – Preisverleihung am 18.7.2014, 3. Stunde im Theaterraum

77 Schülerinnen und Schüler schnitten beim diesjährigen „big challenge“ und beim Känguru-Wettbewerb so gut ab, dass sie sich nun auf einen offiziellen Preis freuen können. Auch in diesem Jahr stellten unsere Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten und Kenntnisse in Englisch und Mathematik unter Beweis und steigerten sowohl die Teilnehmerzahlen auf insgesamt exakt 700 als auch deutlich die Anzahl der Preisträger. Bereits zum neunten Mal nahm das Taunusgymnasium am europäischen Känguru-Wettbewerb teil und auch der „big challenge“ ist inzwischen eine feste Größe im Schuljahr. Dass sich die Teilnahme lohnt und Spaß macht, zeigen auch die vielen „Wiederholungstäter“ ab Klassenstufe 7 und zum ersten Mal haben sich auch ganze Oberstufenkurse motivieren lassen und sich dem Wettbewerb gestellt. 

Am  Freitag, 18.7.2014 in der 3. Stunde findet im Theaterraum die offizielle Preisverleihung statt, gemeinsam mit den Ehrungen der Sieger des Mathematikwettbewerbes des Landes Hessen und der Mathematikolympiade sowie des Geographiewettbewerbes.

Wir gratulieren allen Preisträgern  und Preisträgerinnen!

„Wenn der Gerichtssaal abgeschlossen wird, ist das Urteil ungültig.“

Klasse 8c verfolgte zwei Hauptverhandlungen im Amtsgericht Königstein

Im Rahmen des Politik- und Wirtschaftsunterrichts von Herr Titz besuchte die Klasse 8c das Amtsgericht Königstein und verfolgte zwei spannende Hauptverhandlungen in Strafverfahren.

Zusätzlich zur Möglichkeit, Richterin, Staatsanwalt, Verteidiger, Zeugen und Angeklagte in Aktion zu erleben, ermöglichte es die Richterin den Schülerinnen und Schülern in Verhandlungspausen, Fragen zu stellen. Dabei war besonders von Interessen, wie hoch der Vorbereitungsaufwand für einen Fall ist und wie man als Richter/in mit persönlichen Emotionen umgeht. Auch die Folgen von Kosteneinsparungen im Bereich Verwaltung und Rechtsprechung waren Thema.

Insgesamt war der Gerichtsbesuch ein krönender Abschluss der Unterrichtseinheit Jugend und Recht.

Mit Teamgeist zum Abitur

112 waren sie an der Zahl, die Abiturientinnen und Abiturienten, denen Schulleiterin Roswitha Stengl-Jörns bei der diesjährigen Akademischen Feier zur Übergabe der Abiturzeugnisse gratulieren konnte. Die Abitur-Durchschnittsnote liege mit 2,43 im hessischen Durchschnitt von 2,4. Aufgenommen wurden die frischgebackenen Abiturienten im Jahr 2006 zusammen mit 141 anderen Schülern und Schülern. Als erfreulich bewertete es die Schulleiterin, dass bezogen auf die reine Zahl der seinerzeit in Klasse 5 aufgenommenen Schülerinnen und Schüler 79 Prozent – und damit mehr als in den vergangenen Jahren – den gymnasialen Abschluss erfolgreich erreicht haben.
 2014 ist ein Fußballjahr, in dem die deutsche Nationalmannschaft in Brasilien zu Gast ist. Im Jahr 2006, als die heutigen Abiturienten ihre gymnasiale Laufbahn am Taunusgymnasium begannen, war es ähnlich, nur mit umgekehrten Vorzeichen: die brasilianische Nationalmannschaft trainierte in Deutschland, und zwar zu allseitiger Begeisterung auf dem Sportplatz des Taunusgymnasiums. Nicht verwunderlich also, dass angesichts dieser Parallelen die Rede der Schulleiterin von Sportsgeist im Allgemeinen und vom Geist des Fußballs im Besonderen inspiriert war. „Teamgeist“, „Foul“, „Trainer- und Versorgungsteams“ etwa waren die Begriffe aus der Sportwelt, die die Schulleiterin auf die Welt der Schule und insbesondere auf die Zeit der Abiturvorbereitung projizierte. Um schließlich zu „gewinnen“, seien unter anderem – wie beim Fußball – exzellente theoretische Kenntnisse, schnelle und souveräne Entscheidungsfähigkeit sowie Ausdauer und Durchhaltevermögen vonnöten. Abschließend verlieh die Schulleiterin ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die achtjährige Gymnasialzeit am Taunusgymnasium den Abiturienten das mentale, kognitive und instrumentelle Rüstzeug für ein ausgefülltes, erfolgreiches privates und berufliches Leben mitgegeben habe.
Robert Rohr hielt die Rede für die Elternschaft der Abiturienten. Immer wieder klang hier ein wenig Bedauern darüber durch, dass es an anderen Schulen offenbar leichter ist, einen Numerus clausus-freundlichen Durchschnitt zu erreichen. Insofern hätten die Abiturienten wohl Pech gehabt, ihr Abitur am Taunusgymnasium abgelegt zu haben. Rohr schien ein wenig mit sich selbst zu ringen, als er dann doch einräumte, dass es letztlich vielleicht doch wichtiger und wertvoller sei, eine anspruchsvolle Schule durchlaufen zu haben.
Jana Reichenbach, Christian Meier-Preschany und Massih Qubad gestalteten die Schülerrede und dankten unter anderem herzlich allen an der Gestaltung der Akademischen Feier Beteiligten. Auf dieses Redner-Trio folgte ein Redner-Duo: Für die Lehrerschaft sprachen Stephan Eichberger – Mathematiker, Geograph, exzellenter Fußballkenner – und Christine Antony, Germanistin und Theologin. Schon aus der Kombination der beiden Charaktere ergaben sich eine Reihe belebender Momente für die Dramaturgie der gemeinsamen Rede.
Zum einen erlebte man hier den trocken-eindringlichen, stets von einem Hauch Ironie unterströmten Stil Eichbergers, der mit Mark Twain den Mittelteil einer Rede als eher überflüssig erachtet und sich lieber auf einen gelungenen Anfang und ein effektvolles Ende konzentriert. Im Wechsel mit der eher von Philosophie und Schöngeist getragenen, mitnichten freilich weltfremden Haltung Antonys entstand ein anregendes rhetorisches Spannungsfeld, auf das sich die Zuhörer mit Vergnügen einließen. Nun war der Mittelteil vielleicht doch ein wenig länger geraten, als es Mark Twain geschätzt hätte. Doch die prägnante, geradezu monolithisch aufragende Eichbergersche Initialaussage „Wir werden Weltmeister“ und der Antonysche Schluss, eine gelungene Paraphrase eines berühmten Faust-Zitats, wären wohl durchaus in seinem Sinne gewesen.
Nach Grußworten der Vorsitzenden des Fördervereins des Taunusgymnasiums, Christiane Schönherr und des Oberstufenleiters, Winfried Romahn, kam es zu Auszeichnungen für besondere Leistungen. Kim Palmert und Joshua Hennig wurden für ihr glattes Einser-Abitur geehrt und Sarah Sommer für ihr soziales Engagement im Amguri-Projekt. Robert Pretschner wurde mit dem Dieter-Behrend-Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus gab es fachbezogene Ehrungen: Gewürdigt wurden die Leistungen von Joshua Hennig und Tim Unverzagt im mathematischen und physikalischen Bereich, Maria Walzel wurde für ihre Leistungen im Fach Mathematik ausgezeichnet. Im Anschluss wurden in den Tutorengruppen die Abiturzeugnisse überreicht.
Keine akademische Feier ohne Musik: Mit einer „vierhändigen“ Bearbeitung des Kopfsatzes von Beethovens fünfter Symphonie eröffneten Abiturient Marlon Malter und Angelina Knopp von der Musikschule Königstein die festliche Veranstaltung; weiterhin verliehen der Bariton und ehemalige Taunusgymnasiast Julius Weber sowie Tina Müller-Behet als Pianistin und Leiterin des Kammerchors des Taunusgymnasiums der Feier einen würdigen musikalischen Rahmen.

Ein erster Preis für einen Zombie

Preisverleihung des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen am Taunusgymnasium
Eine Doppelrolle kam Taunusgymnasium an diesem Tag zu: Gastgeber und Preisträger zugleich. In der Tribünensporthalle des Taunusgymnasiums waren einige Hundert hessische Preisträger des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen versammelt, der als einer der größten Fremdsprachenwettbewerbe Deutschlands gilt. Die Preisträger des Wettbewerbs wurden an diesem Vormittag für besondere Leistungen in Einzel- oder Gruppenwertung geehrt. Oberstudiendirektorin Roswitha Stengl-Jörns begrüßte die Gäste, weitere Grußworte sprachen Leonhard Helm, Bürgermeister der Stadt Königstein und Ministerialrat Gereon Dietz vom Kultusministerium des Landes Hessen. Zusammen mit dem Landesbeauftragten für den Wettbewerb, Oberstudienrat Thomas Boiselle und Landesjuroren des Wettbewerbs, Oberstudienrat Andreas Weschke und Studienrätin Karina Fricke, überreichte er die Preise.
Die Klasse 6b des Taunusgymnasiums wurde zusammen mit ihrer Englischlehrerin Ana Morrón mit einem ersten Preis für den Kurzfilm mit dem Titel „My Zombie Best Friend“ ausgezeichnet, ein blutrünstiges Eifersuchtsdrama mitten im Schulalltag. Weitere Preise in der Gruppenwertung gingen an die Martin-Luther-Schule Marburg, die Elly-Heus-Schule Wiesbaden und die Gutenbergschule Wiesbaden.
Charmant und wortgewandt führten Svenja Appuhn und Helen Dawson von der Schülervertretung durch das Programm. Reiner Dickmann vom Rotary Club Bad Soden/Königstein und Studiendirektor i. R. Rolf Zippel von SET-Studienreisen überreichten Sonderpreise. Die Bewirtung durch das WOB-Team erleichterte den Schülerinnen und Schülern das Durchhalten bis zum Empfang der Urkunden. Mit Musikbeiträgen des Kammerensembles des Großen Orchesters (Leitung: Oberstudienrat Joachim Wormsbächer), der Bläsergruppe der Klassen 6 und des Großen Chores (Leitung: Studienrätin Tina Müller-Behet) verlieh das Taunusgymnasium diesem besonderen Vormittag einen würdigen Rahmen. Herzlich dankte die Schulleiterin der Organisatorin dieses Großereignisses, Oberstudienrätin Ruth Stücke, für die perfekte Ausrichtung der Veranstaltung.

Transatlantischer Besuch am Taunusgymnasium: STEM meets BILI-MINT

Seit einigen Jahren ist das Taunusgymnasium als MINT-EC Schule eingebunden in ein Netzwerk mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen in ganz Deutschland. In diesem Rahmen erfahren die inhaltlichen Schwerpunkte auch eine Förderung des bilingualen Unterrichts (Bili) seitens des MINT-EC Vereins, der die gemeinsame Projektarbeit und den Austausch von Lehrerinnen und Lehrern aus dem gesamten Bundesgebiet in einem eigens eingerichteten Bili-„Cluster“ in regelmäßigen Abständen organisiert. Ein ganz besonderes Anliegen ist es hierbei auch, Module im Rahmen der Internationalisierung von Schulen zu entwickeln, wobei unter anderem an Projekte gedacht ist, die einen obligatorischen Auslandaufenthalt einer Gruppe von Schülerinnen und Schüler an ein interessantes naturwissenschaftliches Projekt bindet. Hauptaufgabe soll dabei der Ausbau einer internationalen Kultur- und Lerngemeinschaft werden, ein Ziel, welches auch das Goethe-Institut in Washington verfolgt. Vor diesem Hintergrund fand eine erste Begegnung zwischen dem Taunusgymnasium und einer zwölfköpfigen Delegation amerikanischer Lehrer verschiedener Schulformen sowie Spezialisten im Bereich der Curriculumentwicklung und wissenschaftlicher Projekte statt, die dem Transatlantic Outreach Program (TOP) des Goethe Instituts angehören und sich im Moment auf einer Studienreise durch ganz Deutschland befinden. So entwickelte sich aus dem anfänglichen E-Mail-Kontakt die Planung eines Besuches in Königstein, der zudem auch eine Führung durch den Opel-Zoo vorsah. Nach einem „warm welcome“ durch die Schulleitung war es den amerikanischen Gästen am Vormittag möglich, im bilingualen Sachfachunterricht in den Fächern History, Biology, Geography sowie Politics and Economics zu hospitieren. Eine Vielfalt von Themen wie „Immigration in the 19th century“ (grade 8), „What is NATO?“(grade 9), „The Football World Cup 2014” (advanced learners, grade 5), „Planning and carrying out a scientific experiment on enzymes” (grade 10),  „Was Lucy an ape or a human?” (grade 7) beeindruckte die Besucher. Mit „It´s really amazing!” lobte man zum Einen das Interesse und Engagement der Schülerinnen und Schüler und zum Anderen den spielerischen Gebrauch der „technical terms“ in Englisch und Deutsch. Im zweiten Teil der Veranstaltung, bei der wiederum alle durch das WOB („World of  Breakfast“)-Team liebevoll verköstigt wurden, fanden beide Seiten dann auch die Zeit, sich über mögliche gemeinsame Projekte in der Zukunft auszutauschen. Hierbei wurde besonders auch die amerikanische Bedeutung der sogenannten STEM-Fächer in den Mittelpunkt gerückt, die denen des MINT-Bereichs gleichzusetzen sind. Seit 2010 werden sie im Besonderen auch durch Präsident Barack Obama im Bildungssektor gefördert: „ … Leadership tomorrow depends on how we educate our students today – especially in Science, Technology, Engineering and Math”, so Obama im September 2010. Nach dem gemütlichen Lunch in der Cafeteria fand dieser gemeinsame Nenner im Bereich der STEM und MINT-Fächer noch eine besondere Bereicherung durch die Präsentation einer Opelzooprojekt-Untersuchung aus dem Jahr 2013 in englischer Sprache durch drei frischgebackene Abiturienten. Mit ihrer Darbietung: „Socially positive and –negative animal behaviour in the savane enclosure“ beeindruckten sie nicht nur die amerikanischen Gäste, sondern auch Dr. Thomas Kauffels, den Direktor des Opelzoos sowie Dr. Martin Becker, den Betreuer der Kooperation, die beide der Einladung zum Vortrag ins Taunusgymnasium gefolgt waren. Zum Schluss gab es noch einen besonderen „MINT-Leckerbissen“, als Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Physik (Q2) in einem „gallery walk“ eine Reihe von interessanten Experimenten in englischer Sprache den Gästen vorstellten. Die interessante Führung der amerikanischen Delegation von Dr. Kauffels durch den Opel-Zoo rundete dann am späten Nachmittag die gelungene Veranstaltung ab. Sowohl Organisatoren des Taunusgymnasiums als auch die Gäste tauschten beim „farewell“ das ein oder andere Visitenkärtchen aus, welches vielleicht den Beginn einer „transatlantic learning community“ ermöglichen kann.

Der Aufzug zur Raumstation

Schüler und Schülerinnen des Taunusgymnasiums Preisträger beim „Schülerforum 2014“

Schon im vergangenen Jahr waren Schülerinnen und Schüler des Taunusgymnasiums Preisträger bei diesem vom VDI – dem Verein Deutscher Ingenieure – bundesweit ausgeschriebenen MINT-Präsentationswettbewerb: Diesmal war es beim „Schülerforum 2014“ ein beachtlicher 1. Platz der Sonderpreiskategorie für das beste Präsentationsplakat, den Nanette Duhme, Adrian Möller, Fiona Krause und Joshua Tobias mit „nach Hause“ brachten. Alle vier besuchen den Leistungskurs Physik Q2 ihres Tutors Patrick Epple, der die Teilnehmer zum Wettbewerb begleitete. Dieser fand am 13. Juni in den Hörsälen der Fachhochschule Frankfurt statt und war bundesweit ausgeschrieben; die Konkurrenz allerdings reichte über den Ärmelkanal hinaus bis zur King Edward VI Camp Hill School for Boys aus Birmingham, der referierenden Gastschule. Bei diesem Wettbewerb präsentieren Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 13 einzeln, zu zweit oder in Dreiergruppen ein naturwissenschaftliches Thema oder Projekt ihrer Wahl 15 Minuten lang vor einer hochrangigen Ingenieurs-Jury des VDI, darunter befinden sich englischsprachige Präsentationsanteile und Nachfragen. Als zweiter Part ist pro Projekt ein Präsentationsplakat für den Messestand oder „Gallery Walk“ während des Wettbewerbstags zu erstellen, das in einem weiteren Interview durch die Jury und von Gästen bewertet wird. 24 Projekte respektive Referate und Plakatpräsentationen bildeten dieses Mal die Gesamtkonkurrenz zum Thema „Gears to the future“ – Einblicke in die expandierende und möglicherweise bald bevorstehende Weltraumwelt von morgen mit Aufzügen von der Erde zu Raumstationen in 60.000 Meilen Entfernung und zukunftsfähigen Raketenantrieben. Vor einer gebannten, aus Schülern anderer Schulen bestehenden Zuhörerschaft erhielten die Schülerinnen und Schüler des Taunusgymnasiums viele Nachfragen und Anregungen; die Jury belohnte den besonders gelungenen Stil und die übersichtliche Darstellung komplexester Gedankengänge auf dem Messe-Plakat mit dem 1. Platz in der Kategorie „Plakat“. Zu den hochdotierten drei Plätzen für den Gesamtsieg als Präsentatoren reichte es diesmal zwar nicht – dennoch: Neben entsprechenden Dokumentationen auf den Siegerurkunden brachte das Schulteam als Preise wissenschaftliches Lesematerial (Spektrum, Merian) und eine Menge an Ingenieurs-Utensilien in einer reich befüllten Aktentasche mit nach Hause.

Eintauchen ins Mittelalter - Exkursion der Siebten Klassen in Geschichte

So wie die Qualifikationsstufe im Mai zum ersten Mal eine nun jährlich durchzuführende Geschichtsexkursion mit dem kompletten Jahrgang – in diesem Fall auf das Reichsparteitagsgelände nach Nürnberg -  durchgeführt hat, waren am 11. Juni die siebten Klassen des TGK an der Reihe, vor Ort in die Geschichte der Römer oder des Mittelalters einzutauchen. In diesem Zusammenhang unternahmen die 7b einen Ausflug in das mittelalterliche Frankfurt. Er begann mit verschiedenen Vorträgen zu wichtigen historischen Gebäuden außerhalb des Mittelalters auf dem Weg zum Historischen Museum am Mainufer, die von den Schülern vorbereitet und den Klassenkameraden vor Ort vorgetragen wurden.
Im Historischen Museum wartete Christian Kunz mit seiner Führung. Vorbei an einem Modell zur karolingischen Königspfalz und einem interaktiven Modell zur Entstehung und zum Ausbau der Stadt Frankfurt erfuhren die Schüler Interessantes über Lebensgewohnheiten, Esskultur und das Miteinander der Frankfurter Bürger im Mittelalter. Die Schüler konnten einen Vierpassbecher begutachten und erliefen sich im Anschluss mehrere mittelalterliche Gebäude innerhalb der Stadt, die der Stadtführer durch sein Wissen um die Zeit und die Zusammengänge mit Leben füllte. Herr Kunz wartete mit zahlreichen Anekdoten auf, die sich das Neue gut merken ließen und es leicht machten, sich durch Fragen oder Überlegungen einzubringen und in die Zeit einzutauchen. Am Kornmarkt baute er eine imaginäre „banca“, den Vorläufer unserer heutigen Banken, auf, um den Schülern mit Hilfe eines Wechselbeutels ihre unterschiedliche Münze in Frankfurter Wechsel umzutauschen. Die in Gruppen aus verschiedenen Regionen des Reiches zur Frankfurter Messe angereisten Händler (heute unsere Schüler) erhielten am Ende ihres Aufenthaltes den Wechsel inklusive des Zugewinns oder abzüglich ihrer getätigten Ausgaben wieder in barer Heimatmünze ausgezahlt. Voraussetzung: die „banca“ war zwischenzeitlich nicht „rotta“ – unser heutiges bankrott. Der Weg führte die Klasse vom Zentrum bis an die Grenze des stauferschen Frankfurts, an die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer in der Nähe der Konstabler Wache.
Geschichte außerhalb des Klassenzimmers – ein spannender, lehrreicher und unterhaltsamer Tag.

„Ess-Kult-Tour“ – ein Projekt für gesunde Ernährung am Taunusgymnasium

Gesundheit ist ein hohes Gut. Diese zu bewahren sollte auch ein Teil der schulischen Erziehung sein. Leider gibt es an Gymnasien das Schulfach „Gesundheitslehre“ oder „Kochen“ nicht. Der Arbeitskreis „Schule und Gesundheit“ am Taunusgymnasium bemüht sich unter der Federführung von Rosita Albert jedoch, hier gegenzusteuern. Es entstand ein Konzept, das es ermöglichen soll, allen Schülern und Schülerinnen im Laufe der Schulzeit die Grundzüge einer gesunden Esskultur nahezubringen.
In der Jahrgangsstufe 7 bietet das TGK den Schülern und Schülerinnen eine dreistündige Unterrichtseinheit zum Thema, genannt „Ess-Kult-Tour“. Es handelt sich dabei um ein Bundesprojekt, das folgende Themen umfasst: Reflexion des Einkaufs- und Essverhaltens, Zutaten und Inhaltsstoffe oder Zusatzstoffe von Lebensmitteln und ihre Bedeutung kennenlernen, die Kennzeichnungen auf Lebensmittelverpackungen lesen und verstehen lernen, nachhaltige Ernährung und die Herstellung eines Pesto oder eines ähnlichen Produktes. Verantwortlich für die Durchführung ist eine Ernährungswissenschaftlerin der Verbraucherzentrale Frankfurt am Main. Finanziert wird das Projekt zum größten Teil von der AOK. Diesmal war es Humus, eine orientalische Spezialität aus pürierten Kichererbsen, Sesam-Mus (Tahina), Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Gewürzen wie Knoblauch und Kreuzkümmel, die von Siebtklässlern des Taunusgymnasiums in der Schulküche hergestellt wurde. Mit Hingabe und viel Spaß widmeten sich die Schülerinnen und Schüler der Produktion der köstlichen Speise.

Molamu am TGK: Ein Steinzeitprojekt der Klassen 6a und 6c

Großkönig Hop-top ist besorgt. Schon seit gestern kämpfen er und der Großjäger Namnam-hu um den Titel des Anführers der Tutogong-Menschen, die den Erdball schon seit Beginn der Mittelsteinzeit bevölkern. Die beiden umkreisen sich und gehen auf einander los, um anzugreifen…
Natürlich ist alles nur ein Spiel. Großkönig Hop-top vom Stamm der Tutogong-Menschen heißt in echt nicht so, sondern Lenny. Und Großjäger Namnam-hu heißt auch nicht Namnam-hu, sondern Hristo, beide Schüler der 6a.
Steinzeitlich sahen die Jungen allerdings schon aus. Denn am 23.5. kam das Molamu (MobilesLandschaftsMuseum) ans TGK. Dr. Rittweger, der Inhaber des Museums, zeigte den Klassen 6a und 6c und ihren Lehrern Frau Pfeifer und Herrn Enders, wie man zum Beispiel nur mit Holz innerhalb von etwa 20 Sekunden ein Holzstück zum Rauchen bringt. Auch mit Farbe wurde auf die Haut gemalt, indem Holzkohle zerrieben und mit „gutem Westerwalder Wasser“ vermischt wurde. Sowohl Felle, zum Beispiel von Rentier, Rothirsch und Rind, als auch die Schädel und Geweihe zu den Fellen wurden zum Ansehen und Anfassen in einem Bioraum der Schule ausgestellt.
Außerdem klärte Dr. Rittweger die Schüler über einige in Schulbüchern vorkommende Irrtümer auf, zum Beispiel: „Ihr habt gesehen, man kann mit zwei Feuersteinen einen Funken erzeugen. Aber dieser Funken ist kalt. Er hat viel zu wenig Energie, um ein großes Feuer zu erzeugen. Ihr seht ja, der Funken scheint zwischen den Feuersteinen zu schweben, so schnell erlischt er.“ Zudem sollen die Menschen der Altsteinzeit Kleidung wie die heutigen Indianer gehabt haben. „Weil sie ja sonst erfroren wären“, so Dr. Rittwegers Aussage zu diesem Thema.
Am Ende des Projektes, um die Mittagszeit herum, wartete noch ein sehr großes Highlight auf die Schüler: Das Ausprobieren steinzeitlicher Jagdwaffen. Die Schüler konnten sich entscheiden, ob sie sich lieber an Pfeil und Bogen oder an der Speerschleuder versuchen wollten. Nach einem großen Applaus der Schüler und der begleitenden Lehrer für das Molamu war das Projekt „Mit Manni in die Altsteinzeit“ leider schon zu Ende. 

Linus Dittmer, Klasse 6a

Can You Hear Me?

