englisch fachschaft

FACHBEREICH ENGLISCH:   ENGLISCH als FREMD- und ARBEITSSPRACHE

  1. Englisch als Fremd- und Arbeitssprache

Grundlegend  für das Fach Englisch als Fremdsprache am TGK gelten die im Lehrplan des Landes Hessen formulierten Aufgaben und Ziele des Faches für die Unter-, Mittel- und gymnasiale Oberstufe:

  • Sich-Einlassen auf die Strukturen eines anderen Landes im Sinne einer Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung der Schülerinnen und Schüler
  • Erwerb einer Mehrsprachigkeit im Hinblick auf das Zusammenwachsen der europäischen Staatengemeinschaften und der migrationsbedingten Vielfalt der Lebensbedingungen
  • Erwerb der Lingua franca
  • Beherrschung einer Metasprache im Bereich der Informationstechnologie angesichts der internationalen Vernetzung

Da es gilt, im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, ist es wichtig sich auf eine dynamische Entwicklung einzulassen z.B. in Form eines immer breiter gefächerten Angebots bilingualer Module und bilingualer Programme. Seit 2008 wurde am TGK das Projekt „Bilinguales Lehren und Lernen“ entwickelt und erfolgreich in allen Jahrgangsstufen in den Sachfächern Biologie, Erdkunde, Geschichte und Politik und Wirtschaft umgesetzt. (vgl. hier Bilinguales Lehren und Lernen am TGK  – Englisch als Arbeitssprache)

Die Ziele des Englischunterrichts orientieren sich an dem Kerncurriculum der Kompetenzen:

  • Sprach- und Sprachhandlungskompetenz
  • Landeskundliches Lernen und interkulturelle Kompetenz
  • Methoden- und Lernkompetenz
  • Studien- und berufsorientierende Kompetenz
  • Medienkompetenz
  • Fächerübergreifendes und fächerverbindendes Lernen
  • Präsentationskompetenz

Grundlage für die Beschreibung und Bewertung der jeweiligen Kompetenzen ist der Gemeinsame europäische Referenzrahmen, wobei der Lehrplan sich an den Vorgaben des KMK zu orientieren hat. (vgl. Bildungsgang Gymnasium Lehrplan Unterrichtsfach Englisch):

„Die Erwartungen orientieren sich für Grund- und Leistungskurs an einer Bandbreite zwischen den Kompetenzstufen B2 (Independent User: Vantage) und C1 (Proficient User: Effectiveness) des GeR …“ (Lehrplan, S. 2)

Englisch als 1. oder 2. Fremdsprache (Differenzierung in „Beginners“ und „Advanced“)

In der Jahrgangsstufe 5 kann Englisch als 1. Fremdsprache;  in  der Stufe 6 als 2. Fremdsprache (Französisch als 1.) gewählt werden.

Seit fünf Jahren gibt es in der Jahrgangstufe 5 mit Englisch als 1. Fremdsprache  das Angebot „English for beginners“ und „English for advanced students“. Mit der Anmeldung entscheidet sich der Schüler für eines dieser Angebote, wobei das erste auf diejenigen ausgerichtet ist, die in der Grundschule in der 3. Klasse mit Englisch begonnen haben. Ein Schüler mit Französisch als 1. Fremdsprache kann nicht am „advanced“ Unterricht teilnehmen.

Die Möglichkeit eines „advanced English“ Unterrichts ist für diejenigen gedacht, die z.B. Muttersprachler sind, von einer bilingualen Grundschule kommen  oder eine anderen Hintergrund mit entsprechenden englischen Sprachenkenntnissen haben. Grundlage der Einstufung ist in Zweifelsfällen ein Test.

In Anlehnung an das Kerncurriculum für die Jahrgänge 5 und 6  absolvieren die „advanced students“ die obligatorischen Lerninhalte und schreiben aufgrund der Vergleichbarkeit mit den „beginners“ dieselben Lernzielkontrollen. Darüber hinaus ermöglichen die fakultativen Lerninhalte des Curriculums eine besondere Berücksichtigung des sprachlichen Bonus der „advanced students“, was zum Beispiel in einem ausgewählten Lektürekanon oder der Vorbereitung an Sprachwettbewerben wie dem Bundeswettbewerb für Moderne Fremdsprachen sich ausdrückt. Dabei ist zu beachten, dass sich der sprachliche Vorteil dem Grundsatz des kompetenzorientierten Lernens mit problemlösenden Arbeits- und Aushandlungsprozessen (vgl. Der fremdsprachliche Unterricht, 148 7/2017) unterordnen muss.

