Taunusgymnasium erhält für weitere drei Jahre Gütesiegel Hochbegabung

Freudige Kunde für das Taunusgymnasium in Königstein: Das TGK erhält für drei weitere Jahre das Gütesiegel einer hochbegabungsfördernden Schule. Dies ist eine Bestätigung für die sehr gute Arbeit der Schule  in diesem Bereich. Mit dem Gütesiegel des Hessischen Kultusministeriums werden Schulen ausgezeichnet, die leistungsstarke und hochbegabte Schülerinnen und Schüler besonders fördern. Seit Jahren existiert am Taunusgymnasium ein umfangreiches Konzept zur Talentförderung, welches ständig aktualisiert und erweitert wird.
Die an der Schule praktizierten Wege zur Förderung hochbegabter und leistungsstarker Schülerinnen und Schüler sind Akzeleration (Beschleunigung) und Enrichment (Bereicherung). Beide Maßnahmen werden flankiert durch eine pädagogische Beratung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften.
Um den unterschiedlichen Interessen, Bedürfnissen und Leistungspotentialen der Schülerinnen und Schüler zu entsprechen, bietet das TGK neben individualisierten Lernarrangements im Unterricht auch außerunterrichtliche Zusatzangebote an. Dies betrifft zum einen Schülerinnen und Schüler, die über den Regelunterricht hinaus in unterschiedlichen Fächern Unterstützung benötigen, um das Ziel des Bildungsganges erfolgreich zu erreichen. Andererseits gilt es auch diejenigen Schülerinnen und Schüler nicht zu vernachlässigen, die bereits über außerordentliche Talente und Begabungen verfügen und schulische Höchstleistungen erbringen.
Ein wesentliches Element der schulischen Talentförderung ist dabei das Enrichment-Portfolio. Es soll alle interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufen 5 bis Q4  dazu motivieren, an außerunterrichtlichen Zusatzangeboten des Taunusgymnasiums teilzunehmen, um so ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in Bereichen, die sie besonders interessieren, gemeinsam mit Gleichgesinnten zu vertiefen.
Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Hochleistungsbereich sowie deren Eltern werden im ersten Halbjahr des jeweiligen Schuljahres zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Diese findet im laufenden Schuljahr am Montag, 06.11, ab 19.30 Uhr (Raum 145) statt. Selbstverständlich können auch andere interessierte Eltern an dieser Informationsveranstaltung teilnehmen. Hier wird ihnen das Förderkonzept vorgestellt sowie der Terminplan bekannt gegeben. Lehrer Ingo Meinikmann steht am Taunusgymnasium für Fragen zur Begabtenförderung zur Verfügung und ist auch über eine eigens eingerichtete E-Mail-Adresse zu erreichen (talentfoerderung@taunusgymnasium.de).

Talentförderung am Taunusgymnasium

Seit dem Schuljahr 2009/2010 gibt es am Taunusgymnasium ein Talentförderprogramm für leistungsstarke und hochbegabte Schülerinnen und Schüler. Die an unserer Schule praktizierten Wege zur Förderung hochbegabter und leistungsstarker Schülerinnen und Schüler sind Akzeleration (Beschleunigung) und Enrichment (Bereicherung). Beide Maßnahmen werden flankiert durch eine pädagogische Beratung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften.

Wieso gibt es am TGK ein Talentförderprogramm?

Wenn immer mehr Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs die Schulform des Gymnasiums besuchen, kann ihren unterschiedlichen Interessen, Bedürfnissen und Leistungspotentialen nicht mehr allein in einem standardisierten Regelunterricht entsprochen werden. Gefordert sind neben individualisierten Lernarrangements im Unterricht auch außerunterrichtliche Zusatzangebote. Dies betrifft zum einen Schülerinnen und Schüler, die über den Regelunterricht hinaus in unterschiedlichen Fächern Unterstützung benötigen, um das Ziel des Bildungsganges erfolgreich zu erreichen. Andererseits gilt es auch diejenigen Schülerinnen und Schüler nicht zu vernachlässigen, die bereits über außerordentliche Talente und Begabungen verfügen und schulische Höchstleistungen erbringen. Sie zu fördern, ist eine unabdingbare Investition in die Zukunft unseres Landes, die nicht früh genug beginnen kann.