Schulkonzert des Taunusgymnasiums mit Chören, Orchestern und Ensembles im Königsteiner Haus der Begegnung


Es war das zweite Mal, dass einer der Höhepunkte des Schullebens am Taunusgymnasium, das traditionelle jährliche Schulkonzert, im Haus der Begegnung stattfand. Aus gutem Grund: Die riesige Anzahl der Gäste hätte der Theatersaal der Schule, in dem das Konzert früher stattfand, niemals gefasst, und selbst mit Mehrfachaufführungen hätte man dem enormen
Publikumsinteresse kaum gerecht werden können. Im Augenblick scheint es, als habe man für die insgesamt etwa 300 Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des musikalischen Schwerpunktes der Schule das Konzert aktiv gestalten, den idealen Aufführungsort in Königstein gefunden. Der Abend stand unter der Leitung des eingespielten Teams der Musikkollegen des Taunusgymnasiums: Tina Müller-Behet, Michael Neubeck, Joachim Wormsbächer und Martin Hublow, der durch das Programm führte. Seine Big Band hatte
ihren großen Auftritt schon vor einigen Wochen beim „Kul(tur)inarischen Abend“. Nach acht Jahren an einer Europaschule im spanischen Alicante war auch Dirk Wingenfeld wieder dabei. Wie auch in den Jahren zuvor ließen es sich einige Schülereltern, aber auch Mitglieder des Kollegiums und Ehemalige nicht nehmen, in Chor oder Orchester mitzuwirken. Den ersten Programmteil gestalteten die Ensembles der jüngeren Jahrgänge: die Bläser- und
Streichergruppen der fünften und sechsten Klassen, das Kleine Orchester und der Chor der 5. Klassen. Hocherfreuliche Ergebnisse waren in den Streicher- und Bläsergruppen mit dem Lernstand der jungen Musiker angepassten Arrangements zu hören – vor allem, wenn man bedenkt, dass die Schülerinnen und Schüler der Bläser- und Streichergruppen ihr jeweiliges Instrument erst von Beginn der 5. Klasse an, also maximal etwa eineinhalb Jahre spielen. Bei
den Fünftklässlern sind es sogar nur neun Monate. Etwas ganz Besonderes hatte das Kleine Orchester zu bieten: eine Uraufführung eines Komponisten des Jahrgangs 2001, der zudem in der Gruppe der 1. Violinen mitwirkte. „Snowing March“ nannte Linus Dittmer seine Komposition, die er „vor längerer Zeit“ geschrieben habe; im Gespräch mit dem Moderator ließ er den Konzertbesucher an der Entstehungsgeschichte teilhaben. Auch die
abgewandelte Rondoform des vierminütigen Opus im Vergleich zum unmittelbar darauf erklingenden „Prélude“ aus dem Te Deum von Marc Antoine Charpentier wusste Linus Dittmer in wohlgesetzten Worten zu erklären. 
Nach der Pause, in der der Förderverein des Taunusgymnasiums die Bewirtung der Gäste übernahm, eröffnete das Kammerensemble des Großen Orchesters mit dem überaus schwungvoll musizierten Kopfsatz aus Antonio Vivaldis Konzert G-Dur op. 3 Nr. 3 den zweiten Teil des Konzerts; in der Concertino-Gruppe musizierten hier Laura van den Brink, Linus Dittmer, Lea Weber, Josephine Hammerschmitt, Alexandra von Müller, Anna Brösamle,
Nina Diedenhofen, Paul Zeeb (Violinen) und Philippa von dem Bongart (Viola). Mit dem Auftritt des Großen Orchesters wurde es dann symphonisch: Hier hörte man neben Antonín Dvoráks Slawischem Tanz g-Moll op. 46/8 drei Sätze aus der Peer-Gynt-Suite Nr. I von Edvard Grieg: „Morgenstimmung“, „Anitras Tanz“ und „In der Halle des Bergkönigs“. Dass er die hohe Kunst des A-cappella-Gesangs beherrscht, zeigte der Kammerchor mit einer „Fuga a tre“ von Michael Praetorius und der berühmten Pavane „Belle, qui tiens ma vie“ von Toinot
Arbeau. „Skyfall“ und „We Are The World“ erklangen eindrucksvoll mit dem Großen Chor und Mohin Jan Fariod am Klavier. Einen bewegenden Höhepunkt erlebte man, als zum Großen Chor der Chor der 5. Klassen hinzutrat: „Can You Hear Me?“ von Bob Chilcott (Jahrgang 1955) schildert mittels Gesang und Gebärdensprache Welt und Wahrnehmung aus der Sicht eines taubstummen Menschen; den Klavierpart übernahm Dirk Wingenfeld. Bevor der Abend mit „Va, pensiero“, dem Chor der Gefangenen aus Verdis Oper „Nabucco“ mit
Großem Chor und Großem Orchester zu Ende  ging, wurden die Abiturienten unter den Mitwirkenden von der Fachschaft Musik mit einem kleinen Präsent bedacht: einem Foto, das sie jeweils auf einer der vorangegangenen Chor- und Orchesterfahrten musizierend zeigt. Ihrerseits dankten Abiturienten und Schüler für die schöne Arbeitsatmosphäre bei der Vorbereitung der Konzerte, namentlich auf den Chor- und Orchesterfahrten. Erst nach einer Zugabe ließ das begeistert applaudierende Publikum die Sänger und Instrumentalisten des
Großen Chors und des Großen Orchesters ziehen. 

Sporthalle wird zum Hip-Hop-Dancefloor

Es war schon das zweite Mal, dass Hip-Hop-Artist Kelechi Onyele am Taunusgymnasium zu Gast war und die Sporthalle in einen Dancefloor verwandelte. Unter seiner Anleitung studierten Schülerinnen und Schüler des Taunusgymnasiums und der benachbarten Friedrich-Stoltze-Schule mit Enthusiasmus heiße „Moves“ zu angesagten Rhythmen ein. Initiatorin dieses Tanz-Events war Ulrike Hemerka, Studienrätin am Taunusgymnasium und selbst ausgebildete Bewegungs- und Tanzpädagogin, der es aufgrund eines persönlichen Kontaktes gelang, den Star-Rapper mit seinem Dance-School-Projekt an die Schule einzuladen. „Beim Tanz kann man sich mit dem Körper einfach wunderbar ausdrücken und das ist für Jugendliche besonders wichtig“, sagt Hemerka. Tanzen sei ein gutes „Ventil“, um der Emotion freien Lauf zu lassen, ganz abgesehen von dem nicht zu unterschätzenden Aspekt der Gesundheitsförderung. Sponsoren der Veranstaltung waren die Dr. Broermann Stiftung und das WOB, die ehrenamtlich tätigen Mütter der „World of Breakfast“ des Taunusgymnasiums. Mit begeistertem Applaus und Dankesworten der Schülervertretung an die Organisatorin ging für die Schülerinnen und Schüler ein großartiger Vormittag zu Ende.

Spitzenplatz verteidigt

Am 26.03.2014 waren in Bad Hersfeld wieder die besten Schulmannschaften aller Schulzweige in der Gesamtschule am Obersberg zusammengekommen, um die Hessenmeister im Schach zu ermitteln. Am erfreulichsten ist dabei aus Königsteiner Sicht, dass es der Grundschule Königstein gelang mit ihrer Mädchenmannschaft (in gleicher Besetzung) den hervorragenden vierten Platz aus dem letzten Jahr zu verteidigen. Entscheidend war dabei der Erfolg über die Walter-Kolb- Schule aus Frankfurt, die allerdings ersatzgeschwächt als Vizehessenmeisterinnen angereist waren. Zu verdanken ist das der Mannschaft, die in der Besetzung Johanna Benzinger, Amelie Fritsch, Filippa Hofmann und Katharina Schulz angetreten war. Für das Taunusgymnasium hieß es Neuanfang, da von der Mannschaft des letzten Jahres lediglich Maximilian Rogalski an Brett 1 übrig geblieben war. Aber seine Mitstreiter Robert Klemm, Tim Fischmann und Lucas Andersen zeigten in ihrer ersten Saison keinen übertriebenen Respekt vor den zum Teil wesentlich älteren Spielern der Klasse O. Nur ein Sieg fehlte in der Endabrechnung zu Rang 2. Damit lässt sich ein guter Neuaufbau beginnen.

Zombies und das Reich der tiefen Töne: Kul(tur)inarischer Abend am Taunusgymnasium

Längst ist er eine feste Größe im Schulleben des Taunusgymnasiums: Der Kul(tur)inarische Abend, der in diesem Jahr zum sechsten Male stattfand. Hier haben Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, mit Talenten zu glänzen, für die ihnen andere Schulveranstaltungen nicht unbedingt ein Forum bieten können. Dieses Jahr war es abermals ein breites Spektrum unterschiedlichster Darbietungen, welches zusammengestellt und moderiert von Frau Christine Antony das Publikum knapp zwei Stunden lang begeisterte – beinahe unnötig zu erwähnen, dass die Kapazität des Theatersaals dem Publikumsinteresse eigentlich nicht gewachsen war. Mit den Titeln
„Summertime“ und „O Jonny“ eröffnete die Big Band unter der Leitung des Kollegen Martin Hublow den Abend. Mehrfach betonte Schulleitern Roswitha Stengl-Jörns in Ihrer Begrüßungsansprache, wie sehr ihr dieser besondere Abend am Herzen liege, für den im Hinblick auf die Verbindung von Kultur und Kulinarischem ja eigens das Kunstwort „kul(tur)inarisch“ geschaffen wurde. 
Einen Spiegel der Schulwirklichkeit gleichsam erlebte man in einer von Kollegin Sibylle Menz einstudierten französischen Szene mit der Klasse 5e, in der Monsieur le professeur angesichts der mehr als lückenhaften Geographie-Kenntnisse seiner Schüler und deren Kommunikationsfreudigkeit während einer Lernkontrolle der Verzweiflung nahe ist. „Am Strand“ heißt eine im Rahmen des jüngsten RESPONSE-Projektes erstellte Eigenkomposition der Bläsergruppe der 6. Klassen – seine Uraufführung hatte das Werk zuvor schon im Mozart-Saal der Alten Oper Frankfurt. Die Gefräßigkeit von Haien – auch im übertragenen
Sinne – war eines der Themen in der frei nach Bertolt Brecht gestalteten satirischen Dialogszene „Alea fragt – Herr Budde antwortet“ mit Alea Mesterharm aus der Klasse 5a und dem Kollegen Franz-Peter Budde. Wahrlich respektable Leistungen auf dem Fagott erlebte man mit Moritz Henninger aus der Klasse 5e, der, begleitet von Kollegin Tina Müller-Behet, ausdrucksvoll drei Canzonen von Girolamo Frescobaldi vortrug. Aus dem Reich der noch tieferen Töne vernahm man gleich darauf eine „Vocalise“ von Marco Bordogni und eine
„Etüde“ von Robert W. Getchell mit Moritz‘ Bruder Simon Henninger (Klasse 8d) an der Tuba. Die Begleitung am Klavier übernahm Kollege Dirk Wingenfeld. Heiterkeit, aber auch ein wenig Gruseln löste der augenzwinkernd-blutrünstige Filmbeitrag „My Zombie Best Friend“ aus, den die „Advanced English“-Gruppe der 6. Klassen zusammen mit ihrer Lehrerin Anna Morrón produzierte. 
Im Folgenden trafen Neues und sehr Altes aufeinander: Zunächst waren Julia Menigat und Yanick Koster aus der Klasse 9e mit „The Gift“ und Isabelle Büttner – am Klavier begleitet von Mohin Jan Fariod – mit dem Christina Aguilera-Titel „You lost me“ zu hören, gleich darauf erlebte man mit dem Merseburger Zauberspruch „Eiris sazun“ und dem berühmten „Du bist mîn“ von Walther von der Vogelweide einen enormen stilistischen Kontrast. Den prächtig
kostümierten und feinsinnig musizierenden Schülerinnen und Schülern der Geschichts-AG und dem hingebungsvoll deklamierenden Kollegen Heinz-Gerhard Halberstadt gelangen eindrucksvolle Wiedergaben. Kraftvoll und mit tänzerischem Impetus gestaltete Mohin Jan Fariod Frédéric Chopins As-Dur-Polonaise, bevor eine Reihe überaus anspruchsvoller, stilistisch breitgefächerter Tanzdarbietungen den Abend beschloss. Zu den Höhepunkten
zählten ohne Frage die Ballett-Soli von Helen Dawson (Q2) und Nora Geis (Q4), aber ganz sicher auch die abschließende, überaus originelle Stepptanz-Choreographie „The Mirror“ mit Helen Dawson und Isabelle Hunkel (a.G.), bei der das anfängliche Spiegelbild der Protagonistin unerwartet ein Eigenleben zu führen beginnt. Der abschließende kulinarische Teil in der Cafeteria, bei dem die „World of Breakfast“ (WOB)-Mütter des Taunusgymnasiums die Gäste bewirteten, trug diesmal einen italienischen Akzent.

RESPONSE

RESPONSE ist ein Projekt des Hessischen Kultusministeriums und der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, in dem Kinder und Jugendliche aller Klassenstufen und aller Schulformen zeitgenössischer Musik begegnen und darauf mit eigenen Improvisationen und Kompositionen „antworten“. Komponisten, Interpreten und Lehrer arbeiten im Team mit einer Schulgruppe zusammen. Die Kinder und Jugendlichen werden spielerisch durch
Experimente und Übungen an musikalische Erfindungsaufgaben herangeführt. Dabei wird Ihnen Mut zur eigenen Kreativität gemacht, denn: mit Neugier und Motivation kann jeder musikalische Ideen entwickeln. 
Das Schulprojekt findet in Hessen und Thüringen alle zwei Jahre statt. Dieses Jahr ist das Taunusgymnasium Königstein mit dabei. „Am Strand“ heißt die Komposition, welche die Bläsergruppe der Klassen 6 zusammen mit der Komponistin Ji Young, der Blockflötistin Sabine Ambos und ihrer Musiklehrerin Tina Müller-Behet entwickelt haben. Am kommenden Freitag, dem 21. März wird das Stück im Mozart-Saal der Alten Oper aufgeführt werden.
Einen Rundfunkbeitrag über das Projekt kann man am Donnerstagnachmittag auf hr2 hören. Außerdem wird die Komposition beim „Kul(tur)inarischen Abend“ des Taunusgymnasiums am 4. April zu hören sein. 
Für die Durchführung des Projektes am Taunusgymnasium spendete die Taunus-Sparkasse 200 Euro.

Congratulations! on “My Zombie best friend“

Schülerinnen und Schüler der 6b haben unter der Leitung von Mrs. Ana Morròn beim diesjährigen Bundeswettbewerb für Moderne Fremdsprachen mit ihrem Filmbeitrag “My Zombie best friend“ einen 1. Platz in der Kategorie „Team Schule“ gewonnen. Seit drei Jahren nehmen Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 6-8 an  diesem Gruppenwettbewerb erfolgreich teil und wurden jeweils mit Geld- und Sachpreisen ausgezeichnet. 

Wir gratulieren herzlich. Und …!!! Die Preisverleihung auf Landesebene wird in diesem Jahr an unserer Schule voraussichtlich im Juni 2014 stattfinden.

Ich und die Anderen

Im Rahmen der in Zukunft jährlich stattfindenden kunstANSICHTEN, dieses Jahr zum Thema "Ich und die anderen" wurden Schülerarbeiten ausgestellt, welche im Rahmen des Kunstunterrichts am TGK entstanden sind. Die Arbeiten reichen von Malereien über Kleinplastiken und Fotoarbeiten bis hin zu Architekturmodellen der Oberstufe.

Am 21.3. fand um 19:00 Uhr in der Schule dazu eine Vernissage statt. Nach einer kurzen Eröffnung führten Schüler durch die Ausstellung und stellten ihre Arbeiten vor. Unser "World of Breakfast" (WOB) kredenzte Sekt und unsere Schüler ein wenig Fingerfood. Mark-Philipp Halberstadt sorgte für den musikalischen Hintergrund und wir versteigerten zwei Schülerarbeiten (amerikanische Versteigerung), um den neuen Schulhof zu bezuschussen...

Am kulturinarischen Abend gab es dann zum letzten Mal die Möglichkeit, sich die Arbeiten anschauen zu können.

Natalia Schendzielorz

Bitte schauen Sie sich auf der Seite unserer Kunstfachschaft die entstandenen Arbeiten an.

Kunst aus Schulen des Hochtaunuskreises: KRASS

Jugend debattiert: Jennifer Richter und Tim Bommersheim haben die Nase vorn

Die Gewinner des diesjährigen Schulwettbewerbs von Jugend debattiert stehen fest. In der Altersstufe I (9. Klasse) setzte sich Jennifer Richter (9b) in der hochkarätigen Finaldebatte gegen Konstantin Michel (9b), Yuri Legarth und Simon Schönherr (beide 9c) durch. Gestritten wurde um die Frage, ob auch in Schulkantinen ein so genannter Veggieday eingeführt werden soll. Alle Finalteilnehmer waren zuvor im Klassenwettbewerb und in einer Halbfinaldebatte erfolgreich gewesen.
 
Im Wettbewerb der Oberstufe diskutierten die vier Finalisten darüber, ob sich Jugendliche ab 16. Jahren auch ohne schriftliche Einwilligung ihrer Eltern piercen lassen dürfen. Hier überzeugte Tim Bommersheim die Jury am meisten. Julia Weber erreichte den zweiten Platz vor Florian Menigat und Danilo Bombello.

Hier bewegt sich was: Planungswerkstatt zur Neugestaltung des Schulhofs

Hauptsache Beteiligung – sehr schnell wurde bei der Planungswerkstatt zur Neugestaltung des Schulhofs des Taunusgymnasiums klar, dass Dirk Schelhorn auch in pädagogischen Dimensionen denkt. „Man muss auf den Erfahrungen und Bedürfnissen der Kinder aufbauen“, sagt der vom Hochtaunuskreis mit der Gestaltung betraute Architekt. Mit fünf Arbeitsgruppen ging man dann einen Tag lang zu Werke, weit über die eigentliche Unterrichtszeit hinaus. Feierlich wurde es am späten Nachmittag bei der Vorstellung der Resultate: Mohin-Jan Fariod, Schüler der Jahrgangsstufe E1 am Taunusgymnasium und als Pianist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, eröffnete die Präsentation am Flügel mit Chopins berühmter A-Dur-Polonaise, bevor Schulleiterin Roswitha Stengl-Jörns die Gäste
begrüßte. Unter ihnen befand sich auch der Königsteiner Bürgermeister Leonhard Helm, der sich im weiteren Verlauf der Veranstaltung auch für ungewöhnliche Ideen offen zeigte. Die Ernsthaftigkeit und Kompetenz, mit der auch jüngere Schülerinnen und Schüler die Gedanken erläuterten, die zu ihren Vorschlägen führten, war geradezu erstaunlich. Hecken statt Zäune, ansprechende Sitzgruppen zum Verweilen, ein mit den Lettern T, G und K gestalteter Springbrunnen, eine in einer Art mittelasiatischer Jurte beheimatete „Chill- und Grill-Area“, hübsche Dekoration für den hoch aufragenden Schulschornstein und ein vielseitig verwendbares Ballsportfeld befanden sich unter den Vorschlägen, die man als Modelle im Theatersaal des Taunusgymnasiums bewundern konnte. Fachbereichsleiter Wolfgang Veltjens, der die Veranstaltung organisierte, konnte mit dem Erfolg mehr als zufrieden sein. Der Hochtaunuskreis stellt im Rahmen seines Schulbauprogramms eine Million Euro für die Neugestaltung der Außenanlagen zur Verfügung. „Am schönsten ist, wenn Kinder auf dem Schulhof spielen können, auf dem sie ihre eigenen Ideen verwirklicht haben. Bei diesem Projekt werden der Förderverein und die Eltern aktiv mitgestalten und bringen ihre kostbare Zeit in die Gestaltung des neuen Pausenhofes ein“, betont Landrat Ulrich Krebs in einer
Grußbotschaft an das Taunusgymnasium.

Gesucht: Der genetische Zwilling

Die Erkrankung an Leukämie ist heute nicht mehr automatisch mit einem Todesurteil gleichzusetzen. Es gibt große Chancen, geheilt zu werden. Erheblichen Anteil daran hat die Entwicklung der Knochenmarkspende. Ein Problem allerdings ist, dass nicht jeder Spender für jeden Empfänger geeignet ist. Es sind sogar extrem wenige Menschen, möglicherweise sogar nur ein einziger, der als Knochenmarkspender in Frage kommt: ein „genetischer
Zwilling“, ein Mensch also, der über (so gut wie) identische Merkmale des Erbguts verfügt wie der Patient oder die Patientin. Solche genetischen Zwillinge zu finden hat sich die Deutsche Knochenmarkspenderdatei
(DKMS) zur Aufgabe gemacht, eine gemeinnützige Gesellschaft mit Sitz in Tübingen. Ihr Ziel ist es, durch Unterstützung von Knochenmarkspenden die Heilungschancen der an Leukämie und anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen des blutbildenden Systems Erkrankten zu verbessern. Mit sogenannten Typisierungsaktionen geht die DKMS in Betriebe oder auch
Schulen, um geeignete Spender zu finden. Nach ausführlichen Vorinformationen durch Martin Quarg, einen Mitarbeiter des Kölner Büros der DKMS, fand am Taunusgymnasium eine solche Typisierungsaktion auch für Oberstufenschüler der Sankt-Angela-Schule und der Bischof-Neumann-Schule statt. Bei der
Informationsveranstaltung zu Gast war Axel Stolzenwaldt, ein im vergangenen Jahr an Leukämie erkrankter Kollege des Taunusgymnasiums, der gleichsam sein zweites Leben einer Stammzellenspende verdankt und nun als lebendiges Beispiel für den Erfolg der Therapie für die Registrierung als Spender warb. Sein genetischer Zwilling ist in Schweden zu Hause – vielleicht wird er ihn persönlich kennenlernen. Für die große Anzahl der Spendewilligen war es dann nach einem weiteren individuellen und ausführlichen Informationsgespräch mit einem Wangenabstrich geschehen. Die Kosten für die Typisierung – immerhin 50 Euro pro Person – übernahm der Lions Club Vortaunus. 
Weitere Informationen findet man auf der Homepage der DKMS: www.dkms.de

Bili Weihnachtsturnier 2013

Alles begann am Dienstag, 17.12.2013 in der vierten Stunde. Die Sonne schien in die Sporthalle des Taunusgymnasiums, es war weihnachtlich dekoriert und im Hintergrund lief „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“. Schüler der 9. Klasse liefen mit Weihnachtsmannmützen in der Halle herum und begrüßten ankommende Schülerinnen und Schüler, die fröhlich lachten und Englisch sprachen....
Was war da los?
An diesem Tag fand erstmalig das Weihnachtsturnier der Bilis statt. Noah Pashkevich begrüßte die Schülerinnen und Schüler mit den Worten „Welcome to the X-Mas Will-Ball Tournament 2013“. Organisiert wurde dieses Turnier von Frau Arnemann und der 9. Klasse des Wahlpflichtkurses Sport Bilingual. Insgesamt „fighteten“ etwas mehr als 100 Schülerinnen und Schüler aus den Bili-Kursen der Klassen 6, 7 und 8 um den Sieg.
Gespielt wurde „Will-Ball“, ein völkerballähnliches Spiel, benannt nach unserem Sportlehrer Herrn Will. Vielen Dank für die Spielideen an dieser Stelle. Hierbei ging es darum, Spieler der gegnerischen Mannschaft abzuwerfen und zu befreien. Aber es gab nicht nur einen Ball, sondern fünf Bälle. Zum Beispiel war der rote Ball nur für die Mädchen, der weiße Ball nur für die Jungen  und der blaue, um ihn von der Mittellinie in den Basketballkorb zu werfen. Dies gelang u. a. David Bosch gleich zweimal. Nach zwölf spannenden und lustigen Spielen und einem wirklich packenden Finale gab es bei der Siegerehrung für alle ein Geschenk.
Bedanken möchte ich mich für dieses tolle Turnier bei allen Teilnehmern, die fair und fröhlich mitgespielt haben, Herrn Will, Frau Bohn, Herrn Birnbaum und vor allem bei den Bilis der 9. Klasse des Wahlpflichtkurses Sport Bilingual: Joshua Book, Sinan Cekic, Keywan Djafari, Laura Engel, Pascal Englisch, Marc Götting, Chiara Grueneberg, Tim Henning, Joshua Jungblut, Simon Kratz, Lukas Löffler, Julius Nickel, Noah Pashkevich, Philip Reichel, Jennifer Richter, Carla Saemann, Simon Schönherr, Lea Schuba, Leon Telgmann und Leon Trusheim.

Frau Arnemann

Vorlesewettbewerb 2013/ 2014

Beim Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen unserer Schule gingen Mira Unverzagt (Klasse 6e, 1. Platz), Jenny Deppe (Klasse 6b, 2. Platz) und Laurenz Köhler (Klasse 6a, 2. Platz) als Sieger/innen hervor. Sie lasen aus den Büchern "City Crime" von Andreas Schlüter, "Die unendliche Geschichte " von Michael Ende und "Helden des Olymp3" von Rick Riordan.

Tag der offenen Tür am Taunusgymnasium Königstein

Eines herzlichen Empfangs konnten sie gewiss sein, die Besucherinnen und Besucher des Tags der offenen Tür am Taunusgymnasium. Für all diejenigen, die sich ein Bild von dem vielfältigen und umfangreichen Lernangebot und dem Schulleben am Taunusgymnasium machen wollten, öffnete die Schule ihre Pforten. Die Besucher erwartete ein umfangreiches Programm mit umfassenden Informationen zu allgemeinen, fachspezifischen und fachübergreifenden Themen und Angeboten. Auch gab es Gelegenheiten zu Einblicken in die
praktische Unterrichtsarbeit und die Arbeit in den zahlreichen Arbeitsgemeinschaften sowie den zusätzlichen Lern- und Betreuungsangeboten am Taunusgymnasium. Vertreten etwa waren neben den Fremdsprachen an sich auch die bilingualen Englisch-Angebote und die
beiden vom Hessischen Kultusministerium anerkannten und geförderten Schwerpunkte der Schule – der mathematisch-naturwissenschaftliche (MINT) und der musikalische Schwerpunkt, letzterer unter anderem mit den Chören, dem großen Orchester und den Bläser- und Streichergruppen. Die Bewirtung lag in der bewährten Hand von Frau Weber und den  Eltern der Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5.

Berufsinformationstag mit Rotary

Er hat Tradition am Taunusgymnasium, der Berufsinformationstag mit Rotary, und immer wieder wird er gern von der Schülerschaft angenommen. Hier haben Schülerinnen und Schüler ab der Stufe Q3 die Gelegenheit, sich beruflich zu orientieren, herauszufinden, welchen Weg sie nach dem Abitur einschlagen wollen. Eine Fülle von Beratungsangeboten stand an diesem Abend zur Verfügung: Experten auf dem Gebiet der Medizin, auch der Psychotherapie und der Zahnmedizin boten ihre Beratung an, für den Bereich der Luftfahrt stand ein Flugkapitän und ein Fluglotse zur Verfügung. Weitere Informationsmöglichkeiten gab es zum Ingenieurwesen, zum Bereich Nahrungsmittelindustrie, dem Privat- und Firmenkundengeschäft der Sparkassen und Banken, Investmentbanking, zum Beruf des Wirtschaftsprüfers und Steuerberaters, zu Vermögensverwaltung und Asset Management. Auch die Deutsch-Französische Hochschule (Université franco-allemande), ein Verbund von 180 Partnerhochschulen aus Deutschland, Frankreich und – bei trinationalen Studiengängen – anderen europäischen Ländern, war in diesem Jahr vertreten. Neu war ein Beratungsangebot für den Bereich Grundschulpädagogik, auch wurde diesmal der Bereich klassische Musik und Oper repräsentiert. Intensive Gespräche führten zu einem regen Austausch zwischen interessierten Schülern und den „Profis“.

