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Eine Premiere der besonderen Art erlebten die Ensembles des Taunusgymnasiums in diesem Jahr: Erstmals fand das traditionelle Weihnachtskonzert nicht im Theaterraum der Schule statt, sondern in der Sankt-Marien-Kirche in Königstein. Der sakrale Rahmen verlieh den musikalischen Darbietungen eine außergewöhnliche Feierlichkeit und bot den perfekten Klangkörper für die weihnachtlichen Melodien.
Die Kirche war bis auf den letzten Stehplatz gefüllt, als die Streicherklasse 6 unter der Leitung von Herrn Hublow das Konzert eröffnete. Mit Gasparo Zanettis „Il Ballo di Calle“ und dem Menuett aus der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel bewiesen die jungen Streicher eindrucksvoll, wie viel sie in den vergangenen zwei Schuljahren auf ihren Instrumenten gelernt haben.
Das Kleine Orchester brachte unter Leitung von Herrn Neubeck und Frau Dr. Eden mit „The First Nowell“ und „Jingle Bells“ erste weihnachtliche Stimmung in den Abend. Die klassische Adventsmelodie und der schwungvolle Weihnachtsklassiker zeigten die Bandbreite des jungen Orchesters.
Festliche Chorklänge erfüllten die Kirche, als die Gesangsklasse 6 unter der Leitung von Herrn Leichtfuß auftrat. Mit „Winter Wonderland“ und dem traditionellen Wiegenlied „Still, Still, Still“ demonstrierten die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler, wie sicher sie bereits singen können. Die Akustik der Kirche ließ die Stimmen besonders warm und voll erklingen.
Der Kleine Chor, geleitet von Frau Büttner, eröffnete seinen Auftritt mit „Rudolph, The Red.Nosed Reindeer“ als Einlauflied, gefolgt von „Snow On Snow“. Die Kinder füllten mit ihrer Stimmgewalt den sakralen Raum mühelos aus. Mit „Leise rieselt der Schnee“ und dem temperamentvollen „Feliz Navidad“ spannen sie einen musikalischen Bogen von deutscher Tradition bis zu lateinamerikanischer Lebensfreude – und rissen das Publikum sichtlich mit.
Eine Stufe ambitionierter präsentierte sich der Mittelstufenchor, ebenfalls unter der engagierten Leitung von Frau Büttner. Nach dem stimmungsvollen Einlauflied „Happy X-Mas“ von John Lennon folgte „Cold Snap“ und das klassische „Fröhliche Weihnacht Überall“. Mit Brenda Lees zeitlosem „Rocking Around The Christmas Tree“ und dem bewegenden „Candle Of Hope" bewies der Chor seine stilistische Vielseitigkeit.
Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von Se7en Voices unter Frau Büttners Leitung. Mit dem weltberühmten „Stille Nacht“ und dem ergreifenden „How can I keep from Singing“ zauberten die Kinderstimmen einen magischen Moment der Stille und Besinnung in den Abend.
Die Taunus Tunes, die an dem Abend aus Krankheitsgründen ebenfalls von Frau Büttner dirigiert wurden, sorgten mit „Carol Of The Bells“ für glockenklare Melodien und ließen mit „It's Beginning To Look A Lot Like Christmas“ echte Vorfreude auf das bevorstehende Fest aufkommen. Das junge Ensemble harmonierte ausgezeichnet und zeigte große mehrstimmige Singfreude.
Den krönenden Abschluss bildete das Große Orchester unter der Leitung von Herrn Neubeck und Herrn Leichtfuß. Ein feierlicher Einzugsmarsch leitete das Finale ein, bevor das Orchester mit „Winter Wonderland“ noch einmal die winterliche Atmosphäre beschwor. Das absolute Highlight wartete zum Schluss: Ein Christmas-Sing-A-Long, bei dem die bekannten Melodien von „Joy to the World“, „Herbei, oh ihr Gläub'gen“, „Hark! the Herald Angels Sing!“ und „O du fröhliche!" zu einem mitreißenden Medley verbunden wurden. Hier vereinten sich alle musikalischen Kräfte des Abends mit den Stimmen des Publikums – ein wahrlich stimmungsvoller und harmonischer Moment.
Die Entscheidung, das Weihnachtskonzert in die Sankt-Marien-Kirche zu verlegen, erwies sich als Glücksgriff. Die besondere Akustik, die festliche Atmosphäre und das stimmungsvolle Ambiente ließen dieses Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Die Gesichter der Musizierenden und Singenden strahlten vor Freude und Stolz – und auch im Publikum war die Begeisterung deutlich zu spüren. (Rmy)