Naelle Kim aus der 9f des Taunusgymnasiums ist in ihrer Altersklasse die diesjährige Gewinnerin des Regionalwettbewerbs „Jugend debattiert“.
Ihr Weg dorthin war am Anfang durchaus steinig, aber danach nicht mehr schwer. Beim internen Wettbewerb des Taunusgymnasiums war sie am Donnerstag, dem 29.01.26, lediglich die Drittplatzierte. Nur als Nachrückerin gelangte sie in die Zwischenrunde, die am Mittwoch, dem 04.02.26, ebenfalls am Taunusgymnasium durchgeführt wurde. Nachdem sie diese souverän gewonnen hatte, gewann Naelle am Freitag, dem 06.02.26, auch das Finale des Regionalwettbewerbs, das in Bad Homburg am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium stattfand.
„Jugend debattiert“ folgt einem strukturierten Ablauf mit vier Teilnehmenden, wobei zwei die Pro-Seite und zwei die Contra-Seite vertreten. Die Position wird per Los ermittelt. Der Ablauf gliedert sich in eine zweiminütige Eröffnungsrunde pro Person, eine zwölfminütige freie Aussprache und eine einminütige Schlussrunde pro Person.
In der finalen Debatte hatte Naelle die Position Contra zwei. Die Debattenfrage lautete: Sollen für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden?
„Jugend debattiert“ ist seit 2002 der größte bundesweite Schulwettbewerb zur politischen Bildung, dessen Bedeutung für den Erhalt der Demokratie in Deutschland enorm geworden ist, denn Teilnehmenden als auch Zuschauenden veranschaulicht dieses Format, dass für den sachlichen und zielorientierten Diskurs gute Argumente erforderlich sind und dass Meinungen, die ideologisch verbrämt sind, demokratischen Prozessen entgegenstehen.
Eine dreiköpfige Fachjury bewertet daher Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Auf eine Moderation wird bewusst verzichtet.
Und Naelle? Die freut sich jetzt auf den Landeswettbewerb. Sie kann sich sicher sein, dass die Schulgemeinschaft erneut mitfiebert.
Autor: Franz-Peter Budde