Premiere: „8 Frauen“ von Robert Thomas

Die ganze Situation erinnert ein wenig an Agatha Christie. Alle Akteure befinden sich im selben Raum, im Zimmer nebenan liegt die Leiche des Hausherrn, Marcel. Die Polizei kann nicht benachrichtigt werden, denn draußen herrscht winterliches Wetter, das Anwesen ist eingeschneit, die Telefonkabel sind durchtrennt, das Auto springt nicht an. Es stellt sich heraus, dass alle acht anwesenden Damen ein Mordmotiv gehabt hätten, und sie beginnen, einander zu verhören. Gleichsam scheibchenweise kommt die Wahrheit ans Licht – natürlich hat sie immer auch mit Marcel zu tun. Jede der Damen versucht, so gut es geht, durch Lügen oder Schweigen ihre jeweiligen Geheimnisse zu bewahren – vergeblich allerdings. Mit gegenseitigen Anschuldigungen und Zickereien lädt sich die Atmosphäre auf, bis es gar zu Handgreiflichkeiten kommt. Tatsächlich, so stellt sich dann heraus, ist die Leiche im Nebenzimmer eine nur vermeintliche: Der Mord wurde lediglich inszeniert, um Marcel vorzuführen, wie egoistisch und habgierig „seine“ Frauen hinter ihrer Fassade wirklich sind. Quicklebendig verfolgt er in seinem Zimmer die Gehässigkeiten der Damen. Gleichwohl endet sie Sache tragisch: Zum Entsetzen aller Anwesenden erschießt sich der während des gesamten Stückes unsichtbare, in chronischer Geldnot befindliche Marcel, als man schließlich gemeinsam versucht, ihn in seinem Zimmer aufzusuchen. Unter der Leitung von Corinna Spatz-Moritz und Wolfram Holdt entstand eine herzerfrischende Inszenierung; die brillanten Leistungen der Schauspielerinnen – Carolin Henze (Gaby), Marina Smutny (Susanne), Carlotta Hick (Catherine), Anna Schulz (Mamy), Jasmin Rohrig (Augustine), Julia Menigat (Madame Chanel), Bonita Sandvoss (Louise) und Lara Maszynski (Pierrette) – mit ihren oft geradezu umwerfenden Charakterisierungskünsten taten ein Übriges. Die Inspizienz übernahmen Luise Kummer und Maria Streza, die Technik war bei Arno Schulz und Joshua Tobias in besten Händen.

Taunusgymnasium- Der zweite Anzug passt!

Weiterhin Anlass zu den besten Erwartungen gibt es für das Taunusgymnasium Königstein.
Beim diesjährigen Schulschachpokal am 10.10.2013 in Bad Hersfeld war die Schulschachmannschaft des Taunusgymnasiums eigentlich nur auf mittlere Plätze programmiert, da wegen Klassenfahrten, allenfalls ein B-Team zustande kam. Aber die Mannschaft um das neue Brett1 Maximilian Rogalski belehrte alle Unkenrufer eines Besseren. Max hatte seinen Lauf mit 6 aus 7 Punkten und zog die Neulinge in so fantastischer Manier mit, dass zum Schluss nur ein Punkt zu Rang 2 bei der Hessenmeisterschaft fehlte. Natürlich trugen Tim Fischmann, Marcel Fischer und Leonard Schmid wesentlich zu diesem Erfolg bei, so dass der vierte Rang in der Endabrechnung diesmal nicht als goldene Ananas betrachtet werden kann, sondern als eine berechtigte Kampfansage für den im Dezember beginnenden Rundenwettbewerb im Schulschach.

„8 Frauen“ machen das Taunusgymnasium unsicher

Brillante Schauspielerinnen, Schülerinnen von Klasse 9 bis Q3, setzen sich und die Komödie „8 Frauen“ von Robert Thomas in vier Vorstellungen am Taunusgymnasium in Szene.
Zur Handlung: An einem Wintermorgen kehrt Suzanne, die in England studiert, über Weihnachten nach Hause in die französische Provinz zurück. Dort wird sie von ihrer Familie und den Hausangestellten empfangen - lediglich Suzannes Vater Marcel, der einzige Mann im Haus, lässt sich nicht blicken. Schließlich entfährt dem Zimmermädchen ein gellender Schrei: Der Hausherr liegt tot in seinem Bett - mit einem Messer im Rücken.
Wie sich herausstellt, haben alle acht anwesenden Frauen ein Motiv für den Mord und hätten Marcel umbringen können. Durch Schnee und technische Sabotage komplett von der Außenwelt abgeschnitten, sehen sich die Frauen gezwungen, selbst die Mörderin zu finden. Dass dies nicht ohne Lügen, Verleumdungen, Zickereien und Handgreiflichkeiten geschehen kann, liegt auf der Hand, macht die Verbrecherjagd für den Zuschauer aber umso vergnüglicher.  
Wer dabei sein will, wie der Fall nach zahlreichen Verwicklungen schließlich gelöst wird, kommt am 7., 8., 14. oder 15.11.2013 jeweils um 19.30 Uhr in den Theaterraum des Taunusgymnasiums. Karten sind an der Abendkasse erhältlich und kosten 5,- Euro, für Schüler ermäßigt 3,- Euro.

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Aktionstag Alkohol und andere Drogen im Straßenverkehr

Nicht nur um die möglichen Folgen von Alkohol- oder Drogenfahrten ging es beim Aktionstag am 10.10.2013. Die 175 Schülerinnen und Schüler der E-Phase am Taunusgymnasium - viele von ihnen werden bald Führerscheinneulinge sein - erfuhren auch eine Menge über die Hintergründe.
Zum Beispiel von Kriminalhauptkommissar Volker Erler, der mit seiner langjährigen Berufserfahrung sehr plastisch schildern konnte, wie zerstörerisch berauschende Substanzen auf die physische und psychische Gesundheit des Menschen einwirken können. Erfahrungen „aus erster Hand“ bestätigten dies, zum Teil auf erschütternde Weise: Ehemalige Betroffene einer Alkohol- oder Drogensucht standen den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort.
Wie nachhaltig Alkohol die Sinneswahrnehmungen täuschen kann, zeigten die sogenannten Rauschbrillen, die das menschliche Sehfeld nach starker Alkoholeinnahme simulieren. Den Probanden aus den Schülergruppen gelang damit selbst das Ablaufen einer simplen Slalomstrecke nur mit größter Konzentration. Schnell wurde ihnen klar, welche Gefahr sie mit solchen Wahrnehmungsstörungen unter Alkohol und im realen Straßenverkehr darstellen würden.
Mögliche Unfallsituationen wurden auf dem Schulhof „live“ nachgestellt: Im Überschlagsimulator wurde deutlich, wie hilflos man unter seinem Sitz festhängt, wenn das eigene Auto nach einem Crash auf dem Dach landen sollte. Im Gurtschlitten wiederum schleuderten die Köpfe angeschnallter Schülerinnen beim inszenierten Aufprall bei nur 11 km/h derart nach vorn, dass sich die Erleichterung der Insassen erst nach einer langen Schrecksekunde einstellte. Eindrücklicher konnte das Gesetz der Massenträgheit kaum dargestellt werden.
Gut, dass es da gleich um die Ecke die belebenden, alkoholfreien Cocktails der WOB-Mütter gab. Diese schmeckten so lecker, dass sie von alkoholischen Versionen kaum zu unterscheiden waren. Natürlich nutzten die Schülerinnen und Schüler dieses Angebot und bewerteten schon mal den bisherigen Aktionstag. Immer wieder wurde dabei die Praxisorientierung der Veranstaltung gelobt: Gemeint waren damit einerseits die realistischen Simulationen, andererseits die reichhaltige und authentische „Fronterfahrung“ der Referentinnen und Referenten – „besser als jede Mahnung aus der Theorie“, wie sich eine Gurtschlittenfahrerin äußerte.
Susanne Blecker vom Königsteiner Büro der Sucht- und Gewaltprävention stand bei der Durchführung des Aktionstages das folgende engagierte Team zur Seite:
- Nathalie Klaus, Volker Erler und Herr Regenbogen von der Polizei
- Herr Nathan, Herr Pepperl und Herr Wall von der Verkehrswacht
- Jörg Libbert vom DRK Königstein
- Herr Fischer mit Kollegen von der Berufsfeuerwehr
- PD Dr. med. Krakow, Chefarzt der Asklepios Klinik Falkenstein
- Die Suchthilfe-Organisation „Die Fleckenbühler“
Die Veranstaltung wurde finanziell unterstützt von der Asklepios-Klinik Falkenstein, der Volksbank Königstein, dem Autohaus Marnet, der Burg-Apotheke Königstein sowie dem Förderverein und dem WOB des Taunusgymnasium.
Besonderer Dank gilt Renate Witzlau, die bis zum letzten Jahr den Aktionstag am Taunusgymnasium organisierte und spontan für ihre erkrankte Nachfolgerin Michaela Heyne einsprang.

Martin Hublow

Mädchenfußball

Am Dienstag, dem 17.09.2013, fanden in Oberursel die Kreismeisterschaften im Mädchenfußball statt. Das Team des Taunusgymnasiums  startete in der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 1998 – 2000) und errang überraschend den zweiten Platz.
Im ersten Spiel des Turniers ging es gegen die Philipp-Reis-Schule aus Friedrichsdorf. Dieses Spiel konnte mit 5:1 gewonnen werden, aber die PRS war auch die schwächste Mannschaft im Fünferfeld, weshalb man sich darauf nichts einbilden konnte. Im zweiten Spiel war der Gegner die Christian-Wirth-Schule aus Usingen. Gegen diese körperlich ziemlich kräftige Mannschaft gelang erst in der Schlussminute der Ausgleich zum 2:2. Das war ein hartes Stück Arbeit. Vor dem nächsten Spiel zog sich das TGK-Team für eine halbe Stunde in die warme Umkleidekabine zurück, denn das Wetter war an diesem Tage ruppig, kalt und regnerisch. Diese Maßnahme tat den Spielerinnen physisch als auch mental gut, denn im Anschluss konnte die Altkönigschule aus Kronberg recht deutlich mit 3:0 distanziert werden. Mit einem Sieg gegen das Gymnasium Oberursel hätte man nun sogar Kreismeister werden können, aber gegen diese eingespielte Vereinsmannschaft war man letztlich chancenlos.
Der zweite Platz hinter diesem Topteam ist am Ende jedoch aller Ehren wert und der Blick von Teammanager, Trainer und Zeugwart Franz-Peter Budde richtet sich schon wieder nach vorn. Da geht doch was im nächsten Jahr!
Folgende Spielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen: Angela Weber  4, Laura Bind  2, Carlotta Böer  2, Jule Heruday  2. Im Tor überzeugte Marlen Scholz und die beiden Außenverteidigerinnen Gina Linnert und Dominique Denkewitz  spielten sicher und zuverlässig. Da gab es nichts zu mäkeln. Letztlich trugen aber auch die beiden Reservistinnen Sonja Marschall und Helena Borsche ihr Scherflein dazu bei, dass die Vizekreismeisterschaft ans TGK geholt werden konnte.

Einschulung unserer Jahrgangsstufe 5

Mit dem Lied  „Kleines Senfkorn Hoffnung“ begann am Dienstag, dem 20. August 2013, um 8.45 Uhr in der Sporthalle des Taunusgymnasiums der ökumenische Schulgottesdienst. Sehr einfühlsam motivierend verglich Herr Kaplan Schade in seiner Predigt die Entfaltung des Lichts mit der von jungen Menschen. Harmonisch intonierte Frau Müller-Behet anschließend mit dem Chor das  Lied „Du bist das Licht der Welt“.
Musikalisch beschwingt eröffnete das kleine Orchester unter der Leitung von Herrn Neubeck die sich anschließende Aufnahmefeier. In ihrer Begrüßungsrede gab die Schulleiterin Frau Stengl-Jörns den neuen Schülerinnen und Schüler Einblicke in das schulische Leben, sie formulierte die Erwartungen, die an sie gestellt werden, aber auch Erwartungen, die sie an die Schule stellen können.  Sie betonte, das Ziel, dass „aus Euch am Taunusgymnasium, selbstbewusste, höfliche, verantwortungsbewusste und gebildete Menschen werden, mit einer starken Persönlichkeit, die sich eine eigene begründete Meinung bilden und diese auch vertreten können und wollen.“
Auch der Schulsprecher  Massih Qubad hieß mit seinem SV-Team die neuen Schülerinnen und Schüler herzlich willkommen und Frau Müller-Behet rundete mit dem kleinen Chor den Begrüßungsteil musikalisch ab.
Jeder neue Schüler und jede neue Schülerin wurde von Schulleiterin, Klassenlehrer oder Klassenlehrerin und den Klassen-Paten per handschlag herzlich begrüßt und erhielt ein vom Förderverein gesponsertes Schul-T-Shirt. Dann ging es im neuen Klassenverband zum ersten gemeinsamen Unterrichtstag.
Auch die Eltern wurden von der Schulleiterin, der Schulelternbeiratsvorsitzenden, Frau Dr. Eckhardt-Letzelter, Frau Schönherr vom Förderverein der Schule und der Leiterin der Pädagogischen Mittagsbetreuung, Frau Achenbach, herzlich begrüßt und über schulische Angebote informiert. Diese konnten gleich in der Cafeteria getestet werden, in der ein Imbiss auf die Eltern wartete, zu dem das WOB-Team, der Cafeteria-Verein der Schule, wie in jedem Jahr nach der Einschulungsfeier eingeladen hatte.

„TAUNUS` MUSHROOMS AND TOADSTOOLS“

(Traditionelle Pilzlehrwanderung/bilingual mit Professor Dr. Heinz Hänel am Samstag, den 21.09.2013 von 10-13Uhr)

Prof. Dr. Heinz Hänel ist Honorarprofessor im Fachbereich Biologie und betreut im Zoologischen Institut die Parasitologie. Als Vorstandsmitglied bei den Freunden und Förderern der Goethe Universität befasst er sich schwerpunktmäßig mit der Forschungsförderung. Er leitet seit Dezember 2008 den Alumnirat der Goethe Universität und ist bei der Firma sanofi-aventis für die Entwicklung von Antidiabetika zuständig.
Auch im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung großen Anklang bei Schülerinnen und Schülern, insbesondere auch bei interessierten Eltern (wir berichteten).

Anmeldungen werden erbeten spätestens bis zum 14.9.2013 unter der E-Mail Adresse: verwaltung@taunusgymnasium.de .

Nähere Informationen zum Treffpunkt erfolgen ab Montag, dem 16.9.2013 auf unserer Homepage.

Ansprechpartnerin am TGK: Ruth Stücke

Trotz Dauerregen: Glänzende Stimmung allenthalben

Petrus meinte es am Tag des Sommerfestes ganz offenbar nicht gut mit dem Taunusgymnasium: Geradezu punktgenau verhinderte schier ununterbrochener Regen die ursprünglich geplante Nutzung des Außenbereichs für dieses große Fest zum Schuljahresabschluss. Doch die Organisatoren, das Kollegium und die Schülerinnen und Schüler ließen sich nicht verdrießen und machten das Beste daraus: Innerhalb kürzester Zeit wurde alles ins Schulgebäude verlagert und neu arrangiert. Im Gebäude verursachte die neue Situation zwar eine gewisse Gedrängtheit, für die Schülerinnen und Schüler und die zahlreichen Gäste indes schien dies kein Problem zu sein. Glänzende Stimmung herrschte allenthalben bei einer Vielzahl unterschiedlichster Stände, künstlerischer Darbietungen und kulinarischer Angebote.

Bronze in Winnerod

Am 17. Juni 2013 startet pünktlich um 7.45 Uhr das Golfwettkampfteam des Königsteiner Taunusgymnasiums mit dem Kleinbus nach Winnerod im Kreis Gießen. Das Team besteht aus Pia Jäger, Mark Honner, Valentin Smits, Hyesung Kim und Alexander Fischer.
Winnerod liegt zwischen Reiskirchen und Lindenstruth und ist eine Agrarenklave, bestehend aus wenigen Gehöften und eben einem weitläufigen achtzehnlöchrigen Golfspielgelände mit künstlich angelegtem See und etlichen Sandbunkern nämlichen Ursprungs, die offensichtlich vorzeigen, was eine Harke vermag. Der Himmel ist wolkenlos und das Thermometer schickt sich an, die Dreißiggradmarke zu überschreiten. Immerhin weht ein angenehmer Wind, aber in der gleißenden Sonne ist das Golfen sicherlich kein leichtes Unterfangen. Da hechelt man von Grün zu Grün und erfährt so ganz nebenbei, dass nicht zwangsläufig Schatten sein muss, wo viel Licht ist, denn die in der Landschaft verteilten Jungbäume sind dem Strauchniveau noch nicht sonderlich entwachsen und kommen daher, was das Angebot von Schatten angeht, als Spendenbeauftragte nicht in Frage.
Ausgangspunkt für den Schulmannschaftswettkampf im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ ist ein umfunktioniertes Bauernhaus im Hofgut Winnerod, das auch ein Restaurant mit ansprechender Küche beherbergt. Betrieben wird die Anlage von einer golfaffinen Betriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung.
Da die Golfaffinität des betreuenden Sportlehrers Franz-Peter Budde eher eine überschaubare Größe ist, überlässt dieser die Betreuung auf dem Platz Frau Dr. Martina Jäger, der Mutter von Pia Jäger, die im Privatwagen nach-gereist ist.
Nachdem er ein paar Bilder beim Warmgolfen gemacht hat, sucht der be-treuende Lehrer daher in dem sicheren Wissen, dass er Pia und den Jungen während des Wettkampfs keine Hilfe sein kann, ein schattiges Plätzchen im beschirmten Outdoorrestaurant auf, wo er einigen Kolleginnen und Kollegen, die sich derselben temporären Herausforderung stellen, das in Golfkreisen nicht unübliche „Tages-Du“ anbietet und in angeregter Unterhaltung ausharrt, bis seine Mannschaft die Bronzemedaille „eingelocht“ hat.
Der dritte Platz führt nun zwar nicht zum Bundesfinale nach der Berlin, ist aber bei elf teilnehmenden Schulen im hessischen Landesfinale aller Ehren wert.
Und Berlin? Im nächsten Jahr geht das Taunusgymnasium mit demselben Team in derselben Wettkampfklasse wieder an den Start. Wenn der betreuende Lehrer bis dahin nicht nur Golf fährt, sondern auch spielt, scheint da alles möglich.                

Franz-Peter Budde        

Akademische Feier für die Abiturienten des Taunusgymnasiums

93 waren sie an der Zahl, die Abiturientinnen und Abiturienten, die das Taunusgymnasium mit einer akademischen Feier im Königsteiner Haus der Begegnung verabschiedete. 86 von ihnen verließen das Taunusgymnasium mit dem Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife und haben damit – wie die Schulleiterin, Oberstudiendirektorin Roswitha Stengl-Jörns in ihrer Ansprache betonte – den höchsten deutschen Schulabschluss erworben, mit dem sie berechtigt sind, ein Studium an einer Universität aufzunehmen. Den übrigen sieben Schulabgängern wurde die Fachhochschulreife zuerkannt. Mit einer Abitur-Durchschnittsnote von 2,44 liege der Jahrgang zwar über dem Durchschnitt der letzten Jahre am Taunusgymnasium, aber immer noch im hessischen Durchschnitt von 2,4. Dass 20 der Abiturientinnen und Abiturienten eine Durchschnittsnote mit einer „Eins“ vor dem Komma erzielt haben, würdigte die Schulleiterin als „sehr respektable Leistung“.
Für die Lehrerschaft sprach Studiendirektor Wolfgang Veltjens, für die Schülerschaft hielt Schulsprecherin Anna-Lena Orth Rückschau. Johann Wolfgang von Goethes „Faust“, der schon in der Lehrerrede eine Rolle spielte, wurde schließlich noch in Gestalt einer „Impressionen aus dem Unterricht“ betitelten, kurzen Szene auf die Bühne gebracht. Die Darsteller waren Valerie Kerkhecker, Dennis Hofer, Jan Schladerbeck und Alexander Zindler, und freilich durfte hier die berühmte „Gretchenfrage“ nicht fehlen.
Die anspruchsvollen musikalischen Beiträge trugen erheblich zur stilvollen Würde des Festaktes bei: Einleitend trugen der Cellist Konstantin Grabe und der Pianist Florian Schober das besinnliche Charakterstück „Orientale“ op. 50 Nr. 9 von César Cui vor. Mit den Titeln „Stay“ und „Blood, Tears and Gold“ der britischen Synthie-Pop-Band „Hurts“ gestaltete Mark-Philipp Halberstadt (Gesang und Klavier) zwei ausdrucksstarke musikalische Interludien. Zu einem bewegenden Augenblick kam es, als vier Abiturientinnen der Schulleiterin ein Porträt des in der Schüler- und Lehrerschaft hochgeschätzten, zu Jahresbeginn verstorbenen Kollegen Dieter Behrend übergaben.
Bevor schließlich die Abiturzeugnisse überreicht wurden, kam es es zu zwei Ehrungen, die der fünf besten Abiturienten und Abiturientinnen – Marco Ehrhardt, Anna-Lena Orth, Yu-Rim Kim, Leon Theimer und Leonard Smits (Foto v. l. n. r.) – und die Verleihung des Abiturpreises der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Physik an Haress Nazary,  Robert Berghaus, Sina Haji Sadegh, Lennart Stobbe und Marius Hasselbach (Foto v. l. n. r.). An Robert Berghaus ging zudem der Buchpreis der DPG; der vom Förderverein des Taunusgymnasiums finanzierte Buchpreis der Schule für herausragende Leistungen im Fach Physik ging an Haress Nazary.

Taunusgymnasium gewinnt vier Schülerpreise und einen Schulpreis bei „explore – science“

Motiviert von der Lehrerin Henrike Held bastelten wieder einmal viele Schüler des Taunusgymnasiums Königstein für den Wettbewerb „explore- science“ der Klaus- Tschira- Stiftung. 141 Schüler der Jahrgänge 6 bis E-Phase experimentierten zu Themen der Faszination Erde. Ein Grund für die Juroren dem Taunusgymnasium einen Schulpreis für jährlich besonders viele Schülerbeiträge zu überreichen. Doch dies war nicht der einzige Preis.
In dem Wettbewerb „Erdbebensicherheit“, in dem es darum ging einen 90 cm hohen Turm nur aus Pappe, Papier, Strohhalmen und Flüssigkleber zu bauen, der zudem einen statischen Test mit 1kg und einem dynamischen Test auf einer Rüttelplatte standhielt, erreichten Tessa Klein und Tara Malek aus der Jahrgangsstufe 6 einen 100,- Euro dotierten 10. Platz. Sie bauten aus schwarzen Strohhalmen einen Turm mit Hubschrauberplattform. Sogar den Hubschrauber hatten sie dabei. In diesem Wettbewerb stellte das Taunusgymnasium die meisten Teilnehmer, so dass wir erstmals mit zwei Bussen anreisen mussten. Es gab viele kreative, ausgefallene, besonders leichte, schön gestaltete und einfach funktionale Türme zu bestaunen. Die meisten bestanden die Tests ohne Schäden. Erstaunlich war auch die „Palme“, ein aus Pappbechern zusammengesteckter Turm, der im Rütteltest sich etwas zur Seite neigte, aber nicht brach. Viele Schüler hatten sich auch besonders auf die Präsentation vorbereitet, die dann leider aufgrund der extrem hohen Teilnehmerzahl doch etwas zu kurz kam.
Auch am Donnerstag bei den Wettbewerben: „Freies Schweben“ und „Wasserrakete“ gewannen drei Taunusgymnasiasten einen 100,- Preis. Constantin Rasen, Lars Kasper und Robert Klems brachten mit einer ausgeklügelten Föhneinrichtung eine schwere Bocciakugel zum Schweben. Im Wettbewerb der Wasserraketen gab es viel Wasser – doch leider zu viel von oben. Der guten Laune tat das keinen Abbruch, so dass auch dieser Wettbewerbstag mit vielen positiven Eindrücken, auch von den zahlreichen Mitmachstationen im Luisenpark zu Ende ging.
Am letzten Wettbewerbstag reiste die kleinste Taunus- Delegation nach Mannheim. Doch auch hier gewannen Vivien Rust und Ophelia Fellhauer im Wettbewerb „Kettenreaktion“ einen 100,- Euro Sonderpreis für besondere Ästhetik. Ihre Kettenreaktion startete mit einem Teelicht, wodurch eine Schnur durchbrannte, die dann eine Kugel in ein Rohr schickte. Die Kugel löste dann eine Newtonsche Wiege mit Tennisbällen aus. In Folge schnappte eine Mausefalle zu und zog einen Badewannenstöpsel aus der Wolke. Sogleich regnete es „Bindfäden“ – tatsächlich lief an einem Bindfaden Wasser in eine Rinne, so dass das Papierschiff in einer fleischfressende Pflanze gespült wurde. Eine sehr schön ausgeklügelte Kettenreaktion. Aber auch unsere KristallzüchterInnen haben sehr hübsche und schöne Kristalle gezüchtet.
Für die Schüler und die begleitenden neun Lehrer war „explore-science“ in den drei Tagen wieder ein tolles Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken. Der Besuch ist immer wieder ein persönlicher Gewinn.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr zum Thema „Biologische Vielfalt“ am 9. – 13. Juli 2014.

„The Canterville Ghost“ mit den „Bilis“ der 6. Klassen

Seit es am Taunusgymnasium den bilingualen Zweig gibt, gehört es zur – noch jungen – Tradition der bilingualen Kurse, am Ende der 6. Klasse ein Theaterstück in englischer Sprache aufzuführen. In diesem Jahr war es „The Canterville Ghost“ von Oscar Wilde, der unter der Leitung der Englischkolleginnen Alexandra Arnemann und Ruth Stücke an einem Abend in zwei Besetzungen zur Aufführung gelangte – ein Riesenspaß für das Publikum und die Darsteller, die ungeahnte schauspielerische Fähigkeiten entwickelten. Eine der Hauptrollen fiel dem Skelett aus der Biologie-Sammlung zu – sehen Sie selbst …

Autorenlesung mit Grit Poppe am 18.06.2013

Was versteht man unter Durchgangsheimen? Und was muss man sich unter einem Jugendwerkhof vorstellen? Wie war das Leben in einem Heim für Jugendliche in der DDR? Fragen, auf die der Jugendroman "Weggesperrt" sehr anschaulich und erschütternd Antworten gibt. Die Autorin Grit Poppe war am 18.06.2013 im Taunusgymnasium zu Gast, um ihr Werk der Jahrgangsstufe 9 vorzustellen. Ein Dokumentarfilm, in dem Zeitzeugen von ihrer schrecklichen Zeit in den Jugendwerkhöfen berichteteten, führte eindrucksvoll in die Lesung ein. Anschließend las Frau Poppe etliche Passagen aus ihrem Buch, in dem sie den Leidensweg der 14-jährigen Anja während der Zeit von 1988 bis 1989 erzählt. Grundlage der fiktiven Geschichte waren Interviews mit Zeitzeugen und zahlreiche Besuche im Jugendwerkhof Torgau, der heute eine Gedenkstätte ist.

