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Bilinguales Lehren und Lernen am TGK seit 2008

 

Bilingualer Sachfachunterricht ist europaweit zu einem festen Angebot an weiterführenden Schulen geworden, wobei es  eine Vielzahl unterschiedlicher Konzepte gibt, die der jeweiligen Schulorganisation angepasst werden müssen.

Seit dem Schuljahr 2008/09 bietet das TGK in den Sachfächern Biologie, Geschichte, Erdkunde und PoWi in der Arbeitssprache Englisch ein „offenes Modell des bilingualen Unterrichts“ an, welches sich an dem europäischen Bildungsziel: „Language across the curriculum“ orientiert.

Das Konzept ist mit seiner didaktisch-methodischen Konzeption sowie dem dreistufigen Organisationsmodell fest im Schulprogramm verankert und wird im Rahmen einer fächerübergreifenden Konferenz kontinuierlich evaluiert. Im Schuljahr 2017/18 nehmen insgesamt 227 Schülerinnen und Schüler das Angebot wahr, davon 162 in der Sekundarstufe I und 65 Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II in den Fächern Biologie, Geschichte und PoWi.

In den genannten Sachfächern werden modulhaft Unterrichtssequenzen angeboten, die im Sinne des interkulturellen Lernens den Erwerb fachlicher und sprachlicher Kompetenzen integrieren. Dabei ist der gewählte bilinguale Ansatz einerseits dem Content-Language-Integrated-Learning (CLIL) verpflichtet, fordert aber andererseits durch den Fokus auf die Zweisprachigkeit in der Konfrontation mit dem Sachfach eine adäquate Bereitstellung von Hilfsmitteln für den sprachlichen Ausdruck in der Zielsprache (target language).

Die sprachliche und sachfachliche Doppelung bedeutet eine Retardierung des Lernprozesses, was Konsequenzen für die Unterrichtsplanung im Hinblick auf den Abgleich der deutschen und bilingualen Curricula hat. In der Gewichtung des sprachlichen und fachlichen Lernens steht letzteres im Vordergrund. Die Fremdsprache ist nur Arbeitssprache. Sprachliche Fehler fließen nur dann in diese ein, wenn der sachliche Zusammenhang unverständlich wird. Die sprachliche Arbeit orientiert sich daher nur an den Strukturen des Sachfaches.

Für wen ist dieses Unterrichtsangebot geeignet? Der Unterricht ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, die besondere Freude am Umgang mit der Sprache und Spaß am interkulturellen Lernen haben und zudem eine besondere Lernbereitschaft, Konzentration und Belastbarkeit zeigen. Darüber hinaus  verstehen sich die bilingualen Curricula als ein Teil unseres „Enrichment- Programms“, der  Förderung besonders leistungsstarker Schülerinnen und Schüler.

Wie ist das Modell strukturiert?  Da sich zwischen dem Sprachstand der Lerner und den kognitiven Anforderungen des Sachfachlernens  eine häufige Diskrepanz zeigt, gilt es diese aufzufangen.  Das folgende Drei-Stufen-Modell berücksichtigt dies in besonderem Maße:

STUFE I   (Jahrgangsstufen 5/2. Halbjahr und 6) 

Jahrgang 5:  Einstündige  Förderstunde mit handlungsorientiertem Schwerpunkt

Nach den Zwischenzeugnissen am Ende des 1. Halbjahres ist auf der Basis der Beratung durch den Englischlehrer eine Teilnahme an der bilingualen einstündigen Förder-AG im 2. Halbjahr der 5. Jahrgangsstufe möglich.

Jahrgang 6:  Zweistündige Wahlpflicht AG mit projektorientiertem Schwerpunkt

Im Mittelpunkt der AG stehen „plays and projects“; zur besonderen Förderung der kommunikativen Fertigkeiten wird ein gemeinsames Theaterstück aufgeführt; danach stehen kleinere Projekte mit gesellschaftswissenschaftlichem oder naturwissenschaftlichem Schwerpunkt an. Darüber hinaus wird im Wechsel 14tägig Sport bilingual angeboten.

STUFE II (7.-9. Jahrgangsstufe)

Sachfachunterricht in deutscher und englischer Sprache wird parallel angeboten. Die Fächerverteilung auf die Jahrgangsstufen 7 – 9/10  ist wie folgt:  Jahrgangstufe 7 : BIOLOGIE; Jahrgangsstufe 8: ERDKUNDE; Jahrgangstufe 9: BIOLOGIE/CHEMIE. GESCHICHTE kann in G8 (Kl.9) parallel zu naturwissenschaftlichem MINT-Schwerpunkt unterrichtet werden. Die Verschiebung von Geschichte und PoWi in die Jahrgangsstufen 9/10 liegt begründet in der starken Testlastigkeit der Fächer.

