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Zwei Abende lang verwandelte sich das Haus der Begegnung in Königstein in einen Ort purer Musikfreude: Beim diesjährigen Sommerkonzert des Taunusgymnasiums präsentierten die zahlreichen Ensembles der Schule einmal mehr, welch beeindruckendes musikalisches Niveau hier Jahrgangsstufe für Jahrgangsstufe heranwächst.
Erster Abend: Die jüngeren Jahrgänge
Den Auftakt des ersten Abends gestalteten die jüngsten Ensembles – und sie zeigten eindrucksvoll, was sich in nur wenigen Monaten gemeinsamen Übens erreichen lässt. Die Streichergruppe der Klasse 5 unter Leitung von Frau Dr. Eden eröffnete den Abend mit dem weltbekannten „Twinkle, Twinkle, Little Star“ und dem französischen Volkslied „Au clair de la lune“ – zwei Stücke, die in den Händen der jungen Streichenden bereits mit echter musikalischer Sorgfalt erklangen.
Unmittelbar danach übernahm die Bläsergruppe der Klasse 5 unter Leitung von Herrn Hublow das Podium. Mit Beethovens „Ode an die Freude“ und dem mitreißenden „Banana Boat Song“, einem karibischen Volkslied, bewiesen die Schülerinnen und Schüler, dass Blasinstrumente auch für Anfängerinnen und Anfänger rasch zu einem Quell echter Spielfreude werden können.
Frau Herbst begrüßte das Publikum herzlich und dankte in ihrem Grußwort allen Musiklehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern, die mit großem Einsatz geprobt und geübt hatten, um diesen Abend möglich zu machen. Moderiert wurde der Abend von Herrn Leichtfuß, der die einzelnen Programmpunkte mit seinem gewohnt charmanten und witzigen Kommentar begleitete.
Die Streichergruppe der Klasse 6 unter Leitung von Herrn Hublow führte anschließend mit dem anonymen Renaissancestück „La Montovana“ und dem hebräischen Volkslied „Zum Gali Gali“ vor, wie viel Ausdruckskraft ein Jahr zusätzlicher Erfahrung mit sich bringt. Nicht weniger beeindruckend folgte die Bläsergruppe der Klasse 6 unter Leitung von Herrn Neubeck: Mit Edward Elgars feierlichem „Land of Hope and Glory“ und dem „Pirates of the Caribbean“-Medley von Hans Zimmer – der, wie Herr Leichtfuß schmunzelnd anmerkte, selbst einmal die Schulbänke des Taunusgymnasiums gedrückt hat – erntete das Ensemble enthusiastischen Applaus.
Das Kleine Orchester unter Leitung von Herrn Neubeck rundete den ersten Teil des Abends mit dem eleganten „Trumpet Voluntary“ von Jeremiah Clarke und dem schwungvollen „Sword Dance“ ab und zeigte, dass sich die Nachwuchsmusikerinnen und -musiker längst für die großen Ensembles der Mittelstufe empfehlen.
Nach der Pause gehörte die Bühne den Sängerinnen und Sängern. Die Gesangsklasse 5 unter Leitung von Frau Büttner und Herrn Leichtfuß brachte mit „Probier's mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch und dem Popsong „Lemon Tree“ von Fools Garden eine wohlig entspannte Stimmung in den Saal. Die Gesangsklasse 6 unter Leitung von Herrn Franke und Herrn Leichtfuß setzte mit „Ich wär' so gerne Millionär“ von den Prinzen und dem anspruchsvollen mehrstimmigen Stück „Like a Singing Bird“ von Bob Chilcott, das auf Gedichten von Christina Rossetti und Robert Burns basiert, einen starken Kontrapunkt.
Den krönenden Abschluss des ersten Abends bestritt der Kleine Chor unter Leitung von Frau Büttner, am Klavier begleitet von Lucio Ramírez. Das Ensemble präsentierte ein abwechslungsreiches Programm: Neben „Mama hat gesagt“ von SDP und einem kurzweiligen Quodlibet aus „I Like the Flowers“, „Blue Moon“ und „Always Look on the Bright Side of Life“ – mit Soli von Dammy Chung, Karolina Singh Preet und Mathis Fujita – erklang „I Wanna Be Like You“ aus dem Dschungelbuch mit Soli von Karolina Singh Preet, Philipp Shtarbov, Victoria Jähnig und Sophia Bastian. Besondere Begeisterung löste „Weil wir sind“ von 6kunited (Robin Brosowski und Fabian Sennholz) aus. Den bewegenden Schlusspunkt setzte „Erinnerungen“ von AMS – einem Stück, bei dem die Kinder des Kleinen Chors im Refrain der offiziellen Aufnahme mitsingen und das damit eine ganz eigene Verbindung zwischen dem Chor und dem Song herstellt. Das Publikum war sichtlich berührt.
