"Transgeschlechtlichkeit im schulischen Alltag" vom 25.2.2019 mit Dr. Erik Schneider

Menschen, deren bei der Geburt zugeordnetes Geschlecht von ihrem Geschlechtsempfinden abweicht, sind in den letzten Jahren immer sichtbarer geworden. Ein Blick in den schulischen Alltag zeigt, dass es sich nicht um ein Phänomen des Erwachsenenalters handelt, sondern die Menschen oftmals bereits vor Schuleintritt, spätestens jedoch mit der Pubertät wissen, dass sie sich nicht dem Papiergeschlecht zugehörig fühlen. Dies hat häufig Einfluss auf den schulischen Alltag. Um der Lehrer_innenschaft Aufbau von Wissen um Theorie und Praxis im Umgang mit diesen Schüler_innen zu ermöglichen, Letzteren eine angemessene Lernatmosphäre wie auch Explorations- wie Resilienzmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, bei den Mitschüler_innen Empathie und Respekt zu wecken und sie über das Phänomen zu informieren, war Ziel der Veranstaltung, die einen ersten Einblick in eine bisher noch unbekannte, jedoch komplexe Thematik erlaubte.

Am 25.02.2019 durften wir Herrn Dr. Erik Schneider aus Luxemburg zur Lehrkräfte-Fortbildung „Transgeschlechtlichkeit im schulischen Alltag“ begrüßen. Herr Dr. Schneider ist Arzt, Psychiater und Vorsitzender der Vereinigung „Intersex und Transgender Luxembourg a.s.b.l.“ und war für die nachmittägliche Fortbildung ein großer Gewinn.
In einer lebendigen Veranstaltung gelang es Herrn Dr. Schneider für die Thematik auf schulischer Seite zu sensibilisieren, viele Fragen zu klären und innerhalb eines Nachmittags über einen Vortrag sowie einer Arbeitsphase für die Teilnehmer*Innen die Herausforderungen der Transkinder/- jugendliche und deren Familien darzulegen.
In einer informativen Präsentation wurden zunächst grundlegende Begrifflichkeiten geklärt und differenzierende Definitionen gegeben. Im Verlauf begleitete uns Herr Dr. Erik Schneider durch einige Erfahrungsberichte betroffener Kinder und deren Familien. Die möglichen Herausforderungen und teils auch massiven Anfeindungen, denen sich Betroffene noch immer stellen müssen, wurden dargelegt und anschließend mittels einer Filmsequenz analysiert und in einer Gruppenarbeitsphase vertieft, sodass auch Themen wie Diskriminierung und Bullying aufgegriffen und diskutiert werden konnten. Tendenzen für ein Leitbild hinsichtlich Transgeschlechtlichkeit im schulischen Alltag und Strategien gegen Diskriminierung von Transkindern/- jugendlichen konnten so auch für das Taunusgymnasium angedacht werden.
Der Nachmittag verging sehr zügig und es war, aufgrund der Tiefe der Thematik, ein „Kratzen an der Oberfläche“, sodass eine Vertiefung dieser Fortbildung wünschenswert wäre und auch angedacht ist.

Wir danken Herrn Dr. Schneider für den sehr informationsreichen und gelungenen Nachmittag.

Dr. Erik Schneider

Nina-C. Seitz

 

 

 

 

 

 

 

 

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