Sommerfest des Taunusgymnasiums

Zum diesjährigen Sommerfest des Taunusgymnasiums zur Finanzierung des neuen Pausenhofes laden wir sehr herzlich ein. Es findet statt am

Mittwoch, den 03. Juli 2013

von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Hier die wichtigsten Informationen zum Ablauf im Überblick:

• An diesem Tag findet kein Unterricht statt, wir bauen allerdings ab 11.00 Uhr auf und während des Festes besteht Anwesenheitspflicht für alle Schülerinnen und Schüler. Die Klassenlehrer bzw. Tutoren geben bekannt, wann ihre Klasse erscheinen soll und kontrollieren die Anwesenheit.
• Wenn Sie dies wünschen, kann Ihr Kind von 7.35 bis 12.45 Uhr betreut werden. Um planen zu können, benötigen wir Ihre Anmeldung bis zum 28.06.2013 im Sekretariat.
• Wir feiern bei jedem Wetter!
• Für das leibliche Wohl wird selbstverständlich gesorgt sein!
• Was gibt es noch?

Attraktionen wie

- Sport- und Spielstände der Klassen 5-8 sowie der Einführungsphase
- die Musik- und Showband des Fanfarencorps Königstein
- verschiedene Bands auf unserer Sommerfestbühne
- Verkauf von Schul-T-Shirts und Buttons
- verschiedene sportliche Wettkämpfe

 und vieles mehr sollen der Veranstaltung einen sportlich unterhaltsamen Rahmen verleihen.

Wir wünschen uns allen ein schönes Fest und freuen uns auf Ihre Teilnahme!

„Sportsnight“ am Taunusgymnasium

An Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis Q4 richtete sich dieses offene Sportangebot in den Hallen des Taunusgymnasiums. Der von Sportkollegin Christine Bohn organisierte Abend umfasste Volleyball, Fußball, Tischtennis und eine Stunde Zumba mit einer professionellen Trainerin. Auch konnte man an diversen Sportgeräten ganz individuell ausprobieren, was Spaß macht. Für fetzige Musik war gesorgt, für plötzlich auftretenden Hunger und Durst hatte die „World of Breakfast“ des TGK (WOB) Gegenmittel bereitgestellt.

Eltern übergeben Unterschriften

von rechts nach links: Dr. Charlotte Eckardt-Letzelter (Vorsitzende des Schulelternbeirats am TGK), Landrat Ulrich Krebs, Andreas Mühlbauer (Vorsitzender des Schulelternbeirats an der FSS), Yvonne Steinkamp-Deetjen (stv. Vorsitzende des Schulelternbeirats am TGK)

Das Taunusgymnasium platzt gleichsam aus den Nähten und benötigt dringend die von der benachbarten Friedrich-Stoltze-Schule genutzten Räume. Umgekehrt wäre es den Schülern und Lehrern der Friedrich-Stoltze-Schule mehr als recht, zur Durchführung ihres Werk- und Kochunterrichts nicht immer wieder unnötigen Zeitverlust hinnehmen zu müssen, der zwangsläufig entsteht, wenn sie von einem Schulgebäude zum anderen wechseln müssen.
Nachdem alle bisherigen Lösungsversuche dieses Problems der räumlichen Trennung fruchtlos blieben, haben nun die Elternvertretungen des Taunusgymnasiums und der Friedrich-Stoltze-Schule die Initiative ergriffen. 800 Unterschriften sammelten sie, mit denen sich Eltern und volljährige Schüler beider Schulen dafür aussprechen, dem derzeitigen unbefriedigenden Zustand ein Ende zu setzen. Bei einem Ortstermin in einem der in Rede stehenden Räume im Taunusgymnasium überreichten die Elternvertreter den Karton mit der Unterschriftensammlung an den Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs. Es scheint, als dürften sie hoffen, dass ihr Anliegen bei Herrn Landrat Krebs Unterstützung findet, zumal die Elternvertretung des Taunusgymnasiums in Abstimmung mit dem Förderverein der Schule Eigenleistungen angeboten hat.

FIAS begeistert die Oberstufe des Taunusgymnasiums mit drei MINT-Vorträgen

Aus insgesamt drei Veranstaltungen bestand die Vortragsreihe, die Dr. Hermine Reichau vom FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies) am Taunusgymnasium in den MINT-Fächern Mathematik, Physik und Informatik am TGK für Schüler und Schülerinnen der Oberstufe hielt.
Der Mathematikvortrag befasste sich mit einem bislang ungelösten Problem, der sogenannten „Riemann-Hypothese“: Im Jahr 2000 erklärte das Clay Mathematics Institute in Cambridge, Massachusetts die Riemannsche Vermutung zu einem der sieben Millenniumprobleme und schrieb eine Million Euro Preisgeld für die Lösung aus. In der Hoffnung auf den Gewinn knobeln seitdem die Mathematik-Leistungskursschüler und  schülerinnen der Q4 an einer schlüssigen Lösung. In einem schier zum Bersten gefüllten Hörsaal lauschten Schülerinnen und Schüler begeistert dem Informatikvortrag über eine „Turingmaschine“, einem besonders wichtigen Rechenmodell der Theoretischen Informatik, benannt nach dem Mathematiker Alan Turing, der sie 1936 einführte. Beim dritten, dem Physikvortrag schließlich lernten die Q2 und Q4 Leistungskurse, wie die Strahltomographie Kenntnisse der Integral- und Matrizenrechnung nutzt.
Den Schülerinnen und Schülern eröffneten sich mit den von Dr. Reichau aufgezeigten Inhalts- und Berufsfeldern spannende Perspektiven.

Schulen tanzen aufeinander zu

Sie sind Nachbarn, ihre Schulen nur ein paar Schritte voneinander entfernt. Dennoch kannten sich die Schüler des Taunusgymnasiums (TGK) und der Friedrich-Stoltze-Schule (FSS) bislang kaum. Das soll sich ändern. Gemeinsam haben sie jetzt die ersten Tanzschritte aufeinander zu gemacht.
Königstein.

Kelechi ist Kult. Die meisten der Jungen und Mädchen, die auf dem Boden der Turnhalle vor der Bühne sitzen und zu Kelechi Onyele hinaufschauen, dürften ihn schon mal im Fernsehen gesehen oder von ihm gehört haben. Als Tänzer stand er schon mit Kylie Minogue auf der Bühne, als Choreograph setzt er unter anderem die Videos von Culcha Candela in Szene, dazu kommen TV-Auftritte und eine eigene Tanzschule. Kein Zweifel: Onyele, der Frankfurter Junge mit den nigerianischen Wurzeln, hat es geschafft.

Dass das gar nicht so einfach war, dass auch er es nicht immer leicht in der Schule hatte, darüber und über einiges mehr berichtete Kelechi Onyele jetzt den Schülern der Friedrich-Stoltze-Schule und des Taunusgymnasiums. In einer der Turnhallen am Kreisel hat der Tänzer mit seinem „Dance School Projekt“ Station gemacht und schon vor dem ersten Tanzschritt ein Novum geschaffen: Schüler des Gymnasiums und der Haupt- und Realschule saßen gemeinsam vor ihm.

Hatten die sich am Anfang noch schüchtern nach Schule und Geschlechtern getrennt ihre Plätze gesucht, tanzen sie im Laufe des Vormittags mehr und mehr aufeinander zu und über eigene Hemmschwellen hinweg. Ein Hauptanliegen Onyeles.

Der 37-Jährige will jungen Leuten Mut machen, ihre Ziele zu verfolgen. „Lasst Euch nie erzählen, das etwas nicht geht“, ruft er von der Bühne. „Sei kein Schaf“ lautet ein weiteres Credo. Niemand müsse sich herablassend behandeln lassen, mahnt Onyele selbstbewusstes Handeln an und unterlegt das mit einem Beispiel, das bei den Kids ankommt.

Er selbst, so Onyele, habe sogar schon mal „Lady Gaga“ die Stirn geboten - und sich damit ihren Respekt erworben. Wichtig sei, dass man bei allem Bemühen um selbstbewusstes Auftreten zwei Dinge beachte: Man müsse fair und vor allem gewaltlos mit dem jeweiligen Gegenüber umgehen.
Zwei Vorgaben, die in der Vergangenheit auch in Königstein nicht immer beherzigt wurden. Massi Qubad, heute Schulsprecher am Taunusgymnasium, kann sich zwar noch an die handgreiflichen Auseinandersetzungen erinnern, die 2004 das Binnenverhältnis zwischen FSS und TGK trübten. „Das ist aber lange her. Heute ist das kein Thema mehr“, erzählt Massi, räumt aber auch ein, dass man nicht allzu viel Kontakt zu den Schülern der Stoltze-Schule habe.

Genau deshalb hatte Ulrike Hemerka auch den Anstoß zur Teilnahme am „Dance School Projekt“ und zur Kooperation beider Schulen gegeben. Die Lehrerin für Biologie und Deutsch am Taunusgymnasium hat mit Kelechi Onyele selbst die Schulbank gedrückt, bei einem Wiedersehen vor einiger Zeit, so Hemerka, sei dann die Idee entstanden, das Projekt nach Königstein zu holen. „Ich bin sehr froh und dankbar, dass mein Vorschlag bei beiden Schulleitungen sofort positive Resonanz und vor allem viel Unterstützung fand“, betont Hemerka.

Dass sich das gemeinsame Engagement beider Schulen mit Unterstützung der Dr. Broermann Stiftung gelohnt hat, davon sind Sabine Simons, Leitern der FSS, und ihre Amtskollegin vom Taunusgymnasium, Roswitha Stengl-Jörns, beim Blick auf die gute Stimmung in der Halle absolut überzeugt. „Die Schüler beider Schulen ohne erhobenen Zeigefinger einander näherbringen - genau das wollten wir erreichen. Und ich denke, das ist uns auch gelungen“, hebt Roswitha Stengl-Jörns hervor. Ebenso wie Sabine Simons möchte sie das Projekt der Annäherung gerne weiter fortsetzen. Simons: „Das klappt beim Tanzen besonders gut.“

Von Stefan Jung (22.04.2013)/ Frankfurter Neuen Presse

World Robot Olympiad

Zum ersten Mal war ein Team des Taunusgymnasiums bei einer World Robot Olympiad am Start. Mit großem Engagement und einem Höchstmaß an Eigeninitiative bereiteten sich Benedikt Hock, Alexander Miers und Erik Seinsch auf dieses internationale Event vor und kämpften mit einer gehörigen Portion Spaß gegen die anderen Teams.

Ein besonderer Dank gilt den Eltern der Teilnehmer für ihre intensive Unterstützung! Außerdem bedanken wir uns herzlich beim WOB-Team um Frau Bauder, das uns bei der Finanzierung der Teilnahmegebühr und der logistischen Vorbereitung half.

Die World Robot Olympiad ist ein internationales Bildungsprogramm, um Jugendlichen den Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern zu erleichtern und sie für einen Ingenieurs- oder IT-Beruf zu motivieren. Die WRO Wettbewerbe kombinieren den Nervenkitzel eines Sportevents mit einer schulischen Herausforderung einen LEGO MINDSTORMS Robotern zu bauen, designen und zu programmieren. Dabei haben Jugendliche die einzigartige Möglichkeit, wertvolle und praktische Erfahrungen in der Arbeit mit den Robotern zu sammeln.

Im Jahr 2012 haben weltweit über 15.000 Teams an den Vorentscheiden der WRO in über 35 Ländern teilgenommen und hatten so die Möglichkeit, ihre Problemlösungsfähigkeiten mit Hilfe dieses herausfordernden Roboterwettbewerbs zu verbessern – und das alles mit einer Menge Spaß!

„All Things Bright and Beautiful …“

Schulkonzert des Taunusgymnasiums im Haus der Begegnung

Es zählt zu den Höhepunkten des Schullebens am Taunusgymnasium: das jährlich stattfindende Schulkonzert. Es ist gleichsam ein Spiegel der vielfältigen Aktivitäten im Bereich des Schwerpunktes Musik der Schule – mit Ausnahme der Big Band, die am „Kul(tur)inarischen Abend“ ihren großen Auftritt hat. Erstmals seit langer Zeit fand das Schulkonzert nicht im Theatersaal des Taunusgymnasiums statt – aus gutem Grund: Der Saal platzte in den letzten Jahren förmlich aus den Nähten, zudem musste das Konzert wegen der begrenzten Anzahl von Plätzen wiederholt werden. Meist reichten auch beim zweiten Mal die Sitzplätze nicht aus.
In diesem Jahr war alles anders. Erstmals fand das Schulkonzert in den Räumlichkeiten des renovierten und neu gestalteten Hauses der Begegnung statt, was zum einen zwar einen erheblichen logistischen Mehraufwand für alle Beteiligten mit sich brachte, endlich aber den Mitwirkenden die schon seit langem überfälligen, angemessenen räumlichen Möglichkeiten bescherte. Erstmals auch übernahm der Förderverein des Taunusgymnasiums die Bewirtung der Gäste. Wie in den Jahren zuvor war die Resonanz enorm, ein Auditorium von etwa 500 Besuchern würdigte begeistert die Leistungen der jungen Musiker. Es gab wohl kaum eine Jahrgangsstufe, die auf der Bühne nicht vertreten war – darüber hinaus gab es Mitwirkende, deren Abitur schon Jahre oder gar Jahrzehnte zurückliegt: ehemalige Schüler, Kollegen und Eltern.
Die am Taunusgymnasium lehrenden Musikpädagogen hatten die Leitung der Ensembles sorgsam und wohlausgewogen untereinander aufgeteilt: Tina Müller-Behet betreute die Bläserklasse 5, die Chöre und wirkte als überaus versierte Begleiterin am Klavier. Michael Neubeck und Joachim Wormsbächer dirigierten Bläser- und Streichergruppen sowie das Kleine und das Große Orchester. Wenn sie gerade nicht als Dirigenten oder Organisatoren gefordert waren, musizierten sie zusammen mit den Schülern im Orchester. Auch in diesem Jahr führte Martin Hublow – der Vierte in der Musikerrunde – mit wohlgesetzten Worten informativ und unterhaltsam durch das Programm.
Es war eine große Vielfalt von ansehnlichen musi¬kalischen Leistungen, die man an diesem Abend erlebte. Die Bläser- und Streichergruppen der Klassen 5 und 6 präsentierten meist arrangierte Songs oder Traditionals, aber auch „Klassisches“ war darunter: ein Stückchen Haydn, ein Satz aus der „Feuerwerksmusik“ von Händel, der berühmte „Can-Can“ von Jacques Offenbach oder auch der „España“-Walzer von Emmanuel Chabrier – letztere nach nicht einmal einem beziehungsweise knapp zwei Jahren Unterricht bemerkenswert temperamentvoll musiziert. Das Kleine Orchester glänzte mit dem festlichen „Trumpet-Voluntary“ von Henry Purcell und dem Triumphmarsch aus Verdis Oper „Aida“. Mit dem Großen Orchester hielt große Symphonik in Originalbesetzung Einzug ins Programm: Johannes Brahms‘ Ungarischer Tanz Nr. 5  und Edvard Griegs Norwegische Tänze Nr. 2 und Nr. 3 erklangen in ebenso stimmungsvollen wie energiegeladenen Wiedergaben. Tonschön und ausdrucksvoll blies Mark-Philipp Halberstadt den Solopart des ersten Satzes von Leopold Mozarts Posaunenkonzert D-Dur. Von Leroy Anderson, der wohl vor allem mit seiner Komposition „The Typewriter“ bekanntwurde, erklang „Fiddle-Faddle“, eine ebenso flotte wie liebenswerte musikalische Belanglosigkeit – in der Diffizilität der Ausführung freilich nicht zu unterschätzen.
Mit einer Reihe klangschön ausgearbeiteter Beiträge waren der Chor der 5. Klassen, der Kammerchor und der Große Chor zu hören. Die „Prinzen“ etwa und Bruno Mars waren hier vertreten; als Beispiel für sehr gute Intonation im Ensemble sei John Rutters „All Things Bright and Beautiful“ mit seiner anspruchsvollen Harmonik genannt, das der Kammerchor zur Aufführung brachte. Als versierter Begleiter am Klavier agierte hier Mohin-Jan Fariod (Jahrgangsstufe 9), Preisträger verschiedener Klavierwettbewerbe, darüber hinaus begleitete er Richard Carpenters „Top of the World“ und Leonard Cohens „Hallelujah“. „Mamma Mia“ hieß es dann zum Schluss des Programms mit Großem Chor und Großem Orchester: Es erklang ein ABBA-Medley, der auch die Titel „S.O.S.“ und „Dancing Queen“ in sich vereinte. Die Abiturienten unter den mitwirkenden Musikern, die in sommerlich-schrillem Outfit gleichsam einen vorgezogenen Abi-Scherz zelebrierten, wurden von den Musiklehrern zum Abschied mit einem kleinen Geschenk bedacht: einem Foto-Porträt, das sie jeweils musizierend auf einer der Chor- und Orchesterfahrten oder im Konzert zeigt. Die Schüler wiederum dankten für das Engagement ihrer Lehrer mit einer eigens einstudierten Chor-Überraschungszugabe. Langanhaltender Applaus belohnte diesen großartigen Abend.

Die Fotos wurden uns freundlicherweise von Herrn Dr.-Ing. Martin Kasper zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Autorenlesung mit Rukhsar Khan

Am Freitag, den 12.April 2013, stellte Herr Ruksar Khan im Theaterraum seinen autobiographischen Roman "Im Namen der Mutterliebe" den achten Klassen vor und wartete mit vielen interessanten Erklärungen und Hintergrundinformationen über Pakistan auf. In der sich anschließenden Diskussionsrunde konnten die Schülerinnen und Schüler zusätzliche Fragen an den Autor stellen, der zusammen mit seinem Sohn Roman - Jahrgangsstufe Q 2 unserer Schule - sehr offen Rede und Antwort stand.

Schüleraustausch TGK - Collège Jules Verne

14 Villebonaisen zu Gast im Taunusgymnasium Königstein

Vom 10. - 16. April 2013 weilten 14 Schülerinnen und Schüler mit ihren Begleiterinnen Valérie Longeard und Geneviève Moebs aus der französischen Partnergemeinde von Liederbach, Villebon-sur-Yvette, rd. 15 km südlich von Paris, im Taunusgymnasium Königstein. Nach einem herzlichen Empfang in der Schule, kulinarisch bereichert durch die Eltern und das WOB, lernten die Jugendlichen bei einer Stadtführung das kalte und regnerische Frankfurt kennen und besuchten anschließend den hessischen Rundfunk. Ein Highlight war sicherlich der mit den Austauschpartnern gemeinsame Ausflug nach Heidelberg, mit Schlossbesichtigung, Stadtrallye und einer Schifffahrt auf dem Neckar.
Nach dem Wochenende in den Familien stand am Montagmorgen eine Führung durch die Schule auf der Agenda. Danach lernten die jungen Französinnen und Franzosen den Schulalltag ihrer „Corres“ im Rahmen des regulären Unterrichts kennen.
Zu Mittag wurde ihnen ein herzlicher Empfang im Rathaus Liederbach durch Sigrid Grether, die 1. Beigeordnete, sowie den Freundeskreis europäische Partnerschaften bereitet, wo sie sich anschließend den angebotenen kulinarischen Genüssen und weiteren Gesprächen hingeben konnte.
Nach einer abschließenden Rallye durch Königstein wurde am Dienstag manch eine Träne beim Abschied vergossen, wobei sich natürlich alle Beteiligten schon auf den Gegenbesuch in Villebon freuen, unter der Leitung von Ronny Reiniger und Dorothee Rapp.

Der Projekttag zur „Biodiversität“ - ein spannendes Erlebnis

Was vermissen wir im Moment alle ganz besonders? Genau: blühende Wiesen, verschiedene summende Insekten und alle Arten von Tieren – kurzum alles, was wir gerade aufgrund der Kälte nicht haben können! Was für ein Glück, dass aber am 08.04.13 ein Projekttag unter der Leitung von Herrn Köhler und Frau Stücke zum Thema Biodiversität am Taunusgymnasium stattfand.

Biodiversität bedeutet Artenvielfalt, und darum ging es hier einen ganzen Schultag lang.
Zunächst schauten wir einen kurzen Dokumentarfilm an, in dem der Begriff Biodiversität erklärt und definiert wurde. Auf mehren Arbeitsblättern sollten anschließend verschiedene Aufgaben zum Thema gelöst werden, vom Unterscheiden verschiedener Arten im Tier- und Pflanzenreich bis hin zum Ökosystem. Danach erörterten wir in Gruppen verschiedene Standpunkte zum Thema „Regenwald – Schützen oder Nützen?“. Nach dieser Arbeitsphase wurde dann in „Köhler's Talk am Abend“ diskutiert, wie man einen Kompromiss zum Schutz des Regenwaldes finden kann, mit dem ein sowohl Manager von Mega-Konzernen als auch Umweltschützer zufrieden sein können  – gar nicht so einfach! Trotzdem waren alle voll dabei und hatten sehr viel Spaß.

In der nächsten Phase kamen dann die anwesenden Experten vom Netzwerk Blühende Landschaft, Sebastian Budig und Andreas Kramer (beide Imker) an die Reihe. Sie veranschaulichten ihren Vortrag zum Thema „Naturschutz vor Ort“ anhand vieler Geräte aus dem Imkerbestand, zum Beispiel mit einem alten Bienenkasten, in dem momentan aufgrund des Arten-Sterbens keine Bienen leben. Immer mehr artenreiche Blühwiesen müssten weichen, um Ackerland Platz zu machen – so fänden die Bienen nicht mehr so viel Nektar wie früher und auch nicht mehr so vielseitige Kost, erklärten Sebastian Budig und Andreas Kramer. So sei das Immunsystem der Bienen geschwächt und ein spezieller Bienenparasit könnte sie schneller töten. Von hundert Bienenarten seien schon mehr als die Hälfte von dem Parasiten ausgerottet worden, was verheerende Folgen auf die Umwelt habe: Gibt es weniger Bienen, die Pollen von einer Pflanze zur anderen bringen – ein Vorgang, durch den sich die Pflanzen vermehren  – wird die Anzahl der Arten in der Pflanzenwelt auch schrumpfen. Man sieht also: Umweltschutz ist wichtig, um die Artenvielfalt zu erhalten und wieder einen schönen, abwechslungsreichen Sommer in der Natur verbringen zu können.

Am Ende des Projekttages gab es dann noch ein wenig Saatgut mit verschiedenen Samen seltener Blumen für die Nachwuchsumweltschützer, als Startkapital sozusagen. Außerdem wurden alle Anwesenden von Herrn Budig und Herrn Kramer dazu angeregt, in ihrem Garten schöne, verschiedene Blumen anzupflanzen, um den Fortbestand der Bienen zu garantieren. Aber natürlich geht es nicht nur um Bienen – es soll auch der Schutz aller anderen Arten gefördert werden!

Hannah Meier, 8b

Mathematiker des TGK überzeugt beim Tag der Mathematik in Frankfurt

Tim Unverzagt aus der Q2 des Taunusgymnasiums errang beim Tag der Mathematik in Frankfurt einen hervorragenden 4. Platz.

Herzlichen Glückwunsch!

Diese Verantsaltung ist ein Tag mit einer langen Tradition. Im März 1992 lud zum ersten Mal das Kuratorium „Tag der Mathematik“, eine Vorläuferorganisation des Zentrums für Mathematik, Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 aus dem südhessischen und nordbaden-württembergischen Raum ein, um in zwangloser Atmosphäre an einem schulfreien Samstag gemeinsam Mathematik zu treiben und ihre schulischen Erfahrungen auszutauschen. Inzwischen treffen sich jährlich 1600 Schülerinnen und Schüler an den Standorten des Zentrums für Mathematik. Sie alle rücken an einem Samstag die Freude an Mathematik einen Tag lang in den Mittelpunkt.

"Nichts ist leer, man glaubt es nur"

Schülerwerke locken viele Besucher in die Galerie Artlantis – Jahresausstellung der Schulen

Leere muss man mit Freunden, Familie und Schokolade füllen. "Leere" füllt die Galerie Artlantis bei der Jahresausstellung mit Kunst der Schüler im Hochtaunus.
Von Martina Dreisbach

Dornholzhausen. "Leere Konfrontation" lautet der Titel dieser tollen Installation, die es zurzeit in der Galerie Artlantis zu sehen gibt. Foto: jr Der junge Mann fläzt sich mit rundem Rücken und ausgestreckten Beinen im Sessel. Sein Blick klebt an einem Bildschirm zu seinen Füßen. Die Bierflasche steht neben ihm. Die Installation der Rhein-Main-Montessori-School (Friedrichsdorf) ist ein Abbild des Alltags. Gut beobachtet. Mit ihr gewann die Jahrgangsstufe 9 einen der drei ersten Preise à 500 Euro beim jährlichen Kunstwettbewerb der Schulen im Hochtaunuskreis.
Die Ausstellung, die jetzt in der Galerie Artlantis eröffnet wurde, beweist Phantasie. Nur einmal im Jahr sind die Räume derart brechend voll. Kunstsinnige Schüler bringen ihr Publikum gleich mit. Schulleiter, Kunstlehrer, Eltern, Geschwister und Freunde wollen sehen, was Schüler im Fach Kunst zur "Leere" einfällt. Die Stilmittel der jungen Künstler reichen von Gemälde und Skulptur über die Installation bis zum Video.
Landrat Ulrich Krebs (CDU) verspätet sich zur Eröffnung leicht, doch die Spannung, wer die begehrten Geldpreise der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung, des Künstlerfachhandels Boesner und der Altana-Kulturstiftung (Workshop für Kunstlehrer) erhält, steigt. Die junge Wetzlarer Rockband "Campaign like Clockwork" mit ihrem Sänger unterhält derweil das Publikum mit einem satten Sound.