Neben dem obligatorischen Englischunterricht auf der Basis des Kerncurriculums und gemäß der Stundentafel ist am TGK eine Wettbewerbskultur und Zertifizierungsmöglichkeit Das Cambridge Certificate – etabliert.

Wettbewerbe (Bundeswettbewerb für Moderne Fremdsprachen und Big Challenge)


 

Seit etlichen Jahren nimmt das TGK regelmäßig an Wettbewerben im Bereich Moderne Fremdsprachen  sowohl auf Bundesebene  (BWF) als auch in einem europäischen Rahmen (BIG CHALLENGE) teil.

Beim Bundeswettbewerb für Moderne Fremdsprachen sind jeweils besonders sprachinteressierte Schülerinnen und Schüler mit guten bis sehr guten Leistungen zur Teilnahme eingeladen, die zudem sehr kreativ sind und neue Herausforderungen suchen. Ab der Klasse 6 bis hin zur Jahrgangsstufe 9 sind unsere Schülerinnen und Schüler dabei und nun schon seit etlichen Jahren auch sehr erfolgreich.

In der Kategorie „Team Schule“ sind Schülergruppen von 3-10 TeilnehmerInnen gefragt, einen 10 minütigen digitalen Beitrag sowie ein maximal 30 seitiges Skript  zu erstellen. Neben dem hervorragenden französischen Beitrag  „Vive la chimie!“, der sogar auf Bundesebene beim Sprachenfest den 3. Platz belegte, erzielten in den letzten Jahren die englischsprachigen Beiträge wie „My Zombie best friend“, „Noah´s speedy video booktalk“ „The adventures of James Blonde and Sherlock Comes“ erste bis dritte Plätze. Darüber hinaus gab es jeweils Anerkennungspreise und jede Menge Urkunden.

Im Schuljahr 2016/17 erzielten Schüler der Jahrgangsstufe 8 unter der Betreuung  ihres Englischlehrers  Herrn Mossa Latif einen 1. Platz mit dem Beitrag „The Network“. Ein toller Erfolg, der sehr motivierend ist, sind doch neue Projekte bereits geplant.

englisch moderneFremdsprachen

 

Neben den Gruppenwettbewerben ist/war auch die Kategorie SOLO (Klassenstufe 8 – 10) für unsere Schülerinnen und Schüler interessant. Hier ist die individuelle Teilnahme gefragt, wobei jedes Jahr  im Januar eine Klausur zu schreiben und ein kurzer digitaler Beitrag zu einem festgelegten Referenzland einzureichen ist.

Eine weitere Herausforderung im Englischunterricht des TGKs  in der Sekundarstufe 1 ist nun mittlerweile institutionalisiert: THE BIG CHALLENGE.

Jedes Jahr im Mai stellen sich unsere SchülerInnen in der Kategorie MARATHON dieser auch in anderen europäischen Ländern  wie Frankreich und Spanien stattfindenden großen Herausforderung. Alle vier fremdsprachlichen Kompetenzen wie Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben sind hier gefragt.

 In einem 45 minütigen Test, der freiwillig ist, müssen die SchülerInnen und Schüler sich Fragen zu Grammatik, Vokabeln und Landeskunde stellen. Jeder Teilnehmer erhält nach Auswertung der Tests eine Urkunde und ein oder zwei kleine Sachpreise. Darüber hinaus gibt es jedes Jahr viele tolle Preise  für diejenigen, die besonders erfolgreich sind.

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Das Cambridge Certificate


 

Seit 2013 fördert das TGK im Rahmen des Wahlunterrichts der E-Phase besonders engagierte Englischlernende in speziellen Vorbereitungskursen auf ein Cambridge-Zertifikat. Dies ist ein Anliegen des Taunusgymnasiums, das sich für die Förderung begabter SchülerInnen auch auf diese Weise erfolgreich einsetzt.

Unsere SchülerInnen können sich auf die Prüfung zum First Certificate in English for Schools (Lebel B2) oder das Certificate in Advanced English (Level C1) vorbereiten. Es gilt, in den bereichen Writing, Use of English, Listening, Reading und Speaking fit zu werden. Spezielle Aufgabenformate werden trainiert, typische Textformen eingeübt und kommunikative Kompetenzen gefördert.

