Am Taunusgymnasium Königstein wird derzeit eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt mit dem Ziel, eine Leuchtturmschule im Sinne der Nachhaltigkeit zu werden. Am vergangenen Mittwoch fanden sich 17 Menschen online zu einem Kick-Off-Meeting zusammen, die dieses Ziel teilen und es auch umsetzen wollen. Unterstützt wird dieses Projekt durch das Institut für Nachhaltigkeitsbildung in Münster – dessen Leiter, Dr. Martin Hellwig, das Kick-Off-Meeting auch moderierte. Die Teilnehmer setzten sich aus Lehrkräften des TGK zusammen, darunter Thomas Brinkmann (Nachhaltigkeitsbeauftragter der Schule), Dieter Nähe (Bundesfreiwilliger), Aileen Weidemann (verantwortlich für den Schulgarten), Christine Bosch (Schulentwicklung), Clara Jung (Fahrradmobilität) und Susanne Siegberg (Zertifizierung), aus den Schülerinnen und Schülern Philipp Heine (Schulsprecher), Benedikt Hermesmeier (stellvertretender Schulsprecher) und Roland Mößner (SV), sowie Mitgliedern der cleanTGK-AG (siehe auch neues Logo), Kasia Jarzebowska-Nielsen, Louisa Schneider, Pravalika Damaraju und Thalia Wurl. Lisa Lauf als Vertreterin des Hochtaunuskreises im Bereich Mobilität, Klimaschutz, nachhaltige Kreisentwicklung und Umweltbildung und Daniel Zink in seiner Rolle als Klimaschutzmanager von Königstein waren ebenfalls präsent. Dr. Hellwig lobte diese Konstellation der Teilnehmer, da sie weit über die Schule hinausging. 

Während des Meetings wurden zahlreiche Themen angesprochen, darunter die Durchführungsplanung der Nachhaltigkeitsstrategie und die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Soziales, Ökologie und Ökonomie), die durch ihre jeweiligen Wechselwirkungen verstanden werden müssen. Letzteres machte Dr. Hellwig am Beispiel des für den Herbst geplanten Schulgartens deutlich, dessen Bedeutung er durch die Schülerinnen und Schüler selbst erarbeiten ließ. So wurde schnell klar, dass der zugrundeliegende ökologische Gedanke (Artenvielfalt, Anpflanzen heimischer Arten etc.) auch Strahlwirkung in den sozialen Bereich (das gemeinsame Arbeiten, Erholung, Gesundheit) und den ökonomischen Bereich (Erwerb von Pflanzen von lokalen Händlern, Verkauf der Produkte an die Schulcafeteria) aufweist. Auch die Themen Berichtswesen – wichtig für die Nachvollziehbarkeit und für mögliche Nachahmer – und Präsenz in den sozialen Medien wurden diskutiert. Als herausfordernde Hausaufgabe gab Dr. Hellwig den Beteiligten noch mit, sich mit der Vernetzung des Nachhaltigkeitsprojekts zu beschäftigen – welche Wechselwirkungen beispielsweise die laufenden Projekte Schulgarten, Solarstrom und Mobilität aufweisen. 

Für das Gelingen dieses Nachhaltigkeitsprojektes ist es zwingend notwendig, dass die Schulleitung, die Kommune als Schulort und der Hochtaunuskreis als Schulträger aktiv in das Projekt einzubinden sind. Aufgrund der zurzeit verstärkten Ansicht, dass Nachhaltigkeit laut Dr. Hellwig wieder mehr als Gängelung empfunden wird, sei es von großer Bedeutung, dass sich am TGK und darüber hinaus nun freiwillig Menschen zusammengefunden haben, um die Schule und ihre Umgebung nachhaltiger zu gestalten. Hier könne die Schule eine Vorbildrolle in der Gesellschaft übernehmen. Nur in einer Kooperation miteinander und im respektvollen Austausch untereinander sei es möglich, nachhaltige Veränderungen zu erreichen, so Dr. Hellwig.

Ein großer Dank gilt dem Förderverein am Taunusgymnasium e.V., ohne dessen finanzielle Unterstützung die professionelle Betreuung durch das Institut für Nachhaltigkeitsbildung nicht möglich wäre.

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