Installation ganz vorne

Mit lobenden Worten überbringt der Landrat die Preise. Mit "Denken über Leere", einer Installation mit Film, erringen die Humboldtschule (HUS) und mit "Little Girl", ebenfalls ein Film, das Gymnasium Oberursel einen ersten Preis. Zweite Preise (250 Euro) gingen für Schwarzweißfotos, auf denen die sonst so belebten Aufgänge und Rolltreppen der U-Bahn wie ausgestorben wirken, an das Taunusgymnasium in Königstein sowie an das Gymnasium Oberursel für Acrylgemälde nach inszenierten Fotos und an die Max-Ernst-Schule in Weilrod-Riedelbach.
Das Brainstorming zum Thema an der HUS war ergiebig: "Nichts ist leer, man glaubt es nur", "Einsamkeit schafft Leere im Herzen, "Konsum schafft Leere im Geist", oder drastisch, als Beweis für die vielfältige Ausbeute dieser Schau: "Leere gibt es nicht."
Die Helen-Keller-Schule zeigt zwei inspirierte Werkserien, je nach Vorstellungsvermögen der geistig behinderten Schüler, mit konkreter Leere als einer Häufung entleerter Gebrauchsgegenstände und Text und Malerei auf Plexiglas.
Klassisch schön sind indes auch die grauweißen Gemälde im Eingang, in denen sich die Leere fast quälend ausbreitet. Entlarvend die Riege der Aluminiumfiguren auf einem Tisch, die mit unmöglichen Verrenkungen leere Verpackungen vom Schlussverkauf wegtragen.
Mit dem Thema "Leere" hatten sich im Jahr zuvor Künstler der Galerie befasst. Das Thema schien indes auch für den Nachwuchs geeignet, wie Hans Helmut Rupp, der Vorsitzende des Kunstvereins Artlantis, sagt. Seine Hommage an die Schüler "Ich verneige mich vor eurem Einfallsreichtum" gilt.
Dreizehn Schulen hatten Arbeiten eingereicht, die von Christa Boiselle (Schulamt Friedberg), Martina Czeran (Künstlerin, Artlantis-Mitglied) und Brigitte Mayr (Verband Hessischer Jugendkunstschulen) bewertet wurden.
Das Lied der Leere
"Voller Menschen menschenleer" lautet der Refrain von Liedtexten über Leere, die handgeschrieben in Form der Buchstaben des Ausstellungstitels an der Wand stehen (Maria-Ward-Schule). Leere ist auch, wenn viele Leute in eine Richtung gehen, ohne auf ihren Nebenmann zu achten. In einem Film hasten schwarze Scherenschnittfiguren unablässig über den Bildschirm, als gebe es ein Ziel.

Informationen zum prämierten Projekt:

Ausgehend von Assoziationen der Schülerinnen und Schüler zum Thema Leere
(wie z.B. leerer Raum, Abwesenheit, Isolation, Einsamkeit, Ruhe, Menschenleere … etc.) wurde das Thema in einer Gemeinschaftsarbeit umgesetzt. Wir entschieden uns für eine Installation aus großen, runden, nach unten offenen Hohlformen, welche in verschiedenen Kopfhöhen im Raum schweben. Dem Besucher wird so ermöglicht mit dem eigenen Kopf den leeren Raum im Innern der Hohlformen zu füllen, sich optisch zu isolieren und ein Stück Leere am eigenen Leib zu erfahren. Aufgefordert werden die Besucher dazu durch Fußformen, die auf dem Boden aufgeklebt werden. Zusätzlich wird eine der Hohlformen mit Sprichwörtern zum Thema gefüllt, welche sich jeder als Denkanstoß mitnehmen kann.
• Namen der Schüler
Meryem Arslan, Anne Beuth, Zarah Cleve, Giulia Fasold, Carlotta Hick, Johanna und Luisa Hilpert, Nicolas John, Katharina Kruse, Luise Kummer, Aslihan Öztas, Sonja Prein, Renja Rutte, Helena Schliemann, Niklas Scholl und Lea Weiß
• Titel der Arbeit
LEERE – FÜLLE - FÜHLE
• Technik
Installation aus Pappmache-Hohlformen

Taunusgymnasium ist Schulschach-Hessenmeister

Was sich schon im Halbfinale in Bad Hersfeld angedeutet hatte, vollendeten die „Fab Five“ vom Königsteiner Taunusgymnasium in eigener Halle im Wettstreit mit den fünf besten Mannschaften aus Hessen. Die Ungeschlagenen setzten dem dritten und dem zweiten Rang der beiden letzten Wettbewerbe (Meisterschaft und Pokal) noch eins drauf und ließen der aus ganz Hessen angereisten Konkurrenz keine Chance. Wenn auch erst in der letzten Runde für Alexej Enns, Maximilian Rogalski, Arndt Klein, Niklas Kuchenbrandt und Marcel Fischer das letzte notwendige Pünktchen zur Uneinholbarkeit ergattert wurde, so hatte man nie das Gefühl, das irgendetwas hätte „anbrennen“ können. 

Brillant, bunt, witzig, charmant - Kul(tur)inarischer Abend am Taunusgymnasium

Dem Duden ist er noch unbekannt, den Königsteinern wohl nicht mehr: der Kul(tur)inarische Abend des Taunusgymnasiums. Fünf Jahre ist es her, dass er aus der Taufe gehoben wurde. Seitdem bereichert dieses bunte Kaleidoskop mit seinen Facetten aus verschiedensten kulturellen Bereichen das Schulleben um einen leuchtenden Farbtupfer – aber auch die kulinarischen Aspekte kommen, wie der Name schon andeutet, nicht zu kurz. Talente der Schülerinnen und Schüler vorzustellen und zu fördern ist eines der Ziele des Kul(tur)inarischen Abends am Taunusgymnasium.
Einen Schwerpunkt des im Theatersaal der Schule dargebotenen Programms, durch das die Organisatorin des Abends, Christine Antony, führte, bildeten Musikbeiträge unterschiedlichster Stilrichtungen. Die Big Band des Taunusgymnasiums unter der Leitung von Martin Hublow, der selbst an der Bassgitarre wirkte, eröffnete den Abend mit einem gelungenen Arrangement eines James Brown-Titels: „I feel good“ mit dem ausdrucksstark agierenden Gesangssolisten Mark-Philipp Halberstadt war gewissermaßen Programm für die folgenden Stunden. Einen netten Ensemblebeitrag brachte die von Jürgen Zimmer geleitete Gitarrengruppe der Musikschule Königstein, mit der das Taunusgymnasium eng kooperiert: „Chinese Take-away“ von Frances Gray schien bereits zu diesem frühen Zeitpunkt an die kulinarische Perspektive des Abends erinnern zu wollen.
Mit dem jungen Pianisten Ferry Greiner aus der Klasse 5e und seinen „Jugend musiziert“-Partnerinnen Anna-Maria Farnung (Violine, a. G.) und Theresa Farnung (Viola, a. G.) erlebte man – überaus musikalisch vorgetragen – Sätze aus Bertold Hummels „Trio facile“ op. 101a und Michail Glinkas „Drei russischen Liedern“, mit „Arkansas Traveler“ von Edward Huws Jones schließlich einen schwungvollen Kehraus. Mohin Jan Fariod aus der Klasse 9f – zuvor schon als Keyboarder mit der Big Band aktiv – war mit einer brillanten Wiedergabe des dritten Satzes der Klaviersonate cis-Moll op. 27/2 von Ludwig van Beethoven, der „Mondscheinsonate“ zu hören. Als Begleiter zeigte er sich nicht minder gewandt: zunächst als Klavierpartner der Klarinettistin Magdalena Schönherr mit einer virtuosen „Tarantelle“ von Carl Baermann (1810-1885), dann mit Selina Glöckner (Gesang) aus der Klasse 6d, die den Christina Aguilera-Titel „Bound to you“ überaus stimmungsvoll vortrug.
Isabelle Büttner (Gesang, Klasse 8b) und Mark Menzel (Keyboard, Klasse 9c) präsentierten den Song „You know I’m no good“ von Amy Winehouse. Mit „I can make you happy“ erlebte man Johann Piepenburg, einen musikalisch vielseitig begabten ehemaligen Schüler des Taunusgymnasiums, als Komponisten, Sänger und Schlagzeuger zusammen mit seinem Klavierpartner Titus Winterstein (a. G.). Ein Überraschungsgast aus der Elternschaft, der Sänger und Entertainer Wolfgang Tuppeck, brachte mit mächtiger Stimme und dem Gospelsong „O Happy Day“ rhythmische Bewegung ins Publikum.
Einen bezaubernden Farbtupfer setzte eine bunte, witzig-charmante Szene in französischer Sprache, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6e unter der Leitung ihrer Lehrerin Annette Reimann einstudiert hatten: „Vive le camping!“ hieß es da. Tänzerische Dynamik brachte eine Formation aus der Klasse 7c auf die Bühne. Der fachmännisch kommentierte Schau-Degenfechtkampf von Victor Károlyi (6e) und Lukas Kayßer (6b), in ihrer Altersklasse seit einiger Zeit jeweils wechselnd Hessen- und Vizehessenmeister bei den Schüler- und Jugendmeisterschaften im Degenfechten, gehörte zu den spannenden Augenblicken des Abends.
Auf dem Weg zu der vom „World of Breakfast“-Team des Taunusgymnasiums festlich hergerichteten Cafeteria schließlich konnte man – sofern nicht schon vor Beginn des Programms geschehen – einen Blick auf die Exponate der Ausstellung werfen, zu denen sich Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Kunst unter Anleitung der Kunstpädagoginnen Andrea Felde und Natalia Schendzielorz bei einem Besuch der „Documenta“ in Kassel anregen ließen. Bei „Quiche & Co.“, weiterer musikalischer Unterhaltung und vielen anregenden Gesprächen ging ein ebenso anspruchsvoller wie kurzweiliger Abend zu Ende.

Hervorragende Leistungen beim Vorlesewettbewerb auf Kreisebene

Ophelia Fellhauer (Klasse 6e) hat den Kreisentscheid Hochtaunus-Süd des Vorlesewettbewerbs 2012/2013 gewonnen.

Wir gratulieren ihr zu diesem Erfolg!

Sie hat damit die Chance, auch am 13. April 2013 beim Bezirksentscheid ihr Können unter Beweis zu stellen.

Svenja und Tom haben hervorragende Argumente

Beim diesjährigen Regionalverbundswettbewerb von Jugend debattiert waren wieder zwei Taunusschüler überaus erfolgreich. Svenja Appuhn aus der 9. Klasse siegte in der Altersstufe I und debattiert somit in der nächsten Runde auf Landesebene. Auch Tom Sänger aus der Q-Phase konnte sich mit einem zweiten Platz in der Altersstufe II für den Landeswettbewerb qualifizieren. Herzlichen Glückwunsch an beide Rhetoriktalente!

Tag der Menschenrechte

Vor 64 Jahren haben die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Seitdem wird der 10. Dezember als Tag der Menschenrechte gefeiert. Schön freilich wäre es, wenn es tatsächlich etwas zu feiern gäbe, denn: Verletzungen der Menschenrechte finden immer wieder und überall auf der Welt statt.
Unter der Regie von Kollegin Renate Witzlau rückten Lehrer und Schüler des Taunusgymnasiums in diesem Jahr das Menschenrecht auf Nahrung in den Mittelpunkt. Eine Ausstellung im Foyer des Taunusgymnasiums befasste sich mit den Ursachen für Hunger und Unterernährung: dem Ausverkauf von Land, dem Problem Biosprit, dem Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Hunger, unfairem Handel, Raubbau und Verschwendung – dies alles freilich nicht, ohne den Blick auf hoffnungsvolle Ansätze zu lenken.

Es ist offensichtlich: Die Beine der Stühle am symbolischen „Dritte-Welt-Tisch“ sind nicht gleich lang, was dazu führt, dass es der jeweils darauf Sitzende je nach Sitzposition leichter oder schwerer hat, an die Nahrung auf dem Tisch zu gelangen. So hat der Stuhl von Sierra die kürzesten, der von Deutschland die längsten Beine.

Vorlesewettbewerb 2012/2013

Beim Vorlesewettbwerb der sechsten Klassen unserer Schule gingen Ophelia Fellhauer (Klasse 6e) und Chiara Linnert (Klasse 6b) als Siegerinnen hervor. Sie lasen aus den Büchern "Rico, Oscar und die Tieferschatten" von Andreas Steinhöfel und "Winn-Dixie" von Kate DiCamillo.

Tag der offenen Tür

Es sind nur punktuelle Eindrücke von der Vielfalt der Angebote am Taunusgymnasium, die sich in den Bildern vom diesjährigen Tag der offenen Tür widerspiegeln. Neben den beiden Schwerpunkten der Schule, dem mathematisch-naturwissenschaflichen und dem musikalischen Schwerpunkt, waren eine Vielzahl von Fächern mit spezifischen und besonderen Angeboten vertreten. Darunter fand sich auch das bilinguale Unterrichtsangebot: Biologie, Erdkunde, Geschichte und Politik/Wirtschaft werden am Taunusgymnasium auch auf Englisch unterrichtet. Darüber hinaus gewann man Einblicke in die zahlreichen Angebote aus dem AG-Bereich und spezielle Projekte, etwa auf dem Gebiet der Prävention oder des sozialen Engagements. Dreh  und Angelpunkt des Geschehens war auch in diesem Jahr die Cafeteria: Hier begrüßte die Schulleiterin, Roswitha Stengl-Jörns, die beachtliche Zahl der Interessenten, hier auch war der Ort, an dem die Besucher während des Rundgangs durch das weitläufige Schulgebäude verweilen und sich stärken konnten. Der Vormittag war geprägt von vielen interessanten Eindrücken und Gesprächen.

Jugend trainiert für Olympia: Mädchen holen sich 3. Platz im Volleyball

Als jüngste Mannschaft reisten die TGK- Mädels mit Frau Held zum Kreisentscheid Volleyball WK II nach Oberursel. Fünf der sieben Mädchen sind sogar noch für die jüngere WK III spielberechtigt, so dass die anderen Mannschaften teilweise zwei Jahre älter waren. Dennoch haben sich unsere 9.Klässlerinnen hervorragend geschlagen: Ein Sieg gegen die Altkönigschule und zwei knappe Niederlagen gegen die Sankt-Angela Schule sowie die Maria-Ward Schule brachten dann den dritten Platz.
Herausragend in der Stimmung und dem Teamgeist hat diese Mannschaft mit einem guten spielerischen Potential eine fantastische Perspektive für die kommenden Jahre.
Das Team besteht aus Nici Friedman im Zuspiel, Fay Parpan und Meike Brenner auf der Mitte, Jana Glock und Lisa Welter auf Diagonal bzw. Außen, Nina Boersch auf Außen sowie Nikem Smet als Universalspielerin.
Sie trainieren beim SC Königstein und freuen sich über weitere Spielerinnen (Jg. 97 – 99 ). Interessierte Mädchen können sich bei den Mädchen oder bei Frau Held melden.
Übrigens ist der Andrang bei den Jungen im Volleyball nicht so groß. Dort wäre man beim Kreisentscheid sicherer Zweiter geworden. Der Sieger kommt weiter zum Regionalentscheid. Vielleicht fahren wir nächstes Jahr auch noch mit einer Jungenmannschaft dorthin ?

Berufsinformationstag mit Rotary

Engagierte Berater, aufmerksame Zuhörer: In großer Zahl nahmen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Taunusgymnasiums die Gelegenheit wahr, sich von Mitgliedern des Rotary Clubs Bad Soden-Königstein zu einer potentiellen Berufswahl beraten zu lassen. Es war ein bemerkenswertes Spektrum von Berufen aus unterschiedlichsten Bereichen und Sparten, zu denen sich die Schüler umfassend informieren konnten: Medizin, Ingenieurwesen, Privat– und Geschäftsbanking, Biologie, Papiererzeugung, Nahrungsmittelindustrie, Polizei und Unternehmensberatung—um nur einige zu nennen. Zufriedene Mienen allenthalben: eine rundum gelungene Veranstaltung.

Pilzexkursion des Taunusgymnasiums für Hartgesottene

„Taunus´ mushrooms und toadstools“ mit Professor Dr. Heinz Hänel „Bleiben Sie zuhause und machen es sich auf dem Sofa bequem!“ So der Wetterbericht am letzten Wochenende. Aber nach dem Motto nur „Nur die Harten kommen in den Garten!“ starteten am Samstagvormittag (10.November) 25 Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zweiges des Taunusgymnasiums Königstein zu einer Pilzlehrwanderung – organisiert von Ruth Stücke über den Rotary Club Königstein/Bad Soden - mit Professor Dr. Heinz Hänel von der Goethe Universität in Frankfurt, wo er im Zoologischen Institut die Parasitologie betreut. Bei der Fima sanofi-aventis ist er für die Entwicklung von Antidiabetika zuständig. Regensicher verpackt und wenngleich „biologisch uncool“ bunt beschirmt, setzte sich der Forschungstrupp gegen 10 Uhr in Bewegung. Alle Erklärungen erfolgten In englischer Sprache und die Augen  „scannten“ hoch konzentriert den nassen Waldboden, so dass  schon sehr bald eine gewisse Pilzeuphorie alle Teilnehmer ergriff. Selbst die beiden mitgebrachten Vierbeiner schien der strömende Regen nicht zu stören, bei dem man eigentlich keinen Hund vor die Tür schickt. Nicht lange ließ der „Nebelgraue Trichterling“ (Lepista nebularis) auf sich warten und ermöglichte eine grundlegende Einführung in die Form und Funktion der Pilze. Mit der „handlens“ und den „forceps“ , die einer Biologie zum Anfassen dienen, lernten die Schülerinnen und Schüler die „gills“ (Lamellen) kennen, die Ort der besonderen Vermehrungsart der Pilze  über „spores“ (Sporen) darstellen. Sie staunten nicht schlecht, dass die  sichtbaren Pilze eigentlich nur die „fruits“ sind, die ein weit verzweigtes, unter dem Boden unsichtbares „mycelium“ hervorbringt.
„Grünblättriger Schwefelkopf“ (Hypholoma fasciculare), „Fliegenpilz“(Amanita
muscaria) und „Riesenschirmling“ (Macrolepiota procera) bereiteten auf einen
„bilingualen, wenngleich giftigen Leckerbissen“ vor, den sogenannten „puffball“, hierzulande bekannt unter dem Namen Flaschenbovist. Dieser
bringt, getreu seines englischen Namens, die Sporen feuerwerksmäßig hervor.
Und wenn bis dahin  der Regen doch ein wenig die Laune trübte, kam doch
sichtlich Freude bei den Teilnehmern  auf, als Professor Hänel den ursprünglich mittelhochdeutschen Namen „boven vist“ als den „fart of the female fox“ (der Füchsinnenfurz) erklärte. Fast 16 verschiedene „species“ lernten die Schülerinnen und Schüler auf der zweistündigen Exkursion kennen, wobei neben den rein biologischen Fragestellungen natürlich auch die kulinarischen „eatable“ oder „poisonous“ von Interesse waren. Mit großer Geduld beantwortete Herr Professor Hänel äußerst kompetent alle Fragen und war erfreut über die sich entwickelnde Eigendynamik innerhalb der Gruppe, die dafür sorgte, dass die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Exkursion mehr und mehr selbständig Pilze links und rechts vom Wegesrand zur Bestimmung ausgruben. Eine sehr interessante Veranstaltung, die bei allen Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen (von Kl. 5 – Q3) großen
Anklang fand und  aufgenommen werden soll in das Programm des TGKs im
Hinblick auf außerunterrichtliche Lernorte; darüber hinaus bereichert sie
insbesondere den bilingualen Unterricht , der neben der Biologie auch in den
Fächern Erdkunde, Geschichte und Politik und Wirtschaft parallel zum
deutschsprachigen Sachfachunterricht stattfindet.

Taunusgymnasium ungeschlagen Vizehessenmeister

Ein guter Gastgeber war die GS Obersberg aus Bad Hersfeld, weil sie der Mannschaft vom Taunusgymnasium wie schon in den letzten Begegnungen am 11.10. 2012 den Sieg überließ, sich aber doch noch den 1. Rang holen konnte, weil alle anderen Schulen Hessens ihr Bad Hersfeld-Syndrom noch nicht überwunden hatten. So bedeutete ein Remis zu viel für die Königsteiner Crew Alexej Enns, Maximilian Rogalski, Marcel Fischer und Arndt Klein den sensationellen Erfolg Hessischer Vizemeister im Schulschachpokal 2012 geworden zu sein. Ausschlaggebend war dabei, wie das Quartett harmonierte und zeitweise Schwächen der anderen meistens gut kompensierte. Das heißt, dass alle vier entscheidend zum Gesamterfolg beitrugen und ihre Schule damit gegenüber der letzten Hessenmeisterschaft um einen Rang auf dem Treppchen nach oben klettern ließen. Niemand hätte etwas dagegen wenn man am 14.März 2013 dieser Trend fortsetzen könnte. Zugegeben, ohne die gute Zusammenarbeit der Schule mit den Schachvereinen aus Bad Soden a. Ts. und Oberursel/Ts. und der schuleigenen Schach-AG wäre diese Entwicklung innerhalb der letzten drei Jahre vielleicht nicht so schnell gegangen, aber Erfolge haben ja bekanntlich viele Väter. Und das gleich drei Eltern vier Schüler zu einem Turnier begleiten, hat man auch nicht alle Tage. Da passt wohl alles zusammen am Taunusgymnasium Königstein.

Herzlichen Glückwunsch dazu!

Aktionstag Alkohol und Verkehrssicherheit

Damit es so weit erst gar nicht kommt, veranstaltet das Taunusgymnasium für die Jahrgangsstufe E1 jährlich den „Aktionstag Alkohol und Verkehrssicherheit“. Eindrucksvolle Vorträge und Selbstversuche— letztere freilich nur in Gestalt von Simulationen—gaben den Schülerinnen interessante Einblicke in die Veränderungen, die sich nach Alkoholgenuss in ihrer Psyche und Wahrnehmung vollziehen. Ein besonderer Fokus wurde dabei auch auf den Konsum von „Partydrogen“ gesetzt, die man mitunter noch nicht einmal selbst genommen haben muss, um ihrer Wirkung ausgesetzt zu sein: Häufig genug werden halluzinogene Sub¬stanzen heimlich in Getränke gemischt oder in Kekse eingebacken. Dann wird die Kontrolle über die eigene Fahrtüchtigkeit doppelt schwierig oder gar unmöglich. Auch in diesem Jahr wurde die von Kollegin Renate Witzlau organisierte Initiative von der Burg-Apotheke, dem Autohaus Marnet, der Frankfurter Volksbank und der Dr. Broermann-Stiftung (Asklepios-Klinik) unterstützt. Bei den Schülerinnen und Schülern fand die Veranstaltung große Resonanz.

Abb. Links oben: Nur 7 km/h erreicht der Aufprallsimulator—das reicht für ein eindrückliches Erlebnis. Rechts daneben ein Überschlagsimulator.

Abb. links Mitte: Orientierungslos. Die Trunkenheits-Simulation mit der präparierten Brille macht deutlich, wie leicht man die Kontrolle über sicher geglaubte Fähigkeiten verlieren kann.
Abb. links unten: Damit Wiederbelebung erst gar nicht notwendig wird: Die „World of Breakfast“ (WOB) des Taunusgymnasiums präsentierte eine Reihe köstlicher alkoholfreier Cocktails. Zur Nachahmung empfohlen.

Taunusgymnasium feiert im Haus der Begegnung

Erstmals seit Sanierung und Neugestaltung des Königsteiner Hauses der Begegnung feierte das Taunusgymnasium seine Abiturienten in diesem anspruchsvollen Rahmen. Nachdem im vergangenen Jahr kurzfristig ein Ausweichort für die akademische Feier gefunden werden musste, freute sich die Schulgemeinschaft, dass für den Doppeljahrgang aus insgesamt 164 frisch gebackenen Absolventen der Reifeprüfung ein so schöner Saal für viele in Laufnähe zur Verfügung stand.
Bürgermeister Leonhard Helm, der zu dieser besonderen Feststunde gekommen war, gratulierte allen an dem Erfolg Beteiligten und verlieh seiner Freude darüber Ausdruck, dass in „seiner“ Stadt so viele Schüler/innen lernen,  leben und das Stadtleben mit prägen.
Schulleiterin Roswitha Stengl-Jörns erinnerte in ihrer Rede an die wechselvolle Geschichte des Hauses und an die gesellschaftliche Verantwortung, deren sich heranwachsende Mitglieder der Gesellschaft im Allgemeinen und Absolventen der Reifeprüfung im Besonderen bewusst sein sollten. Thema der Schülerrede von Moritz Richter war vor allem die Gemeinschaft der Schüler/innen dieses ungewöhnlichen Jahrgangs, innerhalb dessen bis zu vier Lebensjahre Altersunterschied lagen – eine Herausforderung für alle, die an der Vollendung des Kunststücks Abitur ihren Anteil hatten. Ulf Linke, Fachbereichsleiter des Aufgabenfeldes 3 (Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik), Leistungskurslehrer und Tutor, hielt die Lehrerrede, die die Schulzeit als Vorbereitungsjahre auf die Olympiade des Lebens in verschiedenen Facetten ausleuchtete.
Quetzali Laktin hatte sich kurz vor der Feier noch dazu entschlossen, mit den Anwesenden ein Gedicht zu teilen, das ihr am Herzen liegt. Sie trug ruhig und ausdrucksvoll „Selbstliebe“ von Charles Chaplin vor.
Nicht fehlen durfte für die Schule mit Schwerpunkt Musik das musikalische Rahmenprogramm. Hier glänzte einmal mehr Kevin Haubitz als Pianist, zur Abwechslung vierhändig mit Michelle Haben. Robin Köster (Horn), vielen bereits aus Musicalaufführungen und von Konzerten bekannt, trat zusammen mit Almut Müller (Klavier) auf und beeindruckte mit seinem souveränen Spiel. In unterschiedlichen Formationen boten Chöre der Oberstufe und der Abi-turienten unter Leitung von Tina Müller-Behet Lieder dar, die der Veranstaltung eine unverwechselbare Note verliehen. Auch wenn für den Nachwuchs schon gesorgt ist: Die kristallklaren Stimmen der Abiturientinnen und die starken Stimmen der Abiturienten werden fehlen.
Das Gesamtergebnis der Prüfungen kann sich sehen lassen: Die Durchschnittsnote liegt bei 2,35. 53 ehemalige TGK-Schüler erreichten eine Eins vor dem Komma, das sind 32 Prozent.