Wege der Förderung

a) Akzeleration

Akzeleration bedeutet wörtlich übersetzt „Beschleunigung“ und bezieht sich in diesem Fall auf eine individuelle Verkürzung der Schulzeit, etwa durch das Überspringen einer Jahrgangsstufe. Nach Auffassung unserer Schule kann es sich hierbei nur um eine Einzelmaßnahme handeln, die auf umfassenden pädagogischen Erwägungen basieren muss, im Anschluss an ausführliche Gespräche zwischen Lehrern, Eltern, Schüler und Schulleitung. Vergleichbares gilt auch für das Schülerstudium, das z. B. von der Goethe-Universität Frankfurt in verschiedenen Fachrichtungen für Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren angeboten wird.

b) Enrichment

Das Enrichment-Portfolio

Ein wesentliches Element unserer schulischen Talentförderung ist das Enrichment-Portfolio. Es soll alle interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufen 5 bis Q4  dazu motivieren, an außerunterrichtlichen Zusatzangeboten des Taunusgymnasiums teilzunehmen, um so ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in Bereichen, die sie besonderes interessieren, gemeinsam mit Gleichgesinnten zu vertiefen. Nähere Informationen hierzu finden Sie unten auf dieser Seite.


c) Beratung
Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf im Hochleistungsbereich sowie deren Eltern werden am Beginn des Schuljahres zu Informationsveranstaltung eingeladen. Selbstverständlich können auch andere interessierte Eltern an dieser Informationsveranstaltung teilnehmen. Hier wird ihnen das Förderkonzept vorgestellt sowie der Terminplan bekannt gegeben. Die Lehrkräfte werden jeweils auf der ersten Gesamtkonferenz zu Beginn des Schuljahres über den Stand des Projektes informiert. Zudem ist für den Bereich der Begabtenförderung ein eigenes Schwarzes Brett eingerichtet worden. Die beauftragte Lehrkraft Herr Meinikmann steht in ihren Sprechstunden für Fragen zur Begabtenförderung zur Verfügung und ist auch über eine eigens eingerichtete E-Mail-Adresse zu erreichen (talentfoerderung@taunusgymnasium.de).

Schwerpunkte der Beratung sind:

  • die Teilnahme an schulischen und außerschulischen Fördermaßnahmen
  • Fragen im Zusammenhang mit Hochbegabung
  • Kontaktvermittlung zu außerschulischen Institution auf dem Gebiet der Hochbegabung

Es hat sich gezeigt, dass der Erfolg des Programms maßgeblich von engagierten Eltern abhängt, die bereits sind, ihre eigenen Erfahrungen aus dem Berufsleben im Rahmen von Vorträgen oder Workshops einzubringen oder ihre Kontakte dazu zu nutzen, kompetente Referenten an unsere Schule einzuladen. Wer hierfür Ideen und Anregungen hat, kann sie gerne an die Adresse talentfoerderung@taunusgymnasium.de mailen, das Steuerungsteam freut sich über jede Unterstützung.

Enrichment-Portfolio

Auf dieser Seite könnt ihr/können Sie das Enrichment-Portfolio herunterladen.  Das Portfolio ersetzt das bisherige Talentportfolio des Talentförderprogramms  und unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch, dass sich alle interessierten und engagierten Schülerinnen und Schüler daran beteiligen können; eine offizielle Aufnahme in das Talentförderprogramm ist keine Voraussetzung mehr.