Zweiter Abend: Die älteren Jahrgänge
Auch der zweite Abend begann mit einem vollen Haus und großer Vorfreude. Den Auftakt machte das Gesangs-Ensemble ChorUs unter Leitung von Frau Büttner, am Klavier begleitet von Lucio Ramírez. Mit „Super Trouper“ von ABBA, dem mitreißenden „4 Chords – A Choral Medley“ nach dem Vorbild der Axis of Awesome und dem kraftvollen „Believer“ von Imagine Dragons zog ChorUs das Publikum sofort in seinen Bann.
Frau Herbst dankte auch am zweiten Abend herzlich allen Beteiligten für ihr Engagement und freute sich über die Vielfalt und Lebendigkeit, die das musikalische Leben am Taunusgymnasium auszeichnet.
Das Ensemble 7even Voices unter Leitung von Frau Büttner und Herrn Leichtfuß, am Klavier begleitet von Lucio Ramírez, entführte das Publikum anschließend mit drei Stücken von Bruno Coulais ins Frankreich des Kinofilms „Die Kinder des Monsieur Mathieu“: „Vois sur ton chemin“, „Caresse sur l'océan“ und „Cerf-volant“ erklangen in bewegenden, vielstimmigen Arrangements von Rainer Butz.
Die Band 130 unter Leitung von Herrn Franke brachte mit Teddy Swims’ „Bad Dreams“ und dem Lady-Gaga-Bruno-Mars-Hit „Die With a Smile“ souveränen Groove auf die Bühne. Beim gemeinsamen Auftritt von Taunus Tunes und ChorUs unter Leitung von Frau Büttner und Herrn Franke erklang das slowenische Lied „Ta Na Solbici“ von Samo Vovk in einem Arrangement von Pascal Franke – ein herausragender, bewegender Moment, der die Ensemblegemeinschaft der Schule auf besondere Weise spürbar machte.
Taunus Tunes allein unter Leitung von Herrn Franke präsentierte anschließend „Joyful Joyful“ nach Ludwig van Beethoven in einer Bearbeitung von Mervyn Warren (adaptiert von Roger Emerson) – mit Soraya Wingenter (E2) am Gesang, Robert Miers (E2) am Klavier und Linus Fujit (9d) am Schlagzeug. Begeistert aufgenommen wurde auch „This Is Me“ von Benj Pasek und Justin Paul, bei dem Lenka Ilic (9a) als Sängerin, Leona Gashi (E2) am Klavier und Leopold Schadly (7a) am Schlagzeug zu erleben waren.
Das Ensemble Xtra Tunes unter Leitung von Herrn Franke schloss den ersten Teil des Abends mit zwei Stücken ab: dem „Aladdin Medley“ aus dem gleichnamigen Film und „Stand Up“ von J. B. Campbell und Cynthia Erivo.
Nach der Pause betrat das Große Orchester unter der gemeinsamen Leitung von Herrn Neubeck und Herrn Leichtfuß die Bühne. Mit Norman Leydens „Serenade for String Orchestra, Nr. 4 Cakewalk“ gelang ein eleganter, schwungvoller Einstieg. Als Solist im 3. Satz (Rondo) des Klarinettenkonzerts Nr. 3 von Carl Stamitz brillierte Carl Wang (Q2) an der Klarinette und erntete verdienten Sonderapplaus. Antonín Dvořáks „Slawischer Tanz op. 46, Nr. 8“ überzeugte mit slawischer Farbigkeit, bevor Leroy Andersons „The Syncopated Clock“ das Publikum mit seinem unverwechselbaren Ticken entzückte – Thalia Wurl (Q4) übernahm das Clock-Solo mit großer Spielfreude. Mit dem „James Bond Medley“ beschloss das Große Orchester seinen Auftritt auf mitreißende und stilvolle Weise.
Besonders bewegend war der anschließende Moment der Verabschiedung der musikalisch aktiven Abiturientinnen und Abiturienten: In persönlichen Worten wurde all jenen gedankt, die über Jahre hinweg das musikalische Leben des Taunusgymnasiums mitgeprägt haben. Die Musik-Lehrkräfte erhielten große Blumensträuße – ein Zeichen der Dankbarkeit, das die enge musikalische Verbundenheit zwischen Lehrenden und Lernenden sichtbar machte.
Den Abschluss des Abends gestalteten das Große Orchester und Taunus Tunes gemeinsam: Mit „Somethin’ Stupid“ von Carson Parks verabschiedete sich die Schulgemeinschaft auf charmant-beschwingtem Wege in den Sommer.
Auch in diesem Jahr haben die Sommerkonzerte des Taunusgymnasiums einmal mehr gezeigt, was gemeinschaftliches Musizieren zu leisten vermag: zwei Abende voller Herzblut, Können und Zusammenhalt – und ein Publikum, das begeistert nach Hause ging. (Rmy)