TGK-Schüler schnuppern Zirkusluft

Mit höchster Konzentration hängt Michael kopfüber am Trapez, seine Artistenpartnerin Kaja wartet daneben auf ihren Einsatz. Gleichzeitig üben Klassenkameraden, wie man ein Diabolo elegant wirft und fängt und ein paar andere stellen fest, dass für ihre Jongliernummer ein Feintuning nicht schaden kann. Noch hat die Vorführung nicht begonnen. Unterdessen laufen Leon und Jan auf großen Kugeln, als hätten sie sich nie anders fortbewegt. Dabei haben sie erst vor einigen Stunden angefangen, im Zirkus Waldoni in Darmstadt-Eberstadt zu trainieren. Wieder andere beschäftigen sich mit der Disziplin des Menschenpyramidenbauens, bislang kein bekanntes Fach ihres Stundenplans. Und während der zügig von den Profis des Zirkus Waldoni organisierten Abschluss-Show mit Musik klappt das meiste wie am Schnürchen, ist witzig, spritzig und temporeich, genau wie der gesamte Ausflug, der den jungen Leuten auch während der aufwändigen Fahrt zu ihrem Ziel einiges an Sprintvermögen abverlangte.
Die Schüler/innen der 7 d des Taunusgymnasiums Königstein lernen an diesem Junitag mit größter Intensität, wie sie bis dahin völlig unbekannte Bewegungsabläufe ausführen und auch noch auf die Bewegungen der anderen Teilnehmer abstimmen müssen, damit am Ende ein publikumswirksamer Showeffekt entsteht. Bei der Konzentration auf die ungewohnten Aufgaben vergessen sie alles, was sie ablenken könnte – ein Traum für jeden Pädagogen. Und ein Traum von Klassenlehrerin Karen Brenner, die diesen besonderen Ausflug für die Jugendlichen organisiert hat.  Bereits vor zwei Jahren bot sie im Rahmen der Projektwoche einen Zirkusworkshop an, der regen Zuspruch fand. Seitdem lässt die Zirkusidee die Englisch- und Sportlehrerin nicht mehr los. Die Verbindung von körperlicher und geistiger Bewegung, wie sie beispielsweise auch beim „Stackling“, dem geschickten Hantieren mit Plastikbechern, gefordert und gefördert wird, fasziniert die Projektleiterin. Und so wollte sie kurz vor dem Abschied von ihrer siebenten Klasse den Jugendlichen noch einmal die Gelegenheit geben, sich auf besondere Weise bewusst zu werden, welche Fähigkeiten in ihnen schlummern.
Auch wenn Michael am nächsten Tag über Muskelkater klagt und nicht Trapezkünstler im Hauptberuf werden möchte, sind er und seine Klassenkameraden von der Exkursion nach Darmstadt begeistert. „Das war echt mal was ganz anderes und richtig cool“, finden die Schüler, selbst die, die anfangs eher skeptisch waren.
In Eberstadt ist aus der Idee einiger Eltern ein sehr bemerkenswertes und noch nicht angemessen bemerktes Projekt entstanden, mit dem jungen Menschen neue Perspektiven eröffnet werden. Auf seiner Homepage präsentiert sich der Zirkus Waldoni, der übrigens, wie sich das gehört, in einem bunten Zelt zuhause ist, als eine vor 16 Jahren entstandene Initiative der Waldorfschule Darmstadt. Viel Engagement und Begeisterung waren erforderlich, um aus einer Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Hans-Günter Bartel schließlich ein so umfangreiches und bewegliches Projekt zu machen, an dem unter anderem während der Ferien „Kinder von 7 bis 99“ Zirkusluft nicht als Zuschauer, sondern als Stars in der Manege schnuppern können. Und einige der Waldoni-Mitarbeiter waren für die Stiftung Childaid Network sogar schon in Indien, um dort Kindern ein ganz besonderes Zirkusgefühl zu vermitteln. Eine gute Idee kennt eben keine Grenzen.

Großartige Erfolge im Fach Mathematik

Maria Walzel (links) und Katharina Brenner (rechts) sind Schulsieger 2012 im hessenweit durchgeführten Mathematikwettbewerb des Jahrgangs 10. In der Mitte der beiden Siegerinnen steht Seiya Holzhausen (Klasse 6c), der es als erster Schüler/in der TGK geschafft hat, sich für die 3. Runde der Mathematik-Olympiade 2012 zu qualifizieren!
Alle drei haben für Ihre großartigen Erfolge im Fach Mathematik Urkunden, Gutscheine vom Förderverein BEFT und einen Buchpreis "Die Vermessung der Erde"  bekommen.

L‘échange à Paris!! Frankreichaustausch nach Paris!

Am Dienstag des 8.Mai ging es endlich los! Die Koffer waren gepackt und alles für den Frankreichaustausch bereit. Treffpunkt war am Bahnhof Königstein. Mit der S-Bahn sind wir in Richtung Frankfurt-Hauptbahnhof und von dort aus mit dem ICE nach Paris gefahren. Die vierstündige Bahnfahrt war angenehm. Es wurde Musik gehört, Bücher gelesen, Videos angeschaut und es wurden noch schnell die letzten wichtigen Vokabeln für die erste Begegnung mit der Gastfamilie gelernt. Die Nervosität stieg, je mehr wir uns Paris näherten.  Im Bus, auf dem Weg nach Villebon- sur-Yvette, fielen uns schon die ersten Sehenswürdigkeiten ins Auge. Angekommen am Collège Jules Verne wurde jeder herzlich von seiner Gastfamilie in Empfang genommen und es gab zum ersten Mal französische Kost. In den darauffolgenden Tagen besichtigten wir hauptsächlich Paris, darunter Sacre Cœur, Montmartre, La Tour Eiffel, Musée d’Orsay, Musée Grevin und das Schloss von Versailles. Zwischendurch gab es jederzeit Pausen zum Shoppen und um in Ruhe ein paar Fotos zu schießen.
In dieser Woche hatten wir auch die Gelegenheit am Unterricht teilzunehmen, sodass wir einen guten Eindruck vom französischen Unterricht und dem Schulleben am Collège bekommen haben. Im Vergleich zu unserer Schule kam sie uns strenger vor. In Bezug auf die Kleidung und die Pünktlichkeit und auch an die Schnelligkeit der Sprache musste man sich erst gewöhnen, doch mit der Zeit fiel uns auch das einfacher. Am Wochenende wurde das Programm von den Gastfamilien selbstgestaltet, oft haben mehrere Familien etwas gemeinsam unternommen. Zu den beliebtesten Ausflugzielen zählten das Euro Disney Paris, der Kletterwald in Villebon, aber auch das Pariser Miniaturmuseum war sehr beliebt. Am letzten Tag genossen wir eine Bootsfahrt auf der Seine, um uns herum die Großstadt Paris mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten. Insgesamt war der Austausch für uns eine tolle Erfahrung!
Danke an Frau Rapp und Frau Reimann für die tolle  Organisation der Austauschwoche!

Marleen Weber, 8d

„Große Sprünge“ der Mathe-Asse am Taunusgymnasium

Bei der diesjährigen Verkündung der Ergebnisse in den Mathematikwettbewerben gab es für TGK-Leiterin Roswitha Stengl-Jörns und die verantwortlichen Organisatoren viele Hände zu schütteln: Noch nie waren so viele Preise zu verteilen wie in diesem Jahr. Über 430 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen fünf bis sieben hatten sich dank des unermüdlichen Einsatzes von Claudia Gehwald am dritten Donnerstag des Monats März erfolgreich den Kopf zerbrochen, um die kniffligen Knobelaufgaben zu lösen, die inzwischen in 50 Ländern Millionen Kinder und Jugendliche gleichzeitig bearbeiten. Über diese Popularität freut sich nicht nur Peter O´Holloran, Mathematiklehrer aus Sydney, der 1978 erstmals einen Mathematikwettbewerb für immerhin 120.000 australische Schülerinnen und Schüler veranstaltete und damit den Känguruwettbewerb erfand.

Benannt nach dem wohl bekanntesten Tier aus der Heimat seines Erfinders, ist der Känguru-Wettbewerb zu einem internationalen Ereignis geworden, das – bemer-kenswert genug -  in fast allen Ländern immer am selben Tag stattfindet. Zudem sind die in einer 75-minütigen Klausur zu bearbeitenden Aufgaben für die Schüler aller teilnehmenden Länder die gleichen, abgesehen von einigen wenigen Anpassungen an die jeweiligen nationalen Lehrpläne. Bei den Aufgaben kommt es auf logisches Kombinieren und die Fähigkeit zum Problem lösenden Denken an.

Mathematiklehrerin Ulrike Spahn, verantwortlich für die Organisation des Mathema-tikwettbewerbs der achten Klassen, freute sich mit Fachbereichsleiter Ulf Linke und ihren Fachkollegen Dr. Gertrude Kreyling und Stefan Eichberger besonders darüber, dass Seiya Holzhausen, der schon beim Känguru-Wettbewerb die meisten Aufgaben in Folge richtig gelöst und damit den weitesten Sprung geschafft hatte, als erster Schüler des TGK in die dritte Runde der Mathematik-Olympiade ge-kommen war.

Nachstehend die Ergebnisse des Känguru-Wettbewerbes: Erste Preise gingen an Keywan Djafari, Alexander Gallus, Robert Ganz und Seiya Holzhausen. Die Zweit-platzierten sind Anna Klingel, Lukas Köpf, Benedikt Krupp, Lukas Löffler, Patrick Maibach, Florian Menigat, Tufan Mula, Aaron Schlünz und Tara Urbach; einen dritten Platz erreichten Juliane Aldag, Rick Dilger, Zoé Eckert, Carlotta Gerstein, Victoria Gräter, Kilian Griep, Sara Gralki, Josephine Hammerschmitt , Niklas Kuchenbrandt, Maximilian Kuschmann, Milena Loepp, Luis Malter, Robert Neugebauer und Paul Rössel.

Die Schulsieger der 1. Runde des Mathematikwettbewerbes 2011/12 sind (in der Reihenfolge ihrer Platzierung) Tim Bommersheim, Jan Klein und  Malte Schulze-Brüggemann (mit derselben Punktzahl), Aaron Naderi, Benjamin Schulte-Mattler und Valentin Smits (ebenfalls mit derselben Punktzahl) sowie Tim Ludwig. Damit hatten sich alle genannten Schüler für die in Bad Homburg stattfindende zweite Runde des Wettbewerbs qualifiziert, in der Benjamin Schulte-Mattler als bester Schüler des TGK den 14. Platz erreichte.

Projekttag: „Chancen und Risiken der Gentechnik“

Der genetische Fingerabdruck – Eine prima Sache!
Oder der finale Schritt zum gläsernen Menschen?

Projekttag mit Hr. Prof. Dr. T. Lemke und Hr. J. P. Speis:
Montag, 18.06.2012, 8:00 – 15:30 Uhr, Treffen im Raum 018 des TGK

Anmeldung bis Donnerstag, den 14.06.2012
per E-Mail an: talentfoerderung@taunusgymnasium.de
oder direkt bei Herrn Köhler.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt! Eine Auswahl erfolgt ggf. nach Rücksprache mit den Fachlehrern.

Teilnehmende Schüler werden vom regulären Unterricht freigestellt und erhalten einen Teilnahmenachweis. 


Der genetische Fingerabdruck gilt als Wunderwaffe: Knapp 15 Jahre nach dem Start der deutschen DNS-Analyse-Datei haben die Fahndungserfolge rapide zugenommen; spektakuläre Massentests überführen Täter, deren Verbrechen bereits viele Jahre zurückliegen.

Doch das menschliche Erbgut bietet nicht nur die Möglichkeit, die Identität einwandfrei nachzuweisen, auch die Medizin setzt große Hoffnungen auf die Gentechnik. Durch sie sollen bessere Diagnoseverfahren nutzbar gemacht und, mit Hilfe der Pharmaindustrie, eine individuell maßgeschneiderte Therapie anboten werden.
Was geschieht jedoch mit der DNA, wurde sie einmal abgegeben? Werden wir insgeheim überwacht?  Muss ich etwa Bedenken haben, meine Tasse nach einem Kaffeebesuch einfach stehen zu lassen? 
Neben den vermeintlichen Vorteilen, welche die Gentechnik bietet, ist auch denkbar, dass beispielsweise Krankenkassenbeiträge für Menschen mit einem Risiko für eine bestimmte Krankheit erhöht werden. Auch Arbeitgeber könnten über eine Genanalyse risikobehaftete Bewerber schon gleich nach dem Vorstellungsgespräch aussortieren.   

Wer mitreden will, dem wird auf unserem Projekttag die Möglichkeit geboten, mehr über „Chancen und Risiken der Gentechnik“ zu erfahren.

Ganz besonders freuen wir uns, an ausgeschriebenem Projekttag professionelle Unterstützung zu erhalten.

Für den naturwissenschaftlichen Teil (vormittags):
Hr. J.P. Speis, Erster Kriminalhauptkommissar der Polizeiakademie Hessen
Fachbereich: Kriminalitätsbekämpfung

Für den gesellschaftswissenschaftlichen Teil (nachmittags):
Hr. Prof. Dr. T. Lemke, Heisenberg-Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Biotechnologie, Natur und Gesellschaft
Institut für Grundlagen der Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt

Begeisterung bei Schülern und Publikum

Gelungene Konzertabende des Taunusgymnasiums

An den beiden Konzertabenden des Taunusgymnasiums platzte der Theatersaal der Schule schier aus den Nähten, als die Bläser- und Streichergruppen der Klassen 5 und 6, die Chöre der Unter-, Mittel- und Oberstufe und die Orchester die Bühne bevölkerten. Es ist die Fülle des Programms, die an dieser Schule mit Schwerpunkt Musik Auftritte an zwei aufeinander folgenden Abenden notwendig macht, aber auch der Veranstaltungsort selbst. Das Podium selbst reichte nicht mehr aus, insbesondere bei Auftritten mit Chor und Orchester musste außerdem der Platz davor genutzt werden. Dann war der räumliche Übergang zum Publikum fließend: Als Zuhörer in der ersten Reihe fühlte man sich beinahe als Teil des Orchesters, so dicht befand man sich am Puls des Geschehens. Der jeweilige Dirigent oder die Dirigentin musste sich mitunter gar im Publikumsbereich platzieren. Das Auf- und Abtreten mit den Ensembles und die Umbauten zwischen den Auftritten grenzten bei etwa 200 Mitwirkenden an eine logistische Meisterleistung.
Die beiden Abende standen unter der Leitung des bewährten Musikpädagogen-Teams Tina Müller-Behet (Chöre, Klavierbegleitung), Michael Neubeck (Orchester, Bläser) und Joachim Wormsbächer (Orchester, Streicher); durch das Programm führte Martin Hublow mit plastischen, lebendig schildernden Anmerkungen zu den aufgeführten Werken. Die Schüler der Bläser- und Streichergruppen eröffneten die beiden Schulkon-zerte, wobei am ersten Abend die Fünftklässler, am zweiten die Sechstklässler spielten; es erklangen ansprechende, auf die jeweiligen technischen Möglichkeiten der Bläser- und Streichergruppen zugeschnittene Sätze. Immer wieder erstaunlich ist es, wie Kinder, die bis zur Einschulung in der fünften Klasse vielleicht noch nicht einmal genau wussten, wie eine Violine oder eine Oboe aussieht, sich nach wenigen Mo-naten als verantwortungsvolle Mitglieder von Instrumentalen-sembles präsentieren, die sich hören lassen können. Das „Kleine“ Orchester (Klassen 5 bis 8) mit seinen immerhin fast 30 Mitgliedern musizierte drei schwungvolle Sätze aus Camille Saint-Saëns‘ „Karneval der Tiere“.
Sehr ansprechend trugen Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 „California Dreaming“ vor. Danach erklang – überaus klangschön und bemerkenswert intonationsrein – mit einem Ensemble aus dem Chor der 5. Klassen und dem Chor der Mit-telstufemit Mohin Jan Fariod (Klasse 9) am Klavier „I am a small part of the world“. Hier erlebte man anrührende Mo-mente, in denen die Solistinnen Selina Glöckner, Linh Nguyen, Paula Raab, Luisa Dilger und Tara Urbach (Klasse 5) mit hellen, glockenreinen Stimmen bezauberten. Nicht minder eindringlich in ihrer spezifisch französischen, schlichten Expressivität gelangen dem Mittel- und Oberstufenchor drei Lieder aus dem Film „Les Choristes“, in der deutschen Version bekannt unter dem Titel „Die Kinder des Monsieur Mathieu“. Hier begleitete das Orchester überaus einfühlsam und setzte schließlich zusammen mit dem Cello-Solisten Konstantin Grabe einen symphonisch-rockigen Akzentmit „Dead Man’s Chest“ aus der Musik zu „Pirates of the Carribean“ von Hans Zimmer. Im „Rondo all‘ Ungherese“, dem Finale von Joseph Haydns D-Dur-Klavierkonzert Nr. 11, zeigte Mohin Jan Fariod als lebendig mit dem Orchester dialogisierender Solist packendesTemperament und professionelle pianistische Qualitäten.
Eine ganze Zeitlang schon mochte sich gefragt haben, was es denn eigentlich mit den rosa blinkenden Hasenohren des Cellisten und anderen ausgefallenen Accessoires auf sich habe, die einige Chor- und Orchestermitglieder trugen. Schließlich wurde klar: Die schrille Maskerade war – in Verbindung mit einem manchmal gar zweistimmig und dazu erstaunlich intonationsrein auf Flaschen geblasenen „Alle meine Entchen“ –gewissermaßen ein vorgezogener Abi-Jux. Mit den Titeln „A Great New Day“ und „Only You“ erlebte man dann beeindru-ckende gesangliche Leistungen des Oberstufenchors.
ChorleiterinTina Müller-Behet nutzte die Gelegenheit, um jedem Einzelnen, der, wenn alles gutgeht, die Schule demnächst mit dem Abitur in der Tasche verlassen wird, zum Dank für musikalisches Engagement ein auf den Chor- und Orchesterfahrten der vergangenen Jahre entstandenes großformatiges Foto-Porträt zu überreichen. Eine schöne Geste, die auch sehr viel über das offenbar sehr gute Klima der Zusammenarbeit auszusagen schien – wie übrigens auch die Mitwirkung von Teilen des Kollegiums und der Elternschaft. Mit einer pracht-vollen Aufführung von drei Sätzen aus Antonio Vivaldis „Gloria“ in D-Dur und einer vor Temperament nur so sprühenden Wiedergabe zweier Sätze aus Georges Bizets Carmen-Suite Nr. 1 – beides mit Chor und Orchester – ging ein großartiger Abend zu Ende. Der offensichtliche Enthusiasmus der Mitwir-kenden fand sein Pendant in der Begeisterung des Publikums, das mit nicht enden wollendem Applaus beharrlich gleich mehrere Zugaben einforderte.

Respektvolle Stille im Theatersaal des Taunusgymnasiums

Es herrschte respektvolle Stille im Theatersaal des Taunusgymnasiums, als am vergangenen Montagmorgen Corinna Ponto und Julia Albrecht aus ihrem gemeinsam verfassten Buch „Patentöchter“ lasen und im Anschluss auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler antworteten.  Die Generation der Achtzehnjährigen kennt den „deutschen Herbst“ 1977 vom Hörensagen, aus Dokumentarfilmen, aus dem Geschichts- und Deutschunterricht. Am Montagmorgen spürten die jungen Leute hautnah und eindringlich, dass hinter den Namen und Nachrichten Menschen stehen und dass Täter und Opfer Angehörige haben, die ihren ganz persönlichen Weg suchen, um mit Verbrechen und Verrat umzugehen. Dreißig Jahre nach jenem Sommertag 1977, der das Leben zweier eng befreundeter Familien, der in Oberursel ansässigen Bankiersfamilie Ponto und der Familie des in Hamburg ansässigen Juristen Hans-Christian Albrecht von Grund auf und für immer verändern sollte, wagten die Patentochter des von RAF-Terroristen ermordeten Jürgen Ponto, Julia Albrecht, zugleich die Schwester der an dieser Tat beteiligten Susanne Albrecht, und die Patentochter Hans-Christian Albrechts, Corinna Ponto, erste Schritte aufeinander zu.
Wenn die beiden Frauen davon erzählen, wie sie einen Faden wieder aufnahmen, nachdem so vieles zerstört und verloren war, sind sie auch jetzt noch sichtlich bewegt und sie bewegen andere. Das mag auch daran liegen, dass sich im Dialog der beiden Patentöchter zeigt, wie Privatestes mit Geschichtlichem und Vertrauen mit Verrat auf das Engste verknüpft sein können.
„Was bedeutet es für Sie zu wissen, dass die Mörder Ihres Vaters bürgerlichen Berufen nachgehen und wieder frei sind?“, fragt ein Schüler. In den Städten, in denen diese Menschen leben, bewege sie sich anders als in anderen Städten, sagt Corinna Ponto, für die es noch vieles aufzuklären gibt im Zusammenhang mit den Jahren des RAF-Terrors. Vieles liege nach wie vor im Dunkeln und sie hoffe auf die Historiker, denen es vielleicht eines Tages gelinge, Licht in dieses Dunkel zu bringen. Der Film von Bernd Eichinger und Uli Edel nach dem Buch von Stefan Aust habe hier nicht zur Wahrheitsfindung beigetragen und insbesondere den Mord an ihrem Vater verfälscht dargestellt.
Für Julia Albrecht, die zum Zeitpunkt der Ereignisse dreizehn Jahre alt war, bedeutet die Auseinandersetzung mit der Geschichte und die persönliche Begegnung mit Corinna Ponto so etwas wie eine Brücke über einen Abgrund, der eine Annäherung für lange Zeit unmöglich gemacht hatte. Ein Brief Julia Albrechts an Corinna Ponto war der Beginn des Dialogs zwischen den beiden Frauen, die durch ihr Buch  und in ihrem Buch eine Aufarbeitung des Unfassbaren und Unerträglichen versuchen.
Für die Schüler/innen des Taunusgymnasiums und der St-Angela-Schule, für die Heike Zalud (Lehrerin am Taunusgymnasium) und Frau Fachinger (Bibliothekarin der St. Angela-Schule) die Lesungen initiierten, dürften diese Stunden besonders eindringliche Lehrstunden gewesen sein über den Umgang mit Verirrung, Verrat, Verbrechen, Schuld und Wahrheit und über den bewegenden Mut zum Gespräch.  

BRAVO BILIS!

Mit ihrem Beitrag The Kingstone Tales or the Magic of Listening haben Schülerinnen und Schüler der bilingualen Kurse der Jahrgänge 7 und 8 am jährlich stattfindenden Bundeswettbewerb für moderne Fremdsprachen 2012 in der Kategorie „Team Schule“ teilgenommen und von 81 teilnehmenden Schulen aus Hessen einen 3. Platz erzielt.
Congratulations!

Kurzweiliger Kul(tur)inarischer Abend am TGK

Wo ein wichtiger Schwerpunkt des TGK liegt, ist nicht schwer zu erkennen: Musik liegt in der Luft der Schule. Auch beim vierten kul(tur)inarischen Abend sangen, spielten und tanzten nicht nur Schüler/innen auf der Bühne des traditionsgemäß überfüllten Theatersaales und der Caféteria im Untergeschoss, wo die engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der „World of Breakfast“ unter der Regie von Marianne Bauder diesmal mit hessischen Spezialitäten aufwarteten. Und nicht nur die darstellenden und kulinarischen Künstler präsentierten ihr Können, im Erdgeschoss waren auch von Schülern entwickelte architektonische Modelle für ein neues Oberstufengebäude zu sehen.
Den Rahmen der von Christine Antony organisierten Veranstaltung füllten die Akteure völlig neu, überraschend und äußerst kurzweilig. Während noch im vergangenen Jahr indische Tänzerinnen zum fünfjährigen Bestehen des Kinderhilfswerks „Childaid Network“ die Zuschauer in fernöstliche Gefilde entführt hatten, boten diesmal virtuose Steptänzerinnen aus dem Taunusgymnasium ein mitreißendes Programm. Helen Dawson aus der 9f und ihre Partneri stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass sie meisterhaft zu steppen verstehen. Zu-sammen haben die beiden mit ihrer originellen Darbietung „I need a hero“ den deutschen Meistertitel gewonnen und sogar an der Weltmeisterschaft  teilgenommen. Die Leidenschaft für das Tanzen liegt in der Familie. Auch Helens Schwester Sonia begeisterte die Zuschauer mit einer witzigen Tanzeinlage.
Ohne Mohin Jan Fariods Klavierspiel wäre eine Musikveranstaltung des Gymnasiums nicht komplett und schon lange im Voraus freute sich der vielfach preisgekrönte Pianist darauf, seine sehr individuell interpretierten Stücke von Rachmaninov und Schubert vor dem Publikum der Schulgemeinde zu präsentieren. Diese Spielfreude musste er indessen zügeln und die Zuschauer kamen im Rahmen des straffen Programms nur in den Genuss einer Zugabe.
Nora Geis, Luisa Stobbe, Ceylan Yildiz und Mark Philipp Halberstadt zeigten ebenso wie die Big Band unter der bewährten Leitung von Martin Hublow, dass neben Klassischem durchaus auch Jazziges und Rockiges auf der Schulbühne seinen Platz hat. Gesang bot nicht nur der Oberstufenchor unter Leitung von Tina Müller-Behet in überzeugender Qualität. Die schwungvolle Chorleiterin begleitete auch erstmals die Mutter einer Schülerin am Klavier: Britta Jakobus, von Haus aus Opern- und Konzertsängerin, interpretierte ein Lied aus „My fair Lady“. Andrea Grabe und Melanie Smyk, die in diesem Jahr ebenso wie die meisten Mit-glieder der Oberstufenchors Abitur machen, unterstützten die Bigband mit ihren klaren Stimmen. Und Lea Klein, Klasse 6c, die Entdeckung des vergangenen Schuljahres, traute sich erneut auf die Bretter und wurde nur von ihrer Freundin Heona Lee am Klavier begleitet.
Von Zeit zu Zeit wurde es dann auch dramatisch im Theatersaal: Unter der Regie der routinierten Spezialistin Renate Servatius präsentierten Sechstklässler/innen den ganz normalen Fernsehwahnsinn einer französischen Familie – Ähnlichkeiten mit deutschen Fernsehabenden waren wohl rein zufällig… Munter parlierten die jungen Darsteller/innen in der bereits nicht mehr ganz so fremden Sprache und hatten auch kein Problem damit, dass im Publikum einige Muttersprachler der Partnerschule aus Villebon- sur- Yvette saßen.
Und was wäre die gymnasiale Bildung ohne Goethe? Neben dem „Zauberlehrling“ stand ein weiteres Standardwerk des Dichterfürsten auf dem Plan: Antonia Jeske, die so kurz vor der Reifeprüfung die quälenden Gedanken des alten Gelehrten Doktor Faust trotz des zeitlichen Abstands offensichtlich gut nachvollziehen konnte, brachte den Eingangsmonolog der Tragödie auf die Bühne, während Tristan Eckert zeigte, dass die Gelehrtenkrise den Selbstzwei-feln eines Abiturienten aus dem 21. Jahrhundert zum Verwechseln ähnlich sieht.
Last, but not least traten noch die Topmodels der Schule mit der hauseigenen Modekollektion auf und brachten zum Abschluss den Catwalk zum Erbeben. Lena Krawietz hatte den Schülern diesen Auftritt mit ihrer akribischen Vorbereitung und der nötigen Begeisterung für die Mode ermöglicht und Massih Qubad präsentierte die Show.