Gebrauchsanleitung für das Enrichment-Portfolio: 

  1. Lade dir das Formular von der Homepage herunter, drucke es aus und hefte es in einen Schnellhefter!
  2. Besuche schulische Veranstaltungen, die dich interessieren! Eine Übersicht findest du hier.
  3. Lass dir deine Teilnahme von der betreuenden Lehrkraft durch eine Unterschrift auf dem Portfoliobogen bestätigen. Manchmal musst du auch noch einen kurzen Bericht oder eine Rezension schreiben als Nachweis, dass du dich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt hast. Diese heftest du auch im Portfolio ab. Formulare hierfür findest du ebenfalls auf der Homepage.
  4. Trage in die Spalte ganz rechts die erreichten Enrichment-Punkte ein. Wie viele Punkte es für eine Veranstaltung gibt, kannst du hier nachlesen.
  5. Wenn du mindestens 5 Punkte erreicht hast, gib das Portfolio bei deinem Klassenlehrer ab. Letzter Abgabetermin ist jeweils der Tag der Noteneingabe am Schuljahresende.
  6. Du erhältst am Schuljahresende eine Urkunde und eine Belobigung im Zeugnis. Unter den erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden außerdem Kino- und Buchgutscheine verlost.

Nähere Erläuterungen zum Portfolio findet ihr/finden Sie hier.

Übersicht über die Downloads:

Hinweise und Erläuterungen zum Enrichment-Portfolio

Für wen ist das Portfolio gedacht?
Das Enrichment-Portfolio ist ein Angebot für alle engagierten Schülerinnen und Schüler des TGK von Klasse 5 bis zur Q-Phase, die sich freiwillig außerhalb des Unterrichts in Projekten, Wettbewerben oder Workshops engagieren und schulische Veranstaltungen wie Vorträge, Theateraufführungen oder Exkursionen besuchen.

Was ist der Sinn des Portfolios?
Es dokumentiert, dass du dich außerhalb des Unterrichts engagiert hast, du offen und neugierig warst und dazu bereit, deine Interessen und Fähigkeiten auch außerhalb des Unterrichts zu vertiefen.

Zudem ermöglicht es dir, dich besser im Dschungel der Angebote an unserer Schule zu orientieren und für dich interessante und spannende Veranstaltungen zu finden.

Was habe ich davon?
Bei allen Veranstaltungen, die du in das Portfolio einbringen kannst, beschäftigst du dich mit interessanten Themen, die im normalen Unterricht oft zu kurz kommen. Beim Portfolio kannst du selbst entscheiden, in welchem Themenbereich du dich verstärkt engagieren möchtest; du kannst deine bestehenden Talente und Fertigkeiten erweitern und zwar ohne den Druck, eine bestimmte Note erreichen zu müssen. Dafür winken dir gerade bei Schülerwettbewerben interessante Preise. Auch lernst du (mit etwas Glück) neue Freunde kennen, die ähnliche Interessen haben wie du.

Wenn du das Portfolio erfolgreich abgeschlossen hast, bekommst du  eine Urkunde und eine Belobigung im Zeugnis. So kannst du z.B. bei einer Bewerbung für ein Praktikum, für ein Stipendium oder für einen Schüleraustausch zeigen, dass du ein interessierter, offener und engagierter junger Mensch bist. Mit Sicherheit freuen sich auch deine Eltern und Verwandten über eine solche Leistung. Unter den Schülerinnen und Schüler, die ein Portfolio abgegeben haben, werden außerdem Kino- und Buchgutscheine verlost.

Gibt es besondere Voraussetzungen zur Teilnahme?
Nein, jeder engagierte Schüler/jede engagierte Schülerin des TGK kann ein solches Portfolio führen und  es am Ende des Schuljahres einreichen.

Wie führe ich das Portfolio?

  1. Lade dir das Formular von der Homepage herunter, drucke es aus und hefte es in einen Schnellhefter!
  2. Besuche schulische Veranstaltungen, die dich interessieren!
  3. Lass dir deine Teilnahme von der betreuenden Lehrkraft durch eine Unterschrift auf dem Portfoliobogen bestätigen. Manchmal musst du auch noch einen kurzen Bericht oder eine Rezension schreiben als Nachweis, dass du dich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt hast. Diese heftest du auch im Portfolio ab. Formulare hierfür findest du ebenfalls auf der Homepage.
  4. Trage in die Spalte ganz rechts die erreichten Enrichment-Punkte ein.
  5. Wenn du mindestens 5 Punkte erreicht hast, gib das Portfolio bei deinem Klassenlehrer ab. Letzter Abgabetermin ist in diesem Jahr der 1. Juli 2014.
  6. Du erhältst am Schuljahresende eine Urkunde und eine Belobigung im Zeugnis. Unter den erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden außerdem Kino- und Buchgutscheine verlost.