STUFE III  ( Jahrgangsstufe 10/11 – 12/13)

In der Jahrgangsstufe 10/11 wird ein 3-stündiger Orientierungskurs  (gesellschaftswissenschaftlich oder naturwissenschaftlich) angeboten.  Eine ideale Kombination ist hier die Belegung eines Leistungskurses Englisch mit einem bilingualen Sachfach als einem Grundkurs. In den Jahrgangsstufen 11 und 12/13 besteht innerhalb der normalen Kurswahlfächer das Angebot eines 3- stündigen Grundkurses im bilingualen Sachfach. Eine schriftliche oder mündliche Abiturprüfung ist möglich.

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Koordination:  OStR´n Ruth Stücke,    KontaktDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier gelangen Sie zum Konzept und zum Aufbau des Biligualen Unterrichts am TGK

 

Theaterprojekte


Die BILI-AG 6 spielt Theater

Einmal im Jahr schlägt für die 6. Klassen (Bili-AG) am Taunusgymnasium die Stunde des Theaters. Einstudiert haben die Schüler „The cool cat with the fancy boots“ von Paul Davenport:

In der amüsanten Geschichte geht es um einen alten Müller, der nicht sterben möchte, ohne sein Testament gemacht zu haben. Deshalb trifft er sich mit seinen drei Söhnen, um die Sache nicht länger vor sich herzuschieben. Der erste Sohn soll die Mühle erhalten, der zweite den alten Esel. Schon hier scheint großes Konfliktpotential zu schlummern. Der dritte schließlich bekommt Puss, die alte Katze, die allerdings ihrem neuen Besitzer verspricht, ihn reich und berühmt zu machen. Man erlebte eine lebendige Inszenierung mit witzigen Pointen, die ihre Wirkung auf das Publikum ganz offenbar nicht verfehlten.

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Außerschulische Lernorte


Home-stay in Whitstable und Herne Bay

“Oh my god, you are all Schauspieler of Shakespeare!”

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Und nicht nur das brachte die diesjährige traditionelle Bili-Fahrt der 8. Jahrgangsstufe an die englische Ostküste mit Exkursionen nach London und Canterbury in der Woche vor den Herbstferien zum Vorschein. 
Sowohl  das „Oyster tasting“ auf dem Fischmarkt von Whitstable , die Konfrontation mit britischen Wildtierschädeln im einstündigen Workshop in Kents größtem Wildlife Park als auch das artistische Herabgleiten von der baumhohen „slide“ waren „challenges“ der besonderen Art des interkulturellen Lernens, welchem man sich in besonderem Maße im „home-stay“ - dem Aufenthalt in Gastfamilien - öffnete.
Bravourös meisterte man das Pflaster treten in London, nachdem man von den englischen Pokemons dann doch genug hatte und sich für die vielen „sights“ der Stadt begeistern konnte. Ein „Ride on the London Eye“ flößte auch dem letzten „Brave Heart“ ein wenig Ehrfurcht ein, und man erkundete weltoffen und kompetent in Kleingruppen das Warenangebot am Covent Garden. Wie viel Freude bereitete es dann, als das ein oder andere „weird“ Souvenir – etwa die einen Stromschlag auslösende zum günstigen Pfundpreis erworbene Kaugummiattrappe -  den ahnungslosen Lehrkörper überraschen konnte.
Auch der britischen Küche stellte man sich zwar zunächst skeptisch, doch dann voll des Lobes ob der riesengroßen und schmackhaften „fish and chips“ Portionen im traditionellen Sherlock Holmes Pub, die man nach dem aufregenden „laser-race“ im  Kuriositätenmuseum „Ripleys – Believe it or not“ am Piccadilly Circus und dem sich „blaue Augen“ holenden „maze“ auch sehr gut vertragen konnte. 
Zurück versetzt in die Zeit des „Medieval Age“ wandelte man nicht nur auf den „galleries“ des Globe Theatre, sondern probierte auch in Kleingruppen die hohe Kunst der Schauspielerei, welche die Workshop-Leiterin – „a retired actress“  in wahre Ekstase versetzte und die in Kleingruppen erarbeiteten Kurzdramen bilingual lobte, “Oh my god, you are all Schauspieler of Shakespeare!“
Eine besondere Freude bot sich am letzten Tag, als man die Kathedrale von Canterbury selbständig mit Audiogeräten erkunden konnte und in den „Canterbury Tales“ einen Eindruck von dem anstrengenden Pilgerleben zu Ehren des von der Krone heimtückisch ermordeten Thomas Beckett bekam.
Was wäre  eine Englandfahrt ohne „tea time“? The Moat Tea Room – ein wahrlich mittelalterlicher Ort - lud ein zum traditionellen „Clotted cream and scones“ mit einem Tässchen Tee, was eine entzückende „elderly landlady“ über drei Etagen hin servierte. Ein kulinarischer Abschluss einer sehr erlebnisreichen und harmonischen Fahrt ins „Land des Brexits“.

 

 

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