Taunusgymnasiasten siegen bei Jugend debattiert.

Zwei Schüler des Taunusgymnasiums haben den Regionalwettbewerb von Jugend debattiert in Kelkheim gewonnen. In der Alterstsufe I überzeugte Helen Dawson aus der Klasse 9f am meisten. In der Alterstsufe II setzte sich Tom Sänger aus der Einführungsphase gegen drei Mitdebattanten von der Eichendorffschule in Kelkheim und der Bischof-Neumann-Schule in Königstein durch.

Beide können sich über ihren Preis freuen, die Teilnahme an einem mehrtägigen Rhetorikseminar. Außerdem haben sie nun die Chance, sich für das Landesfinale am 27.04.2012 im Sendesaal des Hessischen Rundfunks zu qualifizieren.

Taunusgymnasium spaziert ins Finale

Fast wie in einem Spaziergang könnte man meinen hat das Taunusgymnasium Königstein am 15.02. in der Hohen Landesschule in Hanau seine Qualifikation für die Finalrunde der Hessenmeisterschaft im Schulschach der Altersklasse IV absolviert. Nach 10:0 Mannschafts- und 15:5 Brettpunkten meinte Alexej Enns, der an Brett 1 alle Spiele gewonnen hatte, „es langt für Langen“, denn dort soll am 15.03. in der Albert-Einstein Schule die diesjährige Hessenmeisterschaft entschieden werden. Kräftig dazu beigetragen hatte auch Maximilian Rogalski, der an Brett 2 lediglich ein Remis zuließ. Aber am erfreulichsten war, dass sich die beiden weiteren Spieler des Erfolgsteams Niklas Kuchenbrandt und Marcel Fischer ebenso eifrig am Punktesammeln beteiligten. Hinzu kommt, dass alle Spieler noch so jung sind, dass sie im nächsten Jahr einen zweiten Anlauf in der gleichen Altersgruppe nehmen könnten, falls sie den Titel nicht auf Anhieb bei der ersten Teilnahme ihrer Schule an diesem Wettbewerb überhaupt gewinnen sollten. Versuchen werden sie es allerdings schon in Langen, egal wozu es langen wird.

Niveauvolle Unterhaltung im Taunusgymnasium

Am vergangenen Samstag begann im Taunusgymnasium die Musicalsaison mit dem abend-füllenden Stück „Die Nacht vor der Hochzeit“ nach dem Filmdrehbuch „The Philadelphia Story“ von Philip Barry aus dem Jahre 1947. Das 40-köpfige Team um Regisseurin Christiane Kanert zeigte im Verlauf eines überaus kurzweiligen Theaterabends nicht nur, was mit Verständnis, Geduld und einer gehörigen Portion an Hartnäckigkeit alles möglich ist auf einer Schulbühne, sondern bot über zwei Stunden lang dem bunt gemischten Publikum allerbeste Unterhaltung.
Da kann man anfangen, wo man will, zum Beispiel mit dem Bühnenbild: ein Swimming-Pool, der zum Ort des alles entscheidenden Geschehens wird, und davor ein eleganter Salon mit Bar. In der Mitte des Pools ist die Statue einer Frau zu sehen, die als Bild für die kühle Unberührtheit der Hauptfigur Daisy Cort fungiert, denn ihr fehlt es, wie ihr der Vater vorwirft, vor allem an Menschlichkeit. Das wohl überlegte und gelungene Bühnenbild ergänzt die fein ziselierte Choreografie der Inszenierung, die einstudiert wirken würde, wenn sie nicht so perfekt wäre. So perfekt, dass sie lässig wirkt, so lässig wie Robin Köster in der Rolle des im-mer noch in Daisy verliebten Ex-Ehemannes Dexter. Jazz-Komponist Dexter taucht am Tag vor der Hochzeit plötzlich auf, quartiert seine Band im Nachbarhaus der Cort-Villa ein und findet immer wieder einen Vorwand, sich seiner ehemaligen Frau zu nähern. Zuvor spielt er Trompete und nach der eigentlichen Handlung ist er Conférencier. Im Stück wie wohl auch im wirklichen Leben ist er ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle, zu dessen Eigenschaften vor allem die Großzügigkeit des Herzens gehört. Es ist diese Eigenschaft, die ihn in der Familie Cort beliebt macht, und eigentlich hat er nie aufgehört, in diese Familie zu gehören. Das wird deutlich am Umgang, den sowohl die sehr überzeugende Mutter Daisys (umwerfend: Nina Schulte) mit ihm pflegt, als auch an der vertrauten Art, mit der Onkel Willi, glänzend interpretiert von Hans-Jürgen Meyer, oder der Vater der Braut, Anton Cort (ein gekonnt jovialer Peter Budde), mit ihm umgehen. In die Herzen der Zuschauer spielte sich bei der Premiere auch und besonders die jüngste Darstellerin, Gina Linnert, der jeder sofort abnahm, dass sie, Caroline, die jüngere Schwester von Daisy, ganz recht hat, wenn sie Dexter der Familie Cort erhalten will: „Dann sind wir jetzt also sozusagen verlobt“, fasst sie zusammen, nachdem sie Dexter erklärt hat, sie werde auf ihn warten. Und schließlich komponiert und singt ihr Schwarm mit ihr gemeinsam ja auch ein wunderschönes, anrührendes Lied – „Little one“. Dexter und Caroline gemeinsam auf der Bank, verträumt in die Ferne blickend und singend, das ist nicht kitschig, das ist Kunst.
In der Rolle des vom erpresserischen Späher-Magazin entsandten Journalisten Marc zeigt Sebastian Größlein, dass er nichts vergessen hat von seinen schauspielerischen Fertigkeiten, das Duett mit Robin Köster ist großartig und die Szene, in der ihn Dexter sanft zu Boden streckt, bevor es der eigentlich als Ehemann vorgesehene George Kiddrich tut, urkomisch. Im harmonischen Zusammenspiel mit der Fotografin Elizabeth (zurückhaltend und aufmerksam: Melanie Smyk) tanzt und singt Sebastian Größlein ebenfalls. Die beiden sind ein schönes Paar. George ist nicht der richtige Mann für Daisy Samantha, das ist nicht schwer zu erkennen. Moritz Richter spielt die Rolle genau, wie sie angelegt ist: als die eines um die Gunst der Dame bemühten, aber dabei nicht hinreichend souveränen jungen Mannes, der die Braut mehr vergöttert als liebt. Gerade das braucht Daisy aber nicht. Und auch wenn Caroline Schulze naturgemäß ihre Herzlichkeit nicht ganz verbergen kann: Sie ist eine hinreißende Dame der „High Society“, die am Ende auf den verwirrenden Wegen ihrer Gefühle das wichtigste Gefühl, die wahre Liebe - „True Love“ -, entdeckt.
Das Musical ist in allen Rollen so gut besetzt, dass man das genaue Casting spürt. Lukas Naujack als Butler, der die Gäste „bewillkommnen“ muss und mit Hingabe Gläser poliert und Drinks serviert, tut das auf sehr amüsante Art.
Die Kostüme der Damen und auch der Herren waren sämtlich geschneidert und nicht von der Stange gekauft. Hier stimmte alles: die Farben, die Schnitte, der Stil. Dr. Gertrude Kreyling erhielt für ihr talentiertes Näherinnenteam ein großes Dankeschön und einen großen Blumenstrauß.
Last, but not least muss die Rede von Musik sein bei einem Musical, das liegt in der Natur der Sache. Und hier wäre nichts gegangen ohne die unermüdliche Unterstützung von Almut Müller (musikalische Bearbeitung und Klavier).  Julius Weber gab als Sachmo mit seiner samtenen Stimme den Ton an, der junge Lars Kasper zeigte sein Können am Kontrabass, am Schlagzeug war in bewährter Manier Konrad Schneider, Robin Köster spielte, wenn er nicht spielte, Trompete und Johann Piepenburg war als ehemaliger erster Geiger des Schulorchesters auch diesmal als virtuoser Violonist im Einsatz.
Um es kurz zu machen, die Premiere war wunderbar und nicht nur Schulleiterin Roswitha Stengl-Jörns dürfte an diesem Abend entführt worden sein an einen Ort, an dem es keine Alltagssorgen gibt, sondern viele andere aus dem Publikum ebenfalls. Die Vorschusslorbeeren, die die Truppe von der Chefin erhielt, hat sie sich dann sehr überzeugend verdient. An-schauen und Anhören lohnen sich. Weitere Vorführungen gibt es noch am 20., 21., 24. Januar, jeweils um 19.00 Uhr, in der Falkensteiner Straße 24. Karten kosten 10 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Schüler, erhältlich an der Abendkasse oder telefonisch unter 06174/928115 oder per mail unter krieger@taunusgymnasium.de.

Taunusgymnasium startet mit Musical ins neue Jahr

Am 14. Januar 2012 eröffnet das Taunusgymnasium seine Musical-Saison mit der turbulenten amerikanischen Screwball-Komödie „Die Nacht vor der Hochzeit“, in der die attraktive Daisy Cort (Caroline Schulze) ihr Herz sucht und verliert und dabei unversehens den richtigen Mann und zu sich selbst findet. Als Grundlage für die Aufführung dient das Drehbuch des Films „The Philadelphia Story“ von Philip Barry, aber sie enthält auch Kompositionen von Cole Porter aus dem Musical „High Society“.
Vor zwei Jahren hat das aus insgesamt rund 40 Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen bestehende Ensemble im Rahmen einer Projektwoche mit den Vorbereitungen des neuen Musicals begonnen, sagt Regisseurin Christiane Kanert, unter deren Leitung bereits „My Fair Lady“ und „Der König und ich“ entstanden sind. Vorbereitungen umfassen dabei sowohl das Entwerfen und Nähen der aufwändigen Kostüme, den Entwurf und Bau des Bühnenbildes, das Bearbeiten der Musik und das Abstimmen der Ton- und Lichttechnik als auch das eingehende Studium der Texte und Zusammenspiel der Akteure. Jeden Dienstag zwischen 13.00 und 18.00 Uhr fanden sich dann die Beteiligten im Theatersaal der Falkensteiner Straße 24 ein und arbeiteten unabhängig von Alter und derzeitiger Tätigkeit zusammen an dem einen Projekt: Anfang 2012 gemeinsam für möglichst viele Zuschauer einen unvergesslich beschwingten Theaterabend zu gestalten. So spielt beispielsweise die Siebtklässlerin Gina Linnert Seite an Seite mit Lehrern (Nina Schulte und Peter Budde), ehemaligen TGK-Schülern und Oberstufenschülern.
Was für die Kunst im Allgemeinen gilt, gilt in besonderem Maße wohl für eine Musikkomödie: Dem Ergebnis darf man die Mühen des Schaffens nicht anmerken. Je mehr Arbeit in ihm steckt, desto leichter wirkt es oder umgekehrt: Je leichter es wirkt, desto mehr haben die Beteiligten zuvor an Proben und Anstrengungen investiert. Begeisterung für das Vorhaben ist Grundvoraussetzung für ein gutes Gelingen und wer einmal an einer Probe teilgenommen hat, spürt diese Begeisterung deutlich. Ohne sie würden nicht ehemalige Schüler wie Sebastian Größlein, der schon Hauptrollen in früheren Produktionen gespielt hat und jetzt kurz vor dem Abschluss seines Studiums steht, oder Julius Weber, der ebenfalls längst sein Abitur in der Tasche hat, oder Hans-Jürgen Mayer  und Dieter Küppers als ehemalige Lehrer oder Almut Müller, die sich unermüdlich für das musikalische Leben der Schule engagiert, zurückkehren für ein derart umfangreiches Bühnenprojekt.
Es grenzt fast an ein Wunder, dass  sich Schüler/innen wie Caroline Schulze, Robin Köster und Moritz Richter, Lukas Naujack und Melanie Smyk, die sich auf der Zielgeraden zum Abitur befinden, noch die Zeit nehmen für das Auswendiglernen von Rollen und das immer wieder erforderliche Wiederholen von Einsätzen, Schritten, Bewegungen. Und auch die Band, ohne die das Musical kein Musical sein könnte, besteht aus Schülern des Abiturjahrgangs 2011/12 – Robin Köster (Trompete) und Konrad Schneider (Schlagzeug) – sowie dem ehemaligen ersten Geiger des Schulorchesters Johann Piepenburg und Lars Kasper (Bass) aus Klasse 7. Die vier Musiker sind „Old Sachmo’s Jazz Band“ und harmonieren großartig miteinander.
Nicht nur die Schulgemeinde des Taunusgymnasiums, sondern alle Freunde niveauvoller Unterhaltung dürfen sich auf ein besonderes Theaterereignis in Königstein freuen.
Vorstellungstermine sind der 14., 17., 20., 21., 22., 24., 27. und 28. Januar, jeweils um 19.00 Uhr. Karten können telefonisch unter 06174/92 81 15 oder per Mail unter krieger@taunusgymnasium.de bestellt werden. Der Eintrittspreis beträgt 10 Euro für Erwachse-ne und 8 Euro für Schüler.

Taunusgymnasiasten experimentieren auf der MINT400 in Berlin

Vier Schüler des Physikleistungskurses der Einführungsphase E1 (Niclas Denkewitz, Sebastian Ginap, Johannes Pfaff und Tim Unverzagt) nahmen in der Zeit von Mittwoch, den 30.11.11, bis Samstag, den 03.12.11, an der alle zwei Jahre angebotenen MINT400 in Berlin teil. Zusammen mit ihrem Physiklehrer Herrn Epple fuhren sie in die Bundeshauptstadt, um mit 400 weiteren Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland wertvolle Einblicke in diverse Forschungseinrichtungen der Berliner Humboldt-Universität zu erhalten. Neben einer politisch-historischen Stadtrundfahrt und den offiziellen Feierlichkeiten durch den Verein MINT-ec analysierten die Schüler beispielsweise intensiv das komplexe Flugverhalten eines frisbee-artig geworfenen Bierdeckels.

Chor und Orchester des TGK begeistern in der Erlöserkirche in Bad Homburg

Mit Werken von Antonio Vivaldi und Georges Bizet glänzten Chor und Orchester des Taunusgymnasiums unter der Leitung von Tina Müller-Behet, Michael Neubeck und Joachim Wormsbächer beim Konzert der Schulen des Hochtaunuskreises in der Bad Homburger Erlöserkirche. Der Abend klang aus mit Händels „Tochter Zion“ als gemeinsames Schlusslied mit dem Publikum.

Vielfalt im Fokus – Facettenreiches Taunusgymnasium

„Haben Sie schon einmal Ihre DNA gesehen?“ „Mathe zum Anfassen? In Raum 202.“ „Sie wollen mehr über unser bilinguales Angebot wissen? Im Untergeschoss beginnt gleich eine Theateraufführung.“ „Zur Probe des Orchesters gehen Sie bitte in den Theaterraum.“ Die Damen an der Infotheke hatten viele Fragen zu beantworten, denn das Angebot war groß. Auch wer die Schule schon ein wenig kennt, musste am Tag der offenen Tür Prioritäten set-zen, sonst konnte er in drei Stunden sicher nicht überall Halt machen, wo Lehrende, Lernen-de und Eltern „ihr“ TGK präsentierten. Immerhin waren die kleinen Geschwister der künftigen Fünftklässler in der Kinderbetreuung gut untergebracht, sodass der konzentrierten Teilnahme an einer Führung durch die Schulleitungsmitglieder nichts im Wege stand. Natürlich durfte man sich auch ohne Führung auf den Weg machen. Die jungen Interessenten hatten die Möglichkeit, an Schnupperstunden teilzunehmen, etwa in Französisch oder Chemie, zu sehen, wie gut man nach drei Monaten schon Französisch singen kann und dass nach einem Jahr bereits bühnenreif parliert wird. In der Bibliothek durften die Kinder ausprobieren, wie gemütlich es sich dort lesen lässt und in der pädagogischen Mittagsbetreuung anschauen, wo man nachmittags entspannen, spielen und reden kann.
Während die Kinder sich eher mit dem Nächstliegenden beschäftigten, konnten die Erwachsenen auch in den Blick nehmen, welche Chancen sich den Schülern später bieten, etwa im Rahmen ihres Betriebspraktikums, bei der Wahl der dritten Fremdsprache Spanisch zum Beispiel oder bei der Leistungskurswahl in der Oberstufe: In jedem MINT-Fach gibt es am TGK einen Leistungskurs und das Taunusgymnasium ist eine anerkannte MINT-Schule, das heißt eine von rund hundert Schulen in Deutschland, die in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik über ein besonders attraktives Angebot verfügt.
Neben den Naturwissenschaften wird auch die Musik am TGK großgeschrieben. Davon konnte sich jeder überzeugen, der bei der öffentlichen Probe zum Konzert der Schulen des Hochtaunuskreises im Theaterraum saß und den Klängen des Orchesters zuhörte oder sich einen Einblick in die Arbeit der Bläsergruppe verschaffte.
Und wer vom vielen Schauen und Ausprobieren, Hören und Laufen – zum Beispiel zu den neuen Sporthallen – müde war, auf den warteten in der Cafeteria Snacks und selbst gebackene Kuchen. Nebenbei waren auf einer Leinwand die Highlights des vergangenen Schuljahres zu sehen. Die viel und zu Recht gelobte „World of Breakfast“ (WOB) präsentierte sich freundlich und professionell, obwohl die engagierten Helferinnen im Team von Marianne Bauder ehrenamtlich tätig sind, wie übrigens auch die Eltern in der Bibliothek und das einsatzfreudige Team des Fördervereins.

Rotarier bieten Beratungsmesse am Taunusgymnasium

Die rund einhundert Schüler/innen, die am 8. November in der Caféteria des TGK die Gelegenheit nutzten, um mit Profis ins Gespräch über ihre berufliche Zukunft zu kommen, verließen nach insgesamt etwa 400 Einzelgesprächen den Beratungsort mit vielen neuen Informationen und Anregungen.
Die Taunusschüler folgten der Einladung des Rotary-Clubs, der zusammen mit Planet Radio und Radio FFH schon seit Tagen auf die Chance zu dieser besonders umfangreichen und kompetenten Berufs- und Studienberatung aufmerksam gemacht hatte. Die Falkensteiner Straße 24 war dabei nur einer von hessenweit 33 Beratungsstellen, an denen 2000 ehrenamtlich tätige Clubmitglieder ihre Kenntnisse und Erfahrungen an die jungen Leute weitergaben, um ihnen die Wahl des Weges nach dem Schulabschluss zu erleichtern. Seit Jahren erfreut sich die Veranstaltung großer Beliebtheit und seit es sie gibt, haben etwa 130.000 Jugendliche das großzügige Angebot der Rotarier genutzt. Hubert Stücke, der selbst beratend im Einsatz war, freute sich über die ausgezeichnete Resonanz und die positive Beurteilung der Beratungsqualität im Anschluss an den Abend. Über 30 Berufssparten, darunter zum Beispiel Luftfahrt, Raumfahrt, Pädagogik, Polizei, Journalismus, Hotelgewerbe, Architektur, Betriebswirtschaft und Medizin, waren in der Caféteria präsent und ihre jeweiligen Vertreter blieben den Interessenten keine Antwort schuldig. Auch Studienleiter Winfried Romahn, der gemeinsam mit Ruth Stücke und ihrem Ehemann die Veranstaltung organisiert hatte, zog eine rundherum gute Bilanz. Die offene, entspannte Atmosphäre ermöglichte vielen, ohne Scheu Informationen einzuholen, die sie sonst an verschiedenen Stellen und mit erheblich mehr Aufwand hätten suchen müssen. Marianne Bauder und ihr Team vom WOB hatten ein Übriges dazu getan, das Ambiente angenehm für Berater und Rat Suchende zu gestalten.

Taunusgymnasium "murmelt und glänzt" auf der MINT Messe in Wiesbaden

Am Donnerstag, den 10.11.11, haben die fünf  Schülerinnen Selin Dahm, Zoe Eckert, Cara Fischer, Lea Landmann und Gina Linnert (alle aus der Klasse 7e) das Taunusgymnasium auf der 8. MINT-Messe im Hessischen Landtag in Wiesbaden erfolgreich vertreten. Die Mädchen präsentierten auf dem Messestand und auf der Bühne für den sogenannten MINT-Award zwei ihrer herausragenden Exponate, mit denen sie bereits im Frühjahr 2011 beim überregionalen Physikwettbewerb „explore science“ in Mannheim wertvolle Preise gewonnen hatten.
Als erstes Exponat versetzten Selin, Cara, Lea und Gina mit ihrer selbstgebauten Murmelbahn (inklusive Murmel-Aufzug für 4 Etagen) nicht nur die jüngeren Besucher in Staunen. Parallel dazu konnte Zoe mit einem selbst-kreierten Kaleidoskop als zweitem Exponat für phantastische und vielfältige Bilder sorgen. Erfolgreiche Unterstützung in Aufbau, Transport und guter Laune erhielten die fünf Mädchen von Yu-Rim Kim und Alexander Kopf aus dem Oberstufenjahrgang Q1.
Die begleitenden und betreuenden MINT-Lehrer Herr Linke und Herr Epple sind sich einig: Den an der MINT-Messe teilnehmenden Schülerinnen und Schülern gebührt ein besonderes Lob, das hoffentlich dazu beiträgt, an weiteren kreativen Projekten in den naturwissenschaftlichen Fächern zu forschen!

Einladung Perspektiven der Kunst - Taunusgymnasium Königstein

Lucas Wilson

Nur noch wenige Tage ist sie zu sehen, die Ausstellung „Perspektiven der Architektur“, die aus Werken von 20 Schüler/innen des Taunusgymnasiums Königstein besteht. Die meisten von ihnen gehören zum Kunst-Leistungskurs von Natalia Schendzielorz. Es lohnt sich, einen Blick in den Kelkheimer KunsTraum zu werfen, in dem man sogar mit den Künstlern selbst ins Gespräch kommen und einen Einblick in die Vorstellungs- und Wahrnehmungswelt der jungen Leute gewinnen kann.
In der Breslauer Straße 44 finden sich die unterschiedlichsten Ergebnisse einer jeweils sehr persönlichen Auseinandersetzung mit Räumen. Gleich rechts vom Eingang hat der Besucher die Gelegenheit, eine Installation besonderer Art zu erleben. Das deckenhohe Gebilde aus roten Getränkekästen ist nicht nur ein „Hingucker“, sondern lädt ein zu einer kleinen Fußreise ins Innere einer  Spirale und wieder hinaus.
Links vom Eingang haben die Schüler kleine Modelle von durchaus realisierbaren Pavillons auf einem Pausenhof positioniert. Vielleicht sollte man mehr auf die Ideen der Jugendlichen hören, denkt man da im Vorübergehen. Das ist zum Teil kühn, aber machbar.  Direkt gegenüber von den Modellpavillons beeindrucken die Fotos von Aileen Klinger, die als „freie Mit-arbeiterin“ an der Ausstellung mitwirkt, obwohl sie erst in der Einführungsphase ist. Man erkennt die „My Zeil“ gar nicht wieder, so ungewöhnlich sind die Blicke, die die junge Fotografin hier mit ihrer Kamera eingefangen hat.
Von der Decke hängen Mobiles aus Fotos von Bauwerken, die die Künstler während ihrer Studienfahrt nach Italien aufgenommen haben. Jahrhundertealte Gebäude umschweben den Kopf des Betrachters beinahe schwerelos. Auf einem Würfel liegen Skizzenblöcke der Reisenden, in denen der achtsame Besucher sehen kann, was die Augen der Schüler  in Rom und Umgebung wahrgenommen haben.
An einer Wand hängen Zeichnungen, die als Vorarbeiten für interessante Collagen dienten und mit denen sie von Wand zu Wand einen Dialog führen.
Und vorbei an Fotografien, Gemälden und Zeichnungen, die zum Teil auch von Grundkursschülern angefertigt wurden, gelangt man schließlich zu der Videoinstallation von Lucas Wilson. Das ist so etwas wie ein Gesamtkunstwerk aus Technik, Sport, Film, Musik und Raumerfahrung. Der Künstler hat sich selbst bei waghalsigen Sprüngen im städtischen Raum aufgenommen und auch der weniger mutige Betrachter lässt sich von ihm mitreißen zu einer atemberaubenden Entdeckungstour und begibt sich auf Wege, die er alleine so nie hätte sehen können. Und das ist Kunst. Wenn man mit Kunstwerken ins Gespräch kommt, sieht die eigene Welt danach immer ein bisschen anders aus.
KunsTraum, Breslauer Straße 44, NUR NOCH BIS ZUM 20.11.2011
Öffnungszeiten: dienstags, von 15 bis 18 Uhr, samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr

Theater am Taunusgymnasium

Nach dem großen Erfolg, den die TGK-Theatertruppe mit dem Stück „Ein ungleiches Paar“ feiern durfte, wagt sich das bewährte Regie-Trio (Renate Servatius, Corinna Spatz-Moritz, Wolfram Holdt) nun an ein Drama von Elias Canetti. „Die Befristeten“ – so der Titel des abendfüllenden Stücks aus der Feder des Nobelpreisträgers von 1981 handelt davon, wie das Leben der Menschen sich verändert, wenn sie den Zeitpunkt ihres Todes kennen. Keine leichte Kost also. Umso gespannter ist das Publikum darauf, wie die neu zusammengesetzte Gruppe ihre Herausforderung bewältigt.
Die Aufführungen finden am 3. und 4. sowie am 10. und 11. November im Theatersaal der Schule, Falkensteiner Str. 24, jeweils ab 19.30 Uhr statt. Karten gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse für 5 Euro bzw. 3 Euro ermäßigt für Schüler/innen.