Was bedeuten die Enrichment-Punkte?
Dein persönlicher Einsatz wird je nach Veranstaltung unterschiedlich groß sein. Entwickelst du etwa einen eignes Projekt für den Schülerwettbewerb Jugend forscht, musst die viel mehr Zeit, Energie, Wissen und Kreativität aufwenden, als wenn du dir einen einstündigen Vortrag anhörst. Entsprechend gibt es für auf aufwendige Veranstaltungen mehr Punkte. Die Punkte sagen dabei nichts über die Qualität und den inhaltlichen Anspruch der Veranstaltung oder des Projektes aus.

Warum kann ich keine AGs einbringen?
Die erfolgreiche Teilnahme an AGs wird dir sowieso schon im Zeugnis bescheinigt. Das Enrichment-Portfolio ist als Ergänzung dazu gedacht.

 

Ausflug ins Gutenbergmuseum

Am 10. Februar machten wir über das Enrichment-Programm der Talentförderung eine Exkursion ins Gutenbergmuseum in Mainz.
Wir fuhren zunächst mit der Bahn nach Mainz-Kastell und noch ein kleines Stück mit dem Bus in die Innenstadt. Als wir am Gutenberg-Museum ankamen, war dieses leider noch geschlossen. Diese Zeit nutzten wir, um uns für die Museumsführung zu stärken.
Nach kurzem Warten in der Morgenkälte kam auch schon die Museumsführerin, die uns die Pforte öffnete. Sie erklärte uns zunächst, wie Gutenberg von den damaligen Weinpressen für seine Erfindung der Buchpresse inspiriert wurde.  Darauf erläuterte sie den Druckprozess nach Gutenberg mit den damaligen Innovationen, angefangen vom Verfahren, über den Guss von Lettern bis hin zum Buchdruck.
Danach gingen wir in den nur dunkel beleuchteten Tresorraum, in dem einige der ersten gedruckten Bibeln liegen, die sehr lichtempfindlich sind. Die Bibeln waren immer in zwei Bände,  in Altes und Neues Testament, aufgeteilt, da sie sonst zu schwer waren, um sie zu heben. Die sehr nette Führerin erklärte uns zum Beispiel, dass Gutenberg- Bibeln immer 42 Zeilen hatten, oder dass er den Druck so perfektionierte, dass keine Lücken in den Sätzen waren. Nachdem sie uns über Gutenbergs Bibeln, seine Werkstätten und sein Wohnhaus berichtete, gingen wir in den Druckladen, wo die eine Hälfte der Gruppe mit Druckpressen aus alten Fabriken druckte, während die andere Hälfte eine Stadtrally machte. Nach einer Weile wurde getauscht. Zum Abschluss bedankten wir uns bei der Führerin und machten ein Gruppenfoto. Dann gingen wir auf den Marktplatz und durften noch 20 Minuten durch die schöne Altstadt laufen.
Es war ein toller Ausflug.