Koordination: StR´Gabriele Pfeifer / Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Theaterprojekte


 

Die BILI-AG 6 spielt Theater

Einmal im Jahr schlägt für die 6. Klassen (Bili-AG) am Taunusgymnasium die Stunde des Theaters. Einstudiert haben die Schüler „The cool cat with the fancy boots“ von Paul Davenport:

In der amüsanten Geschichte geht um einen alten Müller, der nicht sterben möchte, ohne sein Testament gemacht zu haben. Deshalb trifft er sich mit seinen drei Söhnen, um die Sache nicht länger vor sich herzuschieben. Der erste Sohn soll die Mühle erhalten, der zweite den alten Esel. Schon hier scheint großes Konfliktpotential zu schlummern. Der dritte schließlich bekommt Puss, die alte Katze, die allerdings ihrem neuen Besitzer verspricht, ihn reich und berühmt zu machen. Man erlebte eine lebendige Inszenierung mit witzigen Pointen, die ihre Wirkung auf das Publikum ganz offenbar nicht verfehlten.

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Außerschulische Lernorte


 

Home-stay in Whitstable und Herne Bay

“Oh my god, you are all Schauspieler of Shakespeare!”

Und nicht nur das brachte die diesjährige traditionelle Bili-Fahrt der 8. Jahrgangsstufe an die englische Ostküste mit Exkursionen nach London und Canterbury in der Woche vor den Herbstferien zum Vorschein.
Sowohl  das „Oyster tasting“ auf dem Fischmarkt von Whitstable , die Konfrontation mit britischen Wildtierschädeln im einstündigen Workshop in Kents größtem Wildlife Park als auch das artistische Herabgleiten von der baumhohen „slide“ waren „challenges“ der besonderen Art des interkulturellen Lernens, welchem man sich in besonderem Maße im „home-stay“ - dem Aufenthalt in Gastfamilien - öffnete.
Bravourös meisterte man das Pflaster treten in London, nachdem man von den englischen Pokemons dann doch genug hatte und sich für die vielen „sights“ der Stadt begeistern konnte. Ein „Ride on the London Eye“ flößte auch dem letzten „Brave Heart“ ein wenig Ehrfurcht ein, und man erkundete weltoffen und kompetent in Kleingruppen das Warenangebot am Covent Garden. Wie viel Freude bereitete es dann, als das ein oder andere „weird“ Souvenir – etwa die einen Stromschlag auslösende zum günstigen Pfundpreis erworbene Kaugummiattrappe -  den ahnungslosen Lehrkörper überraschen konnte.
Auch der britischen Küche stellte man sich zwar zunächst skeptisch, doch dann voll des Lobes ob der riesengroßen und schmackhaften „fish and chips“ Portionen im traditionellen Sherlock Holmes Pub, die man nach dem aufregenden „laser-race“ im  Kuriositätenmuseum „Ripleys – Believe it or not“ am Piccadilly Circus und dem sich „blaue Augen“ holenden „maze“ auch sehr gut vertragen konnte.
Zurück versetzt in die Zeit des „Medieval Age“ wandelte man nicht nur auf den „galleries“ des Globe Theatre, sondern probierte auch in Kleingruppen die hohe Kunst der Schauspielerei, welche die Workshop-Leiterin – „a retired actress“  in wahre Ekstase versetzte und die in Kleingruppen erarbeiteten Kurzdramen bilingual lobte, “Oh my god, you are all Schauspieler of Shakespeare!“
Eine besondere Freude bot sich am letzten Tag, als man die Kathedrale von Canterbury selbständig mit Audiogeräten erkunden konnte und in den „Canterbury Tales“ einen Eindruck von dem anstrengenden Pilgerleben zu Ehren des von der Krone heimtückisch ermordeten Thomas Beckett bekam.
Was wäre  eine Englandfahrt ohne „tea time“? The Moat Tea Room – ein wahrlich mittelalterlicher Ort - lud ein zum traditionellen „Clotted cream and scones“ mit einem Tässchen Tee, was eine entzückende „elderly landlady“ über drei Etagen hin servierte. Ein kulinarischer Abschluss einer sehr erlebnisreichen und harmonischen Fahrt ins „Land des Brexits“.Englisch als ARBEITSSPRACHE

bili fahrt

Englisch als Arbeitssprache


 

 

 

Bilinguales Lehren und Lernen am TGK seit 2008

Bilingualer Sachfachunterricht ist europaweit zu einem festen Angebot an weiterführenden Schulen geworden, wobei es  eine Vielzahl unterschiedlicher Konzepte gibt, die der jeweiligen Schulorganisation angepasst werden müssen.

Seit dem Schuljahr 2008/09 bietet das TGK in den Sachfächern Biologie, Geschichte, Erdkunde und PoWi in der Arbeitssprache Englisch ein „offenes Modell des bilingualen Unterrichts“ an, welches sich an dem europäischen Bildungsziel: „Language across the curriculum“ orientiert.