Eins vor dem Komma für ein Drittel der TGK-Abiturienten

Die 79 Abiturienten des Taunusgymnasiums hatten allen Grund zu überschwänglicher Freu-de: 27 der diesjährigen Absolventen erreichten einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma und vier von ihnen, schafften sogar eine 1,0. Trotz der vielen Arbeit, die hinter diesen hervorragenden Ergebnissen steckt, waren die Gymnasiasten dann noch so energie-geladen, dass sie in der Hofheimer Stadthalle ein rauschendes Fest organisierten, bei dem alle Beteiligten sich bis zum frühen Morgen bestens amüsierten.   Max Schulze, einer der vier besten Abiturienten, zeigte am Abend der akademischen Feier, dass er nicht nur für die Schule, sondern auch für’s Leben eine Menge gelernt hat: Er moderierte mit Humor und Aisance die zahlreichen Darbietungen seiner Mitschüler/innen und Lehrer/innen und spielte außerdem noch mehrere Musikstücke zusammen mit seinem Freund Daniel Otto-Schleicher. Insgesamt erzielten die 79 Absolventen eines der besten Abi-Ergebnisse des Taunusgymna-siums und unterboten den Landesdurchschnitt von 2,4 mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,26. Besonders geehrt wurden im Rahmen der Festlichkeit Elisabeth Gerny für ihren uner-müdlichen Einsatz für den Sanitätsdienst der Schule, Karoline Schmidt für ihr Engagement im Amguri-Projekt, Max Schulze und Marc Tonsen für ihre herausragende Arbeit an der Home-page, Felix Lücke und Sebastian Stäter erhielten Preise von der deutschen mathematischen Gesellschaft und die vier Schüler mit dem Traumergebnis 1,0: Philipp Kramer, Max Schulze, Sebastian Stäter und Max Stark wurden ebenfalls besonders geehrt. Die deutsche physikali-sche Gesellschaft zeichnete Elisabeth Gerny, Marc Hoche, Felix Lücke und Sebastian Stäter aus.
Folgende Schüler/innen gehören ab sofort mit ihrem Abiturzeugnis in den Händen zu den Ehemaligen des TGK: Kevin Albert, Gülderen Altay, Mathieu Barbier, Anja Bartsch, Daniel Arno Beuth, Charlotta Brandes, Desiree Brandscheidt, Fiona Buckley, Mariel Carvi Nievas, Patricia Cerny, Jacob Chenaux-Repond, Patrick Daniel, Aaron Dorner, Philipp Peer Draheim, Döndü Yasemin Ekinci, Lea Enayat, Lukas Ernst, Johanna Franzke, Nicolas Geis, Elisabeth Gerny, Bettina Grabe, Felix Gram-Ross, Leonie Hain, Laura Sophia Hauck, Raul Andres Her-berg, Anna Herbst, Julian-Thierry Hering, Julia Hick, Marc Hoche, Michael Hütsch, Sebastian Ihler, Katharina Kammler, Lisa Keil, Annika Kilb, Alexander Kilian, Vincent Koch, Anna Kos, Philipp Kramer, Niklas Kratz, Alena Laaser, Johanna Lieb, Ann-Kristin Lieberknecht, Matthias Löffler, Felix Lücke, Jana Maszynski, Felicitas Matthei, Pascal Merkl, Florian Müller, Sebastian Müller, Bahar Oghalai, Daniel Otto-Schleicher, Miguel Pacheco, Joachim Piepenburg, Louis Presle, Jonas Racky, Tobias Raus, Nicolas Rehnert, Felicitas Rettberg, Charlotte Rieger, Hanns-Frederik Rosien, Jan Thorsten Sachtleben, José Sanchez, Marcel Scheefer, Dominik Scheliu, Maximilian Scherer, Karoline Schmidt, Lisa-Marie Schreiner, Laura Schrod, Max Schulze, Maximilian Stark, Sebastian Stäter, Philipp Storck, Dwayne Tack, Marc Tonsen, Constantin Tscharf, Robin Anton Julian Usinger, Friedrich von Bredow, Sarah Cathrin Webert und Lena Zeier.

Physik Live – TGK-Schülerinnen preisgekrönt

Wie baut man eine Action-Murmelbahn mit Farb- und Lichteffekten? Wie konstruiert man ein möglichst originelles Kaleidoskop oder eine sogenannte Picasso-Maschine, die selbst-ständig ein nicht reproduzierbares Gemälde anfertigt? Wie gelingt eine optische Täuschung? Die Schüler/innen des Taunusgymnasiums in Königstein ließen sich diese Fragen von ihrer Physiklehrerin Henrike Held nicht zweimal stellen, sie machten sich schleunigst auf den Weg nach Antworten. „Explore science“ heißt der Physik-Wettbewerb der Klaus-Tschira-Stiftung, an dem sich die experimentierfreudigen Kinder spontan beteiligen wollten und bei dem sie Ende Mai in Mannheim ein äußerst erfolgreiches Ergebnis erzielten: Insgesamt waren 45 Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 a, 6b und 6e im Mannheimer Luisenpark am Start und zeigten ihre einfallsreichen Konstruktionen.
Selin Dahm, Cara Fischer, Gina Linnert und Lea Landmann (6e) präsentierten ihre optisch ansprechende und funktionstüchtige Murmelbahn souverän und erhielten dafür einen Son-derpreis in Höhe von 100 Euro. Auf ihrer farbenfrohen Bahn aus sechs Kabelkanälen, die an einer quadratischen, aufrecht stehenden Holzwand befestigt sind, rollen die mit einem Auf-zug in den blauen Himmel beförderten kleinen Kugeln in Zick-Zack-Linien von links oben über eine gemalte grüne Blumenwiese nach rechts, dann wieder nach links. „Hollywood“ steht hier geschrieben und ein ausgeschnittenes Jennifer-Lopez-Foto klebt auf einer Live-Bühne mit rosa Glittervorhängen und suggeriert, unterstützt durch Lichteffekte beim Vorbeirollen der Murmel, dass hier Showtime ist. Nach rechts bewegt sich die Kugel zu einem Einkaufszentrum, nach links durch idyllische Dörfer und schließlich zur Tiefgarage. Hier wird durch Knopfdruck ein kleiner Motor in Gang gesetzt, der die Murmel wieder in den leuchtend blauen Himmel transportiert.
Zoé Eckert (6e), die ein besonders originelles Kaleidoskop konstruierte, erreichte den fünften Platz. Für seine Picasso-Maschine gewann Lukas Löffler (6a) den 2. Preis, während Kilian Griep und Max Truschnowitsch (6b) in derselben Disziplin den 9. Platz belegten. Lukas Ma-schine erstellte das Bild mittels drei durch Trichter tropfende Farben, die sich gegenläufig zur rotierenden Leinwand drehten und wunderschöne Muster erzeugten. Kilian und Max hatten Tischtennisbälle mit Farbe gefüllt und ließen diese auf eine durch Fishertechnik angetriebene Holzscheibe fallen. So entstand ihr Gemälde, immer wieder anders und neu.
Wer sagt, Naturwissenschaften interessierten Mädchen nicht, der konnte sich spätestens beim Startschuss zu diesem Wettbewerb eines Besseren belehren lassen, denn die Aufga-benstellung forderte Jungen wie Mädchen gleichermaßen heraus. „Wir haben uns eine Wo-che lang jeden Tag getroffen, zusammen überlegt, ausprobiert und gebaut“, erklären die Murmelbahn-Konstrukteurinnen, die ihr Werk im Deutsch-Unterricht noch einmal der Klasse vorstellten und dabei zeigten, dass sie nicht nur hervorragend entwerfen, malen und bauen, sondern auch noch sehr gut vermitteln können, was die Murmeln in Bewegung bringt.
In Bewegung sind nicht nur die Maschinen der Physikschüler geraten, sondern in Bewegung waren auch die Teilnehmer. „Eine tolle Idee“, findet Henrike Held, die sich über die Begeisterungsfähigkeit der Gruppen freute und deren eigener Enthusiasmus für diese lebendige Art des Physikunterrichts offensichtlich ansteckend gewirkt hatte. Die Busfahrt mit 45 „Aktiven“ und mit Leistungskursschülern, die für das nächste Jahr ebenfalls ihre Teilnahme angekündigt haben, war der Anfang auf dem abenteuerlichen Weg zur Wissenschaft.
Die Exponate werden am Schulfest und am Tag der offenen Tür nochmals gezeigt.

Die Schüler des Taunusgymnasiums gewannen bei 4 Preisträgern insgesamt 550,- Euro.

Matheasse am TGK

Beim Bundeswettbewerb Mathematik 2010/ 11 der achten Klassen gelang folgenden Schülerinnen und Schülern der Sprung auf Platz eins: Joana Honigbaum, Philipp Doran, Katharina Kruse, Sabine Meyding, Nadine Rantstein, Melanie Zimmermann, Vanessa Girolstein und Annika Pelleter.

Das TGK erhält als einziges Gymnasium Hessens den Informatik-Schulpreis in Gold!

Die ersten Monate des Jahres 2011 standen am TGK im Zeichen von MINT (Mathematik/ Informatik/ Naturwissenschaften/ Technik). Schülerinnen und Schüler unserer Schule nahmen erfolgreich an Wettbewerben und Olympiaden teil, wie z. B. der Mathematik-Olympiade, dem Känguru-Wettbewerb, dem internationalen Chemie-Wettbewerb, am Tag der Mathematik, "Junior Science Olympiade", "Explorer Science Wettbewerb" und dem Bundeswettbewerb Informatik.

Der Bundeswettbewerb Informatik ist ein Leistungswettstreit für Jugendliche bis 21 Jahre. Er hat zum Ziel, Talente zu fördern und Nachwuchskräfte für das Fachgebiet zu gewinnen. Der Wettbewerb wird bereits seit 1980 ausgeschrieben und beginnt jährlich im September. Den Teilnehmern des Bundeswettbewerbs stehen weitergehende Fördermaßnahmen offen und die Sieger werden in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Der Bundeswettbewerb Informatik ist Kern der Initiative „Bundesweit Informatiknachwuchs fördern“ (BWINF) der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), des Fraunhofer-Verbunds IuK-Technologie sowie des Max-Planck-Instituts für Informatik. Er wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, von den Kultusministerien der Länder unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Dem Team unserer Schule gelang es hierbei, den Schulpreis in Gold zu gewinnen. Schüler und Schülerinnen des Leistungskurses stehen auch in der 2. Runde des "BWINF" im bundesweiten Wettstreit . Die Jury hob die Leistungen unserer Schülerinnen Nadine Schüler und Alina Weber besonders hervor. Nadine und Alina wurden deswegen u. a. von der Firma Google nach München eingeladen.

Bili-AG erfolgreich! (05.05.2011)

Die bilinguale Englisch-AG der 6. Jahrgangsstufe hat beim diesjährigen Bundeswttbewerb für Sprachen in der Kategorie Gruppenwettberb mit ihem Filmprojekt "Girl against the jungle" einen 3. Preis gewonnen und ist zur Preisverleihung am 1. Juni 2011 in Wiebaden eingeladen. Wir gratulieren!

TGK-SchülerInnen künstlerisch unterwegs (19.02.2011)

Vom 18. Februar bis zum 6. März durften sich nicht nur die Schüler/innen des Leistungskurses Kunst unter Leitung von Natalja Schendzielorz über ihren zweiten Preis im Wettbewerb „Kunst aus Schulen“ freuen, auch für Besucher/innen der Ausstellung „Unterwegs“, die in Bad Homburg zu sehen war, boten die anspruchsvollen Exponate Anlass zur Freude, zum Nachdenken und zum Bewundern. Landrat Ulrich Krebs ließ es sich nicht nehmen, die unter Trägerschaft der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung gemeinsam mit dem Hessischen Kultusministerium und dem Kunstverein Bad Homburg Artlantis ermöglichte Ausstellung feierlich zu eröffnen.

Aus der Hand des Landrats nahm Kunstlehrerin Natalja Schendzielorz auch den Preis für die herausragende Leistung ihrer Schüler/innen entgegen, die nach den Sommerferien für ihren umfangreichen Arbeitsauftrag in künstlerischer Mission unterwegs gewesen waren und beeindruckende Ergebnisse abgeliefert hatten. Diese künstlerische Mission bestand unter anderem darin, mit Kunstwerken des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt (MMK) gewissermaßen ins Gespräch zu kommen und eine persönliche Antwort auf ein ausgewähltes Artefakt zu entwickeln, die dann ebenfalls zum Exponat werden konnte. Wenn man den Auftrag liest, den die jungen Künstler erhalten haben, möchte man sich am liebsten selbst auf den Weg machen – und dem steht eigentlich ja auch nichts entgegen, außer vielleicht die fehlende Begabung…

„Besuchen Sie das MMK in Frankfurt und sehen Sie sich die dortige Ausstellung im August an. Suchen Sie sich ein Artefakt aus, welches Sie spontan anspricht, und lassen Sie sich mit dem Werk fotografieren. Notieren Sie sich Ihre ersten spontanen Eindrücke, Assoziationen, Gefühle und Gedanken vor Ort schriftlich. (…) Zu Hause fertigen Sie eine praktische Arbeit an, welche Ihre persönliche Antwort auf das von Ihnen ausgewählte Kunstwerk ist. (…) Die Ausführungstechnik ist frei wählbar und frei kombinierbar.“ So hieß es in den Anweisungen. Die inspirierten jungen Leute ließen sich das nicht zweimal schreiben und machten sich auf. Entstanden sind die unterschiedlichsten Arbeiten: Fotografien, Rauminstallationen, Klanginstallationen,  die deutlich machen, wie intensiv sich die Betrachter mit den Kunstwerken ihrer Profi-Kollegen befasst haben müssen. Vanessa Kunkel, Blanca König, Lucas Wilson und Natalie Ries nahmen diese Herausforderung an.

Unterwegs waren die Schüler/innen aber nicht nur im Museum, sondern auch in der Pause. Sie erhielten den Auftrag, das eigene Verhalten in der Pause, typische Haltungen und die eigene Körpersprache zu beobachten. Von diesen Beobachtungen ausgehend sollten sie ein bis zwei Figuren aus Modelliermasse herstellen, die dann in einer dem Pausenbereich nachempfundenen Umgebung platziert wurden. So entwickelten sie ein sympathisches und sehr lebendiges Gemeinschaftswerk, in dem sich die Hersteller/innen selbst wiederfinden und erkennen konnten. Im Einzelnen waren dies Ann-Kathrin Bunzel, Tamara Daniel, Andrea Grabe, Leon Henke, Karin Kempa, Jacqueline Koch, Blanca König, Svenya Kruske, Andreas Kunkel, Vanessa Kunkel, Kaja Müller-Haude, Pia Naujack, Nami Ngo, Jannika Ohlig, Diana Petrovic, Natalie Ries und Jessica Sturm.

Seit zwei Jahren gibt es am Taunusgymnasium einen Leistungskurs Kunst, erstmals beschäftigen sich künstlerisch begabte und interessierte Schüler/innen der Oberstufe in mindestens fünf Unterrichtsstunden pro Woche  mit ihrem Lieblingsfach. In diesem Rahmen werden Projekte möglich, für die im Grundkurs einfach nie Zeit war. Und natürlich gehen die Lk-Schüler auch mit einer ganz starken Motivation an die Sache. Der Erfolg bei dem diesjährigen Wettbewerb für hessische Schulen zeigt, dass der erhöhte Aufwand sich lohnt.

 

Musikalische Köstlichkeiten im Taunusgymnasium (18.02.2011)

Schon Tage vor dem ersten Konzert lag Spannung in der Luft des Taunusgymnasiums. Noch nie hatten die Musiker so wenig Zeit für ihre Vorbereitungen, noch nie mussten sie im Februar bereits die Früchte ihrer Arbeit präsentieren und nicht nur die Fünftklässler/innen der Bläser- und Streichergruppen, die ihr Instrument erst seit einem halben Jahr kennen, waren vor dem Auftritt nervös.

Die musikalischen Leiter indessen – Tina Müller-Behet, Michael Neubeck und Joachim Wormsbächer -  bewahrten Ruhe, auch als der Theatersaal schon so voll war, dass eine Live-Übertragung ins Foyer wünschenswert wurde. Das hätte im Übrigen sicher auch den nimmermüden Damen vom WOB (World of breakfast) gefallen, die dort mit dem Aufbau des Büffets beschäftigt waren.

Das Publikum nahm die Enge heiter und gelassen in Kauf, denn es wurde mit einem an-spruchsvollen und vielfältigen Programm reichlich entschädigt. Die Palette der über zweihundert Akteure umfasste  von „Frère Jacques“ (Bläsergruppe des Jahrgangs 5) über „Versuch’s mal mit Gemütlichkeit“ (Chor der fünften Klassen)  Lieder von Michael Jackson, Rod Stewart und Coldplay bis hin zu Stücken von Henry Purcell, Robert Schumann und Edvard Grieg.

In den zahlreichen musikalischen Höhepunkten kam zum Ausdruck, was das Taunusgymnasium unter anderem auszeichnet: die Vielfalt der Begabungen, die künstlerische Kreativität und der Teamgeist der Beteiligten. Mit ihrer behutsamen, freundlichen und bestimmten Souveränität machten die musikalischen Leiter aus diesem großen Potential zwei glanzvolle Konzertabende.

Die Musiker boten dem Publikum immer wieder Überraschendes, Neues, Witziges, aber auch Bewegendes, Mitreißendes, Anrührendes und Erhabenes. Neben den schönen Klängen und der lehrreichen, aber keineswegs trockenen Moderation durch Martin Hublow bleiben im Gedächtnis: der ungewöhnliche und beeindruckende Trauergesang aus Haiti (großer Chor), der Moonwalk eines jungen Chormitglieds, die wundervollen Solodarbietungen der Geigerin Laura Biedermann, der Flötisten Esra Görgülü und Jens Renneisen und des Posaunisten Christian Heyer, der es sich nicht nehmen ließ, am Freitagabend zu seinem Saint-Saëns-Stück „L’éléphant“ auch zwei Elefantenohren aufzusetzen. Diese Einlage dürfte selbst für den Dirigenten Michael Neubeck überraschend gewesen sein. Eindrucksvoll präsentierte sich einmal mehr Mohin Jan Fariod am Klavier bei der Begleitung von „Viva la vida“ (Coldplay) und „Zigeunerleben“ von Robert Schumann.

Die Blechbläser des großen Orchesters nutzten in den diesjährigen Konzerten eine besondere Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen, indem sie „Gavotte und Hornpipe“ von Henry Purcell spielten und dem Publikum zeigten, was man in fünf bis sieben Jahren lernen kann, einem Blasinstrument – und sich selbst - abzuverlangen.

Und schließlich überwältigend waren die Klänge der Filmmusik zu „Fluch der Karibik“, die das große Orchester aus reiner Freude am Spiel am Freitag noch einmal als Zugabe anstimmte, sowie das große Finale, zu dem sowohl das große Orchester als auch der Chor aus Schülern und Lehrern auftrat. Unter der Leitung von Tina Müller-Behet boten die Mitglieder der beiden Ensembles, wie immer verstärkt durch die musikalisch hochkarätigen Gäste (Alexandra Wiedner, Hilde Singer-Biedermann, Dieter Küppers, Michael Krause, Julius Weber) und Lehrer (Susanne Eden, Nina Schulte, Heinz Gerhard Halberstadt, Klaus Witte) „Landnahme“ von Edvard Grieg dar. Julius Webers Bariton gab diesem schwierigen Stück, das die rund 100 Beteiligten noch einmal tüchtig herausforderte, dabei eine ganz besondere, unvergessliche Note.

MINT-Messe: Wissenschaft zum Anfassen und Begreifen (10.11.2010)

„Ich finde Bio auf Englisch gut, weil wir Versuche machen, Englisch sprechen und das so mehr Spaß macht als im Englischunterricht“, erklärt Max aus der sechsten Klasse. Er ist einer der insgesamt 30 Teilnehmer/innen in der Jahrgangsstufe 6 des bilingualen Projektes im Taunusgymnasium, das Ruth Stücke seit 209 leitet. Der auf der MINT-Messe im hessischen Landtag in Wiesbaden präsentierte Beitrag der Schule „Botany for beginners“ ist ein Baustein des seit Beginn des Schuljahres 2010 offiziell eingeführten Sachfachunterrichts in englischer Sprache ab Klasse 7, ein Angebot für besonders leistungsstarke und sprachbegabte Schüler/innen.

MINT hat nichts mit Pfefferminzgeschmack zu tun, sondern ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Diese Wissensgebiete bilden die Basis für moderne Schlüsseltechnologien. Dafür sollen Kinder und Jugendliche sich begeistern und  sie sollen Interesse am Experimentieren und Finden von Lösungen entwickeln.

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VHU) und die Landesarbeitsgemeinschaft Schule und Wirtschaft Hessen (LAG) führen gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft die MINT-Messe seit 2004 jährlich durch. Diesmal stand die Veranstaltung unter dem Motto „Leben. Lernen. Stark werden“.

Die Schüler des Taunusgymnasiums, in dem die naturwissenschaftliche Frühförderung eine wichtige Rolle spielt, zeigten an einem informativen Messestand, dass sie auf dem Weg zum Erwerb einer „scientific literacy“, der Beherrschung naturwissenschaftlicher Arbeitsmethoden, schon ein gutes Stück vorangekommen sind. Sie haben beim Bau von Modellen begriffen und können auf Deutsch wie auf Englisch an Hand dieser Modellebegreifbar machen, dass Leben und Lebensvorgänge an biologische Strukturen gebunden sind. In einer gelungenen Präsentation stellten sie ihr Projekt dem Messepublikum vor.

Aber nicht nur der Blick auf das selbst Erreichte machte die Messe für die Teilnehmer so bereichernd. Es war auch der Austausch mit anderen Projektgruppen, der Blick über den Tellerrand, der auf Schüler und Lehrer anregend wirkte. Besonders gefielen das „Chemische Theater mit Harry Potter“, das „Mathe-Labor“ und das selbst gebaute „Solar-Auto“.

Musik: ausgezeichnet – Ministerielle Urkunde für Taunusgymnasium (01.11.2010)

Jetzt ist es amtlich: Das Taunusgymnasium hat sich erfolgreich um das Prädikat „Schule mit Schwerpunkt Musik“ beworben.  Mit einer Urkunde würdigte das Hessische Kultusministerium die ausgezeichnete Arbeit, die am Taunusgymnasium im Bereich Musik geleistet wird. Mit der Zertifizierung ist eine zusätzliche Stundenversorgung verbunden, die den Bläser- und Streicherklassen sowie dem umfangreichen AG-Angebot zugute kommt.

Ein starkes Team: Tina Müller-Behet (Chöre), Joachim Wormsbächer (Streicher, Orchester), Michael Neubeck (Bläser, Orchester) und Schulleiterin Roswitha Stengl-Jörns (von links)

Taunusgymnasium – bilingual, international (08.10.2010)

Seit dem 10. September ist es ganz offiziell: Das Taunusgymnasium Königstein erhält an der Goethe-Universität in Frankfurt das Zertifikat „Bilinguales Lernen und Lehren“ für das Fach Biologie. Die Fächer Geschichte, Erdkunde und Powi (Politik und Wirtschaft) stehen als nächste auf dem Plan.

Im vergangenen Schuljahr nahmen bereits 50 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 an einem Theaterprojekt teil, in dem sie unter der fachkundigen Leitung von Ruth Stücke und Alexandra Arnemann Robin Hood und seine Gefährten auf der Bühne lebendig werden ließen. Dabei begeisterte nicht nur die Verve der jungen Akteure, sondern auch die Leichtigkeit, mit der ihnen die englischen Dialoge über die Lippen gingen. Begonnen hatte das Projekt mit einer einstündigen Förder-AG im zweiten Halbjahr der Klasse 5, es folgten das umfangreiche Theatervorhaben und kleinere Projekte mit gesellschaftswissenschaftlichem und naturwissenschaftlichem Schwerpunkt in der Jahrgangsstufe 6. Am Ende der sechsten Klasse findet eine Beratung mit den Schülern hinsichtlich der weiteren Teilnahme an dem Programm statt, das in den Jahrgangsstufen 7 bis 9 parallel zu dem deutschsprachigen Sachfachunterricht fortgesetzt wird. Im Jahrgang 7 steht Biologie auf dem Programm, in der Jahrgangsstufe 8 folgen Geschichte und Erdkunde und in der Jahrgangsstufe 9 Powi und Biologie. Für den Jahrgang 10 bzw. die jetzige Einführungsphase der Oberstufe ist ein dreistündiger Orientierungskurs in Vorbereitung, der die ideale Ergänzung zu einem Englisch-Leistungskurs darstellen könnte. Zusätzlich kann am Ende der Einführungsphase das Cambridge Certificate erworben werden, das für ein Studium an einer englischsprachigen Universität erforderlich ist und international anerkannt wird.

Und das ist noch nicht alles: Ruth Stücke, die mit Energie, Überzeugung und Geduld das bilinguale Projekt realisiert hat, initiierte auch die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an einem erstmals vor fünf Jahren in Deutschland durchgeführten Wettbewerb mit dem Namen „Big Challenge“. Fast 6000 Schulen und damit über  180000 junge Leute der Jahrgangsstufen 5 bis 8 beteiligten sich in diesem Jahr europaweit an der „Großen Herausforderung“. Mit Antworten auf insgesamt 54 Fragen zu Wortschatz, Grammatik, Phonetik und Landeskunde zeigen die Kinder und Jugendlichen, was sie schon können. Und das Gute daran: Es gibt keine Verlierer. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde und ein Geschenk. Am Taunusgymnasium beteiligten sich über 200 Schüler/innen an dem neuen Wettbewerb. Auf Landesebene gelang Yuri Legarth und Leon Schönherr (beide seinerzeit 5d) ein Sprung auf die ersten beiden Plätze. Über 2700 Schülerinnen und Schüler hatten auf diesem ersten Level mitgemacht.

Aber nicht nur Englisch wird am Taunusgymnasium großgeschrieben: Dass Französisch als Sprache unserer Nachbarn weiterhin Konjunktur hat, zeigt die Größe der jetzigen Klasse 5 g. Hier wird Französisch als erste Fremdsprache unterrichtet. In der Jahrgangsstufe 8 fanden im vergangenen Schuljahr zwei Austauschfahrten statt, eine nach Villeneuve d’Ascq bei Lille und eine nach Villebon-sur-Yvette bei Paris. Für die beiden Programme zeichneten Renate Witzlau und Angeline Amizet verantwortlich.

Einen ganz besonderen Austausch schließlich organisierte Renate Servatius im Rahmen eines Projektes mit dem Namen „Umwelt baut Brücken“. Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren empfingen Partnerschüler/innen aus einem rumänischen Gymnasium, um gemeinsam mit ihnen Fledermäuse in Streuobstwiesen zu erforschen. Im Mai reisten die jungen Deutschen zu den neu gewonnenen Freunden nach Constanta am Schwarzen Meer. Das gesamte Projekt stand unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und wurde von den Schülern anschließend ausführlich in Presseartikeln dokumentiert.

Fazit der zahlreichen Aktionen im Bereich Sprachen: Das Taunusgymnasium ist eine Schule mit zwei Schwerpunkten – Musik und Naturwissenschaften – und vielen Facetten.