Von Reinhold Wandel, 6f, 13.2.2017

Enrichment-Exkursion ins ESOC in Darmstadt am 8.5.2017

Wir, 15 SchülerInnen des Taunusgymnasiums und Teilnehmer des Enrichment-Programms der Schule, trafen uns um 8.45 Uhr am Bahnhof Königstein, um von dort aus mit der Bahn zum Frankfurter Hauptbahnhof zu fahren und in den Zug nach Darmstadt umzusteigen. Trotz der Verspätung unseres Zuges kamen wir zu früh am „European Space Operations Centre“, dem „Europäischen Raumflugkontrollzentrum“, in Darmstadt an. Deswegen vertrieben wir uns die verbleibende halbe Stunde in der TU-Kantine, die gleich an das ESOC angrenzt, wo wir Herrn Winter von der Königsteiner Europa-Initiative trafen, der für die Kommunikation zwischen unserer Schule und dem ESOC sorgt und uns damit unsere Exkursionen dorthin ermöglicht hat. Durch ihn erfuhren wir in der Wartezeit viel Interessantes über die Gründung der NASA und der ESA. Die „European Space Agency“, zu Deutsch „Europäische Weltraumorganisation“, wurde am 30. Mai 1975 gegründet.
Um 11.15 Uhr begaben wir uns zum „Check-in“ des ESOC, wo uns unsere Ausweise abgenommen und durch Ausweise des ESOC ersetzt wurden, denn das ESOC ist exterritoriales Gebiet. Auch unsere Rucksäcke – und leider auch unsere Handys – mussten wir einschließen. Zunächst wurden wir in den Konferenzraum geführt, wo uns ein Film über einige Missionen der ESA gezeigt wurde. Circa 60 Missionen, die über die ESA laufen, wurden schon im ESOC gesteuert, davon sind noch etwa zehn am Laufen.
Eine bekannte Mission ist zum Beispiel die der Raumsonde „Rosetta“. Diese ist nach dem Rosetta-Stein benannt, mit dem die Hieroglyphen entschlüsselt wurden. Und auch bei dieser Mission sollte es schließlich darum gehen, Geheimnisse zu lüften. 2004 wurde Rosetta losgeschickt, um den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerassimenko zu erforschen und dadurch mehr über die Entstehung des Sonnensystems zu erfahren, denn dieser Komet stammt aus dieser Entstehungsphase. Auch die Landung mit „Philae“ darauf war geplant, die auch glückte, doch bald waren die Batterien der Sonde leer, da sie unter einem Felsvorsprung gelandet war und ihre Solarzellen nicht effizient genug nutzen konnte. 
Anschließend bekamen wir ein Satellitenmodell in Originalgröße zu sehen. Einen faszinierenden Blick konnten wir in den Raum werfen, in dem sich Simulation der eben erwähnten Rosetta-Mission stattfand. Weiter ging es in die Nebenkontrollräume, von wo aus die verschiedene Satelliten und Sonden überwacht werden. So hat jeder Nebenkontrollraum seine eigene Zuständigkeit für eine Mission. Einer der Mitarbeiter lud uns in einen solchen Nebenkontrollraum für eine Mission ein, bei der gerade mithilfe von verschiedenen Strahlungsarten ein Teil unserer Galaxie kartographiert werden soll.
Nachdem alle gestellten Fragen beantwortet waren, gingen wir weiter und waren nun sehr darauf gespannt, den Hauptkontrollraum zu sehen, den Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss der Exkursion. Gelegentlich ist der Hauptkontrollraum, der Missionen in der Startphase und in wichtigen Phasen übernimmt, auch im Fernsehen zu sehen. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs war er jedoch leer. Wir durften ihn vom Presseraum aus anschauen. Noch einmal hatten wir die Gelegenheit, uns brennend interessierende Fragen zum ESOC beantworten zu lassen. Dabei kam zum Beispiel heraus, dass etwa 800 Personen im ESOC arbeiten. Nach dieser spannenden, interessanten und lehrreichen Führung traten wir nun die Rückreise an und waren um 15 Uhr wieder in Königstein.  Eine weitere Exkursion ins ESOC fand am Montag, den 22.5.2017 statt. Das Fazit einer Teilnehmerin nach der Exkursion: „Ich werde mich auf jeden Fall um einen Praktikumsplatz im ESOC bewerben.“

Ein Bericht von Anne Burkhardtovà (8b) und Juliane Walther (8d)

Enrichement Exkursion zum European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt am 22.5.2017

