Technische Kreativität, ingenieurwissenschaftliches Geschick und eine große Portion Teamgeist standen am Freitag, den 19.6.26 und in den vergangenen Tagen, teilweise sogar Wochen am Taunusgymnasium Königstein im Mittelpunkt: Der schulweite MINT-Wettbewerb „Bau einer möglichst tragfähigen Papierbrücke“ lockte mehrere hundert Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen dazu, ihr Können als Nachwuchsingenieurinnen und Nachwuchsingenieure unter Beweis zu stellen.
Die Herausforderung war anspruchsvoll: Aus nichts anderem als Papier und wenigen Hilfsmitteln (Tesa, Bindfaden) sollte eine Brücke konstruiert werden, die eine Spannweite von 50 Zentimetern überbrückt und dabei möglichst große Lasten tragen kann, ohne einzustürzen. Neben der Stabilität spielte auch die architektonische Gestaltung eine wichtige Rolle. So entstanden zahlreiche beeindruckende Bauwerke, die nicht nur durch ihre Tragfähigkeit, sondern auch durch ihre kreative und ästhetische Ausführung überzeugten.
Lange wurde geplant, gefaltet, gerollt, geklebt und getestet. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich intensiv mit den Grundlagen moderner Brückenbaukunst und entwickelten erstaunlich raffinierte Konstruktionen. Von filigranen Bogenbrücken über elegante Fachwerkträger bis hin zu futuristisch anmutenden Bauwerken war die Vielfalt der eingereichten Modelle beeindruckend. Die Jury zeigte sich besonders erfreut darüber, mit welchem Engagement und welcher Begeisterung die Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen praktisch umsetzten.
Der Höhepunkt des Wettbewerbs war die große Belastungsprobe. Unter den Augen zahlreicher Zuschauer wurden die Brücken nach und nach getestet. Spannung lag in der Luft, als immer weitere Gewichte auf die Konstruktionen aufgelegt wurden. Manche Brücken hielten bereits nach wenigen Kilogramm Belastung nicht mehr stand, während andere erstaunliche Lasten trugen und damit eindrucksvoll demonstrierten, wie leistungsfähig durchdachte Ingenieurkonstruktionen selbst aus einem einfachen Material wie Papier sein können.
Besonders erfreulich war die hohe Beteiligung aus allen Jahrgangsstufen 5 bis Q4. Der Wettbewerb zeigte eindrucksvoll, wie stark das Interesse an naturwissenschaftlichen, technischen und mathematischen Fragestellungen am Taunusgymnasium ausgeprägt ist. Als zertifizierte MINT-Schule legt das Taunusgymnasium großen Wert darauf, theoretisches Wissen mit praktischen Herausforderungen zu verbinden und Schülerinnen und Schüler für Technik, Naturwissenschaften und Ingenieurberufe zu begeistern.
Die besten Konstruktionen wurden schließlich mit attraktiven Preisen ausgezeichnet. Insgesamt wurden Preise im Wert von 250 Euro vergeben.
Der Wettbewerb war ein voller Erfolg und hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Kreativität, Erfindergeist und technisches Talent in den Schülerinnen und Schülern des Taunusgymnasiums steckt. Die Vorfreude auf die nächste MINT-Herausforderung am TGK ist nicht für für die 10-köpfige Jury aus der Q2 und den Koordinator Patrick Epple bereits jetzt groß.