Das Konzept ist mit seiner didaktisch-methodischen Konzeption sowie dem dreistufigen Organisationsmodell fest im Schulprogramm verankert und wird im Rahmen einer fächerübergreifenden Konferenz kontinuierlich evaluiert. Im Schuljahr 2017/18 nehmen insgesamt 227 Schülerinnen und Schüler das Angebot wahr, davon 162 in der Sekundarstufe I und 65 Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II in den Fächern Biologie, Geschichte und PoWi.

In den genannten Sachfächern werden modulhaft Unterrichtssequenzen angeboten, die im Sinne des interkulturellen Lernens den Erwerb fachlicher und sprachlicher Kompetenzen integrieren. Dabei ist der gewählte bilinguale Ansatz einerseits dem Content-Language-Integrated-Learning (CLIL) verpflichtet, fordert aber andererseits durch den Fokus auf die Zweisprachigkeit in der Konfrontation mit dem Sachfach eine adäquate Bereitstellung von Hilfsmitteln für den sprachlichen Ausdruck in der Zielsprache (target language).

Die sprachliche und sachfachliche Doppelung bedeutet eine Retardierung des Lernprozesses, was Konsequenzen für die Unterrichtsplanung im Hinblick auf den Abgleich der deutschen und bilingualen Curricula hat. In der Gewichtung des sprachlichen und fachlichen Lernens steht letzteres im Vordergrund. Die Fremdsprache ist nur Arbeitssprache. Sprachliche Fehler fließen nur dann in diese ein, wenn der sachliche Zusammenhang unverständlich wird. Die sprachliche Arbeit orientiert sich daher nur an den Strukturen des Sachfaches.

Für wen ist dieses Unterrichtsangebot geeignet? Der Unterricht ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, die besondere Freude am Umgang mit der Sprache und Spaß am interkulturellen Lernen haben und zudem eine besondere Lernbereitschaft, Konzentration und Belastbarkeit zeigen. Darüber hinaus  verstehen sich die bilingualen Curricula als ein Teil unseres „Enrichment- Programms“, der  Förderung besonders leistungsstarker Schülerinnen und Schüler.

Wie ist das Modell strukturiert?  Da sich zwischen dem Sprachstand der Lerner und den kognitiven Anforderungen des Sachfachlernens  eine häufige Diskrepanz zeigt, gilt es diese aufzufangen.  Das folgende Drei-Stufen-Modell berücksichtigt dies in besonderem Maße:

STUFE I   (Jahrgangsstufen 5/2. Halbjahr und 6) 

Jahrgang 5:  Einstündige  Förderstunde mit handlungsorientiertem Schwerpunkt

Nach den Zwischenzeugnissen am Ende des 1. Halbjahres ist auf der Basis der Beratung durch den Englischlehrer eine Teilnahme an der bilingualen einstündigen Förder-AG im 2. Halbjahr der 5. Jahrgangsstufe möglich.

Jahrgang 6:  Zweistündige Wahlpflicht AG mit projektorientiertem Schwerpunkt

Im Mittelpunkt der AG stehen „plays and projects“; zur besonderen Förderung der kommunikativen Fertigkeiten wird ein gemeinsames Theaterstück aufgeführt; danach stehen kleinere Projekte mit gesellschaftswissenschaftlichem oder naturwissenschaftlichem Schwerpunkt an. Darüber hinaus wird im Wechsel 14tg. Sport bilingual angeboten.

STUFE II ( 7.-9. Jahrgangsstufe)

Sachfachunterricht in deutscher und englischer Sprache wird parallel angeboten. Die Fächerverteilung auf die Jahrgangsstufen 7 – 9/10  ist wie folgt:  Jahrgangstufe 7 : BIOLOGIE; Jahrgangsstufe 8: ERDKUNDE; Jahrgangstufe 9: BIOLOGIE/CHEMIE. GESCHICHTE kann in G8 (Kl.9) parallel zu naturwissenschaftlichem MINT-Schwerpunkt unterrichtet werden. Die Verschiebung von Geschichte und PoWi in die Jahrgangsstufen 9/10 liegt begründet in der starken Testlastigkeit der Fächer.

STUFE III  ( Jahrgangsstufe 10/11 – 12/13)

In der Jahrgangsstufe 10/11 wird ein 3- stündiger Orientierungskurs  (gesellschaftswissenschaftlich oder naturwissenschaftlich) angeboten.  Eine ideale Kombination ist hier die Belegung eines Leistungskurses Englisch mit einem bilingualen Sachfach als einem Grundkurs. In den Jahrgangsstufen 11 und 12/13 besteht innerhalb der normalen Kurswahlfächer das Angebot eines 3- stündigen Grundkurses im bilingualen Sachfach. Eine schriftliche oder mündliche Abiturprüfung ist möglich.

bili sternstunden

Koordination:  OStR´ Ruth Stücke,    Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!