Unsere Exkursion zum European Space Operations Centre (ESOC), welches die wichtige Aufgabe hat sich um die Satelliten der ESA zu kümmern, startete am Königsteiner Bahnhof. Wir fuhren mit der K-Bahn zum Hauptbahnhof nach Frankfurt und von dort weiter per Regionalzug nach Darmstadt. Dort begrüßte uns Herr Winter von der Europa-Initiative Königstein, welcher uns die Exkursion vermittelte, sehr freundlich. Dann war es so weit, unsere Taschen wurden aus Sicherheitsgründen kontrolliert und es ging los mit der Führung durchs ESOC. Zu Beginn der Führung erklärte man uns, dass ESOC der ESA untergeordnet ist. Man erklärte uns auch, dass es sich durch die ESA finanziert , welche ihr Geld durch die Steuereinnahmen der 22 europäischen Mitgliedsstaaten erhält.
Man zeigte uns einen Film über die verschiedenen Aufgaben von ESOC. Diese sind insbesondere die Berechnung der Flugbahnen von Satelliten sowie der Schutz der Satelliten vor Zusammenstößen mit Weltraumschrott. Der Film erklärte uns auch, dass ESOC für die Verbindung von Satelliten zur Satellitenschüssel zuständig ist und, wenn diese  Verbindung verloren gehen sollte, muss ESOC diese wieder herstellen.
Zu diesem Film hatten insbesondere die jüngeren Teilnehmer sehr viele Fragen, im Anschluss daran begann die Besichtigung der verschiedenen Räume.
 Der Hauptkontrollraum sah sehr modern aus, es gab viele Monitore, worauf bei Führungen tolle Aufnahmen von Planeten zu sehen waren. Sonst wird er nur für die größeren Missionen benutzt z.B. Rosettamission. Am Ende zeigte man uns noch das Testmodell der Rosetta. Das Originalmodell befindet sich noch im Weltraum. Nachdem das ESOC genügend Informationen erhalten hat, wurde es ausgeschaltet.    
Ich persönlich fand den Hauptkontrollraum am  faszinierendsten, da es dort sehr spannend mit den ganzen Monitoren, die an der Wand hingen, aussah. Ich fand aber auch das Testmodell der Rosetta sehr interessant, da ich mir Satelliten nicht so groß vorgestellt habe. Auf unserem Rückweg, auch wieder per Zug nach Königstein, wurden wir von den vielen Informationen sehr hungrig und hatten dann noch viel Spaß bei McDonald’s.
Insgesamt war es ein lustiger und vor allem sehr interessanter Tag.

Vincent Neuhaus 7F

Im November 2016 besuchten wir mit Hilfe von Herrn Winter von  der Europa-Initiative Königstein die ESOC, das Europäisches Satellitenkontrollzentrum in Darmstadt.
Als erstes wurden wir in einen Empfangssaal geführt, wo uns  ein Einführungsvideo über ESOC (European Space Operations Centre) gezeigt wurde. Dort erfuhren wir, dass die ESOC das Satellitenkontrollzentrum der ESA (European Space Agency) ist, welches die Satelliten und Raumsonden der Europäischen Union (EU) steuert. Die ESA ist das, was in USA die Weltraumbehörde NASA ist. Die ESOC ist nur eines der neun Zentren der Europäischen Weltraumagentur, die in ganz Europa verteilt sind. Die Zentrale der ESA ist z.B. in Paris, Frankreich. Außerdem erfuhren wir, dass die „Arbeitssprachen“ der Zentren Englisch und Französisch sind.
Nach dem Video, das noch viele weitere Informationen gab, z.B. von der Rosetta Mission zu einem Kometen, wurden wir zu den Arbeitsplätzen der ESOC Mitarbeiter geführt.  Auf den Weg dorthin sahen wir ein paar Modelle, unter anderem von der ISS (International Space Station) und von der  Rakete „Ariane 5“.  In den Kontrollräumen war erstaunlicherweise wenig los. Wir erfuhren, dass die Aufgabe der Mitarbeiter vor allem darin besteht, neue Satelliten in ihre Umlaufbahn zu bringen. Alles, was dafür nötig ist, muss vorher genau berechnet werden, damit nichts schief geht. Das bedeutet, dass auch Fehlerübungen durchgeführt werden. Wenn der Satellit dann in der richtigen Umlaufbahn angekommen ist, geben die ESOC Wissenschaftler die Kontrolle an andere ESA Zentren weiter. Da es Ende November 2016 keine Starts gab, waren viele Rechner in den Kontrollräumen unbesetzt.

Der Besuch bei der ESOC hat mir sehr gut gefallen und ich habe Lust bekommen mich mehr mit der ESA und dem Universum zu befassen.

Liam Wurl, 29.05.2017